Kategorie: Frieden + Demokratie

Mahnwache + Zwiegespräch über Atombewaffnung

Am Freitag, 22.1., 11.30 Uhr vor dem alten Rathaus in Fürstenfeldbruck: Mahnwache – Atomwaffen sind verboten! Veranstalter: Sozialforum Amper + Eine-Welt-Zentrum FFB e.V. + Sozialinitiative Brucker Brücke – das WIR stärken.

Am Freitag, 22.1., um 18.30 Uhr überträgt das „LIFEstudioFFB“ einen Beitrag in der neuen Sendereihe „Zwiegespräch“:Der Anfang vom Ende der Atomwaffen – Was ist zu tun?„. Im Gespräch: Inge Ammon, Friedensnetzwerkerin, FFB und Martin Pilgram, Vorsitzender pax christi München & Freising. Zusätzlich zeigen wir die 12-Min.-Kurzfassung des prämiierten Dokumentarfilms „Der Anfang vom Ende der Atomwaffen“. Am 22. Januar 2021 tritt das UN-Atomwaffenverbotsabkommen (AVV) in Kraft. 51 Staaten haben es ratifiziert bzw. sind ihm beigetreten. Damit sind Atomwaffen völkerrechtlich geächtet, illegal, verboten. Das Inkrafttreten des Vertrags ist ein historischer Meilenstein einer globalen Bewegung, die vor 75 Jahren begann und über mehrere Generationen andauert. Der Vertrag verkörpert den Willen der Menschheit, ohne Atomwaffen zu leben. Er stellt einen Sieg der internationalen Demokratie und multilateralen Diplomatie über die Dominanz der Weltmächte dar. Erst drei EU-Staaten haben den Vertrag ratifiziert, darunter unser Nachbarland Österreich. Bisher ist Deutschland Mitglied aller multilateralen Abrüstungsverträge. Deutschland ist NATO-Mitglied und Lagerort für ca. 20 US-Atomwaffen. Im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ der NATO stellt Deutschland Trägerflugzeuge und Piloten für den Ernstfall des Atomwaffeneinsatzes zur Verfügung. Ihr Einsatz wird jedes Jahr bei der Militärübung „Steadfast Noon“ geübt. Deutschland nimmt auch an der Einsatzplanung in der Nuklearen Planungsgruppe teil. Diese Aktivitäten wären mit einem Beitritt zum AVV untersagt. Noch weigert sie die Bundesregierung, den Vertrag zu ratifizieren mit dem Argument, „Dabeisein“ ermögliche Mitsprache. Aber 92 Prozent der Deutschen unterstützen den deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbot. Benötigt wird also ein wachsender Druck von unten – von uns allen auf Politiker, Gemeinde- und Stadtparlamente. – Weitere Infos: www.icanw.de. – Der Livestream ist zu sehen auf https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Ziel: Vollständige Abschaffung von Atomwaffen

Pressemitteilung des Sozialforum Amper FFB: „Am 22. Januar 2021 tritt der Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen in Kraft. Dies ist ein friedenspolitischer Erfolg von großer historischer Tragweite, den wir öffentlich darstellen wollen. Als Sozialforum Amper haben wir den Frieden auf unserer Agenda und unsere Aktionen (z.B. jährliche Hiroshima-Gedenktage) haben Sie ja teilweise durch Ihre Berichte mitbegleitet. Wenn das Wetter mitspielt und Corona es erlaubt, planen wir eine kurze Mahnwache. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, diesen Tag in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir sind deshalb auch im Gespräch mit Vertretern der Stadt Fürstenfeldbruck, die seit 2014 eines der mehr als 600 Mitglieder Deutschlands beim Netzwerk Majors for Peace ist. Das internationale Netzwerk hieß früher „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen“. Dieses Ziel ist noch nicht erreicht, aber der erste große Schritt ist getan. Der zweite für uns deutlich größere Schritt wird sein, die gewählten Vertreter Deutschlands dazu zu bewegen, den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und zu ratifizieren. Um dies zu erreichen unterstützen wir die Regionalgruppe der IPPNW Landsberg a. Lech, deren Pressemitteilung wir Ihnen hiermit zukommen lassen. Warum ist dies für die Brucker Bevölkerung interessant? Die Anzeigenkampagne, die von der IPPNW-Gruppe (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) am 13. Januar gestartet wird, wurde auch von bekannten Namen aus dem Landkreis FFB unterstützt: Inge Ammon, als Friedensaktivistin über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und Mitglied der Brucker Brücke, Thomas Böhner, als Gründer von Help Liberia, Herbert Markus als Vorsitzender des Eine-Welt-Zentrums, die Aktiven des Sozialforums Amper, zu guter Letzt Hans Well. Und als ein Münchner Konstantin Wecker … die Brucker Brücke plant einen Livestream zum Thema. In Gilching hat die Pax Christi-Gruppe eine Aktion angekündigt …“ – Sozialforum Amper Fürstenfeldbruck, Initiative für gerechte Sozialordnung, Demokratie, Frieden und Ökologie – https://sozialforumamper.wordpress.com

“Globaler Norden” und “Globaler Süden”

