Kategorie: Gemeinwohl

Mahnwache + Zwiegespräch über Atombewaffnung

Am Freitag, 22.1., 11.30 Uhr vor dem alten Rathaus in Fürstenfeldbruck: Mahnwache – Atomwaffen sind verboten! Veranstalter: Sozialforum Amper + Eine-Welt-Zentrum FFB e.V. + Sozialinitiative Brucker Brücke – das WIR stärken.

Am Freitag, 22.1., um 18.30 Uhr überträgt das „LIFEstudioFFB“ einen Beitrag in der neuen Sendereihe „Zwiegespräch“:Der Anfang vom Ende der Atomwaffen – Was ist zu tun?„. Im Gespräch: Inge Ammon, Friedensnetzwerkerin, FFB und Martin Pilgram, Vorsitzender pax christi München & Freising. Zusätzlich zeigen wir die 12-Min.-Kurzfassung des prämiierten Dokumentarfilms „Der Anfang vom Ende der Atomwaffen“. Am 22. Januar 2021 tritt das UN-Atomwaffenverbotsabkommen (AVV) in Kraft. 51 Staaten haben es ratifiziert bzw. sind ihm beigetreten. Damit sind Atomwaffen völkerrechtlich geächtet, illegal, verboten. Das Inkrafttreten des Vertrags ist ein historischer Meilenstein einer globalen Bewegung, die vor 75 Jahren begann und über mehrere Generationen andauert. Der Vertrag verkörpert den Willen der Menschheit, ohne Atomwaffen zu leben. Er stellt einen Sieg der internationalen Demokratie und multilateralen Diplomatie über die Dominanz der Weltmächte dar. Erst drei EU-Staaten haben den Vertrag ratifiziert, darunter unser Nachbarland Österreich. Bisher ist Deutschland Mitglied aller multilateralen Abrüstungsverträge. Deutschland ist NATO-Mitglied und Lagerort für ca. 20 US-Atomwaffen. Im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ der NATO stellt Deutschland Trägerflugzeuge und Piloten für den Ernstfall des Atomwaffeneinsatzes zur Verfügung. Ihr Einsatz wird jedes Jahr bei der Militärübung „Steadfast Noon“ geübt. Deutschland nimmt auch an der Einsatzplanung in der Nuklearen Planungsgruppe teil. Diese Aktivitäten wären mit einem Beitritt zum AVV untersagt. Noch weigert sie die Bundesregierung, den Vertrag zu ratifizieren mit dem Argument, „Dabeisein“ ermögliche Mitsprache. Aber 92 Prozent der Deutschen unterstützen den deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbot. Benötigt wird also ein wachsender Druck von unten – von uns allen auf Politiker, Gemeinde- und Stadtparlamente. – Weitere Infos: www.icanw.de. – Der Livestream ist zu sehen auf https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Geschichten von Armut und Ausgrenzung

Am Sonntag, 17.1., ab 17 Uhr veröffentlicht das „LIFEstudioFFB“ einen Video-Podcast in der neuen Sendereihe „Lesen – Hören – Sprechen – Denken“: „Heart’s Fear“ – Hartz IV- und Corona-Politik machen arm! Das kleine Kultbuch digital. Für alle Betroffenen und für alle, die ihnen beistehen. Erste Folge: „Fünf vor Hartz IV“. Bettina Kenter-Götte liest aus ihrem Buch „Heart’s Fear – Hartz IV. Geschichten von Armut und Ausgrenzung“. Zudem wird sie unter dem Motto „Arm&Reich vor Acht“ (als ironisches Pendant zur Info-Rubrik „Börse vor Acht“ vor den TV-Nachrichten) die aktuelle Hartz IV-Politik, die Armuts- und Hungersituation in der Welt beleuchten. Seit dem Frühjahr 2020 sind Singlemamas, Soloselbstständige, Kulturprofis und viele andere (oft erfolgreiche) Menschen auf ALG II/Hartz-IV/Grundsicherung/Sozialpaket und Armentafel angewiesen, auf ein Leben mit „Heart’s Fear“. Vor dieser Entwicklung gerade in der Kulturbranche warnt die Autorin Bettina Kenter-Götte schon seit vielen Jahren. Trotz großer Erfolge war die 69jährige in ihrer 50jährigen Karriere als Bühnen-, TV- und Synchronschauspielerin schon selbst von Armut betroffen: einmal als alleinerziehende Mutter eines kleinen Kindes, einmal als Künstlerin während einer Branchenflaute und einmal während einer langwierigen Erkrankung. Ihr Fazit lautet: „Als Schauspielerin honoriert, als junge Singlemama diskriminiert, von Behörden drangsaliert, als Autorin prämiert, vom Jobcenter sanktioniert.“ Seit 2011 setzt die vielseitige Künstlerin sich für die Enttabuisierung der Armut ein. Ihr Bühnenstück „Hartz-Grusical“ wurde 2011 mit dem „Stuttgarter Autorenpreis“ ausgezeichnet. Bei der Leipziger Buchmesse 2018 präsentierte sie ihr Buch „Heart’s Fear – Hartz IV. Geschichten von Armut und Ausgrenzung“, erschienen im Verlag Neuer Weg. Ihr Insiderbericht stieß sofort auf anhaltendes Interesse bei Printmedien, Rundfunk, Fernsehen, bei Wissenschaft und Publikum. Nach einer zweijährigen Lesereise mit über 50 Veranstaltungen in ganz Deutschland und in Österreich und einem Auftritt im Bundestag in Berlin kam die „Coronakrise“; alle Live-Veranstaltungen mussten auf den Tag X verschoben werden. Doch das Buch ist aktueller denn je. – Die erste Folge in der Sendereihe „Lesen – Hören – Sprechen – Denken“ ist zu hören und zu sehen auf der Webseite von „LIFEstudioFFB“: https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Youtube-Kanal: www.youtube.com/ffbaktivstudio

Gemeinwohl organisieren – aber wie?

