BRUCKER JOURNAL: Infos, Kommentare, Kritik, Vorschläge, Hinweise, Ideen ...

Beteiligen Sie sich mit konstruktiver Kritik, menschengerechten Dialogen und Ihrer Meinung.

Zwei sozial- und friedenspolitische Veranstaltungen

Am Samstag, 27.7., von 17 bis 18 Uhr im Livestream und danach als Videodokument: „Diktatur des Monetariats?“. Ein Gespräch mit dem Germeringer Autor Ulrich Seibert über sein neues Buch: „Die Diktatur des Monetariats. Neoliberalismus: Die Geißel des 21. Jahrhunderts“. – Der Autor und Diplomkaufmann Ulrich Seibert geht in diesem Buch den Fragen nach, woher Neoliberalismus kommt, wer seine Akteure sind, wie dieses System installiert wurde, was die konkreten Auswirkungen sind, die uns alle betreffen und wer davon profitiert und wer nicht. Er versucht nachzuweisen, dass Neoliberalismus die großen Probleme unserer Zeit (z.B. Umweltzerstörung, Klimakrise), wenn nicht sogar verursacht, dann diese zumindest noch verschärft. Außerdem zeigt er auf, welche Möglichkeiten zur Umkehr es geben könnte und stellt Vorschläge für alternative Wirtschaftssysteme auf den Prüfstand.
Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ organisiert in ihrem „LIFEstudioFFB“ eine vierzehntägliche Gesprächsreihe. Im Livestream zu sehen über www.youtube.com/ffbaktivstudio/live. Danach steht die Sendung als Video im Archiv: www.youtube.com/ffbaktivstudio. Alle Infos und Termine sind hier zu finden: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/stadt-im-wandel. Fragen und Anregungen fließen in die Vorbereitung der Gespräche ein. Bitte senden an aktiv((at))ffbaktiv.de“.

Am Montag, 5. August, um 20 Uhr, am Hauptplatz vor der Sparkasse, FFB, findet die Gedenkfeier zum „74. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima /Nagasaki – Für eine Welt ohne Atomwaffen“ statt. Eröffnung und Grußwort der Kreisstadt durch Christian Götz, 2. Bürgermeister. Danach Demonstrationszug zur Kneipp-Insel. Dort musikalische und Redebeiträge. – Hiroshima und Nagasaki mahnen: Im August vor 74 Jahren wurden über Hiroshima und Nagasaki zwei Atombomben abgeworfen, die bis heute unendliches Leid über die Menschen in Japan bringen. Darüber hinaus bedroht die unsägliche Anzahl von ca. 13.900 Atomsprengköpfen weltweit die gesamte Menschheit. Wir gedenken auch heuer wieder in Fürstenfeldbruck der Opfer dieser Katastrophe von 1945 und verbinden dies mit der Forderung, das atomare Wettrüsten zu stoppen, alle Atomwaffen abzuschaffen und den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Da wir in der Öffentlichkeit sichtbar sein wollen, haben wir uns entschlossen, heuer wieder am Brucker Hauptplatz zu beginnen. Wir treffen uns dort bei jedem Wetter und bleiben dort, falls das Wetter nicht mitmacht. Bitte Fahnen und Transparente mitbringen! Wenn es nicht regnet, begeben wir uns auf den Demonstrationszug zur Kneipp-Insel, um dort die würdige Gedenkfeier abzuhalten. Bitte macht diese Veranstaltung in euren Kreisen und darüber hinaus bekannt. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer. – Veranstalter: Sozialforum Amper.

Städtische Klimapolitik will Weile haben

Ein empfehlenswertes Gespräch zwischen Greta Thunberg, Schülerin in Schweden, und Alexandria Ocasio-Cortez, demokratische Präsidentschaftskandidatin, USA.

Das Brucker Tagblatt berichtete am 16.7. über eine öffentliche Diskussion am 12.7. im Brucker Rathaus, veranstaltet vom Umweltbeirat der Stadt und dem Stadtjugendrat mit vielen Gästen: „Klima-Notstand geistert durch die Kommunen … Bei einer gemeinsamen Sitzung im Rathaus diskutierten Stadtjugendrat und Umweltbeirat nun mit Experten und Besuchern über den Klimaschutz. Dass die Stadt mehr tun muss und könnte, um ihre selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen, war Konsens bei den Teilnehmern … In einer großen Runde wurden Ideen gesammelt und besprochen, was die Stadtpolitik in Bruck in Angriff nehmen sollte. Bis zum 1. Oktober wollen SJR und UB das Ganze bearbeiten. Dann ist die nächste Sitzung des Umweltausschusses, bei dem die beiden Beiräte einen fertigen Antrag präsentieren wollen. Ob darin ein Klimanotstand gefordert wird, das will man sich bewusst noch offenhalten … Damit das Gewicht hätte, könnte der Stadtrat das beschließen. Das fordert zum Beispiel die Fraktion der Grünen in einem Antrag. Dieser muss innerhalb von drei Monaten im Stadtrat entschieden werden. Stadtjugendrat (SJR) und Umweltbeirat (UB) finden dieses Vorgehen verfrüht …“
Kommentar: Ein Antrag, der als symbolpolitische Maßnahme von etlichen deutschen Städten bereits angenommen wurde, könnte in Bruck verfrüht sein und eventuell von konkreten Maßnahmen ablenken – so sehen es Skeptiker. Und die Grünen kamen angeblich nicht einmal auf die Idee, der Umweltbeirat interessiere sich für Klimaschutz und erarbeiteten deshalb ihren eigenen Antrag an den Stadtrat. Das klingt alles nicht wirklich plausibel, denn andernorts argumentiert man nicht drumherum, sondern schreitet zur Tat. Aber es gab auch Konkretes zu hören, bspw. zur praktischen Stadtpolitik: „Indem man selbst vorbildlich handle, die Rahmen für Dinge wie Verkehr setze oder Öffentlichkeitsarbeit betreibe“. Eine immerwährende Aufgabe einer Stadtverwaltung, denkt man, aber anscheinend muss das in Bruck erst jemand ins Bewusstsein rücken – Beifall gab es dafür aber nicht. Die Beiräte beraten nun bis 1. Oktober, die Fraktionen machen unterdessen weiterhin ihr „eigenes Ding“ – schließlich ist bald Kommunalwahlkampf – und die Stadt und ihre Einwohner warten derweil auf bessere Zeiten.

