Kategorie: Gemeinwohl

Seelische Gesundheit im Corona-Alltag?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 31. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Seelische Gesundheit im Corona-Alltag“. Lukas Braumiller und Monika Motzko im Gespräch über seelische Gesundheit in Coronazeiten. Der Psychologiestudent Lukas Braumiller vermisst Aufklärung der Bevölkerung über seelische Gesundheit und Depressionen. Er möchte sein Wissen aus dem Studium sowie der Ausbildung zum Life-Coach und zum Kinder- und Jugendcoaching einsetzen und Methoden aufzeigen, um die Coronakrise und andere Lebenskrisen zu meistern. Monika Motzko ist Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie möchte unsere Wahrnehmung für neue Perspektiven öffnen.
Die Anzahl an Menschen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen an Arbeitslosigkeit, depressiven Verstimmungen und häuslicher Gewalt leiden, hat weltweit Höchstwerte erreicht. Fachleute gehen davon aus, dass die Maßnahmen wesentlich mehr Leben fordern werden als das Virus selbst. Laut UNO sind weltweit 1,6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebensgrundlagen bedroht. Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt, geringes Einkommen und Begleiterkrankungen sind gängige Folgeerscheinungen. Depressionen wirken sich oft lebenslang aus. Wir haben eine psychische Gesundheitskrise.
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Es wird „zappenduster“

Das Brucker Tagblatt berichtete am 23.7.2020: „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise reißen ein tiefes Loch in die Stadtkasse … Die Corona-Krise hat drastische Auswirkungen auf die Finanzlage von Germering. Die Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer sinken dramatisch … Vor allem die städtischen Haupteinnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommenssteuer sind demnach in Folge von Corona regelrecht weggebrochen. Bei der Gewerbesteuer verzeichnet die Stadt aktuell ein Minus von rund 23 Prozent … reduziert sich der im Haushalt eingeplante Überschuss von rund 9,9 Millionen auf jetzt nur noch 1,2 Millionen Euro … Gesamtminus der Steuereinnahmen von rund 7,8 Millionen Euro … „Ab 2021 sieht’s zappenduster aus.“
Das Brucker Tagblatt meldete am 22.7.2020: „Corona: Die sozialen Härten abfedern wird teuer … Besonders schwierig sei die Lage für Menschen mit Behinderung auch wegen der Schließung von Einrichtungen … Im Jobcenter, das für Grundsicherung von Arbeitssuchenden zuständig ist, hat sich die Zahl der Anträge auf aufstockende Leistungen zeitweise verdreifacht … Die Anträge auf Wohngeldzuschuss sind schon stark gestiegen, in anderen Bereichen wird ein Anstieg des Förderbedarfs prognostiziert – etwa durch den Wegfall von Minijobs. Große Probleme gibt es auch bei der Beratung von Asylbewerbern …“

Shutdown?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Shutdown? Die andere Meinung„. Video-Chat-Aufzeichnung mit Prof. Dr. Christian Kreiß. Er spricht über Angstpolitik, Beschränkungen der Meinungsfreiheit, falsche Wirtschaftspolitik und den drohenden Wirtschafts- und Finanzcrash. Prof. Christian Kreiß widerspricht den offiziellen Glaubenssätzen. Er sagt: „Durch eine beispiellose Angstkampagne wird derzeit Macht in den Händen einiger Weniger konzentriert und werden Freiheit und Demokratie zu Grabe getragen. – Vor dem kommenden Absturz am Arbeitsmarkt könnten die Menschen zu Recht Angst haben. – Nach Angaben der UNO droht durch die weltweiten Corona-Lockdowns nach westlichem Vorbild fast der Hälfte aller Arbeitskräfte der Erde eine existenzielle Bedrohung der Lebensgrundlage. Laut Wall Street Journal wird sich 2020 die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt von 130 auf 260 Millionen verdoppeln. – Die US-Großbank JPMorgan Chase prognostiziert: Dies ist keine normale Rezession. Der eigentliche Abschwung kommt erst noch.“
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Gemeinwohlökonomie für FFB

Ein Aufruf zur Gründung einer GWÖ-Aktionsgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck von Gerald Morgner. Wer die Gemeinwohl-Initiative mit seiner Teilnahme bereichern möchte, möge sich bitte bei Gerald Morgner anmelden, der bereits Vorträge zur GWÖ hielt:
Inhalt des ersten Termins (ca. 1,5-2,0 Std.), der derzeit vorbereitet wird:

  • Kurzvorstellung eines jeden inkl. Vorkenntnisse zur GWÖ.
  • Gedankenaustausch eines jeden „was versteht jeder für sich unter Gemeinwohl-Ökonomie, und warum erachtet man dieses Thema für wichtig“
  • Ausarbeitung eines thematischen Schwerpunktes zur GWÖ.
    (z.B. Gemeinden, Unternehmen, Vereine, etc..).
  • Weitere Termine

Zur Vorbereitung:

Bitte anmelden. Die entsprechenden Emailadressen stehen im unteren Bild.

Der Aufruf als Video-Teaser.

Wie weiter nach Corona?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, ein Livestream-Gespräch unter dem Titel „Zum Wohl aller: Gemeinwohl-orientierte Nach-Corona-Ökonomie“. Dazu heißt es: „Was erleben wir, was wünschen wir uns, was drängt uns zur Aktion und welche Alternativen gibt es? Ernstzunehmende Wissenschaftler und Ökonomen sagen einen großen Wirtschafts-Crash voraus mit enormen sozialen Verwerfungen. Deshalb müsse unser Wirtschaftssystem gründlich umgebaut werden: „Wir wollen nicht zurück zur Normalität, weil die Normalität das Problem war.“ Gerald Morgner, Unternehmer, und Alfred Pichler, Mitglied in der Kath.-Arbeitnehmer-Bewegung, sprechen über die Erfordernisse einer solidarischen Wirtschaftsordnung zum Wohl aller. Wie kann eine enkeltaugliche Ökonomie funktionieren? Gerald Morgner bringt uns die Theorie und Praxis der Gemeinwohlökonomie näher, die eine menschenwürdig organisierte Wirtschaft belohnt und in einigen Ländern gefördert und in vielen Orten bereits praktiziert wird. – Die jeweils aktuellen Sendungen sind zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Sendereihe „Was macht Corona mit uns?“