Das „LIFEstudioFFB“ überträgt im Rahmen seiner Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert!“ im Livestream am Donnerstag, 12.10., um 18.30 Uhr, eine „DemokraTisch in Bruck“-Gesprächsrunde. Die aktuelle Sendung ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.
Gemeinwohl-Ökonomie in der Praxis – Wie geht das?„. Zwei regionale Unternehmer berichten, wie sie Gemeinwohlökonomie (GWÖ) umsetzen: Thomas Börkey-Biermann, Geschäftsführer der Ökoring Handels GmbH, Mammendorf, und Sepp Hecker, Biogärtnerei Hecker, Olching. Die Diskussion bereichern Dr. Michael Lorenz, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Germering, und Johanna Mellentin, Kulturwissenschaftlerin, FFB. Als Moderator und Mitdiskutant fungiert Gerald Morgner, IT-Unternehmer und GWÖ-Referent/Berater. – Auf die Fragestellung „Wie zufrieden sind Sie mit unserem heutigen Wirtschaftssystem“ konnte man bereits 2012 und 2013 laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung und der „Zeit“ erfahren, dass sich ca. 80 Prozent der Deutschen eine neue Wirtschaftsordnung wünschen. In Bayerns Verfassung lautet Artikel 151: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl.“ In Artikel 14 des Deutschen Grundgesetzes heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen.“ Die real praktizierte und real existierende Wirtschaftsform widerspricht der Bedeutung der Verfassungstexte. Für Regierungen ist das Wachstum des Angebots von Waren und Dienstleistungen entscheidend und für Unternehmen die Gewinnmaximierung. – Die Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie vertreten ein Wirtschaftssystem, das sich am Wachstum von Menschenwürde, an ökologischer Nachhaltigkeit, Solidarität und Transparenz orientiert. Privates Unternehmertum soll sozial und ökologisch handeln. Die Profitmaximierung darf nicht über allem stehen. Die Spielregeln der Wirtschaft sind so zu transformieren, dass die wirtschaftlichen Akteure belohnt werden, die verantwortungsbewusst im Sinne des Gemeinwohls handeln. Dafür wurde eine Matrix erarbeitet, nach der neben der Finanzbilanz auch nach der GWÖ-Bilanz bilanziert wird. Was steckt hinter der Gemeinwohl-Ökonomie, wie funktioniert sie und was bringt sie wem? Darüber wird diskutiert. Regionale Unternehmer, die bereits nach der Matrix der GWÖ arbeiten, berichten wie es funktioniert.