Für das „Nord-Süd-Forum FFB“ berichtet Walter Ulbrich: Das Jahr 2020 hat die Menschheit schwer erschüttert und wir wissen, dass sich die Situation mit dem Jahreswechsel erst einmal nicht grundlegend ändern wird. Die Corona-Krise wird die Welt noch einige Zeit in Atem halten, Aufmerksamkeit auf sich ziehen und uns alle fordern. Wir leben im Glauben an den uns verbindenden Heiligen Geist, auf die Einsicht jedes Einzelnen, aber auch der politisch Verantwortlichen, um mit grundlegenden Änderungen unserer Wirtschafts- und Lebensweise das Überleben auf UNSERER EINE ERDE zu sichern. Leider berichten unsere Medien fast nichts mehr, was über den eigenen Horizont hinaus reicht – Corona über alles und die EU kämpft mühsam um gemeinsame Beschlüsse. Die Flüchtlinge auf Moria klagen an! Der Konsument allein kann nicht für einen faireren Handel und einen gerechten Ausgleich zwischen dem “Globalen Norden” und dem “Globalen Süden” sorgen. Ohne gesetzliche Maßnahmen wird sich kaum etwas ändern. Der Widerstand des „Kapitals“ ist gewaltig! Sowohl beim digital ausgerichteten Runden Tisch des EWNB zu Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen“ am 4.12.2020 wie auch bei der aufgezeichneten Debatte über einen Antrag von B90/Grüne zum Lieferkettengesetzim Bayer. Landtag am 9.12. wurde deutlich, wie die CSU ihren eigenen Minister im Regen stehen lässt. Die Beratung über die umstrittenen Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz im Bundeskabinett wurde erneut vertagt. Größter Streitpunkt ist die weiterhin die zivilrechtliche Haftung, bei der sich Bundeskanzlerin Merkel und Wirtschaftsminister Altmaier quer stellen. Ohne eine solche Haftungsregelung wäre das Gesetz aber völlig wirkungslos. Obwohl schon klar war, dass das 1992 errichtete und 2018 abgerissenes Mahnmal am Puchheimer S-Bahnhof ersetzt wird, kam die Aufstellung des neuen Tores am 25.11. doch überraschend. Im Anhang … Fotos vom neuen „Nord-Süd-Durchblick“ und einige Erläuterungen dazu. Der traditionelle Schweigekreis am 10.12. konnte freilich wie auch die regelmäßig stattfindenden Klimawachen am letzten Freitag im Monat nur recht eingeschränkt stattfinden. Dafür gab unser Bürgermeister Seidl eine ZOOM-Pressekonferenz, der zwei Veröffentlichungen folgten: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/puchheim-frei-und-gleich-anwuerde-und-rechten-1.5144231 und ein Artikel im Kreisboten vom 28.12. Leider wurde mein abschließender Appell, dass die Impfstoffe zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für alle Menschen zugänglich und bezahlbar sein müssen, nicht erwähnt. UN-Generalsekretär António Guterres forderte dies dann ausdrücklich im Bundestag am 18.12. Da müssen wir dran bleiben! Drei Hinweise noch: 1. Im Oekom-Verlag ist ein Buch von António Andrioli erschienen. Es enthält vor allem eine Sammlung von Texten, die er während seiner Zeit in Deutschland verfasst hat „mit kritischen Blicken auf ein Land in der (Öko)Krise“: https://www.oekom.de/buch/brasilien-zwischen-hoffnung-und-illusion-9783962382605. 2. Das Buch von Gerd Müller „Umdenken – Überlebensfragen der Menschheit“ … Er hat mutig seine Erkenntnisse zu Papier gebracht, diese leider aber wie so viele seiner VorgängerInnen im BMZ gegen nationale Interessen nicht durchsetzen können. Der Erlös beim Kauf dient dem Aufbau einer Schule in Togo. Ich ähnlicher Weise spendet unser Landrat an Stelle von Neujahrsgrüßen einen Teil seines persönlichen Verfügungsfonds im Rahmen des Projekts „1000 Schulen für unsere Welt“ für eine Schule in Togo. 3. Christiane Lüst aus Gauting berichtet unter https://www.oeko-und-fair.de/ über eine erfolgreich durchgeführte Aktion vor Weihnachten zum Verkauf von NOCAP-Produkten in Kombination mit Online-Tickets für den vielfach gepriesenen Film „Das Neue Evangelium“. Die Leidensgeschichte von Jesus wird auf die heutige Versklavung von afrikanischen Migranten in der italienischen Landwirtschaft projiziert. Die Organisation NO CAP wurde vom Jesusdarsteller Yvan Sagnet gegründet. Beim Kauf des Tickets unter https://film.dasneueevangelium.de/ kann man ein Lieblingskino unterstützen, z.B. ein Breitwand-Kino. In der Hoffnung auf ein weiteres gutes Zusammenwirken verbleibe ich mit guten Wünschen auf ein Neues Jahr 2021, in dem wir weiterhin gesund und zuversichtlich für gutes Leben im globalen Sinne wirken können! – In diesem PDF wird der neuerrichtete „Nord-Süd-Durchblick“ in Puchheim dokumentiert.

Lockdown für Rüstung und Militär – Friedensstadt Fürstenfeldbruck

Das „LIFEstudioFFB“ überträgt im Rahmen seiner neuen Sendereihe„Was? Warum – Monologe, Dialoge, Trialoge“, im Livestream am Samstag, 5.12., um 18.30 Uhr, ein ein Video-Feature unter dem Titel: „Lockdown für Rüstung und Militär – Friedensstadt Fürstenfeldbruck“. Der 5. Dezember ist der bundesweite Aktionstag „Abrüstung statt Aufrüstung“ gegen die weitere Steigerung der Rüstungsausgaben. Wir unterstützen die Initiative mit Statements, kurzen Video- und musikalischen Beiträgen. Darin geht es unter anderem um die Atomraketen in Büchel/NRW, um das 10-jährige Jubiläum der Wikileaks-Veröffentlichung “Collateral Murder”, um Rüstungsfirmen in Fürstenfeldbruck und sinnvolle Vorschläge zur Etablierung einer „Friedensstadt FFB“.
Die aktuelle Sendung ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio Ausführliche Informationen zur Sendereihe: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch.

Mit der Erinnerungskultur ernst machen!

Die Brucker SZ berichtete am 11.11.20: „Erinnerung aufpoliert … Der Stolperstein für Johanna Oppenheimer in Schöngeising ist einer von dreien im Landkreis. Es gehört sich, der Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi hat das auf eigene Art getan … Drei dieser Stolpersteine gibt es im Landkreis. In Schöngeising wird der Malerin Johanna Oppenheimer gedacht, die wegen ihrer jüdischen Abstammung 1942 über das Sammellager Milbertshofen nach Theresienstadt deportiert worden ist, wo sie am 23. Dezember verstarb. Der zweite Stolperstein liegt in Grafrath und erinnert an den ukrainischen Zwangsarbeiter Wassyl Zhyhalük. Zwei Jahre lebte er in der Gemeinde, bevor er 1944 verhaftet und ins Konzentrationslager Flossenbürg deportiert wurde, wo er 1945 ermordet worden ist. Und in Gröbenzell erinnert ein Stolperstein an Kurt Schroeter, der mit seiner Familie 1923 dorthin gekommen ist und ein international anerkannter Violinpädagoge wurde. 1936 zog er nach Amsterdam, wo er am 13. August 1943 auf offener Straße festgenommen wurde. In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 1944 wurde er in Auschwitz vergast …“.
Mit BM Michael Schrodi und dem Verleger des Buchs „Tage, die so quälend sind“, Roman Kovar, führten wir 2012 ein Interview, das hier zu sehen ist: https://youtu.be/2wi9TFqdkjY.
Wir sagen und fragen: Ja, „es gehört sich, der Opfer des NS-Regimes zu gedenken“. Gehört es sich auch, Straßen nach ihren Mördern und Verächtern zu benennen?

