Gedenken am Todesmarsch-Mahnmal

Kurz vor dem Ende des Nazi-Regimes wurden im April 1945 jüdische Zwangsarbeiter aus den Konzentrationslagern Landsberg/Kaufering durch Bruck Richtung Alpenvorland getrieben. Daran erinnert das Brucker Todesmarsch-Mahnmal an der Dachauer Straße/Ecke Augsburger Straße. Dort fand am Montag, 27. Januar, dem Tag der Opfer des Nationalsozialismus, ab 11.30 Uhr ein öffentliches Gedenken statt. Schüler der Realschule Puchheim lasen Texte aus dem Buch „Mein Schatten in Dachau“. Für die musikalische Begleitung sorgte die Musikklasse der Realschule. Die Brucker SZ berichtete am 27.1.20 über das „Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz“: »Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee die letzten überlebenden Gefangenen des KZ Auschwitz nach heftigen Kämpfen gegen die Wehrmacht. Seit 1996 ist dieses Datum ein Gedenktag in der Bundesrepublik. In Bruck veranstaltet der Arbeitskreis Mahnmal deshalb Gedenkminuten am Todesmarsch-Mahnmal an der Augsburger Straße … Gegen Vergessen und Fremdenhass … Im April 1945 wurden die Überlebenden in Todesmärschen quer durch den Landkreis Fürstenfeldbruck getrieben. Das Mahnmal stammt von dem Künstler Hubertus von Pilgrim und wurde 1994 aufgestellt … Hunderte Bürger beteiligen sich … Schüler lesen aus Briefen und Gedichten von Opfern des Faschismus … Das Gedenken richte sich nicht nur gegen das Vergessen der Vergangenheit, sondern gegen “neuen Fremdenhass” …«
Am 24.1. interviewte das Brucker Tagblatt Julia Zieglmeier vom AK Mahnmal FFB:
„Der 27. Januar ist der Tag der Opfer des Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass organisiert der Arbeitskreis Mahnmal Fürstenfeldbruck jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung am Todesmarsch-Mahnmal … Was der Arbeitskreis leistet und warum seine Arbeit heute wichtiger ist denn je, berichtet Sprecherin Julia Zieglmeier (70) im Tagblatt-Interview.“
Zur Warnung veröffentlichen wir folgende Berichte: Versuchung von rechts: „Fridays gegen Altersarmut“ – Das Rententhema von AfD vereinnahmt. Schon seit Längerem gerieren sich Rechte unterschiedlicher Form als Verteidiger der deutschen Rentner, die angeblich gegenüber Geflüchteten benachteiligt würden. “Rentner müssen Flaschen sammeln und vor Essenstafeln Schlange stehen”, heißt es in einem Aufruf der rechten Homepage PI-News im Juli 2019. Dort wurde an die AfD appelliert, das Thema Altersarmut zu besetzen. Nach verschiedenen Statistiken über wachsende Altersarmut kommt dann der nationalistische Erklärungsansatz. Gerade Senioren würden besonders unter dem Verlust traditioneller Werte und alter Sicherheiten leiden. Daran könnte die AfD anknüpfen … Rechte Gruppen fordern exklusive Rechte für einige Gruppen, wenn sie Rentner gegen Migranten ausspielen. Sie knüpfen da an Vorstellungen an, dass man sich Rechte erst einmal verdienen muss, beispielsweise durch eine deutsche Staatsbürgerschaft. Bericht: https://www.heise.de/tp/features/Nach-Fridays-for-Future-nun-Fridays-gegen-Altersarmut-4644978.html. Nazis auf „Fridays gegen Altersarmut“: https://www.volksverpetzer.de/recherche-afd/so-rechts-fridays-altersarmut. Das gewerkschaftliche Bündnis: http://buendnis-gegen-altersarmut.de. Ein wichtiger grundlegender Text: „Der fruchtbare Schoß: Auch 75 Jahre nach dem Ende des Hitlerfaschismus ist die Gefahr nicht gebannt. Wir alle sind zur Wachsamkeit aufgerufen“ … Über die Nazi-Fianziers in den USA: https://www.rubikon.news/artikel/die-us-ns-connection.