„Contanern ist kein Verbrechen!“

Im November letzten Jahres haben wir euch vom Einreichen unserer Verfassungsklage berichtet. Wie manche von euch sicher schon wissen, haben wir im August bereits eine Antwort aus Karlsruhe erhalten. Leider hat das Bundesverfassungsgericht die Klage als unbegründet abgelehnt und kam zu dem Schluss: Eigentum dürfe auch an wertlosen Sachen durch Strafe geschützt werden. Wir möchten diese Mail dazu nutzen, den Bedeutungshorizont der Stellungnahme der Richter*innen zu umreißen.
Verfassungsklage gegen die Kriminalisierung von Lebensmittelrettung
Mit der Straftat, die wir begangen haben, haben wir auf ein Verbrechen aufmerksam gemacht – ein Verbrechen an der Menschheit – nichts Geringeres als der Diebstahl der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen. Wir wurden dafür schuldig gesprochen, dass wir Lebensmittel aus der Mülltonne eines Supermarktes genommen haben. Das Containern und damit die Verwertung von Lebensmitteln als Nahrung wird kriminalisiert. Auf der anderen Seite bleibt die systematische Vernichtung von Lebensmitteln gängige Praxis. Dabei ist der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen mit Art. 20a des Grundgesetzes zum Staatsziel ernannt worden. Die Diskrepanz unserer Ziele und der gängigen Praxis andererseits wollten wir mit unserer Verfassungsklage auf juristischer Ebene sichtbar machen. Zudem wollten wir erreichen, dass das Containern nicht mit der Härte des Strafgesetzbuches geahndet wird. Noch im Februar haben wir erfahren, dass unsere Verfassungsklage auf der Entscheidungsliste für das Jahr 2020 steht. Auf dieser Liste stehen 40 ausgewählte Fälle von tausenden Belangen, mit denen sich Bürger*innen jährlich an die Richter*innen in Karlsruhe wenden – ein kleiner Erfolg und ein Zeichen, dass dem Thema Lebensmittelverschwendung, auch aus Sicht des Bundesverfassungsgerichtes aktuelle gesellschaftliche Relevanz beigemessen wird.
Von der Entscheidung überrollt
Mit der Erwartung, dass ein Urteil nun relativ bald in Aussicht steht, starteten wir also in das Jahr. Gerne hätten wir diese Nachricht auch mit euch geteilt. Doch musste mit der Ausbreitung des Coronavirus und dem Lockdown im März anderen Themen Platz eingeräumt werden. All unsere geplanten Pressetermine und Drehtage mussten abgesagt werden. So waren auch unsere gewohnten Kommunikationswege aus den Angeln gehoben. Die bevorstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts geriet aus unserem Blickfeld. Auch wenn wir wussten, dass uns jeden Tag die Entscheidung der Richter*innen ereilen könnte, fühlten wir uns doch überrollt. Ob Mensch überhaupt an irgendeinem Tag bereit für eine Nachricht mit solch einer Durchschlagskraft ist? – wahrscheinlich nicht. Wir sahen uns auf jeden Fall mit der Antwort des Verfassungsgerichts vollkommen überfordert, noch dazu die Enttäuschung, aus diesem langjährigen juristischen Prozess nicht mit einem Freispruch herauszutreten. Ganz verdaut haben wir diesen Moment bis heute nicht. Unsere Klage ist zwar als unbegründet, aber zulässig erklärt worden. Das ist bereits ein kleiner Erfolg, zudem hat sich das Gericht mit wichtigen juristischen Fragen auseinandergesetzt und Stellung genommen. Doch wir bleiben weiterhin verurteilt als Straftäterinnen. Viel entscheidender ist für uns jedoch, die Frage, was dies für unsere Gesellschaft bedeutet. Insbesondere für die Menschen, die weiterhin in Mülltonnen steigen möchten, um Lebensmittel zu retten. Das können wir immer noch nicht ganz abschätzen, noch ein Grund mehr darüber zu reden.
Was das Urteil für uns bedeutet
In der Entscheidung wird der Schutz des Eigentums so weit ausgelegt, dass sogar der Diebstahl von wertlosen Sachen möglich ist. Art. 20a GG wurde keine Bedeutung beigemessen. Demnach muss der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen weiterhin hinter dem Schutz des Eigentums anstehen. Doch entscheidend ist auch, dass das Verfassungsgericht, wie es selbst formuliert, nicht zu prüfen hat, ob der Gesetzgeber die zweckmäßigste, vernünftigste oder gerechteste Lösung gewählt habe und verweist damit auf die Politik! Es ist durchaus möglich, das Containern per Gesetz zu entkriminalisieren, sowie die Verschwendung von Lebensmitteln zu verbieten. So müssen wir zwangsläufig die Frage stellen: Was hindert uns Menschen daran, Wege mit Zukunft zu wählen? Ist es Bequemlichkeit oder unsere gewohnten Muster, die das Bedürfnis nach Sicherheit stillen? Für uns scheint die Hürde das „aber“ zu sein, welches wir jedem Satz mit „Klimaschutz“ folgen lassen, und mit dem wir unsere Gewohnheiten verteidigen. So heißt es: Der Ressourcenschutz sei abzuwägen mit wirtschaftlichen Argumenten. Die Lebensmittelverschwendung sei an ein bedrohliches Ausmaß gelangt, aber unser Konsumverhalten sei schwer zu ändern. Containern sei ein wichtiges Engagement, aber das Eigentum müsse geschützt werden. Damit wollen wir uns nicht in erster Linie zu Feinden des Eigentums erklären, doch wollen wir die vorrangige Bedeutung solch einer „Aber“-Logik in Frage stellen. Gerade in juristischen Belangen wünschen wir uns doch zukunftsweisende Entscheidungen. Bezeichnen wir Art. 20a unseres Grundgesetzes als irrelevant und strukturieren unsere Gesellschaft nicht demnach um, erklären wir unser Staatsziel damit als hinfällig und verspielen unsere Zukunft. Umweltschutz darf kein Hobby sein, für das mensch sich freiwillig entscheidet, wenn wir weiterhin auf diesem Planeten leben möchten.
Wie es jetzt weitergehen muss
Wollen wir wirklich an bekannten Wegen festhalten, obwohl sie ohne Zukunft sind? Wir dürfen nicht den Fehler begehen, den Schutz unserer Lebensgrundlagen aus den Augen zu verlieren, sondern dürfen mutig sein, neue Wege auszuprobieren. Auch wir haben uns auf den Weg gemacht, haben die Kriminalisierung des Containerns und unseren Umgang mit Lebensmitteln in Frage gestellt. Es hat viel Mut gekostet, uns als Straftäterinnen einem öffentlichen Diskurs zu stellen. Mit uns fordern mittlerweile 170.000 Menschen Politiker*innen auf, auch mutig zu sein. Die Politik ist jetzt gefragt, endlich gegen die Lebensmittelverschwendung anzugehen. Wir möchten gemeinsam mit euch den Politiker*innen zwei konkrete Forderungen mit auf den Weg geben: Die Entkriminalisierung des Containerns und ein Wegwerfstopp für Supermärkte. Teilt die Petition weiter in eurem Bekanntenkreis: https://weact.campact.de/petitions/containern-ist-kein-verbrechen-1. Solange genießbare Lebensmittel in der Mülltonne landen, sind wir nicht zufrieden! – Solidarisch, Caro & Franzi

LIFEstudioFFB: Worum es uns geht

Das „LIFEstudioFFB“ überträgt im Rahmen seiner Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert!“ im Livestream am Freitag, 16.10., 18.30 Uhr eine „DemokraTisch in Bruck“-Gesprächsrunde: „Worum es uns gehen muss: Ökosoziale Wirtschaft, Klimakrisenbewältigung, Gerechter Welthandel„.
Diskussionsgäste neben Gerald Morgner als Moderator sind Walter Ulbrich, von Campo Limpo/Nord-Süd-Forum, und Alfred Pichler, von der KAB – Kath. Arbeitnehmerbewegung und der Sozialinitiative Brucker Brücke/Open Source-Workshops.
Die globale Wirtschaft steht vor einer umfassenden Finanzkrise. Vom aktuellen Welthandelssystem profitieren vorrangig global agierende Konzerne. Mittels Liberalisierung und Deregulierung soll neoliberale Wirtschaftspolitik in völkerrechtlichen Abkommen unumkehrbar gemacht werden. Handels- und Investitionsabkommen destabilisieren die Finanzmärkte. Dafür stehen u. a. das CETA- und das Mercosur-Abkommen zwischen EU und lateinamerikanischen Staaten. Die Coronaepidemie lähmt die europäische und deutsche Wirtschaft und bedarf staatlicher Stützung. Die damit einhergehende Handels- und Sozialkrise dezimiert den Mittelstand, führt zu vermehrten Insolvenzen und Zunahme von Verarmung. Das betrifft weltweit die Landwirtschaft, die Beschäftigten in der Industrie und im öffentlichen Dienst, die prekär Beschäftigten, die Arbeitslosen und die Rentner. Fairer und gerechter Handel beruht auf Dialog, Transparenz und Respekt. Ein nachhaltiges Wirtschaften und die Miteinbeziehung von Umweltschutz sind die Zielvorstellungen für eine ökosoziale Wirtschaft. Forderungen nach einem gerechten Welthandel, nach einem Lieferkettengesetz und nach mehr demokratischer Mitbestimmung in Konzernen, öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen werden drängender. Wie können unser Landkreis, seine Städte und Gemeinden, letztlich wir alle dazu beitragen?