Kontrolle und Bußgelder

Das Brucker Tagblatt vom 19.8.20 berichtete: „Steigende Sorglosigkeit“: Landratsamt kündigt verstärkte Corona-Kontrollen an und droht mit Bußgeldern … Die Kreisbehörde stellt eine „etwas größere Sorglosigkeit bei der Einhaltung der Corona-Regeln“ fest. Daher kontrolliere die Polizei auch im Landkreis Fürstenfeldbruck derzeit wieder verstärkt die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das Landratsamt verhängt bei Verstößen Bußgelder von, je nach Schwere des Verstoßes, bis zu 5000 Euro. Im Landratsamt sind seit März circa 900 Verstöße zur Anzeige gebracht worden …
Über „Kollateralschäden“ genannte Folgen und Nebenerscheinungen der sogenannten „Corona-Schutzmaßnahmen“ informiert die Webseite „Kollateral News“. Beispielsweise veröffentlichte sie einen Bericht über grenzwertige Erfahrungen, die Betreuungskräfte in Pflegeheimen machen.
Eine Gegenmeinung des Publizisten Jens Berger (Nachdenkseiten): Covid-19 – erfreulich undramatische Daten rechtfertigen keine dramatischen Eingriffe … Womit lassen sich eigentlich die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern begründen? Im März hieß es, man müsse das Gesundheitssystem vor dem drohenden Kollaps zu bewahren. Im April rückte der R-Wert als vermeintlich belastbarer Indikator in den politischen Fokus und im Mai verabschiedeten Bund und Länder einen „Notfallmechanismus“, der strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus von der Infektionslage auf Kreisebene abhängig machen sollte. Heute, im August, sind die Krankenhäuser so leer wie selten zuvor, von einer exponentiellen Ausbreitung der Infektionen kann keine Rede sein und kein einziger Landkreis reißt die vereinbarte Obergrenze. Die wichtigen Zahlen und Indikatoren unterscheiden sich diametral von der Situation Ende März. Dennoch malen Teile der Politik das Schreckensszenario eines zweiten Lockdowns an die Wand.

Ausstellung der Stadtbibliothek mit Begleitprogramm zur „Treuhand-Abwicklung“

Montag, 17.8., um 18 Uhr, in der Stadtbibliothek Aumühle, Bullachstr. 26, FFB: „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“. Die Ausstellung mit Begleitprogramm ist bis 9. September in der Stadtbibliothek zu sehen. Ausstellungseröffnung: Mo, 17.8., um 18 Uhr. Zur Eröffnung von 18 Uhr an soll Christa Luft, Wirtschaftsministerin in der Übergangsregierung Modrow, per Video zugeschaltet werden. Die Geschichte der Treuhand. Ausstellung beschäftigt sich mit Umgang mit dem DDR-Nachlass. Begleitet wird die Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale: Wie DDR-Betriebe abgewickelt wurden“ von Vorträgen und Lesungen. Im Fokus stehen dabei die Geschichten ostdeutscher Betroffener … Alle Veranstaltungen finden in der Stadtbibliothek in der Aumühle statt.
9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Dieser „Crashkurs“ stürzte Millionen Ostdeutsche in tiefe Existenznöte, auch das soziale Netz – in der DDR eng verwoben mit der Arbeitsstelle – zerriss. – Eintritt frei.
Dienstag, 1.9., um 18:00 Uhr, in der Stadtbibliothek Aumühle, Bullachstr. 26, FFB: Buchvorstellung „Das Treuhand-Trauma: Die Spätfolgen der Übernahme“. Seit Jahren untersucht die Schweizer Soziologin Yana Milev, was beim Untergang der DDR und danach mit den Ostdeutschen passiert ist. In ihrem Buch „Das Treuhand-Trauma“ hat sie die Auswirkungen der Bonner Abwicklungs- und Anschlusspolitik seziert und die mediale Begleitung der Übernahme analysiert. Im Zentrum ihrer Untersuchungen steht die Treuhandanstalt als Vollstreckerin des politischen Willens der Mächtigen der alten Bundesrepublik. Yana Milev, geboren in Leipzig, Kulturphilosophin, Soziologin, Ethnografin, ist Privatdozentin für Kultursoziologie und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Soziologie der Universität St. Gallen. Sie ist Initiatorin und Leiterin des Forschungsprojekts «Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium», das als Edition beim Wissenschaftsverlag Peter Lang seit 2019 publiziert wird. – Eintritt frei. – Kooperationsveranstaltungen mit dem Sozialforum Amper und dem Kurt-Eisner-Verein München.
Infos auf der Webseite der Stadtbibliothek: www.stadtbibliothek-fuerstenfeldbruck.de.

Presseerklärung zum 75. Hiroshima-Gedenktag

Am Donnerstag, den 6. August, beteiligen wir uns mit dem Aufruf „Hiroshima und Nagasaki mahnen – Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt!“ an den weltweiten Protesten gegen atomare Aufrüstung mit Mahnwachen in unserer Kreisstadt Fürstenfeldbruck:
9:30 – 10:30 in der Schöngeisinger Straße (Ecke Viehmarktstraße)
11:00 – 12:00 vor dem Rathaus (Hauptstraße, Ecke Augsburger Straße)
16:00 – 17:00 vor der Sparkasse am Hauptplatz

Hiroshima und Nagasaki mahnen. Vor 75 Jahren, am 6. und 9. August 1945 wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. 65.000 Menschen verdampften und verbrannten auf der Stelle, bis zum Ende des Jahres starben mehr als 200.000. Diese Opfer mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für eine Welt ohne Atomwaffen einzustehen. Nuklearwaffen sind die gefährlichsten Waffen, die je geschaffen wurden. Atomwaffen unterscheiden sich von allen anderen Waffen sowohl durch das Ausmaß der Zerstörung als auch durch die langfristige Wirkung radioaktiver Verseuchung und die dadurch verursachten genetischen Schäden. Jetzt droht ein neues atomares Wettrüsten. Nach der Kündigung des INF-Vertrages durch die US-Regierung, der mehr als 30 Jahre lang die Entwicklung und Stationierung atomarer Mittelstreckenwaffen verboten hatte, und nachdem Moskau ebenfalls aus seinen Vertrags-Verpflichtungen ausgestiegen ist, droht jetzt die Neustationierung dieser für einen nuklearen Erstschlag einsetzbaren Waffen. Die Atommächte sind dabei, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren. Auch die in Deutschland stationierten US-Atombomben sollen durch neue, zielgenaue, flexibel einsetzbare Atomwaffen ersetzt und neue Trägerflugzeuge für den Einsatz dieser Atombomben angeschafft werden. Europa darf nicht zum atomaren Schlachtfeld werden. Der Gefahr eines drohenden Atomkriegs in Europa muss jetzt entschiedener Widerstand entgegen gesetzt werden. Beitritt zum UN-Atomwaffenverbots-Vertrag jetzt! Die Botschaft, die der Atomwaffenverbotsvertrag in die Welt sendet, ist eindeutig: Wir müssen die Atomwaffen abschaffen – bevor die Atomwaffen uns abschaffen. Diese Botschaft richtet sich auch an unsere Bundesregierung, welche sich bis heute weigert, die US-amerikanischen Atomwaffen aus Büchel in der Pfalz abziehen zu lassen und dem Verbotsvertrag beizutreten. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf: – die nukleare Teilhabe Deutschlands zu beenden; – den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und den Abzug der in Büchel stationierten US-Atomwaffen durchzusetzen; – keine neuen Kampfflugzeuge für einen Atomwaffeneinsatz zu beschaffen; – keine Genehmigung zur Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen zu erteilen; – Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten.
Veranstalter: Sozialforum Amper, unterstützt von Mitgliedern des Eine-Welt-Zentrum e.V., GEW Kreisverband FFB, Bündnis FFB ist bunt – nicht braun, Brucker Brücke – das Wir stärken/LIFEstudioFFB, VVN-BdA.