Im Sinne des Aktivwerdens rufen wir auf, zur Münchner Klimademo zu gehen!
Sonntag, 21.7. 16-18 Uhr, Odeonsplatz, München
MUNICH FOR FUTURE: 16:00 Uhr Odeonsplatz | Begrüßung & Reden; 16:30-17:30 Uhr Demo-Route: Odeonsplatz – Briennerstr. bis Karolinenplatz – Barerstr. – Gabelsbergerstr. – Oskar von Miller Ring – Ludwigstr. – Odeonsplatz. (ca. 1,8 km); 17:30 Uhr Odeonsplatz, Abschlusskundgebung mit Special Guest Konstantin Wecker. – Alle Infos: https://munichforfuture.de
Wir stehen an der Seite von Fridays for Future: Das sind alle, die für unser Klima auf die Straße gehen.
Die Klimastreik-Bewegung ist international, überparteilich, autonom und dezentral organisiert. Mach mit und werde Teil unserer Bewegung! Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation – die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts. Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.
Parents for Future:
Erst vor einigen Monaten hat sich Parents for Future gegründet. In der Zwischenzeit ist daraus eine Bewegung mit über 150 Ortsgruppen in ganz Deutschland und mit vielen Tausend engagierten Erwachsenen geworden. Lasst uns gemeinsam die großen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen angehen, die notwendig sind, um die nahende Klimakatastrophe doch noch abzuwenden! Wir werden auch in Zukunft über aktuelle Entwicklungen informieren und über Aktionen aus unseren Ortsgruppen berichten. – Webseite: www.parentsforfuture.de. Unser Newsletter als Downloadlink: https://parentsforfuture.de/system/files/2019-07/PvF_Newsletter_BW_4.pdf

Fairer Handel – in Bruck nicht gefragt?

Am 14.5. berichtete die Brucker SZ über „Die Auflösung der Fairtrade-Gruppe“ in Bruck. Darin hieß es: „… verkündet Claudia Calabrò … die SPD-Stadträtin und bisherige Sprecherin der Lenkungsgruppe die Auflösung der Fürstenfeldbrucker Fairtrade-Steuerungsgruppe. Die fünf Ehrenamtlichen schafften die Arbeit nicht mehr, heißt es. Gleichwohl sei es sehr wünschenswert, dass das Engagement in der Stadt fortgeführt werde. … wir haben uns oft ausgebremst gefühlt … Wir hatten die Idee, in der Adventszeit im Rathausfoyer über Fairtrade zu informieren. Oberbürgermeister Erich Raff wollte das aber nicht. Er hat das damit begründet, dass man so eine Möglichkeit dann auch anderen Vereinen geben müsste. Ich frage mich, was auch daran eigentlich so schlimm wäre … Ich habe den Eindruck, dass alles abgeblockt wird und wir allein gelassen werden. Für fairen Handel sollte man sich doch mit Herzblut einsetzen …“. Darüber hinaus schloss inzwischen der Eine-Welt-Laden der Caritas, der allerdings vom FAIR Handelshaus Bayern weitergeführt wird. Es hat den Anschein, dass fairer Handel in Bruck wenig gefragt ist.
Die Sozialinitiative „Brucker Brücke“ greift jetzt in ihrem „LIFEstudioFFB“ das Thema im Rahmen ihres vierzehntäglichen Internet-TV-Programms „FFB im Wandel“ auf: Per Livestream wird eine Gesprächsrunde übertragen, die danach auch als Video zu sehen ist. Der Livestream ist zu sehen auf www.youtube.com/ffbaktivstudio/live. Danach im Video-Archiv: www.youtube.com/ffbaktivstudio. Alle Infos finden sich auf der Webseite „Fürstenfeldbruck im Wandel – Aktiv werden für eine menschengerechte Stadt“: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch/stadt-im-wandel.
Der Ankündigungstext zur Diskussion:
Mittwoch, 17.7., ab 18 Uhr im Livestream: Welche Zukunft haben das Fair Trade Stadt-Sigel und der Eine-Welt-Laden in FFB?
Neben Gröbenzell, Puchheim, Olching und Germering wurde Fürstenfeldbruck als Fair Trade Stadt zertifiziert. Dazu heißt es: „Auch Fürstenfeldbruck ist Fair Trade Stadt. Doch die Auszeichnung ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein lebendiger Prozess, der immer weiter fortgeführt werden soll. So geht es darum, fair gehandelte Produkte in immer mehr Geschäften und öffentlichen Einrichtungen einzuführen. Und immer mehr Menschen für einen gerechteren Welthandel zu begeistern.“ Das Projekt Fair Trade gilt in Bruck neuerdings als gescheitert. Ebenso die Etablierung des Eine-Welt-Ladens der Caritas. Gibt es Chancen zur Erneuerung, welche Maßnahmen sind dafür notwendig?
Über Fair-Trade-Siegel, einen gerechten Welthandel in Zeiten des Klimawandels und über Möglichkeiten der Erneuerung sprechen miteinander:
Claudia Calabro, Brucker Stadträtin und bislang Sprecherin der Steuerungsgruppe „Fair Trade Stadt FFB“. Sie drängt auf eine aktive Förderung der Fair-Trade-Zielsetzungen durch die Stadtverwaltung.
Dr. Walter Ulbrich, Mitarbeiter beim Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck und bei Campo Limpo Solidarität mit Brasilien e.V., Regionalbetreuer beim Oikocredit Förderkreis Bayern. Er fordert eine auf Gerechtigkeit beruhende Entwicklungszusammenarbeit, die vor allem Partnerschaft und Offenheit für das Lernen voneinander braucht.
Peter Wehrle, Mitglied in der Steuerungsgruppe in Olching und engagiert im AK „Fairer Handel und Konsum“ der Agenda 21 Olching.
Alfred Pichler, Kath.-Arbeitnehmerbewegung und im Team von „FFB im Wandel“. Er engagiert sich für sozialökologisches Walten im Alltag, im Handel, in der Produktion und in der lokalen Politik.
Die Gesprächsleitung hat Inge Ammon, im Team der „Brucker Brücke“.