Das LIFEstudioFFB informiert über seine Sendereihe „Was macht Corona mit uns?: Am Freitag, 19.6., ging unter dem Titel „Solidarisch sein!“ eine auszugsweise Aufzeichnung aus der Livestream-Sendung der „Unteilbar – So geht Solidarität“-Demos online, die in mehreren Städten der Bundesrepublik am 14.6.20 stattfanden. Es werden Stellungnahmen sozialer Gruppen und Initiativen gezeigt. Solidarität zeigt, dass wir nicht wenige sind, sondern viele. Dass wir nicht allein sind, sondern zusammen. Das stimmt auch für die Menschen in unserer Region. Denn unter den Corona-“Schutzmaßnahmen“ leiden viele Menschen, darunter Selbständige, gesundheitlich Geschädigte und sozial Benachteiligte, Minderheiten und Kleinunternehmen. Solche „Kollateralschäden“ führen zu verstärkter Ausgrenzung und Armut. Dagegen engagiert sich das bundesweite Bündnis „unteilbar“. Es setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein: »Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer«.
Am Freitag, 26.6., werden unter dem Titel „Wer hat Angst vor Olchinger Corona-Demonstranten? Die Demo am 21.6.20“ Auszüge der Redebeiträge prominenter und kenntnisreicher Redner gezeigt. Corona-Demos sind umstritten, weil sie teilweise von Demokratiefeinden gekapert werden. Das verhindern die Olchinger Organisatoren konsequent und verwehren sich vehement gegen solche Vorwürfe. Sie demonstrieren sonntäglich für „unsere Grundrechte, für Frieden und Freiheit, für eine demokratische Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft“. Folgende Redner sprachen sich für diese Ziele aus: Prof. Christian Kreiß, Gerald Morgner, Inge Ammon und Daniel Dinkel.
Am Freitag, 3.7., sprechen unter dem Titel „Gemeinwohl! Wie geht eine Volkswirtschaft zum Wohle aller?“ der Unternehmer Gerald Morgner und Alfred Pichler, Mitglied in der Kathol.-Arbeitnehmer-Bewegung, über die Erfordernisse einer menschenwürdigen und solidarischen Wirtschaftsordnung. Die jeweils aktuellen Sendungen sind zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Solidarität in Corona-Zeiten

Die zweite Folge in der Sendereihe zur Coronakrise „Was macht Corona mit uns?“ ist diesmal ein hochgeladenes Video, kein Livestream. Ab Freitag, 19. Juni, zeigt das LIFEstudioFFB die Videoaufzeichnung „Solidarisch sein!“. Aus der Ankündigung: »Unter den Corona-“Schutzmaßnahmen“ leiden viele Menschen, darunter Selbständige, gesundheitlich Geschädigte und sozial Benachteiligte, Minderheiten und Vereinigungen. Am 14.6.2020 gab es Unteilbar-Demos in mehreren Städten der Bundesrepublik: »So geht solidarisch«. Das »Unteilbar«-Bündnis setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein: »Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer«. Aus der anderthalbstündigen Livestream-Sendung zeigen wir Stellungnahmen sozialer Gruppen und Initiativen. Zum Schluss dokumentieren wir die solidarische Songdarbietung der Liedermacherin Nuria Edwards. Solidarität zeigt, dass wir nicht wenige sind, sondern viele. Dass wir nicht allein sind, sondern zusammen. Das stimmt auch für die Menschen in unserer Region.
Zu sehen im LIFEstudioFFB auf www.lifestudio.ffbaktiv.de und im Video-Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Weitere Livestream-Sendefolgen sind in Vorbereitung. Unter anderen zum Thema Wie geht es Lehrern, Eltern, Kinder? und Psychosoziale Folgen der Corona-Quarantäne-Maßnahmen …

Coronagefahr in Lagerunterkünften

Am 12.6.20 meldete die Brucker SZ: »Wenn sich Asylbewerber aus den Unterkünften des Landkreises mit dem Coronavirus infizieren, werden die übrigen Bewohner, die keine Symptome zeigen, nicht getestet … Insgesamt haben sich in den Unterkünften, die das Landratsamt verwaltet, 63 Personen infiziert, die inzwischen alle wieder als genesen gelten … Inzwischen hat der Bundesgesundheitsminister eine neue Verordnung erlassen … Getestet werden sollen nun alle Kontaktpersonen, nicht nur wie bisher bloß diejenigen, die Symptome zeigen. Außerdem kann man Menschen ohne Symptome testen, etwa um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Auch Flüchtlinge in Unterkünften seien mit der Verordnung gemeint, sagt Roellecke. Unklar sei aber immer noch, ob alle Bewohner getestet werden müssen, wenn sich eine Person infiziert … In den vergangenen Tagen seien unter den Flüchtlingen auch keine neuen Infektionen aufgetreten. Aber das ist eine Momentaufnahme …«
Eine Studie der Uni Bielefeld bestätigt Kritik an Lagerunterkünften für Geflüchtete. In der Studie wurde festgestellt, dass bei einem Ausbruch des Corona Virus in Sammelunterkünften das Ansteckungsrisiko bei 17% liegt. Kollektivquarantäne verschlechtert die Situation zusätzlich. „Die Unterbringung von Geflüchteten sollte grundsätzlich coronaschutzkonform erfolgen, d.h. möglichst dezentral bzw. bei zentralen Einrichtungen möglichst in Einzelunterbringung in kleinen Wohneinheiten, damit bei Auftreten eines Falls eine rasche Ausbreitung vermieden wird und eine adäquate Kontaktnachverfolgung möglich ist.“ (Auszug aus dem Fazit der Forschung). Genauere Informationen finden sich hier und hier.

Wunschliste des BN an den neuen Stadtrat

Am 26.5.20 berichtete das Brucker Tagblatt: »Der Bund Naturschutz hat einige Projekte aufgelistet, bei denen der Stadtrat tätig werden soll. Das Spektrum ist vielfältig und reicht von Blühwiesen über Energiewende bis zum Verkehr … schreibt die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbands im Bund Naturschutz (BN), Holde Tietze-Härtl, in einem Brief an die Stadträte. „Während wir hoffen dürfen, dass die Pandemie irgendwann zu Ende geht und unser Leben unter normalen Bedingungen weitergeht, ist die Biodiversitäts- und Klimakrise viel gefährlicher, weil unumkehrbar.“ Das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zeige, dass die Bürger einen Wandel in Sachen Naturschutz von der Politik einfordern. In sogenannten Wahlprüfsteinen haben die Spitzenkandidaten bereits ihre Position zu Themen formuliert. Nun schlägt der BN Themenfelder vor« und macht zu ihnen konkrete Vorschläge für Blüh- und Grünflächen; Baumschutz; Gewässer; Viehmarktplatz; Energiewende; Verkehr. Sie sind im Pressebericht nachzulesen.