Online-Demo gegen die Übel in der Welt

Im Zeichen der Corona-Krise startet am 8. Mai um 18 Uhr das LIFEstudioFFB der Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ seine erste Online-Sendung. Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus widmet sie sich verschiedenen Virenschleudern unserer Zeit unter der Überschrift „Nie wieder!“ – Den Viren dieser Zeit widerstehen. Eine Online-Demonstration gegen die Übel in der Welt. Der Schwur der überlebenden KZ-Opfer des deutschen NS-Terror-Regimes hieß „Nie wieder Krieg“. Er gilt noch heute. Wir ergänzen ihn mit dem Appell für die Verhütung drohender Klima- und Wirtschaftskatastrophen sowie des weltweiten Rüstungswahnsinns. Das „braune Virus“, das die Welt ins Unglück des 2. Weltkriegs stürzte, hat überlebt und bedroht unsere Freiheiten. Weitere Viren plagen uns: Das Coronakrisen-Virus, das Klimakrisen-Virus, das Wirtschaftskrisen-Virus, das Aufrüstungs-Virus, das Virus der ungezähmten Kriegsgefahr und das Virus, das unsere Demokratie in arge Bedrängnis bringt. Ihnen setzen wir künstlerischen und geistig-kulturellen Widerstand entgegen. Mit musikalischen und literarischen Beiträgen und Warnungen von regionalen Künstlern, Kulturschaffenden, Sprechern von Initiativen und von Personen des öffentlichen Lebens. Dabei sind Prof. Christian Kreiß, Dr. Sven Deppisch, Willi Dräxler, Margot Simoneit, Herbert Markus, Klaus Zieglmeier. Sowie die Musikanten und Literaten Lisa Rubin, Günter Wagenpfeil, David Jäger, Werner Lutz, Theresa Hannig und Poetry-Slamerinnen des Vereins „Turmgeflüster“. Die Übertragung der Online-Veranstaltung kann hier gesehen werden: www.lifestudio.ffbaktiv.de. Danach ist sie im Video-Archiv zu finden: www.youtube.com/ffbaktivstudio.

29. April bis 8. Mai: Befreiung vom Joch der Nazi-Diktatur

Die Petition „8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“ (www.change.org/8mai), initiiert durch die VVN-BdA und Esther Bejarano, hat in weniger als 2 Wochen über 50.000 Unterschriften gesammelt. Dieser Forderung haben sich weitere Überlebende angeschlossen. Zu ihnen gehört auch Peggy Parnass. Sie hoffen mit Blick auf die Forderung den 8. Mai zu einem Feiertag zu machen: „Dann akzeptiert vielleicht auch der letzte Deutsche, dass der 8. Mai 1945 nicht der Tag einer Niederlage ist, sondern der Tag eines großen Gewinns.“ Dieser Gewinn soll dieser Tage überall in Deutschland deutlich werden. Auf Grund der augenblicklichen Regelungen bezüglich der Corona Pandemie ruft die VVN-BdA zu einem dezentralen Gedenken auf.
Das Bündnis „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ schließt sich zusammen mit dem Fürstenfeldbrucker Maler Guido Zingerl der Idee des Münchner Aktionskünstlers Wolfram Kastner an und fordert die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis auf, ab dem 29. Mai, als amerikanische Truppen 1945 begannen, den Landkreis Fürstenfeldbruck einzunehmen, weiße Fahnen oder weiße Betttücher, evtl. beschriftet mit „75 Jahre Tag der Befreiung – 8. Mai 2020“ gut sichtbar aus ihren Fenstern oder über Zäune auszuhängen.

8. Mai: Erinnerung ans Ende der NS-Herrschaft

Im Zusammenhang mit der Meldung der Brucker SZ vom 15.4.20: „Zweiter Weltkrieg: Weiße Fahnen. Künstler Guido Zingerl fordert Erinnerung an Ende der NS-Herrschaft“ hat das Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun“ eine Erklärung als Aufruf an die Brucker Bevölkerung verfasst:
»Spätestens seit den 70-er-Jahren wurde in der Bundesrepublik auf politischer Ebene darüber debattiert, den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ und nicht als „Tag des Kriegsendes“ oder als „Tag der Kapitulation“ in der Erinnerungskultur zu verankern. Da es heftigen Gegenwind aus konservativen und rechten Kreisen gab, dauerte es noch bis 1985, bis endlich von höchster Stelle in der BRD, nämlich vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, die entscheidenden Worte gesprochen wurden. Was Weizsäcker sagte, war nicht komplett neu. Alles war zuvor bereits gesagt worden. Sein Verdienst war es, auf die richtige Weise zusammenzufassen, versöhnlich nach außen und nach innen und ohne Pathos vorzutragen – und den Augenblick zu nutzen, der sich ihm in seiner Funktion als Bundespräsident bot: „Der 8. Mai (1945)war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ … „wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg“ (Richard von Weizsäcker, Rede zum 8.Mai 1985).
Tag der Befreiung heißt Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft, genauso wie die Befreiung der politisch und rassistisch Verfolgten, der KZ-Häftlinge, der Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangenen, der Kriegsdienstverweiger*innen und Widerstandskämpfer*innen. Für die nationalsozialistischen Verbrecher, Mitläufer*innen und Sympathisanten war es dagegen Zusammenbruch, Niederlage und Ende ihres mörderischen Unterdrückungs- und Gewaltsystems.
In jüngster Zeit ging die Initiative, den Tag der Befreiung als gesetzlichen Feiertag festzulegen von Esther Bejanaro, einer Holocaustüberlebenden, aus. Auch der DGB fordert dies bereits seit 2018 in einer Erklärung. Ebenso im Bundestag wird darüber diskutiert, in Berlin ist der 8. Mai in diesem Jahr einmalig ein Feiertag. (https://www.stern.de/politik/8–mai-ein-feiertag–untersuetzung-fuer-idee-zum–tag-der-befreiung–9112540.html – Quelle: „Die Zeit“).
Als Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun! schließen wir uns zusammen mit dem Fürstenfeldbrucker Maler Guido Zingerl der Idee des Münchner Aktionskünstlers Wolfram Kastner an: Wir fordern die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis auf, ab dem 29. Mai, als amerikanische Truppen 1945 begannen, den Landkreis Fürstenfeldbruck einzunehmen, weiße Fahnen oder weiße Betttücher, evtl. beschriftet mit „75 Jahre Tag der Befreiung – 8. Mai 2020“ gut sichtbar aus ihren Fenstern oder über Zäune auszuhängen. Gerade in diesem Jahr, wo es nicht möglich ist, gemeinsam Aktionen zu diesem Anlass durchzuführen, würden wir uns freuen, wenn sich sehr viele daran beteiligen und zusammen mit uns ein deutlich sichtbares Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und Demokratie setzen. Zu wünschen wäre auch, dass sich wie in München ganze Städte und Gemeinden offiziell dieser Aktion anschließen.
Weitere Ideen z.B. auch zu musikalischen Aktionen sind erwünscht.
Margot Simoneit, für das Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun!“ – www.ffbbunt.wordpress.com