„Stadt und Land in Bürgerhand“ – ein zukunftsweisendes Ziel?

Livestreamsendung im „LIFEstudioFFB“ im Rahmen der neuen Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert! Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun“. Eine Video-Chat-Aufzeichnung mit Bruno Marcon, der als erster für die Wählervereinigung „Augsburg in Bürgerhand“ in den Augsburger Stadtrat gewählt wurde, berichtet über ihre Motive, Ziele und Aktivitäten. Zu ihnen zählen u. a. die Einrichtung von Bürgerräten, Bürgergenossenschaften, einer nachhaltigen Daseinsvorsorge und eines Bürgerhaushalts. Welche Chancen sehen die Initiatoren, welche Wege und Methoden wählen sie aus, um diese Ziele zu erreichen? Das Fragegespräch fand als Video-Chat anlässlich der für 2020 verschobenen bundesweiten „Langen Nacht der Demokratie“ statt. Die Übertragung ist am Freitag, 2. Oktober, 18.30 Uhr. Die aktuelle Sendung ist jeweils zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio. Ausführliche Informationen zur Sendereihe: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch.

Wenn der Blockwart den Untertanengeist lobt

„Risiko, Gefahr, Sicherheit, Infektionsschutz“ sind die beliebtesten Wörter der Coronaregeln-Befürworter. In Olching sollen die Zügel gegen unbotmäßige Bürger stärker angezogen werden, der „besorgte Nachbar“ soll die Polizei verstärken und ein Sicherheitsdienst sich selbst mit Bußgeldern finanzieren helfen. Die Brucker SZ meldete am 20.9.20: „Sicherheitsdienst soll am Markt kontrollieren … Der Olchinger Hauptausschuss stimmt für eine Änderung der Satzung. Demnach sollen Vergehen gegen Coronaregeln stärker bestraft werden … die Änderung der Marktsatzung auf Antrag der CSU … verlangt, ähnlich wie am Olchinger See und am Grünanger im Schwaigfeld, dass angesichts der Coronagefahr auch an Markttagen am Nöscherplatz Identitätsfeststellungen durch den dort tätigen Sicherheitsdienst erfolgen und bei vorsätzlichen Vergehen – zum Beispiel der Verweigerung, eine Maske zu tragen – Bußgelder bis zu 2500 Euro verhängt werden sollen. Eine Mehrheit von acht zu drei Stimmen … stimmte dann auch für die Änderung … Ingrid Jaschke von den Grünen zieht einen Blockwart-Vergleich … Tomas Bauer bekräftigte für die CSU … die Notwendigkeit von „Identitätsfeststellungen auch am Marktplatz“ … „Das Risiko von Corona gibt es bis zum Winter.“ Dass Bürger andere anzeigen, würde es geben. „Die beste Baupolizei ist der besorgte Nachbar“… Bisher gibt die Stadt auf Nachfrage von Jaschke 40.000 Euro für den Sicherheitsdienst am Olchinger See aus.
Meldungen der anderen Art: „EILMELDUNG: Deutschland meldet Null neue Todesfälle bundesweit. Trotzdem fahren Politik und Medien die Panik-Propaganda hoch.“ – https://corona-transition.org/eilmeldung-deutschland-meldet-null-neue-todesfalle-bundesweit
Neue Erkenntnisse vermittelt ein Artikel auf der News-Plattform Telepolis: Angesichts der bisherigen Studienlage zur Wirksamkeit von Masken auf die Eindämmung von Viren und aufbauend auf einer kritischen Bewertung der inzwischen existierenden Studien zum neuen Coronavirus schließt Prof. Ines Kappstein, Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie, Infektionsepidemiologie, Hygiene und Umweltmedizin, in einem kürzlich erschienenen Artikel in der Fachzeitschrift Krankenhaushygiene up to date, der auch von der Ärztekammer als Ärztliche Fortbildung zertifiziert wurde: „Der Gebrauch von Masken im öffentlichen Raum ist schon allein aufgrund des Fehlens von wissenschaftlichen Daten fragwürdig …“https://www.heise.de/tp/features/Coronavirus-Das-Aufrechterhalten-der-Massnahmen-trotz-einer-dramatisch-gesunkenen-Sterberate-4906401.html?seite=all
Aber: Nach den Corona-Ausbrüchen beim ausbeuterischen Schlachtkonzern Tönnies … boxte Klöckner, angetrieben wohl von Lobbyisten, jetzt eine „Reform“ durch wonach Verbraucherschutzbehörden Lebensmittelunternehmen, also auch Schlachtbetriebe künftig deutlich weniger kontrollieren müssen. – https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2020/bundesrat-verabschiedet-kloeckner-reform-weniger-lebensmittelkontrollen-in-risiko-betrieben
Beinahe überall auf diesem Planeten findet die gleiche aberwitzige Art von „Infektionsschutz“ statt. Von Chile über Nigeria bis Myanmar: Seuchenschutz 2020 sieht fast überall gleich aus … Internationaler Währungsfonds und Weltbank spielen die Schlüsselrolle bei einer globalen Erpressung. Ihr simpler Kern: „Spielt gefälligst mit bei unserer Plandemie — oder wir drehen euch den Geldhahn zu.“ – https://hinter-den-schlagzeilen.de/der-gekaufte-planet
Stimmt das heute nicht mehr? „Der, des Verwaltung unauffällig ist, des Volk ist froh. Der, des Verwaltung aufdringlich ist, des Volk ist gebrochen“. So steht es in einem Flugblatt der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“.
Ursprünglich stammt der Spruch von dem chinesischen Weisen Laotse.

Hilfe für Moria-Geflüchtete?