Unsicherheit der Ämter – Konkrete Hilfe der Caritas

Am 22.5.2020 berichtete die Brucker SZ: »In den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises haben sich bislang 88 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten seien aber wieder genesen, niemand schwer erkrankt, teilten die Behörden mit … Asylhelfer mahnen immer wieder, dass alle Bewohner einer Unterkunft auf das Virus getestet werden sollen, sobald ein Infektionsfall auftritt. Das Landratsamt hält davon nichts … Lorenz Weigl, der Leiter des Brucker Gesundheitsamts …: „Das wird kontrovers diskutiert, das gibt es unterschiedliche Meinungen.“ Was die Schlachthöfe in anderen Bundesländern betrifft, in denen alle Mitarbeiter getestet wurden, sobald sich einige infiziert haben, erklärte Weigl: „Das ist eine politische Entscheidung.“ Das Brucker Gesundheitsamt wäge ab und halte sich an die Leitlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin …«
Am 22.5.2020 berichtete die Brucker SZ: »Das Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck hat mit Unterstützung der Aktion Mensch den „Hofcafé Ein-Topf-Express“ ins Leben gerufen … Dabei richtet sich das Angebot neben sozial schlechter gestellten Menschen oder Menschen mit Vorerkrankung auch an Beschäftigte in den systemrelevanten Berufen, insbesondere an das Medizin- und Pflegepersonal … Die warmen Speisen werden innerhalb des Brucker Stadtgebietes von Teilnehmenden des Beschäftigungsprojektes oder Ehrenamtlichen umweltfreundlich mit einem Lastenfahrrad oder Handwagen transportiert. Daneben gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, Mittagsgerichte vor Ort im Hofcafé in der Hauptstraße abzuholen. Für nähere Informationen zum „Hofcafé Ein-Topf-Express“ können sich Interessierte unter Telefon 0814/32 07 81 06 oder per E-Mail an petra.helsper@caritasmuenchen.de an Petra Helsper wenden …«

Gerechtfertigte (?) Nötigungen (!)

Neuerdings verlangen Supermärkte, dass ihr Geschäft nur mit einem Einkaufswagen betreten werden darf. Wer schnell nur einen Liter Milch braucht oder eine Kugel Mozzarella, der muss versuchen, sich mit einem Einkaufswagen an vielen anderen Einkaufswägen in schmalen Gängen vorbei zu lavieren oder warten, bis wieder genug Platz ist. Die Frage sei erlaubt: Ist das eine sinnvolle Schutzmaßnahme gegen eine Ansteckungsgefahr oder ein demoralisierender Zwang ohne rationale Erfordernis? Es ist anzunehmen, dass weder der Kunde noch das Geschäft einen echten Nutzen dadurch erfahren. Die statt dessen Widrigkeiten erdulden müssen, die hoffentlich zur Einsicht führen, unsinnige Maßnahmen wie diese schleunigst abzuschaffen.