Diskussions- und Aktionsvorschläge in Sachen Demokratie

Was wäre, wenn Demokratie für alle gelten würde? In der Theorie herrscht das Volk, politische Teilhabe ist durch Wahlen und Parlamente für jeden möglich. In der Praxis werden diese Ideale oft nicht erreicht. Zeit für eine neue Ära der Demokratie. Ohne Wahlen keine Demokratie, das stimmt zwar, aber genauso stimmt, dass Wahlen alleine längst keine Demokratie bedeuten … weil die internen Mehrheitsfindungsprozesse oft selbst wenig demokratisch sind und die Funktionsweise, die Programmatik und vor allem der Rhythmus der Wahlen dazu geführt haben, dass mutige Veränderungen, große Visionen, übergreifende Pläne und innovative Bündnisse kaum Raum bekommen in der politischen Praxis … Wie aber könnte eine Demokratie aussehen, die wirklich demokratisch ist? Was wäre zum Beispiel, wenn die Parteien ganz anders funktionierten als heute … – Ein Debattenbeitrag: https://www.www-mag.de/debatten/beitrag/was-waere-wenn-demokratie
Volksentscheide auf Bundesebene möglich machen! Stellen sie sich vor… wir können endlich auf Bundesebene zu wichtigen Fragen der Zeit abstimmen und dies parallel zur Bundestagswahl 2021 … wir alle können die Themen auswählen und dann darüber abstimmen, so wie es auch im Grundgesetz gewollt ist. Gemeinsam mit anderen Initiativen wollen wir die erste bundesweite Volksabstimmung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland organisieren. Bürger*innen sollen über gesellschaftlich relevante Themen (z.B. Klimawandel, Freihandelsabkommen, Bienensterben, Plastik, Seenotrettung, Tierwohl, Altenpflege oder Wohnen) abstimmen können. Dafür bekommen die Bürger*innen neben den Wahlunterlagen auch ein Abstimmungsheft von uns zugeschickt. Dieses informiert sie im Detail über die Themen und ermöglicht eine direkte Abstimmung. Wir wollen die bewährte repräsentative Demokratie natürlich erhalten, aber durch Volksabstimmungen ergänzen. Das Instrument hat auf Länderebene bereits viele Nagelproben bestanden und gute Erfolge erzielt, wie beispielsweise das sensationell erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Bayern. Warum also nicht auch bundesweit? Die Kampagne beginnt in 3 Schritten: Wir starten in 2020 mit einer Probeabstimmung, ab Mitte 2020 beginnt die bundesweite Themenfestlegung und in 2021 soll dann die erste bundesweite Volksabstimmung parallel zur Bundestagswahl stattfinden. Zum Warmlaufen für die bundesweit geplante Abstimmung in 2021 gibt es am 23.05.2020 eine Probeabstimmung per Brief. Mehr erfahren – mitmachen bei der Probeabstimmung: www.abstimmung21.de und https://abstimmung21.de/die-kampagne.

Menschenverachtende Positionen entlarven und bekämpfen

Pressemitteilung des „Bündnis FFB ist bunt nicht braun“ und des Kreisverbands Fürstenfeldbruck der GEW vom 21.2.20 zum rechtsterroristischen Anschlag in Hanau: „Der Kreisverband Fürstenfeldbruck der GEW spricht, zusammen mit dem Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun!, den Hinterbliebenen ihr Beileid aus und wird sich weiterhin gegen jede Form von Hass, Hetze, Rassismus und Intoleranz einsetzen. Wir alle sind angesichts des Anschlags in Hanau vom 19. Februar 2020 fassungslos. Den hinterbliebenen Familien und Freunden sprechen wir unser Beileid aus. Die abscheuliche Tat, die Menschen aus dem Leben riss und zahlreiche verletzte, war rechtsradikal motiviert und richtete sich gezielt gegen Mitbürger*innen mit mutmaßlichem Migrationshintergrund. Ebenso fassungslos vernehmen wir Relativierungsversuche rechter Akteur*innen, die die Tat als Aktion eines Verwirrten herunterspielen und dem Täter eine aggressive rechtsnationalistische Gesinnung absprechen. Damit kaschieren sie ihre Mitverantwortung an einem sich aufheizenden aggressiv-menschenfeindlichen politischen Klima, das Taten wie die in Hanau verharmlost und wahrscheinlicher macht. Als GEW werden wir uns weiterhin und energisch für mehr politische Bildung und Demokratieerziehung an unseren Schulen einsetzen. Wir lassen nichts unversucht, menschenverachtende Positionen zu entlarven und zu bekämpfen.“ – Margot Simoneit, GEW KV Fürstenfeldbruck

Nichts gelernt: Die Sprache der geistigen Trittbrettfahrer der AfD

Update Am 22.2.20 berichtete auch das Brucker Tagblatt: Volksverhetzung und Holocaustleugnung: FDP-Poltiker mit Skandal-Post – „Partei entsetzt … Der in der laufenden Legislaturperiode zur FDP gewechselte Bahner habe auf Facebook unter anderem einen Text eines wegen Volksverhetzung und Holocaustleugnung verurteilten Rechtsextremisten geteilt …“
Wir fragen: Hetzer werden anscheinend weiterhin in dieser Partei geduldet?

Am 17.2. berichtete die Brucker SZ: Er spricht im Duktus der Rechten von „Gesinnungsdiktatur“ und „Altparteien-Kartell“, ist aber Beisitzer im Vorstand der Freien Wähler … Vor allem aber verwendet er Begriffe, die man beispielsweise von Björn Höcke kennt, dem Rechtsaußen der AfD aus Thüringen. Adelhoch schreibt: „… Wer immer noch nicht begriffen hat, dass wir uns in einer Gesinnungsdiktatur befinden, der ist blind und taub.“ …
Am 18.2. berichtete die Brucker SZ: Mit den Worten eines Volksverhetzers … FDP-Mitglieder fallen mit Facebook-Posts auf, in denen Merkel mit Hitler gleichgesetzt und Neonazi-Texte zitiert werden … Die FDP-Mitglieder und Stadtratskandidaten Herwig und Monica Bahner posten auf Facebook munter weiter Inhalte, die ihre Nähe zu rechtsextremem Gedankengut zeigen …
Unsere Berichterstattung vom 10.2.20.
Ein ausführlicher „Hintergrund“-Bericht über Rechte Netzwerke in Bundeswehr, Polizei und Geheimdiensten … brandgefährlich … Trotz aller Geheimhaltungsversuche wurden in der Vergangenheit jedoch immer wieder Berichte über rechte Vorfälle in der Truppe bekannt …
https://www.hintergrund.de/politik/inland/schattenarmeen/