Die Brucker SZ berichtete am 14.9.20: Die Kreisstadt soll die Aufnahme von obdachlos gewordenen Flüchtlingen auf Lesbos prüfen … In einem Eilantrag an Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) spricht sich die BBV-Fraktion im Stadtrat dafür aus, schnell die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager Moria zu prüfen … Auch wenn es eigentlich eine gesamteuropäische Aufgabe sei, hier eine Lösung zu finden, so sei es doch aktuell geboten, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten … Zudem soll sich die Stadt Fürstenfeldbruck dem Städtebündnis „Sichere Häfen“ anschließen … Im Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ haben sich etwa 120 deutsche Städte zusammengeschlossen, die sich bereit erklären, auf kommunaler Ebene geflüchteten Menschen zu helfen …
Ein Appell europäischer Intellektueller und Wissenschaftler*innen für die sofortige Evakuierung des Lagers auf Lesbos: „Unser aller Würde steht auf dem Spiel … Diese untragbare Situation, eine Schande für Europa, darf keinen weiteren Tag mehr andauern … Die sofortige Evakuierung Morias und die Umsiedlung der Bewohner*innen in aufnahmebereite europäische Städte, ist mehr als dringlich. Dasselbe gilt für alle anderen Lager auf den griechischen Inseln und auf dem Kontinent – auch angesichts der Absicht der griechischen Regierung, nicht nur die Hotspot-Lager, sondern alle anderen Aufnahmestrukturen in geschlossene Camps umzuwandeln. Diese Gefängnislager sollen doppelt umzäunt und mit Sicherheitstechnologien wie elektronischen Toren ausgestattet werden … Wir dürfen Zehntausende Menschen, deren einziges „Verbrechen“ darin besteht, internationalen Schutz zu suchen, nicht dieser vermeintlichen Ordnungs-Politik überlassen, welche die Sicherheit der Menschen und ihr Leben einer extremen Gefahr aussetzt … Gegen die Politik der Ausgrenzung und Kriminalisierung von Geflüchteten ist es mehr als dringlich, eine allen gemeinsame Welt aufzubauen. Andernfalls riskiert jede*r von uns, einmal auf der falschen Seite der Grenze zu stehen … – Der ganze Appell.

Übertriebene Sorgfaltspflicht?

Das Brucker Tagblatt berichtete am 9.9.20: „Corona im Gymnasium: Über 100 Schüler müssen daheim bleiben … Bereits am ersten Schultag musste das Gymnasium Olching einen Coronafall verzeichnen … Im Gymnasium Olching ist eine Schülerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden … Die gesamte Q11 ist noch vom Präsenzunterricht ausgeschlossen. Die infizierte Schülerin hatte keinerlei Symptome … Die Notfallpläne konnten schnell aktiviert werden … Für alle anderen Schüler und Lehrer besteht laut Gesundheitsamt allerdings keine Gefahr. Die ultima ratio, die Schule komplett zu schließen, sei somit nicht notwendig. Als engste Kontaktpersonen hat das Gesundheitsamt zwei Freundinnen und die Familie der Schülerin ermittelt. Diese müssen sich testen lassen und ab sofort für 14 Tage in Quarantäne …“
Man kann die ganze Corona-Problematik auch anders sehen: „Covid-19 – ein europaweiter Zahlenvergleich zeigt, wie unbegründet und manipulativ der derzeitige Alarmismus ist“. Ein Artikel, der den Zahlenspielen nachgeht: https://www.nachdenkseiten.de/?p=64554

Diskussion über mehr Demokratie vor Ort

Aus technischen Gründen entfiel die Live-Übertragung der Gesprächsrunde. Ihre Aufzeichnung wurde im Videorachiv des LIFEstudioFFB veröffentlicht. Die Aufzeichnung (73 Min.) ist hier zu sehen: https://youtu.be/LeDx76udiYA. Eine Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge (36 Min.) hier: https://youtu.be/Ausiz400nN8.

Erste Livestreamsendung im „LIFEstudioFFB“ im Rahmen der neuen Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert! Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun“. Der Livestream beginnt am 11.9.2020 um 18.30 Uhr. Unter der Überschrift „Democracy for future“ – Bausteine für mehr Bürgerdemokratie: Bürgerräte, Bürgerhaushalt, Beteiligungssoftware Consul diskutieren Karl Busl (Mitglied bei Mehr Demokratie eV München), Dieter Kreis (Stadtrat in FFB und Referent für Bürgerbeteiligung) und Willi Dräxler (Stadtrat in FFB und Referent für Integration). „DemokraTisch in Bruck“-Moderator der Sendereihe und Mitdiskutant ist Gerald Morgner, IT-Unternehmer, Unternehmensberater sowie GWÖ-Referent und -Berater.
Von Mehr Demokratie e. V. wurde 2019 ein Bürgerrat zum Thema mehr Demokratie einberufen. Aus dieser Arbeit resultierte ein Bürgergutachten zum Thema mehr Demokratie. Es wurde von 160 gelosten Menschen auf Grundlage von Vorträgen und Diskussionen mit Experten erarbeitet. Daraus resultierte ein Dokument mit 22 konkreten Vorschlägen zur Stärkung der Demokratie, welches an die Politik übergeben wurde. Unsere repräsentative Demokratie soll durch eine Kombination von Bürgerbeteiligung und Volksentscheiden auf Bundesebene ergänzt werden. Auch auf regionaler und lokaler Ebene können wir damit unsere Demokratie so weiterentwickeln, dass der dramatisch hohe Anteil der Unzufriedenen sinkt. Die Gesellschaft kann die großen Herausforderungen unserer Zeit wie begrenzte Ressourcen, wachsende Komplexität und Digitalisierung aller Lebensbereiche meistern. Aber der Impuls dazu kann nicht allein von Seiten der Politik kommen. Sie braucht den Rat der Bürgerinnen und Bürger.