Zwei Anfragen der Schauspielerin und Autorin Bettina Kenter-Götte an das Büro des Brucker Landrats:
Dienstag, 12. Mai 2020.
Sehr geehrter Herr Landrat,
Schluss mit der neuen Maskenpflicht auf grünen Märkten; diese „Pflicht“, vor allem an der frischen Luft, ist nach allen medizinischen Erkenntnissen nutzlos bis schädlich.
Nicht nur der KBV, auch Prof. Püschel und Kollegen berichten von der Sinnlosigkeit bis Schädlichkeit der Masken, sofern sie, wie allerorts üblich, völlig unsachkundig gehandhabt werden. Quellen: Pressekonferenz UKE Hamburg https://www.youtube.com/watch?v=VvH3mG-v0Ms, KBV Pressekonferenz vom 30.4.2020: https://www.youtube.com/watch?v=MoMeMHYzJik, (bei 14:00 „Masken sinnlos“, 27:11 „Angstmache“, 34:20 „Immunitätsnachweis – abenteuerlich“, 36:00 Impfpflicht, 37:00 GG, 42:50 Tracing APP, 47:28 Impfen).
Wie weit soll das noch gehen? In München müssen Frauen unter der „Maske“ gebären. Das ist Folter und Körperverletzung. Quelle: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/haar-ort104496/coronavirus-bayern-muenchen-mundschutz-geburt-trauma-mutter-baby-arzt-ersticken-13757271.html.
Ich bitte um Auskunft, ob dieser „Maskengebärzwang“ auch im Landkreis Fürstenfeldbruck gilt.
Mit bestem Gruß, Bettina Kenter-Götte
Am 18.05.2020, schrieb Zimmermann, Jana:
Sehr geehrte Frau Kenter-Götte,
Herr Landrat Karmasin hat mich gebeten, Ihnen auf Ihre Anfrage vom 12.05.2020 zu antworten.
Ich danke Ihnen für Ihre Nachricht die ich im folgenden beantworten möchte:
Es ist zutreffend, dass die sog. „Maskenpflicht“ (Mund-Nasen-Bedeckung) auch für Verkaufsstellen auf Märkten (z.B. Wochenmarkt) gilt. Allgemeine hygienische Maßnahmen haben zum Ziel, die Wahrscheinlichkeit einer Infektionsübertragung zu verringern. Auch bei maximalem Aufwand gibt es keine vollkommene Sicherheit. Zudem müssen sie mit klaren Regeln vermittelt werden, damit sie für die Betroffenen nachvollziehbar sind und nicht von individuellen Interpretationen abhängen. Zuletzt sollen sie in einer Nutzen-Schaden-Abwägung mehr nützen als schaden.
Unter Betrachtung dieser Parameter bietet die aktuelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit klare Vorgaben. Es gibt viele Hinweise, dass sie in der Pandemiekontrolle wirksam ist, so konnten ja unter dem aktuellen Maßnahmenkatalog die Fallzahlen trotz Lockerungen weiter reduziert werden. Ein differenziertere Anwendung der Maskenpflicht (beim Einkaufen in Geschäften ja, auf grünen Märkten nein) würde nur zur Verwirrung bei den Mitbürgern führen und die Effektivität der Maßnahme gefährden. Da das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf grünen Märkten nicht mit einem relevanten Schaden verbunden ist, überwiegt insgesamt der Nutzen der Vorgaben.
Unter diesen Voraussetzungen die Maskenpflicht im Kreißsaal betrachtet: Um die Übertragung von Infektion zu verhindern, besteht im Klinikum Fürstenfeldbruck eine allgemeine „Maskenpflicht“ für Personal und Patienten. Diese Regelung ist leicht nachvollziehbar, führt somit nicht zu Verunsicherungen in der Anwendung. Die genaue Beobachtung von Infektionen bei Mitarbeitern des Klinikums zeigte, dass diese Maßnahme einen hohen Nutzen hat, ohne dass es schädliche Nebeneffekte gibt. So sollen auch im Kreißsaal die Geburtshelfer, Gebärende und werdende Väter einen Mund-Nasen-Schutz bzw. eine FFP2-Maske tragen. Dies ist insbesondere wichtig zum Mitarbeiterschutz, da es im Geburtsverlauf durch intensive Atmung der Gebärenden zu einer erhöhten Umgebungsbelastung kommen kann (großer Nutzen!). Während der Geburt kann es aber auch immer wieder zu Situationen kommen, in der eine Gebärende den Mund-Nasen-Schutz nicht mehr toleriert. In dieser Situation ist es im Kreißsaal des Klinikums Fürstenfeldbruck üblich, dass die werdende Mutter die Maske abnehmen kann. Trotz aller Vorkehrungen soll jeglicher Schaden bei den Patienten verhindert werden.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die derzeit geltenden Beschränkungen in die Grundrechte der Bürger eingreifen. Die Eingriffe sind aber gerechtfertigt, da oftmals das eine Grundrecht nur bestehen kann, in dem man ein anderes einschränkt. So können Grundrechte insbesondere eingeschränkt werden, um die Allgemeinheit, also „die anderen“ zu schützen. In diesen Fällen hat eine Abwägung zwischen den kollidierenden Grundrechten zu erfolgen. Damit ein Grundrechtseingriff gerechtfertigt ist muss dieser stets verhältnismäßig sein, also erforderlich, angemessen und verhältnismäßig im engen Sinne. Die Pflicht zum Tragen einer Maske (nicht grundsätzlich und allgemein, sondern nur in besonderen Situationen, die sich nicht vermeiden lassen und in denen es zwangsweise zu Kontakt mit anderen Personen kommt, wie z.B. das Einkaufen oder die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs) ist erforderlich, da er in Abwägung mit anderen Maßnahmen ein verhältnismäßig mildes Mittel darstellt. Angemessen ist die Regelung, da wie oben dargestellt der Nutzen (Eindämmung der Infektionsgefahr, dadurch weniger Infizierte, dadurch Schutz der Gesundheit, dadurch kein überlastetes Gesundheitssystem) gegenüber dem damit verursachten Schaden überwiegt.
Genau wie Sie hoffen auch wir auf weiter sinkenden Infektionszahlen und damit einhergehend eine Rückkehr zur Normalität mit so wenig Beschränkungen für alle wie möglich.
Mit freundlichen Grüßen, gez. Jana Zimmermann
Landratsamt Fürstenfeldbruck, Abteilungsleiterin Gesundheits-, Veterinär- und Gewerbewesen (Recht), Abteilungsleiterin Regionalmanagement und Umwelt

S 4: Erneut Streit um die Ausbauplanung

Brucker Tagblatt (14.5.20) und Brucker SZ (15.5.20) berichteten: „Wieder Streit um S 4: Pendler dicht gedrängt“ und „Verkehrspolitik: Erst ein und dann noch ein Gleis“. Der „Bund Naturschutz“ veröffentlichte eine Stellungnahme zum neuesten Stand der Planungen zum drei- bzw. viergleisigen Ausbau. Hier im PDF zu lesen. Darin heißt es: „Um dem 2030 prognostizierten Verkehrsaufkommen gerecht zu werden und eine weiter Verlagerung von Personen und Gütern aus Klimaschutzgründen auf die Schiene zu ermöglichen, ist ein vier-gleisiger Ausbau bis Fürstenfeldbruck notwendig. Zusätzliche Verkehrsaufkommen aus der rasant wachsenden Boom-Region München, aus dem Allgäu und der Schweiz (bereits heute geplanter Stundentakt Zürich-München) können bei einem drei-gleisigen Ausbau nicht mehr aufgenommen werden … „Ist die Strecke erst mal drei-gleisig gebaut, wird in den nächsten 30 Jahren nichts mehr passieren“,befürchtet Thomas Brückner, Verkehrsbeauftragter der BN-Kreisgruppe Fürstenfeldbruck. Ein jetziger drei-gleisiger Ausbau und ein späterer Bau eines vierten Gleises bedeuten zudem, dass die Anwohner und Fahrgäste unter einer doppelten Baustellen-Belastung mit Lärm, Staub, Verspätungen und Zugausfällen leiden müssen. Zudem sind die in Bau befindlichen Stationen z.T. über Jahre der erneuten Bauzeit nicht anfahrbar.

Erste Brucker Stadtratssitzung: Macht der Mai alles neu?