Fürstenfeldbruck ist nicht Thüringen, aber …

Zu Anliegen und Problemen wie Rassismus, Abrüstung und Erinnerungskultur gab es in den vergangenen Tagen mehrere Meldungen in der Tagespresse. Die Brucker SZ berichtete am 6.2.20: Umwidmung der Zenettistraße gefordert … Die „Initiative gegen falsche Glorie“ ist nicht einverstanden damit, dass der Stadtrat von Fürstenfeldbruck es bei Straßennamen belässt, die Wehrmachtsoffizieren gewidmet sind, und diese lediglich mit kurzen Zusatztafeln ausgestattet hat. „Wir fordern die Umwidmung der Zenettistraße“, erklärte Jakob Knab, der Sprecher der Initiative aus Kaufbeuren.
Das Brucker Tagblatt berichtete am 6.2.20 über ein herausragendes Ergebnis der letzten Stadtratssitzung am 31.1.20: Stadtrat für atomare Abrüstung … Die Stadt setzt sich für die nukleare Abrüstung ein. Auf Antrag von Vize-Bürgermeister Christian Götz (BBV) schließt Fürstenfeldbruck sich dem Appell der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) an.
Das Brucker Tagblatt berichtete am 7.2.20: Erinnerungen an einen Widerstandskämpfer … „Wehret den Anfängen“, sagte die erste Vorsitzende des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck (HVF), Anna Ulrike Bergheim, am Donnerstag bei der Begrüßung von Berthold Goerdeler, dem Enkel des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler.
Die Brucker SZ berichtete am 6.2.20 über eine Befragung der örtlichen FDP zu den Thüringer Vorgängen: Kreis-FDP schließt Zusammenarbeit mit AfD aus … Führende Parteimitglieder bezeichnen Vorgänge in Thüringen als „nicht schlau“ und begrüßen Neuwahlen … Das Grundproblem sei aber, dass es durch das Wahlverhalten „in der Mitte“ keine Mehrheiten mehr gebe, obwohl es eine funktionierende Demokratie gebe und die wirtschaftliche Lage gut sei … Bahner hingegen vertritt die Auffassung, es sei besser, wenn ein FDP-Politiker mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt werde als ein Linker, nämlich Bodo Ramelow, mit den Stimmen von SPD und Grünen. Die Linke bezeichnet er als „SED-Nachfolgepartei“. Auf Facebook kommentiert er, die Thüringer FDP habe „Eier gehabt“. Bahners Frau Monica, ebenfalls Mitglied der FDP, dankt auf Facebook dafür, dass die FDP „Thüringen den Ökoterrorismus von Rot-Rot-Grün erspart“ habe.
Am 7.2.20 berichtete die Brucker SZ zusätzlich über Äußerungen der Familie Bahner – Herwig Bahner ist Stadtrat der FDP: Klare Sympathien für die AfD … FDP-Mitglied Monica Bahner äußert sich auf Facebook: „… Danke an die FDP in Thüringen, danke dass Ihr Thüringen den Ökoterrorismus von rot- rot- grün erspart habt! …“
Aus der Geschichte lernen: Zur Geschichte der Nachkriegsparteien CDU und FDP gab es im „Dezember 2010 eine Große Anfrage an die Bundesregierung zum Umgang mit der NS-Vergangenheit ab 1949 … (Drucksache 17/4126). Die umfängliche sowie weithin informative Antwort der Bundesregierung erschien im Dezember 2011 (Drucksache 17/8134). Beispielsweise ließ sich daraus ableiten, dass dem Kabinett unter Kanzler Ludwig Erhard ab 1963 neben einem Vizekanzler, der Berufsoffizier der Wehrmacht im Vernichtungskrieg im Osten war, acht Bundesminister aus CDU, CSU und FDP angehörten, die der vom Nürnberger Internationalen Tribunal für verbrecherisch erklärten NSDAP – teilweise seit 1933 – angehört hatten. Es war jene Regierung, die im Herbst 1964 beschloss und danach das Ziel anstrebte, am 9. Mai 1965 für sämtliche NS-und Kriegs-verbrechen Verjährung eintreten zu lassen … Die hauptsächlichen und direkten parteipolitischen Vorgänger der heutigen Regierungsparteien zwischen November 1918 und Juli 1933 waren: Für die Unionsparteien die katholischen Rechtsparteien Zentrum und Bayerische Volkspartei (BVP) sowie der evangelische Christlich-Soziale Volksdienst; für die FDP die Deutsche Demokratische Partei (DDP, später: Deutsche Staatspartei) und die Deutsche Volkspartei (DVP). Nimmt man den nahezu ungehemmten Zustrom von Mitläufern und Tätern der NS-Barbarei nach 1945, die Kontinuitäten der sozialen und politischen Milieus sowie beim Führungspersonal, obendrein den nahtlos, bloß modifiziert, fortgesetzten Antikommunismus, sind Unionsparteien und FDP auch als Nachfolgeparteien von Deutsch-nationaler Volkspartei (DNVP) und NSDAP anzusehen. Die Mitte-Rechts-Regierung in Bonn bestätigte ab September 1949 diese Einschätzung dadurch, dass sie sich weitgehend aus jenen Vorgängerparteien rekrutierte sowie vordringlich und zielstrebig die Interessen der aus dem vorangegangenen Verbrecherstaat belasteten Täter, Gehilfen und Mitläufer wahrgenommen und weit-gehend durchgesetzt hat.“
Zum Ideologem der „Mitte“ kann man in der Wochenzeitung „freitag“ lesen: „Die Ideologie der Mitte war eine Camouflage aus der Adenauerzeit: die Westalliierten brauchten die Bundesrepublik als Bundesgenossin in ihrem Kampf gegen die Sowjetunion, mit der sie einst in der Anti-Hitler-Koalition verbündet waren. Ein Relikt aus dieser Episode vor 1945 war die Unterstellung, man habe mit dem einstigen Antifaschismus gar nicht gebrochen, denn jetzt gehe es gleichermaßen gegen Links und Rechts. Das war die Geburtsstunde sowohl der Extremismus- als auch der Totalitarismusdoktrin. Unter ihrem Schirm gediehen ehemalige Nazis, die nichts dagegen hatten, sich jetzt in freiheitliche Demokraten umtaufen zu lassen.“
Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) hält eine Verharmlosung der AfD für völlig falsch und gefährlich. In Bezug auf die Wahl in #Thueringen fordert er eine klare Abgrenzung, um die Demokratie zu stärken. Kurz-Video auf Twitter.