Gemeinwesen-Hilfe

Die Brucker SZ berichtete am 2.9.20: „Brucker, die Bruckern helfen … Martin Tielke (vom Bürgerpavillion in Fürstenfeldbruck) hat ein Projekt für ehrenamtliche Helfer ins Leben gerufen … Im Rahmen der Gemeinwesen-Arbeit gibt es keine Bezahlung … das hier sind ganz normal ehrenamtliche Tätigkeiten. Brucker Bürger für Brucker Bürger … Ehrenamtliche Helfer wenden sich an Martin Tielke, Telefon: 08141-224775, E-Mail: martin.tielke@fuerstenfeldbruck.de“.
Die Brucker SZ berichtete am 7.9.20: „Olching: Härte gegen Masken-Verweigerer … CSU fordert Strafen und einen Sicherheitsdienst am Nöscherplatz … So sollen Stadt und Polizei am Markt Betretungsverbote und Platzverweise erteilen können … meint die CSU auch einen von ihr beauftragten privaten Sicherheitsdienst, der bei Verstößen „auch Identitätskontrollen durchführt“. Die CSU will auch, dass dieser Sicherheitsdienst „notfalls Personen festhalten kann“ … Als Geldbuße für eine Ordnungswidrigkeit, also einen Verstoß gegen die Corona-Hygieneregeln, hält die Olchinger CSU bis zu 2500 Euro für gerechtfertigt …“
Frage: Versuchen die Bürger und die für sie zuständigen Stellen im unteren Verwaltungsbereich Selbsthilfe zu fördern, so versuchen politische Gremien und einige unserer gewählten „Volksvertreter“ mit Härte gegen eigenwilliges Verhalten vorzugehen. Soll das unser demokratisches Miteinander stärken oder der Untertanengeist wieder erweckt werden?

Gemeinwohlorientiert!

Das „LIFEstudioFFB“ kündigt im Rahmen von „DemokraTisch in Bruck“ eine neue Sendereihe an: „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert! Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun“. Moderator der Sendereihe und Mitdiskutant ist Gerald Morgner, IT-Unternehmer, Unternehmensberater sowie GWÖ-Referent und-Berater. Als Gesprächsteilnehmer laden wir fachlich versierte MitbürgerInnen und StadträtInnen ein. Die sendereihe wird vorgestellt: „Vor der Corona-Pandemie kannten wir u. a. die Klimakrise, die Energiekrise, die Flüchtlingskrise und die Finanzkrise. Jetzt kommen noch die Gesundheitskrise und massive soziale Krisen hinzu. Nicht erst durch die Corona-Krise wird deutlich, dass die Gesellschaften ökologisch, ökonomisch, sozial, ethisch und politisch an einem Wendepunkt angekommen sind. Das heutige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem System, aufgebaut auf Konkurrenz, Profitgier und Rücksichtlosigkeit, zeigt sich anhand der vielen Krisen: ist als weder gegenwartstauglich noch zukunftsfähig. Die Freiheit ist gefährdet, die Politik agiert willkürlich, die Demokratie wird ausgehöhlt, es droht der ökologische Kollaps. Obwohl wir in einer Welt des Überflusses leben, werden in unfassbarem Ausmaß Talente, Güter und Ressourcen verschwendet, werden viele Mitmenschen gezwungen, am unteren Rand der Gesellschaft zu leben. Nun stehen wir vor einer Entscheidung, was für eine menschengerechte Gesellschaft gut ist und was nicht. Soll unser Planet auch morgen noch lebenswert bleiben, gilt es heute demokratisch zu entscheiden, was für ein „gutes Leben“ tatsächlich benötigt wird. Die Qualitätsmerkmale einer zukünftigen Neuordnung heißen Demokratie und Mitentscheidung, Solidarität und Gerechtigkeit, Inklusion, Nachhaltigkeit, Friedfertigkeit und eine konsequente Gemeinwohlorientierung. Eine Umgestaltung der Gesellschaftsstrukturen beginnt bei uns selbst, in unseren Nachbarschaften, Kommunen, Bezirken und Ländern. Nur eine demokratisch organisierte gemeinwohlorientierte Wirtschaft erlaubt uns ein menschengerechtes Leben. Jeder Einzelne ist deshalb gefordert, Verantwortung zu übernehmen, um diese Entwicklungen nicht nur zu stoppen, sondern neue Wege zu beschreiten. Wir brauchen ein anderes Modell, das aus der zivilisatorischen Sackgasse führt.“
Über die erste sendung heißt es: Wir beginnen mit der ersten Livestream-Sendung am Freitag, den 11. September, um 18.30 Uhr: „Democracy for Future: Bürgerdemokratie von unten, Bürgerräte, Bürgerhaushalt, Open Software für Bürgerbeteiligung …“. Als Gäste in der Sendung sind eingeladen: Karl Busl, Mitglied bei Mehr Demokratie eV München, Dieter Kreis, Stadtrat FFB und Referent für Bürgerbeteiligung, und Willi Dräxler, Stadtrat FFB und Referent für Integration.
Der Livestream ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de, danach im Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Geringe Kaufkraft verstärkt Armut