Das Brucker Tagblatt berichtete am 6.5.20: „Der neue Stadtrat hat … seine Arbeit aufgenommen und alle Posten und Referate verteilt. Die beiden neuen Bürgermeister-Vertreter heißen Christian Stangl und Birgitta Klemenz. Die BBV ging als zweitstärkste Fraktion dagegen leer aus.“
Kommentar: Es hat sich einiges verändert. Gewählt wurden 40 Räte, davon sind 13 neu dabei. Auch die Referate wurden neu vergeben. Die BBV bekam nicht den Posten des 2. Bürgermeisters, sondern Die Grünen. Ersichtlich handelte es sich hierbei um einen abgesprochenen Schachzug. Dritte Bürgermeisterin wurde eine CSUlerin, obwohl die BBV einen Anspruch darauf hatte. Der Eindruck täuscht wohl nicht, dass sich die Grünen ebenso wie die CSU von einer engeren Zusammenarbeit etwas versprechen. Was mag es sein? Kann sie helfen, Lösungen für das weltweite und auch regional wichtigste Problem der Klima- und Artenschwundkrise umzusetzen? Dafür müssen aber uneingeschränkt und zügig alle Fraktionen zusammenarbeiten. Grün-schwarz verquickte Interessenpolitik wäre kontraproduktiv. Neu im Stadtrat ist Die Linke vertreten. Ihr Mann übernimmt das Referat „Soziales“. Das ebenfalls wichtige Referat der „Bürgerbeteiligung“ wanderte von der BBV zur ÖDP. Fragwürdig sind einige Änderungen, die der Stadtrat beschloss. Im Pressebericht heißt es: „Die Redezeit pro Person wird künftig auf fünf Minuten begrenzt – verlängern darf sie der OB, wenn es nötig ist. Zudem darf im Stadtrat jeder nur einmal zu einem Punkt sprechen – anders als in den Ausschüssen.“ Holten sich damals die Nazis mit der Diffamierung, das Parlament sei eine „Quasselbude“, Zustimmung und Wählerstimmen, so scheinen unsere heutigen Politiker selber diese Meinung zu vertreten und verpassen sich zusätzlich zum Mund-Nasen-Schutz freiwillig einen Redefreiheit-Maulkob. Wer länger braucht und meint, das Thema nochmals aufgreifen zu müssen, muss sich vom Chef eine Erlaubnis holen. Aber macht das nicht Sinn? Schließlich kann sich jeder Volksvertreter eingehend vorbereiten und seine Meinung in fünf Minuten kundtun. Das kann doch jeder, zumindest lernen – oder? Oft waren Klagen aus den Reihen der Stadträte über Informationsmangel im Vorfeld der Sitzungen zu hören. Diesbezügliche gab es aber keine Regeländerungen. Wir meinen, diese Neuerungen zeigen, wie wichtig ein Ausbau der Bürgerbeteiligung und der direkten Demokratie sind. Denn eine uneingeschränkte Diskussionskultur ist die Voraussetzung und das Herz einer Demokratie. Der neue Referent für diese Belange darf sich nun profilieren. Vorschläge gibt es genug und durchführbare Projekte sind längst in der Diskussion. Z. B. ein Bürgerhaushalt, eine Bürgerbeteiligungssoftware und der Vorschlag, FFB zur Friedensstadt zu machen. Sie wurden vom „LIFEstudioFFB“ bereits in „DemokraTisch“-Gesprächsrunden öffentlich vorgestellt – hier im Video zu sehen: https://youtu.be/c6JPuIbjqhk und https://youtu.be/TdZTKAvp7-U und https://youtu.be/bZB_HK5zWVc.
Corona-Zeiten – Bürgerrechte, Demokratie & Lösungen. In diesem Interview mit Simon Strohmenger, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Mehr Demokratie e.V., besprechen wir die Probleme, mit denen sich die Gesellschaft und insbesondere die Demokratie während der Corona-Zeiten konfrontiert sieht. Zusätzlich untersuchen wir die daraus resultierenden Schwierigkeiten für Initiativen und Bürgerbegehren. Wir diskutieren die Bedeutung der Parlamente während dieser Zeit und ob dem Gesundheitsministerium bei der Entscheidungsfindung eine wichtigere Rolle zuteil werden sollte. Schließlich sprechen wir über die Rolle der Bürger während dieser Krise, wie diese aktiv werden können und welche Entwicklungen sie in Bezug auf ihre Grundrechte besonders kritisch beobachten sollten. – 17-Min.-Video: https://youtu.be/LXlkSD9IVSs

Es wird eng: Corona-Kredite und Crowdfunding

Die Corona-Nachbarschaftshilfe Fürstenfeldbruck benötigt Ihre Unterstützung: ❗WIR BRAUCHEN DRINGEND STOFFE❗️ Zum Nähen der Schutzkittel für das Klinikum FFB und für stationäre Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie für ambulante Wohngemeinschaften suchen wir sehr dringend Bettlaken, Bettwäsche, große Tischdecken, große Vorhänge etc. – Kriterien: Baumwolle, auf 60° gewaschen und getrocknet, optimalerweise in weiß, aber auch sonstige Farben. Vielleicht findet sich noch etwas in euren Schränken und Kellern? Falls ja: bitte meldet Euch – DANKE ❤️ ! Sollten Sie Stoffe abzugeben haben, können Sie diese im Rathaus Fürstenfeldbruck an der Information abgeben oder aber unter Tel: 08141-315 80 40 (Hotline der Bürgerstiftung) besprechen, wie das Material am besten zu den Näherinnen und Nähern kommt. – Helena Sauer, Dipl. Verwaltungswirtin (FH), Landratsamt Fürstenfeldbruck, FQA – Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Qualitätsentwicklung und Aufsicht; Tel: 08141/519-456, Fax: 08141/519-890, E-Mail: fqa@lra-ffb.de
Die Brucker SZ berichtete am 20.4.20: »Während die Soforthilfe für Unternehmen direkt beim Staat beantragt werden kann, wickeln die Banken und Sparkassen die Hilfsprogramme der LfA und der KfW ab. Bisher haben wir rund 570 Anträge zu Fördermitteln der LfA und KfW, Sparkassenmittel und Tilgungsaussetzungen mit einem Gesamtvolumen von circa elf Millionen Euro im Zusammenhang mit der Corona-Krise bewilligt … Auf Basis der Bilanzzahlen des Unternehmens, der Gespräche mit dem Unternehmer, vorliegender Planungen und sowie unter Einbeziehung von Branchenanalysen treffen wir eine Zukunftsprognose und Einschätzung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens … natürlich können wir nicht jeder Firma Kredit geben. Wir haben die bankübliche Sorgfalt walten zu lassen. Besonders für Betriebe mit Strukturproblemen oder einem nicht tragfähigen Geschäftsmodell ist eine Kreditvergabe nicht möglich … Um liquide zu bleiben, die Gehälter für sechs Mitarbeiter und die laufenden Kosten zu begleichen, wird Geld benötigt. Entweder über die derzeit ausgereichten Corona-Kredite der Förderbanken oder über das Crowdfunding, also per Sammeln von Geld in aller Öffentlichkeit … Die Summe der beantragten KfW- oder LfA-Kredite für Fürstenfeldbruck befindet sich den Angaben des Unternehmenskundenberaters zufolge etwa „im mittleren einstelligen Millionenbereich“ …« Andere Kleinfirmen versuchen sich mit anderen Mitteln zu helfen: »So konnten Stornierungen in Gutscheine umgewandelt werden … Kurzarbeit … Soforthilfe vom Staat … Crowdfunding-Kampagne … eigene Rücklagen … Ratenzahlungen bestehender Darlehen zu unterbrechen und nachzuzahlen …«

Bald mehr Menschen „tafelreif“?