ICAN-Städteappell unterzeichnet

Am 1. September 2019 appellierte das Sozialforum Amper an die Brucker Stadträte, sich dem ICAN-Städteappell anzuschließen: „International ruft ICAN Städte dazu auf, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen“ (https://www.icanw.de/ican-staedteappell). Dort heißt es: „Atomwaffen stellen eine besondere Bedrohung für Städte dar. Sie sind im Ernstfall die primären Ziele eines atomaren Angriffs. Damit sind Städte direkt betroffen und sollten sich deshalb in die Diskussion zu dieser Frage einmischen. Atomwaffen sind konzipiert, um Menschen und Infrastruktur gigantischen Schaden zuzufügen … Ein neues Bündnis von Städten weltweit stärkt die Stimmen der Menschen überall und setzt alle Regierungen dieser Welt unter Druck, jegliche Beteiligung an der atomaren Abschreckung und jegliche Verstrickung in Atombombengeschäften zu unterlassen.“
November/Dezember wurde der Appell von der BBV-Fraktion im Namen des 2. Bürgermeisters Christian Götz im Stadtrat eingebracht. In der Stadtratssitzung am 31.1.19 wurde er mit Ausnahme der Gegenstimmen der beiden FDP-Stadträte angenommen. Der Appell ist als PDF hier nachzulesen.

Gedenken am Todesmarsch-Mahnmal

Kurz vor dem Ende des Nazi-Regimes wurden im April 1945 jüdische Zwangsarbeiter aus den Konzentrationslagern Landsberg/Kaufering durch Bruck Richtung Alpenvorland getrieben. Daran erinnert das Brucker Todesmarsch-Mahnmal an der Dachauer Straße/Ecke Augsburger Straße. Dort fand am Montag, 27. Januar, dem Tag der Opfer des Nationalsozialismus, ab 11.30 Uhr ein öffentliches Gedenken statt. Schüler der Realschule Puchheim lasen Texte aus dem Buch „Mein Schatten in Dachau“. Für die musikalische Begleitung sorgte die Musikklasse der Realschule. Die Brucker SZ berichtete am 27.1.20 über das „Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz“: »Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee die letzten überlebenden Gefangenen des KZ Auschwitz nach heftigen Kämpfen gegen die Wehrmacht. Seit 1996 ist dieses Datum ein Gedenktag in der Bundesrepublik. In Bruck veranstaltet der Arbeitskreis Mahnmal deshalb Gedenkminuten am Todesmarsch-Mahnmal an der Augsburger Straße … Gegen Vergessen und Fremdenhass … Im April 1945 wurden die Überlebenden in Todesmärschen quer durch den Landkreis Fürstenfeldbruck getrieben. Das Mahnmal stammt von dem Künstler Hubertus von Pilgrim und wurde 1994 aufgestellt … Hunderte Bürger beteiligen sich … Schüler lesen aus Briefen und Gedichten von Opfern des Faschismus … Das Gedenken richte sich nicht nur gegen das Vergessen der Vergangenheit, sondern gegen „neuen Fremdenhass“ …«
Am 24.1. interviewte das Brucker Tagblatt Julia Zieglmeier vom AK Mahnmal FFB:
„Der 27. Januar ist der Tag der Opfer des Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass organisiert der Arbeitskreis Mahnmal Fürstenfeldbruck jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung am Todesmarsch-Mahnmal … Was der Arbeitskreis leistet und warum seine Arbeit heute wichtiger ist denn je, berichtet Sprecherin Julia Zieglmeier (70) im Tagblatt-Interview.“
Zur Warnung veröffentlichen wir folgende Berichte: Versuchung von rechts: „Fridays gegen Altersarmut“ – Das Rententhema von AfD vereinnahmt. Schon seit Längerem gerieren sich Rechte unterschiedlicher Form als Verteidiger der deutschen Rentner, die angeblich gegenüber Geflüchteten benachteiligt würden. „Rentner müssen Flaschen sammeln und vor Essenstafeln Schlange stehen“, heißt es in einem Aufruf der rechten Homepage PI-News im Juli 2019. Dort wurde an die AfD appelliert, das Thema Altersarmut zu besetzen. Nach verschiedenen Statistiken über wachsende Altersarmut kommt dann der nationalistische Erklärungsansatz. Gerade Senioren würden besonders unter dem Verlust traditioneller Werte und alter Sicherheiten leiden. Daran könnte die AfD anknüpfen … Rechte Gruppen fordern exklusive Rechte für einige Gruppen, wenn sie Rentner gegen Migranten ausspielen. Sie knüpfen da an Vorstellungen an, dass man sich Rechte erst einmal verdienen muss, beispielsweise durch eine deutsche Staatsbürgerschaft. Bericht: https://www.heise.de/tp/features/Nach-Fridays-for-Future-nun-Fridays-gegen-Altersarmut-4644978.html. Nazis auf „Fridays gegen Altersarmut“: https://www.volksverpetzer.de/recherche-afd/so-rechts-fridays-altersarmut. Das gewerkschaftliche Bündnis: http://buendnis-gegen-altersarmut.de. Ein wichtiger grundlegender Text: „Der fruchtbare Schoß: Auch 75 Jahre nach dem Ende des Hitlerfaschismus ist die Gefahr nicht gebannt. Wir alle sind zur Wachsamkeit aufgerufen“ … Über die Nazi-Fianziers in den USA: https://www.rubikon.news/artikel/die-us-ns-connection.

Demokratie-Botschaften

Was hilft gegen Rechtspopulismus und Fake News? Partizipation! … „Democracy for Future“: Um das Klima und die Demokratie zu schützen, müssen wir die Demokratie weiterentwickeln. Unsere Gesellschaft steht vor gewaltigen Zerreißproben, um den Klimaschutz etwa mit wirtschaftlicher Sicherheit und sozialer Stabilität in global instabilen Zeiten zu vereinbaren. Daher gilt es, möglichst alle in der Gesellschaft vorhandenen Kompetenzen und unser aller Kreativität einzubeziehen, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die auch von allen mitgetragen werden. Wenn Menschen erleben, dass sie tatsächlich gehört werden und mitgestalten können, wird auch die Bereitschaft gestärkt, Verantwortung zu übernehmen, sich zu informieren oder eigenes Verhalten zu ändern. Heute gegebene technische und methodische Möglichkeiten werden von unserer Demokratie noch nicht ausgeschöpft. Das Projekt: https://democracyforfuture.de.
In einigen Teilen der Welt haben Metropolen begonnen, Politik neu zu gestalten. Kommunen haben Bürgerbeteiligung gefördert, sich dann – soweit möglich – zurückgezogen und ihre Entwicklung zugelassen. Klassische Beispiele sind die partizipatorische Haushaltsplanung in Porto Alegre in Brasilien, das Decide Madrid-System in Spanien und das Better Reykjavik-Programm in Island. Die lokale Bevölkerung hat den politischen Raum, der von Parteiapparaten und Top-Down-Regierungen besetzt worden war, wieder in Beschlag genommen. Sie haben gemeinsam herausgefunden, was ihre Gemeinden wirklich brauchen und wie sie es erreichen können – und sich geweigert, die Fragen von Politikern gestalten und die entsprechenden Antworten vorgeben zu lassen. Die Resultate waren bemerkenswert: ein gesteigertes politisches Engagement, insbesondere bei marginalisierten Gruppen, und eine enorme Verbesserung der lokalen Lebensqualität. Partizipative Politik erfordert nicht den Segen einer Zentralregierung, sondern nur eine selbstbewusste und weitsichtige lokale Verwaltung. – Mehr darüber auf www.freitag.de/autoren/the-guardian/das-gegengift.
Es sind die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der großen Städte, weltweit, die sich zunehmend zusammenschließen, weil sie die politischen Existenzbedingungen, die nationalstaatliche Verhandlungen unter sich führen, nicht mehr für auskömmlich halten, um ihre Probleme zu lösen und sich weiter zu entwickeln … Der Gedanke der Kommune ist wieder da, aber auf einem anderen, neuen Niveau. Die Themen, die auf diesem Plateau diskutiert werden und an denen gearbeitet wird, reichen von der sozialen Frage bis zu Ökologie und Kultur … Eine tragende Rolle spielt dabei das Global Parliament of Mayors, in dessen Direktorat, das aus fünf Mitgliedern (Oberbürgermeister der Städte Durban, Mannheim, Columbia, Hoima und Braga) besteht, übrigens ein deutscher Oberbürgermeister vertreten ist, das noch keinen offiziellen Status bei den Vereinten Nationen hat, aber dort angesiedelt ist. – Bericht: https://www.pressenza.com/de/2019/12/pact-of-free-cities-die-wachsende-union-der-kommunen
Webseite: https://globalparliamentofmayors.org