Aus dem Brucker Tagblatt vom 26.8.20: „Seit sieben Jahren gibt es im Landkreis die Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit – und der Bedarf steigt … Der Landkreis hat jetzt die entsprechende Kooperationsvereinbarung mit der Caritas verlängert und die Zahlungen von 180 000 Euro im Jahr auf 230 000 Euro erhöht. Die Idee hinter der Stelle besteht weniger darin, Obdachlosen zu helfen, sondern vielmehr darin, drohende Obdachlosigkeit schon im Vorfeld zu verhindern. Die Fachstelle der Caritas, in Zusammenarbeit mit der AWO, hat zuletzt 296 Haushalte beraten, wie aus dem Jahresbericht 2019 hervorgeht. Die meisten von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen lebten in Bruck (96), gefolgt von Puchheim (61), Germering (46) und Olching (29) …“
Hartz IV: Trotz Corona-Krise 42.000 Sanktionen gegen Familien. Sogar 850 Vollsanktionen, obwohl ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes Totalsanktionen untersagt. Im Jahre 2019 wurden rund 2,9 Millionen Bedarfsgemeinschaften in Deutschland gezählt. In jeder 3. Bedarfsgemeinschaft leben Kinder unter 18 Jahren … Hartz-IV-Bezieher dürfen auch bei einem wiederholten Fehlverhalten bis zu einer gesetzlichen Neuregelung nicht mehr vom Jobcenter mit einer Arbeitslosengeld-II-Kürzung von mehr als 30 Prozent bestraft werden. Die bisherigen starren Vorschriften, welche zwingend für drei Monate stufenweise Sanktionen von bis zu 100 Prozent vorsahen, sind unverhältnismäßig und verletzen das vom Staat zu gewährende menschenwürdige Existenzminimum, urteilte eigentlich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (Az.: 1 BvL 7/16). – Quelle: https://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-trotz-corona-krise-42-000-sanktionen-gegen-familien
Am 24.8.20 berichtete die Brucker SZ: „Eine Studie belegt, dass die Renten im Landkreis geringere Kaufkraft haben als an anderen Orten … Untersucht wurden 401 Landkreise in ganz Deutschland … Die Landeshauptstadt und der Landkreis München belegen die ersten beiden Plätze, Fürstenfeldbruck folgt auf Rang neun. Die Konsequenzen der unterschiedlichen Kaufkraft werden im Landkreis an verschiedenen Stellen sichtbar: Bei den Tafeln, wo mehr als die Hälfte der Kunden im Rentenalter ist – und weiblich; beim VdK, wo die Mitarbeiter immer wieder erleben, dass alte Menschen weit wegziehen müssen, weil die Miete für sie hier zu teuer ist; bei der Schuldnerberatung … Demnach sind im gesamten Landkreis 1,7 Prozent der Senioren arm … der bayerische Durchschnitt liegt mit 2,7 Prozent deutlich darüber. Wobei man annehmen darf, dass die Dunkelziffer höher ist. Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft beantragen nur rund 38 Prozent der betroffenen Senioren Grundsicherung … 1319 Personen haben vor zwei Jahren die Grundsicherung im Alter bezogen … Die geringe Kaufkraft der Renten im Großraum München, oder anders ausgedrückt: die hohen Lebenshaltungskosten, bewirken, dass sich manche Rentner das Leben hier nicht mehr leisten können …“

Kontrolle und Bußgelder

Das Brucker Tagblatt vom 19.8.20 berichtete: „Steigende Sorglosigkeit“: Landratsamt kündigt verstärkte Corona-Kontrollen an und droht mit Bußgeldern … Die Kreisbehörde stellt eine „etwas größere Sorglosigkeit bei der Einhaltung der Corona-Regeln“ fest. Daher kontrolliere die Polizei auch im Landkreis Fürstenfeldbruck derzeit wieder verstärkt die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das Landratsamt verhängt bei Verstößen Bußgelder von, je nach Schwere des Verstoßes, bis zu 5000 Euro. Im Landratsamt sind seit März circa 900 Verstöße zur Anzeige gebracht worden …
Über „Kollateralschäden“ genannte Folgen und Nebenerscheinungen der sogenannten „Corona-Schutzmaßnahmen“ informiert die Webseite „Kollateral News“. Beispielsweise veröffentlichte sie einen Bericht über grenzwertige Erfahrungen, die Betreuungskräfte in Pflegeheimen machen.
Eine Gegenmeinung des Publizisten Jens Berger (Nachdenkseiten): Covid-19 – erfreulich undramatische Daten rechtfertigen keine dramatischen Eingriffe … Womit lassen sich eigentlich die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern begründen? Im März hieß es, man müsse das Gesundheitssystem vor dem drohenden Kollaps zu bewahren. Im April rückte der R-Wert als vermeintlich belastbarer Indikator in den politischen Fokus und im Mai verabschiedeten Bund und Länder einen „Notfallmechanismus“, der strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus von der Infektionslage auf Kreisebene abhängig machen sollte. Heute, im August, sind die Krankenhäuser so leer wie selten zuvor, von einer exponentiellen Ausbreitung der Infektionen kann keine Rede sein und kein einziger Landkreis reißt die vereinbarte Obergrenze. Die wichtigen Zahlen und Indikatoren unterscheiden sich diametral von der Situation Ende März. Dennoch malen Teile der Politik das Schreckensszenario eines zweiten Lockdowns an die Wand.

Lebensmittel retten kann Diebstahl sein

Das Brucker Tagblatt vom 18.8.20 und vom 19.8.20 meldete: „Lebensmittel aus verschlossenem Container gestohlen – Rückschlag für ‚die Olchis‘: Bundesverfassungsgericht bestätigt Containern-Urteil. Jetzt steht es fest: Caro und Franzi müssen die Sozialstunden ableisten, die ihnen wegen Containerns aufgebrummt wurden. Rechtlich haben sie einen Diebstahl begangen.Zwei junge Olchingerinnen sind vom Amtsgericht Fürstenfeldbruck verurteilt worden, weil sie aus einem verschlossenen Supermarkt-Container weggeworfene Lebensmittel gestohlen haben. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Richterspruch jetzt bestätigt. Der höchstrichterliche Spruch wird mit formalen Gründen erklärt. Im vorliegenden Fall diene die Strafbarkeit des Verhaltens der Beschwerdeführerinnen dem Schutz des Eigentumsgrundrechts als Rechtsgut von Verfassungsrang. Caro und Franzi wollen mit ihren Mitstreitern die Flinte allerdings nicht ins Korn werfen, wie ihr Anwalt Max Malkus erklärt. Abfallvermeidung und der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung diene auch dem Kampf gegen den Klimawandel.“ – Die Presseerklärung von Franzi und Caro: http://olchiscontainern1.blogsport.de
Bericht in der Brucker SZ vom 19.8.20: „Oberste Richter entscheiden, dass Containern Diebstahl ist, auch wenn die Lebensmittel für den Müll bestimmt sind“.