Die Brucker SZ berichtete am 14.4.20: „Hartz IV: Zahl der Anträge wächst stark“. Im Artikel heißt es: „Normalerweise haben wir monatlich hundert Neuanträge, mittlerweile sind es 150 pro Woche“, teilt Jobcenter-Leiterin Claudia Baubkus mit. Die Neuzugänge aufgrund der Coronakrise, darunter ein „auffällig hoher Anteil an Solo-Selbständigen“ … werden bald mehr Menschen „tafelreif“ sein. Das Jobcenter erwartet bis Ende Mai weitere Hartz-IV-Zugänge auf dem Niveau von wöchentlich 150 Bedarfsgemeinschaften. Leben doch laut Landesamt für Statistik 13.703 Selbständige (Stand 2018) im Landkreis. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung könnten bis zu 30 Prozent von ihnen in Hartz IV fallen … Alle Neuanträge können postalisch, telefonisch oder elektronisch gestellt werden. Eine zusätzliche Hotline wurde geschaltet, E-Mail-Anfragen zu Neuanträgen würden taggleich zurückgerufen und erfasst, erklärt Baubkus. Der „Kurzantrag“ kann über die Homepage des Jobcenters www.jobcenter-ffb.de ausgedruckt und ausgefüllt per Post geschickt werden. Auch bei der Kinderbetreuung von Alleinerziehenden gibt das Amt unter petra.pauli@jobcenter-ge.de oder Telefon 08141-6100-606 jetzt Hilfestellung …

Ostern 2020: Die Angst vor der Krankheit

Im News-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck des Brucker Tagblatts (Merkur) heißt es am 10.4.20 unter anderem: „Es kommen immer weitere Infizierte hinzu. – Mehrere Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. – Das Landratsamt hat am Freitag die für den Landkreis aktuellen Zahlen der Covid-19-Patienten bekannt gegeben: Es gibt 648 Infizierte. Inzwischen sind es 18 Tote. An der Teststation in Germering wurden bis Mittwochabend 65 Bürger auf Corona getestet. 45 Befunde liegen bereits vor, sechs sind positiv. – Um die Versorgung des Personals mit Schutzkleidung sicherzustellen, bittet die Kreisklinik die Bevölkerung, Schutzkittel herzustellen. Diese sollten zu 100 Prozent aus Baumwolle oder flüssigkeitsabweisen-dem Material bestehen, einen Langarm (mit Armbündchen) besitzen sowie als Kochwäsche waschbar sein. Fragen, auch zur Anlieferung der Kittel, beantwortet Karin Hohmann aus dem Klinikum unter Telefon (0 81 41) 99 23 07.“
Kritische Einwände und Anmerkungen zur „Corona-Krise“:
Als „Orientierung” … bleibt der tägliche Strom an Bildern und Zahlenkolonnen: Der Eindruck schwankt dann zwischen dem italienischen Horror-Szenario und einem anscheinend milden deutschen Verlauf. Die Fragen bleiben … Aber die Zeichen verdichten sich, dass hier im Namen der Virus-Bekämpfung etwas aus dem Lot geraten ist … Was steckt also dahinter? Um es für geopolitische Zwecke zu nutzen, muss das Virus nicht erfunden sein. Aber dass die Weltwirtschaft heruntergefahren wird, „nur“ um die Gesundheit der Bürger zu schützen, das können viele Menschen einfach nicht glauben: Weil es allen ihren Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten widerspricht … Mittlerweile sind sogar Elemente, die man vor allem aus der Syrien-Kampagne kennt, in Deutschland angekommen: etwa die Instrumentalisierung von Kindern, um durch Emotionalisierung von Sachfragen abzulenken. So verlas kürzlich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den angeblich von einer Zehnjährigen verfassten Aufruf: „Könnten Sie die Ausgangsbeschränkung verlängern?“ – Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=60119
Jakob Augstein, Herausgeber der Wochenzeitung „der freitag“, kommentiert: Die Angst vor der Krankheit hat die Demokratie aufgegessen. Obwohl wir über die Krankheit nicht sehr viel wissen – oder gerade deswegen. Der Medizinstatistiker Gerd Antes, Professor in Freiburg und weltweit renommierter Experte in seinem Fach, hat dem Spiegel gesagt: „Es gibt zwei enorme Probleme mit den Zahlen: Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich bislang mit dem neuen Coronavirus infiziert haben und wie viele jeden Tag hinzukommen. Außerdem ist unklar, wie viele Menschen ursächlich an einer Infektion sterben.“ Wenn dieser Satz zutrifft, müsste er eigentlich die gesamte Corona-Politik der Regierung hinwegfegen. Stattdessen verklingt er einfach … Und anstatt zu mäßigen, wirken Politik und Medien noch als Brandbeschleuniger. Ja, uns fehlt in jeder Hinsicht die Immunität gegen dieses Virus: gesundheitlich und gesellschaftlich. Diese Krankheit ist ernst. Wir haben sie zur Katastrophe gemacht. – Quelle: https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/rausch-des-notstands
Faktensammlung zu Covid-19: Von Fachleuten kuratierte, vollständig referenzierte Fakten zu Covid-19, die eine realistische Risikobeurteilung ermöglichen sollen (Updates auf der Seite unten): https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii. („Swiss Propaganda Research“ ist ein Forschungs- und Informationsprojekt zu geopolitischer Propaganda.)

Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Corona-Krise

Vor dem Virus seien alle gleich – ein Satz, der bei Regierungsvertretern und Experten häufiger fällt. Sich aber kaum halten lässt, denn die Ärmsten sind schwerer von der Krise betroffen als die Reichen.
Ein 5-Minuten-Video klärt auf.