Bericht vom Gastspiel „Die Weißen kommen“

Regel Nummer eins: Kein Mitleid! Denn wer die Regel bricht, wird zum Afrikaner. So gibt es der Master of the Universe, der Gamemaster, vor, von einer dunklen Stimme aus dem Off gesprochen. Nur wer sich an die Regel hält, kommt weiter, von einem Level zum nächsten. Über 100 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten gebannt dieses beinahe makabre Spiel, als die Berliner Compagnie am vergangenen Freitag in der Aula der Mittelschule West in Fürstenfeldbruck ihr bitter ernstes Stück von Helma Fries und Elke Schuster auf die Bühne brachte. Natascha Menzel, Jean-Theo Jost, Dimo Wendt und H.G. Fries schlüpften dabei 90 Minuten lang höchst professionell, rasant choreografiert und mit Gesangseinlagen („Heia – heia Safari!“) in wechselnde Rollen. Das Spiel startet in der Jetztzeit, Aktienhändler wollen das Publikum eindringlich überzeugen, in Afrika zu investieren: „Lassen Sie ihr Geld arbeiten! Sie haben es verdient.“ Rohstoffe, Diamanten, Agrarprodukte, alles im Angebot! Wozu Bedenken? Auch wenn das Publikum in Fürstenfeldbruck auf die verlockenden Angebote nicht anspricht, dürfen die 4 Spieler auf der Bühne in die nächsten Level. Jetzt werden den Gästen knallharte Zahlen, Fakten und Analysen von der Kolonialisierung vor über 300 Jahren, über die Sklaverei bis zum heutigen Neokolonialismus um die Ohren gehauen, dass man kaum zum Durchatmen kommt. Purer Rassismus und unvorstellbare Gräueltaten, verantwortet von Deutschland, Belgien, England und Frankreich, grandios verpackt in abwechslungsreiche Szenen, rütteln auf. Es ist fast nicht auszuhalten, wenn z.B. die Sklavenhändler sich, zu feierlicher Barockmusik tanzend, darüber austauschten, wie sie ihre Verluste „durch verdorbene Ware“ über die Versicherung wieder ausgleichen können. Zum Himmel schreiende Menschenverachtung wird hier brillant auf den Punkt gebracht. Und die Spieler? Sie zeigen doch das eine oder andere Mitleid, werden skeptisch, fliegen raus und müssen nach und nach in die Rolle der Afrikaner schlüpfen. Später landen sie z. B. als Sklaven auf einem Sklavenschiff, oder beteiligen sich an der Revolution in Haiti, die damals nur scheinbare Unabhängigkeit brachte. Am Schluss der Vorstellung brachte das Lob für die vielen kleinen und größeren Initiativen, die sich für Menschenrechte und fairen Handel mit Afrika einsetzen, doch noch einen ermutigenden Ansatz zur Sprache, und das vom Ensemble angestimmte Lied Siyahamba tat nach all den ernüchternden Fakten einfach gut. Beim anschließenden Publikumsgespräch bezogen sich die meisten Fragen auf die deutsche Verantwortung, damals wie heute. Klar ist: Bis heute fehlt eine echte Aufarbeitung der Kolonialisierungsgeschichte, bis heute ist die tatsächliche Zahl der afrikanischen Todesopfer – es sind Millionen – nicht offiziell bekannt. – MS

Theaterereignis: „Die Weißen kommen!“

Gastspiel der BERLINER COMPAGNIE: „Die Weißen kommen“. Ein Theaterstück über Afrika. Über uns. Vorstellung mit anschließendem Publikumsgespräch. Nach 300 Jahren Sklavenhandel, 100 Jahren Kolonialherrschaft und 70 Jahren Neokolonialismus ist Afrika ein tief verwundeter Kontinent. Als Computerspiel gestaltet, werden die gegenwärtigen Auswirkungen der afrikanisch-europäischen Beziehungen dargestellt. Aber auch das widerständige Afrika in Vergangenheit und Gegenwart, die lange Geschichte des zivilen Widerstandes wird aufgezeigt. Werfen Sie einen neuen Blick auf den Kontinent!
Freitag, 11.10., 19 Uhr / Einlass ab 18 Uhr, in der Aula der Mittelschule West am Asambogen, Abt-Anselm-Str.12 – Eingänge: Asambogen und Abt-Anselm-Straße. Eintritt: 16 €, Schüler/ermäßigt 10 €. Kartenreservierung: 0176-55440938, ffbbunt@gmx.de, sozialforumamper@gmx.de. Vorverkauf: im Büro des Brucker Forums, St.-Bernhard-Str. 2 (Mo-Fr 8 – 12:30 Uhr). Veranstalter: GEW Kreisverband FFB (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und Sozialforum Amper. Eine Kooperationveranstaltung mit Brucker Forum, Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun, Eine-Welt-Zentrum FFB e.V., Help Liberia und Nord-Süd-Forum. Gefördert u.a. von der Stadt Fürstenfeldbruck und dem Agenda21-Büro des Landkreises.
Da die Anzahl der Parkplätze an der Schule West begrenzt ist, bitten die Veranstalter zur Anfahrt Fahrgemeinschaften zu bilden oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Die Buslinie 840 fährt von den beiden S-Bahn-Stationen Fürstenfeldbruck und Buchenau bis zur Haltestelle Schule West.