Fahne der „Mayors for Peace“ weht in Bruck

Die offizielle Seite der Stadt vermeldet ihr Engagement: „Flaggentag der ‚Mayors for Peace‘: Stadt setzt Zeichen gegen Atomwaffen“. Mit ausführlichen Erläuterungen wird die Geschichte und der Zweck der inteernationalen Bewegung dargestellt. Das ist ein ermutigendes Zeichen! Dem ICAN-Städteappell der Vereinten Nationen zum Abkommen zum Verbot von Atomwaffen hat sich Bruck leider noch nicht angeschlossen .
Die Brucker SZ meldete am 5.7.19: Fahne der „Mayors for Peace“ weht vor dem Brucker Rathaus. Die Stadt beteiligt sich an einer Aktion der „Mayors for Peace“, um damit ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen – gemeinsam mit etwa 300 Kommunen des weltweiten Netzwerks. An der Hauptstraße wurde am Freitag und damit drei Tage vor dem eigentlichen „Flaggentag“ eine hellgrüne Fahne der „Mayors for Peace“ gehisst … wollen die „Bürgermeister für den Frieden“ in diesem Jahr den Flaggentag nutzen, um an die Bundesregierung zu appellieren, sich für den Erhalt des INF-Vertrages einzusetzen.
Kommentar: Mayors for Peace“ wurde 1982 in Hiroshima gegründet. Dem Netzwerk haben sich inzwischen 7.772 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern angeschlossen, 2014 die Kreisstadt durch den damaligen Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV). Ein Verbot von Atomwaffenbesitz und -einsatz ist der einzig realistische Weg, dem Wettrüsten der Atomwaffenstaaten entgegen zu wirken. Zwar sinken derzeit noch durch alte Rüstungskontrollverträge die Zahlen der Atomwaffen weltweit. Doch diese Verträge wurden entweder gekündigt oder laufen demnächst aus, während alle Atomwaffenstaaten weiterhin massiv durch Modernisierung aufrüsten. ICAN ruft besonders die deutsche Bundesregierung auf, keine neue Atombomben-Flugzeuge als Nachfolge für die Tornado-Kampfjets zu kaufen. Sie sollte stattdessen aus der nuklearen Teilhabe aussteigen und damit einen Beitrag zur Deeskalation leisten. Infos hier. Wir appellierten in dieser Sache per Email an den Bundstagsabgeordneten der SPD, Miachel Schrodi. Der antwortete uns in einem Standardschreiben: Die ICAN-Initiative zu unterstützen bliebe … wirkungslos, weil sich keine einzige Atommacht darauf einzulassen bereit ist … Ein Rückzug aus dieser „Nukleare Teilhabe“ genannten Verpflichtung würde uns im Hinblick auf die nukleare Abschreckung aller Mitsprachemöglichkeiten im Bündnis berauben … wir hätten schlechtere Voraussetzungen, um innerhalb der NATO eine Politik für Vertrauensbildung, Rüstungskontrolle und Abrüstung voranzutreiben … Solange Kernwaffen als Instrument der Abschreckung im Strategischen Konzept der NATO eine Option sind, ist es deshalb in deutschem Interesse über dieses Konzept Bescheid zu wissen und ein Teil davon zu sein …“ Heißt das: „War so, ist so, muss so!“ als Ultima Ratio? Deutschland, das auf seinem Territorium US-Atomwaffen stationiert, hat sich nicht an den Verhandlungen über den UN-Vertrag über das Verbot von Kernwaffen beteiligt. Er stimmte gegen die Resolution der UN-Generalversammlung im Jahr 2016, mit der das Mandat für die Aushandlung des Vertrags durch die Nationen festgelegt wurde. Sie behauptet, dass US-Nuklearwaffen für ihre Sicherheit unerlässlich sind. So kommen wir nicht raus aus der Rüstungsspirale und Steigerung der Kriegsgefahr! ICAN fragt: „Zahlreiche Städte in Deutschland und aller Welt haben sich bereits dem ICAN-Städteappell angeschlossen. Ist Ihre Stadt die nächste?“ 32 deutsche Städte und zwei Landkreise haben unterschrieben. FFB noch nicht. Wann wird sich der Brucker Stadtrat dazu entschließen?
Mehr Infos über den Atomwaffenverbotsvertrag.