  • Unter dem Stichwort „Corona: Was jetzt wirklich wichtig ist“ zeigt Attac die Konstruktionsfehler unserer profitorientierten globalisierten Wirtschaft auf und sammelt Beiträge dazu, wie wir zu einer solidarischen, sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft kommen und was wir aus der Corona-Krise lernen können.
  • Medico international weitet im Dossier „Solidarität in Zeiten der Pandemie“ den Blick auf die globale Perspektive und mahnt, dass die existierenden Ungerechtigkeiten in der Krise noch weiter verschärft werden.
  • Auch der Corona-News-Ticker von Inkota hebt die Auswirkungen der Pandemie für den Globalen Süden hervor, wo vielerorts die Menschen nicht nur gegen die Ausbreitung des Virus, sondern um ihre eigene Existenz kämpfen.
  • In den Lobby-News rund um Corona stellt LobbyControl ausgewählte Artikel und Kommentare vor, die Fragen von Demokratie und Grundrechten, Lobbyismus und Einflussnahme und sozialen und politischen Ungleichgewichten berühren.
  • Die Klimaschutz-Organisation 350.org ruft mit ihrem Offenen Brief „Grundsätze für eine #JustRecovery von COVID-19“ zu einer globale Strategie als Reaktion auf die Pandemie auf, die eine gerechte Zukunft für alle in den Mittelpunkt stellt.
  • Greenpeace hat eine Petition für einen Neustart mit grünem Konjunkturprogramm gestartet: Wenn wir jetzt in erneuerbare Energien, saubere Mobilität, naturnahe Landwirtschaft und energiesparende Gebäude investieren, können wir eine grüne, gesunde und widerstandsfähige Wirtschaft schaffen, in der die Menschen und unsere Erde an erster Stelle stehen. 
  • Auch den Malwettbewerb von PowerShift wollen wir an dieser Stelle erwähnen – als ganz praktischen Tipp gegen Langeweile beim Zuhause-Bleiben: Alle Kinder sind herzlich dazu eingeladen, kreative Vorschläge für die „Straßen von morgen“ einzusenden: Sind sie grün und voller Radfahrer*innen und Fußgänger*innen? Wie viel Platz sollen große Autos bekommen, und wird es gar ganz neue Transportmittel geben?

Befürchtungen

Eine historisch gut begründete Warnung von Christian Kreiß, Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen, und Mitbewohner im Brucker Landkreis: Er befürchtet, dass durch „teilweise hysterieartige Angst vor Krankheit, Infektion und Tod durch das Corona-Virus … abgelenkt wird, über das Herbeiführen einer möglichst gewaltigen und überfälligen Bereinigungskrise unsere Menschenrechte einzuschränken und die Demokratie auszuhöhlen – zu Gunsten der Macht von Wenigen … Von dem Crash 1907 haben sich die Börsen über zwei Jahrzehnte nicht erholt. Sieben Jahre später kam es zum Ersten Weltkrieg. Übrigens kam es auch nach dem Ende des nächsten großen Börsencrashs von 1929 bis 1932 ziemlich genau sieben Jahre später zum Krieg. Stehen uns möglicherweise ähnliche ökonomische und politische Entwicklungen in den kommenden Jahren bevor? Kommt in den nächsten Monaten ein massiver Wirtschaftsabsturz, gar eine Wirtschaftsdepression mit einem Heer von Arbeitslosen? Und anschließend vielleicht sogar Krieg? Es gibt heute, genau wie 1907/08 und 2007/08 durchaus starke Kräfte, die auf einen Wirtschaftsabschwung oder gar Depression spekulieren, um davon zu profitieren … Wie schafft man es, einen Wirtschaftsabschwung so stark wie möglich zu machen, einen ‚perfekten Sturm‘ wie man an den Börsen sagt, herbeizuführen? Das Ziel ist klar: Je stärker der Abschwung, desto mehr Konkurrenz kann man ausschalten, desto höhere Gewinne gibt es und desto fester hält man hinterher die Zügel in der Hand …“
Der ganze Artikel ist hier nachzulesen: https://www.heise.de/tp/features/Die-Corona-Angst-und-die-kommende-Wirtschaftsdepression-4693816.html
Die schweizer Plattform „Swiss Propaganda Research“ hat gesicherte Fakten zu Covid-19 zusammengestellt: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii. Nachgereichte Updates: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/#latest
Risikogruppe der Raucher: In der Gruppe der Patienten mit einem verschlechterten Krankheitsverlauf war der prozentuale Anteil der Raucher neunmal so groß wie in der Gruppe derjenigen mit mildem Krankheitsverlauf … Circa 12 Millionen Menschen, also 15% der Gesamtbevölkerung, rauchen, dazu kommen noch die meist sehr jungen Liebhaber der Wasserpfeife, die ihre Lungen in einer kurzen Zeit mit weitaus größeren Schadstoffmengen belasten und sie damit anfälliger machen für Krankheitserreger aller Art … die Frage berechtigt, wie lange wir es uns noch leisten können, die Tabak-Suchterkrankung unbehandelt zu lassen beziehungsweise die Behandlung allein in den “Bereich der persönlichen Verantwortung” der Erkrankten zu legen (Urteil des Bundessozialgerichtes vom Juli 2019), was vom Effekt her einer Nicht-Behandlung gleichkommt. – Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=59912
Die erste Juristin im Land zieht wegen der Grundrechtseinschänkungen durch die Corona-Maßnahmen vor das Bundesverfassungsgericht — weitere werden folgen. – Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/eklatant-verfassungswidrig
Die internationale Fridays-For-Future-Bewegung setzt ihre Aktivitäten im Netz fort: Auch am vergangenen Freitag wurde der #ClimateStrike online fortgesetzt und außerdem nutzt man die Zeit der in vielen Ländern geschlossenen Schulen, der Kontaktverbote und Ausgangssperren, um sich und andere in Webinaren weiterzubilden. – Infos: https://fridaysforfuture.de