Seelische Gesundheit im Corona-Alltag?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 31. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Seelische Gesundheit im Corona-Alltag“. Lukas Braumiller und Monika Motzko im Gespräch über seelische Gesundheit in Coronazeiten. Der Psychologiestudent Lukas Braumiller vermisst Aufklärung der Bevölkerung über seelische Gesundheit und Depressionen. Er möchte sein Wissen aus dem Studium sowie der Ausbildung zum Life-Coach und zum Kinder- und Jugendcoaching einsetzen und Methoden aufzeigen, um die Coronakrise und andere Lebenskrisen zu meistern. Monika Motzko ist Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie möchte unsere Wahrnehmung für neue Perspektiven öffnen.
Die Anzahl an Menschen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen an Arbeitslosigkeit, depressiven Verstimmungen und häuslicher Gewalt leiden, hat weltweit Höchstwerte erreicht. Fachleute gehen davon aus, dass die Maßnahmen wesentlich mehr Leben fordern werden als das Virus selbst. Laut UNO sind weltweit 1,6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebensgrundlagen bedroht. Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt, geringes Einkommen und Begleiterkrankungen sind gängige Folgeerscheinungen. Depressionen wirken sich oft lebenslang aus. Wir haben eine psychische Gesundheitskrise.
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Es wird „zappenduster“

Das Brucker Tagblatt berichtete am 23.7.2020: „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise reißen ein tiefes Loch in die Stadtkasse … Die Corona-Krise hat drastische Auswirkungen auf die Finanzlage von Germering. Die Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer sinken dramatisch … Vor allem die städtischen Haupteinnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommenssteuer sind demnach in Folge von Corona regelrecht weggebrochen. Bei der Gewerbesteuer verzeichnet die Stadt aktuell ein Minus von rund 23 Prozent … reduziert sich der im Haushalt eingeplante Überschuss von rund 9,9 Millionen auf jetzt nur noch 1,2 Millionen Euro … Gesamtminus der Steuereinnahmen von rund 7,8 Millionen Euro … „Ab 2021 sieht’s zappenduster aus.“
Das Brucker Tagblatt meldete am 22.7.2020: „Corona: Die sozialen Härten abfedern wird teuer … Besonders schwierig sei die Lage für Menschen mit Behinderung auch wegen der Schließung von Einrichtungen … Im Jobcenter, das für Grundsicherung von Arbeitssuchenden zuständig ist, hat sich die Zahl der Anträge auf aufstockende Leistungen zeitweise verdreifacht … Die Anträge auf Wohngeldzuschuss sind schon stark gestiegen, in anderen Bereichen wird ein Anstieg des Förderbedarfs prognostiziert – etwa durch den Wegfall von Minijobs. Große Probleme gibt es auch bei der Beratung von Asylbewerbern …“

Shutdown?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Shutdown? Die andere Meinung„. Video-Chat-Aufzeichnung mit Prof. Dr. Christian Kreiß. Er spricht über Angstpolitik, Beschränkungen der Meinungsfreiheit, falsche Wirtschaftspolitik und den drohenden Wirtschafts- und Finanzcrash. Prof. Christian Kreiß widerspricht den offiziellen Glaubenssätzen. Er sagt: „Durch eine beispiellose Angstkampagne wird derzeit Macht in den Händen einiger Weniger konzentriert und werden Freiheit und Demokratie zu Grabe getragen. – Vor dem kommenden Absturz am Arbeitsmarkt könnten die Menschen zu Recht Angst haben. – Nach Angaben der UNO droht durch die weltweiten Corona-Lockdowns nach westlichem Vorbild fast der Hälfte aller Arbeitskräfte der Erde eine existenzielle Bedrohung der Lebensgrundlage. Laut Wall Street Journal wird sich 2020 die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt von 130 auf 260 Millionen verdoppeln. – Die US-Großbank JPMorgan Chase prognostiziert: Dies ist keine normale Rezession. Der eigentliche Abschwung kommt erst noch.“
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Gemeinwohlökonomie für FFB

Ein Aufruf zur Gründung einer GWÖ-Aktionsgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck von Gerald Morgner. Wer die Gemeinwohl-Initiative mit seiner Teilnahme bereichern möchte, möge sich bitte bei Gerald Morgner anmelden, der bereits Vorträge zur GWÖ hielt:
Inhalt des ersten Termins (ca. 1,5-2,0 Std.), der derzeit vorbereitet wird:

  • Kurzvorstellung eines jeden inkl. Vorkenntnisse zur GWÖ.
  • Gedankenaustausch eines jeden „was versteht jeder für sich unter Gemeinwohl-Ökonomie, und warum erachtet man dieses Thema für wichtig“
  • Ausarbeitung eines thematischen Schwerpunktes zur GWÖ.
    (z.B. Gemeinden, Unternehmen, Vereine, etc..).
  • Weitere Termine

Zur Vorbereitung:

Bitte anmelden. Die entsprechenden Emailadressen stehen im unteren Bild.

Der Aufruf als Video-Teaser.

Wie weiter nach Corona?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, ein Livestream-Gespräch unter dem Titel „Zum Wohl aller: Gemeinwohl-orientierte Nach-Corona-Ökonomie“. Dazu heißt es: „Was erleben wir, was wünschen wir uns, was drängt uns zur Aktion und welche Alternativen gibt es? Ernstzunehmende Wissenschaftler und Ökonomen sagen einen großen Wirtschafts-Crash voraus mit enormen sozialen Verwerfungen. Deshalb müsse unser Wirtschaftssystem gründlich umgebaut werden: „Wir wollen nicht zurück zur Normalität, weil die Normalität das Problem war.“ Gerald Morgner, Unternehmer, und Alfred Pichler, Mitglied in der Kath.-Arbeitnehmer-Bewegung, sprechen über die Erfordernisse einer solidarischen Wirtschaftsordnung zum Wohl aller. Wie kann eine enkeltaugliche Ökonomie funktionieren? Gerald Morgner bringt uns die Theorie und Praxis der Gemeinwohlökonomie näher, die eine menschenwürdig organisierte Wirtschaft belohnt und in einigen Ländern gefördert und in vielen Orten bereits praktiziert wird. – Die jeweils aktuellen Sendungen sind zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.