Verbot von Atomwaffen einzige Antwort auf Wettrüsten – Gegen den Kauf eines neuen Flugzeuges für den Atomwaffeneinsatz

Klimanotstand

Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung des Umweltbeirats der Stadt, gemeinsam mit dem Jugendstadtrat: An die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fürstenfeldbruck. Einladung zur öffentlichen Sitzung des Umweltbeirats und des Stadtjugendrats im große Sitzungssaal des Rathauses am 12. Juli 2019 um 18 Uhr. Agenda: 1. Müssen wir für Fürstenfeldbruck den Klimanotstand ausrufen? 2.1 Klimaschutz in FFB – bisherige Maßnahmen und Ergebnisse 2.2. Was die Stadt verändern soll – Erfahrungen und geplante Maßnahmen aus anderen Kommunen 3. Was können wir konkret in FFB zum Schutz des Klimas tun? Ideensammlung – Beteiligung aller Anwesenden 4. Festlegung weiterer Maßnahmen 5. Verschiedenes. Mit freundlichen Grüßen, G. Tscharke, Vorsitzender des Umweltbeirats.
„Fridays for future München“ stellt 31 Forderungen an den Stadtrat der Landeshauptstadt: Nach den #FfF-Forderungen an die Bundesregierung hat nun auch #FfF München 31 Forderungen präsentiert, die sich v.a. an den Stadtrat der Landeshauptstadt München richten. In Anlehnung an die Forderungen auf Bundesebene, sind diese jedoch weitaus konkreter. Sie erstrecken sich auf Maßnahmen in den Bereichen Mobilität (11), Stadtplanung und Gebäude (9), Energieversorgung (3), Ressourcenverbrauch, Ernährung und Abfall (6) sowie Stadtverwaltung (2). Alle Forderungen können als gute Beispiele für eine kommunale Entwicklung betrachtet werden. Hier geht’s zu den Forderungen (als PDF).
Der TV-Sender „phoenix“ hat zusammen mit dem „Münchner Merkur“ Bürgerinnen und Bürger eingeladen, in der Talksendung „wir müssen reden: der phoenix-Bürgerabend“ klar und deutlich ihre Meinung zu sagen. Thema: „Kein Fleisch, keine Flüge, kein Auto mehr – wie retten wir das Klima?“ Mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutierten: Thorsten Glauber (Freie Wähler), Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz; Harald Lesch, ZDF-Wissenschaftsjournalist und Physik-Professor an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität; Hans Moritz, Redaktionsleiter „Erdinger/Dorfener Anzeiger“; Dr. Hubertus Bardt, der Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. Die Moderatoren sind Christina von Ungern-Sternberg und Alfred Schier.
wir müssen reden! „Kein Fleisch, keine Flüge, kein Auto mehr – Wie retten wir das Klima?“ Wiederhol-Termine der interessanten Sendung: 3.7., 00:00 Uhr und 4.7., 14:45 Uhr.
Weltklima auf der Kippe: Eine monströse wissenschaftliche Fehleinschätzung wurde etwa Mitte Juni aus der kanadischen Arktis gemeldet. Das Auftauen des Permafrostbodens in vielen arktischen Regionen Kanadas schreitet viel schneller voran, als ursprünglich von der Klimawissenschaft prognostiziert … Demnach soll das Auftauen des Permafrosts inzwischen so weit vorangeschritten sein, wie es in den aktuellen Szenarien des Weltklimarates (IPCC) für das Jahr 2090 prognostiziert wurde … Wissenschaftler warnen inzwischen offen davor, dass der Menschheit noch fünf Jahre bleiben, um „sich vor dem Klimawandel zu retten“. Der Klimawandel droht somit, außer Kontrolle zu geraten – jetzt und hier, nicht erst in ein paar Dekaden oder Jahren … Weite Teile der Welt drohen aufgrund der zunehmenden Erderwärmung schlicht unbewohnbar zu werden, wie etwa die letzte, buchstäblich mörderische Hitzewelle in Indien veranschaulichte, wo lebensfeindliche Rekordtemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius zu Tausenden von Toten führten. – Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Weltklima-auf-der-Kippe-4456028.html?seite=all
Regenwaldabholzung in Lateinamerika. Im Jahr 2018 sind im westlichen Amazonasgebiet zwei Hektar Wald pro Minute abgeholzt worden. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Monitoring-Projekts der Amazonischen Anden MAAP (Proyecto de Monitoreo de los Andes Amazónicos), das Daten zum Waldverlust analysiert, die von der University of Maryland erhoben und von der Nichtregierungsorganisation Global Forest Watch präsentiert worden sind. Dieses Gebiet umfasst Teile von Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien und Brasilien. Aus dem Bericht geht hervor, dass dort allein im vergangenen Jahr fast eine Million Hektar Wald verloren gegangen sind. Davon entfielen knapp die Hälfte (49 Prozent) auf Brasilien, 20 Prozent auf Peru, 20 Prozent auf Kolumbien, acht Prozent auf Bolivien und drei Prozent auf Ecuador. – Quelle: https://amerika21.de/2019/07/228262/amazonasgebiet-entwaldung