Tafeln und Brucker Netz geöffnet

Update – Die Brucker SZ meldete am 5.4.20: Die aktuelle Lebenssituation in Zeiten der Corona-Pandemie wird für viele Familien zu einer zunehmenden Belastungsprobe. Darauf hat die Ökumenische Erziehungsberatungsstelle von Caritas und Diakonie reagiert und ihr Angebot erweitert. „Angesichts der täglichen Berichterstattung in den Medien mit stetig steigenden Infektionszahlen werden sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern enorme Ängste und Sorgen um ihre Gesundheit und ihre finanzielle Zukunft geschürt“, sagt Thomas Beer, Sozialpädagoge und Fachdienstleiter für Kinder-, Jugend- und Familienhilfen des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck … telefonischen Beratung über das Elterntelefon (Telefon 08141/51 25 26) sowie das Kummertelefon für Kinder und Jugendliche (Telefon 08141/51 25 25) ausgeweitet. Die Telefone sind jetzt werktags von 9 bis 18 Uhr mit speziell dafür ausgebildeten Fachleuten besetzt. Wer eine weiterführende Beratung mit einer eigens für die Familie zuständigen Fachkraft benötigt, kann sich im Sekretariat der Beratungsstelle anmelden unter Telefon 08141/50 59 60, vormittags von 9 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag nachmittags von 13 bis 16 Uhr. Menschen, die lieber per Mail kommunizieren, können sich an die Onlineberatung der Caritas wenden (www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung). Alle Angebote sind kostenlos.
Update Brucker SZ am 2.4.20 – Bericht über die Wiederöffnung der Tafel.
Die Brucker SZ meldete am 1.4.20: Die Tafeln im Landkreis nehmen ihren Betrieb wieder auf … In der Kreisstadt erfolgt die Abgabe donnerstags zwischen 8.45 und zwölf Uhr. Die Tafel für Puchheim/Eichenau öffnet ebenfalls am Donnerstag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr (im Unterschied zum Normalbetrieb dürfen nun beide Gruppen jede Woche kommen). An Dienstagen ist der Tafelladen Olching (10 bis 12 Uhr) und in Maisach (14 bis 16 Uhr) offen. In der Woche nach Ostern werden die Läden in Olching und Maisach am Donnerstag, 16.04., zu den gewohnten Zeiten versorgt … Tafelkunden und andere Personen, die das Haus nicht verlassen können, werden mit den Lebensmitteltüten beliefert. Sie müssen sich bei der Coronahilfe-Hotline der Bürgerstiftung unter Telefon 08141/3156713 oder der Mailadresse coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de melden. Der Kontakt ist auch für Personen, die Ihre Hilfe anbieten möchten, zum Beispiel fürs Einkaufen.
Info im Brucker Tagblatt am 2.4.20: Aktuell muss viel Ware für die Tafeln zugekauft werden. Deshalb ist die Stiftung jetzt mehr denn je auf Geldspenden der Landkreisbürger angewiesen.
Das Brucker Tagblatt meldete am 2.4.20: Das Brucker Netz hat seinen Lieferdienst wieder aktiviert. Eigentlich war das Angebot zu Beginn des Jahres aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden. Aber durch die Corona-Pandemie ist der Bedarf wieder da … Rothenberger ist aber guter Dinge, dass der Lieferdienst sich im zweiten Anlauf etabliert. „Wenn das der Fall ist, werden wir das Angebot auch nach Corona aufrecht erhalten“ …

Bedenkenswerte Infos

Eine Brucker Fabrik namens Krankenhaus
Die Pandemie stellt die Kreisklinik vor finanzielle Probleme. Um auf den Anstieg von Erkrankten vorbereitet zu sein, werden momentan 94 Betten frei gehalten. Das hat jedoch einen starken Rückgang der Einnahmen für das Krankenhaus zur Folge. Auch die Zurückstellung von aufschiebbaren Operationen bringt der Klinik Verluste. Momentan werden laut Groitl nur zwei der sechs Operationssäle benötigt. Der Klinikleiter hofft auf Hilfe aus der Politik. Vor den Kreisräten betonte er, wie wichtig eine finanzielle Unterstützung durch den Staat in dieser Situation für die Brucker, aber auch viele andere Kliniken sei.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/coronavirus-zwei-beatmete-patienten-1.4860133
Über die Ursachen der Virenkrise
Corona hat dieselbe strukturelle Ursache wie die ökologische und soziale Krise, zu der der Klimawandel, die Naturzerstörung wie die maroden Gesundheitssysteme gehören. Sie ist in der kapitalistischen Produktion und Ausbeutung der Natur zu suchen, in der imperialen Lebensweise der reichen Länder des Nordens, in der neoliberalen Ideologie …
Verantwortlich für den Verlust der Biodiversität ist vor allem die massive Zerstörung der Wälder: Jedes Jahr wird weltweit Wald der Größe Großbritanniens zerstört. Seit Jair Bolsonaro an der Macht ist, wurde in Brasilien so brutal abgeholzt, dass der Amazonas-Regenwald vor dem Kollaps steht …
… beengte Verhältnisse beeinträchtigen die Abwehrkräfte des Immunsystems der Tiere. Ein hoher Durchlauf von Tieren, der Teil jeder industriellen Produktion ist, versorgt die Viren mit ständig neuen Wirtstieren, was die Ansteckungsfähigkeit der Viren fördert …
So wird laut der Weltgesundheitsorganisation WHO das Ebolavirus durch Fangen, Schlachten und Verzehren von infizierten Primaten auf den Menschen übertragen. Weil chinesische, japanische und auch europäische Fangflotten die Küsten Westafrikas leer fischten, waren die Menschen dort vermehrt dazu gezwungen, Wildtiere in den Wäldern zu jagen …
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-kommt-nicht-von-aussen
Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP): „Man kann zwar mit Sicherheit ausschließen, dass das Corona-Virus durch den Funk entstanden ist. Aber es ist erwiesen, dass die Verbreitung von Viren durch Funkstrahlung gefördert wird. Besonders 5G ist ein Brandbeschleuniger der Pandemie.“
Quelle: https://www.pressenza.com/de/2020/03/5g-schwaecht-das-immunsystem-in-zeiten-der-corona-krise
Eine Petition, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, „die deutschen Reedereien zu verpflichten, ihre Kreuzfahrtschiffe für die geflüchteten Menschen auf den griechischen Inseln zur Verfügung zu stellen, um den massenhaften Corona-Ausbruch in den überfüllten Lagern zu verhindern“. Hier kann man die Petition unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/kreuzfahrtschiffe-fur-gefluchtete-der-uberfullten-lager-griechenlands?share=fe9689ba-8185-4e1a-a52e-72ff3bc7e1ab&source=copy_email&utm_source=copy_email