Mitweltschädliche, eventuell krebserregende Altlasten im Fliegerhorst?

Das Brucker Tagblatt meldete in einem ausführlichen Bericht am 4.7.: „Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) ist gegen die geplante Erweiterung des Fahrsicherheitszentrums auf dem Fliegerhorst. Der Eingriff schade der Natur. Zudem sei der wirtschaftliche Nutzen gering … er sei zur Überzeugung gelangt, dass eine Erweiterung der Fahrstrecken samt Eingriff in das Flora-Fauna-Habitat (FFH) nicht zu rechtfertigen sei … Der Autokonzern könne das Gelände aber wie bisher weiter nutzen, betonte er. Allerdings müsse BMW dafür sorgen, dass der Lärm nochmals reduziert werde …“
Aus dem Bericht der Brucker SZ vom 1.7.19 über eine öffentliche Veranstaltung des Umweltbeirats der Stadt mit Stadträten, Fachleuten und Bürgern: » Umweltbeirat warnt Kreisstadt vor finanziellem Risiko eines voreiligen Grunderwerbs … Im Boden des Fliegerhorsts dürften giftige Chemikalien wie PFC schlummern … Noch freilich fehlt es an Untersuchungen … Selbst wenn der Boden im Fliegerhorst für die aktuelle Nutzung als unbedenklich eingestuft werden sollte, könnte sich das ändern, wenn beispielsweise Altbauten durch Wohnungen ersetzt werden sollen. Dann muss möglicherweise doch noch kontaminiertes Material abgetragen und deponiert oder die Oberfläche abgedichtet werden. Kann der vormalige Eigentümer, in diesem Fall die bundeseigene Immobiliengesellschaft Bima, nicht mehr haftbar gemacht werden, müsste die Stadt als Grundeigentümer für die Kosten aufkommen … Georg Tscharke, der Vorsitzende des Umweltbeirats, empfiehlt der Stadt, sich zu wappnen gegen „manch unangenehme Wahrheit“ … Was auf dem Fliegerhorst wächst, darf wegen möglicher Schadstoffbelastung nicht verfüttert werden … Das Landratsamt will … helfen, erstmals Grundwasser im nördlichen Teil auf PFC zu testen. Für den südlichen Teil gibt es noch keine konkreten Pläne … wenn die Stadt die Flächen im Zuge der zivilen Umgestaltung aufkauft und bei der Formulierung von Verträgen schludert, dann könnte sie am Ende auf den Kosten der Altlastensanierung sitzen bleiben. Das ist die Botschaft des Umweltbeirats, der sich am Freitag im Rathaus dieses brisanten Themas angenommen hat … «
Die Brucker SZ vom 2.7.19 ergänzt: BMW will sein Fahrsicherheitszentrum am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck auf FFH-Flächen erweitern. Dagegen regt sich Widerstand. Pläne liegen trotz einer Vereinbarung mit den Anrainerkommunen noch nicht vor … Der Bund Naturschutz lehnt eine Expansion von BMW auf dem nördlichen Teil des Fliegerhorsts ab und hat angekündigt, gegen den erforderlichen Bebauungsplan notfalls zu klagen. Der Kreisverband begründet dies mit dem seiner Überzeugung nach unzulässigen Eingriff in ein streng geschütztes Naturschutzgebiet. Die Flächen sind als Flora-Fauna-Habitat eingestuft. Die Kreisvorsitzende Eugenie Scherb unterstrich die Ablehnung der Entwürfe am Freitag auf der Sitzung des Brucker Umweltbeirats. Seit sechs Jahren wehre man sich, werde aber von den beteiligten Kommunen – Maisach und Fürstenfeldbruck – übergangen. Auf etwa 250 Hektar im nördlichen, teils bereits militärisch entwidmeten Teils des früheren Flugplatzes gibt es Scherb zufolge Blühwiesen, Flachlandmähwiesen von überregionaler Bedeutung sowie Trockenrasen, darauf leben Tiere wie die vom Aussterben bedrohte Plumpschrecke und Vögel wie Feldlerche, Braunkehlchen und Brachvogel. Etwa die Hälfte davon dürfte BMW nun beanspruchen …

S-Bahn 2. Stammstrecke und Hauptbahnhof: Erst planen – dann bauen!

Infos der Initiative www.s-bahn-ausbau.de: S-Bahn-Ausbau München JETZT! Für besseren öffentlichen Verkehr (ÖV) in München und ganz Bayern. JA zu einer zweiten Stammstrecke Südring. NEIN zum Tieftunnel für 3,8 Mrd. Euro! JA zu ÖV-Projekten in ganz Bayern. Warum ist das wichtig? Die Tieftunnel-Kosten stehen in keinem tragbaren Verhältnis zum Nutzen: – Drei Bahnhöfe (neben den vorhandenen) und drei zusätzliche Züge (33 statt jetzt 30) pro Stunde, für 3,8 Mrd. Euro – wer will das? – Für viele Fahrgäste kommt es zu massiven Verschlechterungen, beim Bau (mindestens 10 Jahre) und nachher (zusätzliches Umsteigen, 15- statt 10-Minuten bzw. 30- statt 20-Minuten-Takt). – Der Tunnel besiegelt das definitive Aus für den jahrzehntelang versprochenen 10-Minuten-Takt. – Die Zentrums-Fixierung des Münchner Schnellbahn-Systems („alles über den Marienplatz“) wird weiter verfestigt. – Bahnhöfe in über 40 m Tiefe (einem 13-stöckigen Hochhaus entsprechend) sind gefährlich, nicht praktikabel und Fahrgast-feindlich. – Lebensgefährlich! Brandschutz- und Rettungskonzept weisen riesige Lücken auf. – Die Finanzierung des Projektes zieht wertvolle Mittel für den öffentlichen Verkehr in der Region und in ganz Bayern ab. – Die bisherigen Gutachten und Nutzen-/Kosten-Untersuchungen sind fragwürdig und einer fairen, unabhängigen Prüfung zu unterziehen. – Der Südring ist die bessere und billigere Lösung für eine 2. Stammstrecke. Er kann JETZT begonnen, in kürzerer Zeit und ohne nennenswertes bauliches Risiko auf bestehendem Bahngelände gebaut werden. Er ermöglicht gleichzeitig den dringenden Ausbau der Außenstrecken. Er eröffnet die für die Stadtentwicklung nötige Ringstruktur und Vernetzung. Er vermeidet die Risiken des Tieftunnels, z.B. beim Brandschutz- und Rettungskonzept. Er allein ermöglicht in absehbarer Zeit den jahrzehntelang versprochenen 10-Minuten-Takt. Er erspart dem Freistaat ein hohes Finanzierungsrisiko und ein Fiasko wie bei Stuttgart 21. Deshalb: JA zum Südring für nur 0,6 Mrd. Euro! Näheres dazu siehe: http://www.tunnelaktion.de/ und http://www.sbahn2030.de/wp-content/uploads/BK-S_Bahn_Muenchen_2030-v1_0.pdf
Petition teilen: https://weact.campact.de/petitions/s-bahn-und-offentlicher-verkehrsmittel-ausbau-in-munchen-und-bayern – An: DB Vorstand, Bayerische Staatsregierung (MP Seehofer, Minister Herrmann), Bundesverkehrsminister Dobrindt, LH München (OB Reiter, Bürgermeister Schmid), alle Fraktionen des Bayerischen Landtags und des Münchner Stadtrats
Infos vom „Münchner Forum“: https://muenchner-forum.de/2019/moratorium-neubau-hbf-und-zweite-stammstrecke

Courage zeigen und nicht schweigen

Das Brucker Tagblatt berichtete am 28.6.19: Viscardi-Gymnasium nennt sich jetzt „Schule ohne Rassismus“ … Mit einer feierlichen Zeremonie wurde am Donnerstagvormittag am Viscardi-Gymnasium ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung gesetzt … Schon seit fast drei Jahren setzt sich die Schülermitverantwortung (SMV), mit Schülersprecherin Lena Sabokat an der Spitze, verstärkt gegen Ausländerfeindlichkeit ein … Mittlerweile trägt das Gymnasium nicht nur den Titel „Schule ohne Rassismus“ … Für Begeisterung sorgte gleich zu Beginn die Rede der Schülersprecherin. „Unsere Generation hat ein Herz, das größer ist als die Müllteppiche in den Ozeanen.“ Besonders ihre Mitschüler wollte Sabokat mit ihrer Rede motivieren: „Lasst uns Courage zeigen und nicht schweigen.“ … – Webseite des Gymnasiums.

Bild: Viscardi-Gymnasium

Info: Die Sozialinitiative Brucker Brücke – das Wir stärken hat die angekündigte Gesprächsrunde zum Thema „Fürstenfeldbruck: Von der Militärstadt zur Friedensstadt? Demokratische Gedenkkultur aktiv untermauern!“ für Donnerstag, 4. Juli, 19 Uhr, abgesagt bzw. in den September verlegt.

Videodokumente zu Menschenrechten

Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ organisiert das Internet-TV-Studio „LIFE studio FFB“, aus dem künftig vierzehntäglich gesendet werden soll. Es geht um sozialökologische Informationen und Diskussionen. Entweder als Freitags-Session um 19 Uhr oder als Samstags-Session um 17 Uhr. Das Programm des Studios wird hier veröffentlicht: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch/stadt-im-wandel. Folgende SESSION war am Freitag, 28.6., um 19 bis 20 Uhr, zu sehen: „Im Namen der Menschenwürde: Grundgesetz und Menschenrechte“. Gezeigt werden informative und künstlerische Videos: 1. Keine rechten Menschen, sondern Menschenrechte; 2. Die Geschichte der Menschenrechte; 3. Menschenrechte-Rap; 4. Klimaschutz und Menschenrechte; 5. Der Künstler Dani Karavan gestaltete die Straße der Menschenrechte in Nürnberg; 6. Plakataktion zum 25. Jubiläum der Straße der Menschenrechte in Nürnberg; 7. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte gelesen von Klaus-Peter Wolf.
Die Videoaufzeichnung ist hier zu sehen.

Kontamination des Bodens im ehemaligen Fliegerhorst?

Die Brucker SZ vom 25.6.19 berichtete über die mögliche Kontamination des Bodens des Fliegerhorsts mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC). Der Brucker Umweltbeirat diskutiert in öffentlicher Sitzung mit Stadträten und interessierten Bürgern über die mögliche Umweltbelastung, die einer Besiedelung im Wege stehen kann. Im Bericht heißt es: Welche Gefahren könnten im Untergrund des Fliegerhorsts lauern und wer muss im Fall der Fälle die Entsorgung zahlen? Mit solchen Fragen befassen sich nun auch die Experten des überparteilichen Brucker Umweltbeirats … Genaue Untersuchungen dazu wurden bislang nicht vorgenommen, gleiches gilt für andere Altlasten wie Munitionsreste … Mit Blick auf die Pläne der Stadt, das Militärgelände im Nordosten nach dem Abzug der Bundeswehr zu erwerben, beschäftigt sich der Fachbeirat am Freitag, 28. Juni, in öffentlicher Sitzung mit diesem Thema. Von 19 Uhr an geht es im Sitzungssaal des Rathauses um die Konversion, also die zivile Umnutzung militärischer Flächen, und die möglichen Folgen. Im Herbst soll dann eine weitere, größere Informationsveranstaltung folgen. Zum Thema „Zukunft des Fliegerhorstes im Hinblick auf Umweltbelange und Schadstoffbelastung“ …

Gespräch zum „Tag der offenen Gesellschaft“

Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ berichtet: Am 15. Juni fand der bundesweite „Tag der offenen Gesellschaft“ statt. „Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Nachbarinnen und Nachbarn, Fremde sowie Freundinnen und Freunde einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu treten – unabhängig von deren Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Es geht darum, Zeichen für die Demokratie, für Offenheit, Gastfreundschaft, Vielfalt und Freiheit zu setzen“. Die Bürgerdialog-Aktion fand tagsüber vor der Sparkasse am Hauptplatz statt. Nachmittags gab es eine Gesprächsrunde „Young and Old for Future“ statt mit den Organisatoren der Bürgerdialog-Aktion. Dabei wurde aufgerufen zur Einrichtung einer Initiativgruppe „Young and Old for Future“ und in diesem Rahmen Bruck zur „Friedensstadt“ zu erklären sowie das Projekt „Bäume für Menschenrechte“ im Landkreis zu realisieren. Ihre Zustimmung hierzu erklärten bereits einige Stadträte, Gewerkschaftsmitglieder, Sprecher aus Christenkreisen und anderen Gruppierungen. Jürgen Schulz vom AK Mahnmal FFB stellte das Projekt am Beispiel Nürnbergs vor und gab Anregungen zu ihrer Umsetzung.
Ein informatives 19-Minuten-Video dieses Gesprächs ist hier zu sehen.

Brucker Netz liefert auch Lebensmittel

Das Brucker Tagblatt vom 19.6.19 berichtete über eine Neuerung des „Brucker Netzes“, dem Brucker Online-Handel für regionale Einzelhändler: „Seit April hat sich die Angebotspalette des Portals vergrößert: Dort gibt es jetzt auch Lebensmittel zu kaufen … Der Fokus liegt … auf regionalen Produkten. Extra designte Logos machen für den Kunden klar ersichtlich, ob die Lebensmittel im Landkreis oder in Bayern gewachsen und produziert sind, und ob es sich um biologisch produzierte Waren handelt oder um Produkte aus konventioneller Landwirtschaft. Das Warenangebot beschränkt sich nicht nur auf landwirtschaftliche Erzeugnisse, sondern umfasst auch Getränke und Backwaren … Nutzen kann den Lieferservice jeder, der im Brucker Landkreis wohnt … Geliefert wird bisher nur freitags … Bisher seien es vor allem junge Familien mit Kindern, die so ihre Lebensmittel ordern …“ – Zum „Brucker Netz“.

Neues von Caro & Franzi, den Lebensmittelretterinnen / Containerinnen

Liebe Unterstützer*innen der Petition „Containern ist kein Verbrechen!“. In der letzten Woche stand das Thema „Entkriminalisierung von Containern“ auf der Tagesordnung der Justizministerkonferenz in Lübeck. Wir, Caro & Franzi, sind angereist, um im Namen aller Unterzeichner*innen die Forderung der „Entkriminalisierung von Containern“ zu bestärken. Im Beitrag des Bayerischen Rundfunks könnt ihr mehr dazu erfahren: https://www.br.de/mediathek/video/petition-fuers-containern-studentinnen-wollen-unterschriften-uebergeben-av:5cf7832662ec95001a8ffc0a
Wir sind sehr enttäuscht, dass für einen solchen Entschluss keine Einigung gefunden werden konnte. Den Vorstoß für den Themenvorschlag machte der Hamburger Justizminister Till Steffen (Bündnis 90/Die Grünen). Um seine Initiative zu unterstützen, haben wir ihn vor Ort getroffen. Um unser Anliegen auch der bisher kritisch eingestellten CDU/CSU vor Augen zu führen, haben wir die bereits gesammelten mehr als 130.000 Unterschriften an die Vorsitzende der Justizministerkonferenz Sabine Sütterlin-Waack (CDU) überreicht. Die Petition steht weiterhin für Unterschriften offen. Wir wollen mit noch mehr Unterschriften in anderer politischer Instanz unsere Forderung durchsetzen. Erzählt also gern weiterhin euren Freund*innen, Bekannten und Familienangehörigen von unserer Petition. Die Justizminister*innen, die sich zum großen Teil aus den Reihen der CDU/CSU zusammensetzen, haben sich unserer Meinung nach nicht volksnah gezeigt. Auch der bayerische Justizminister Georg Eisenreich (CDU) sieht in der Entkriminalisierung des „Containerns“ keine Lösung. In den Medien und sozialen Netzwerken herrscht große Empörung über das enttäuschende Ergebnis der Konferenz. Im gleichen Atemzug der Ablehnung einer Entkriminalisierung wurden andere Maßnahmen angekündigt, welche die Lebensmittelverschwendung eindämmen sollen. Wie diese konkreten Maßnahmen aussehen sollen, steht noch offen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass fast ausschließlich beim Verbraucher angesetzt wird – bei Lebensmittelindustrie und -handel wird bisher auf Freiwilligkeit gehofft. Das ist nicht genug! Wir sind weiterhin der Meinung, dass Containern keine Straftat ist, sondern ganz im Gegenteil auf die massive Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland aufmerksam macht. Zwar kann Containern nicht die endgültige Lösung des tiefgreifenden Problems sein, jedoch sehen wir hierin ein legitimes Mittel der Verwendung von Lebensmittel, solange diese in der Tonne landen. Darüber hinaus wollen wir betonen, dass die Produktion von Lebensmitteln einen irrsinnigen Ressourcenaufwand und eine enorme Belastung für unsere Umwelt bedeutet. Lasst uns gemeinsam den Diskurs in der Gesellschaft weiter antreiben, nicht zuletzt, um den Zeigefinger der Politiker*innen von uns Verbraucher*innen abrücken zu können. Wir wünschen uns eine nachhaltige und faire Umgestaltung des Lebensmittelsystems. Ein Wegwerfstopp für Supermärkte wäre eine wirkungsvolle Maßnahme, um ein Umdenken zu manifestieren, wie es sich bereits in anderen EU–Ländern gezeigt hat. Darüber hinaus müssen jedoch weitere Maßnahmen folgen, wie etwa der Ausbau der zweiten Säule der EU-Agrarsubventionen oder eine Alternative zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Was unseren Gerichtsprozess angeht: Wir befinden uns aktuell in Revision vor dem Oberlandesgericht München und hoffen auf einen Freispruch in zweiter Instanz.
Solidarische Grüße und vielen Dank für eure Unterstützung, Caro & Franzi. Unser Blog: www.olchiscontainern1.blogsport.de. Facebook: „Olchis Containern“

Neue Gesprächsreihe „FFB im Wandel“

Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ beginnt eine neue Gesprächsreihe. Unter der Überschrift „FFB im Wandel” gibt es 14-täglich als Freitags-Session um 19 Uhr oder als Samstags-Session um 17 Uhr. Natürlich im Livestream. Über die Reihe der Gesprächsrunden „Fürstenfeldbruck im Wandel – Aktiv werden für eine menschengerechte Stadt“ sind alle Infos und Termine hier zu finden: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch/stadt-im-wandel. In der Ankündigung heißt es: „Diese Reihe widmet sich Themen der demokratischen Bürgerbeteiligung, des sozialökologischen Lebens und gemeinwohlorientierten Handelns. Es geht um konkrete und konzentrierte Informationsvermittlung. Jedermensch kann Fragen und Anregungen an uns schicken. Sie fließen in die Vorbereitung der Moderation ein. Bitte senden an aktiv((at))ffbaktiv.de“.
Die Reihe beginnt am kommenden Samstag. Titel: „Young and Old for Future – Tag der offenen Gesellschaft – für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft“. An diesem bundesweit stattfindenden Aktionstag geht es ums Zeichensetzen für Demokratie, Offenheit, Gastfreundschaft, Vielfalt und Freiheit. Münchner Aktive der Bürgerdialog-Aktion rufen auf zu einem Tischgespräch von 11 bis 15 Uhr vor der Sparkasse in der Hauptstraße. Ab 17 Uhr gibt es mit den Organisatoren ein „FFB im Wandel“-Gespräch. Außerdem werden eigene Ideen vorgestellt: Die Einrichtung einer Initiativgruppe „Young and Old for Future“ wird angeregt, um Bruck zur „Friedensstadt“ zu machen und das Projekt „Bäume für Menschenrechte“ im Landkreis zu realisieren. Hierzu erklärten bereits Stadträte, Gewerkschaftsmitglieder, Sprecher aus Christenkreisen und andere Gruppierungen ihre Zustimmung. Der Livestream-Beginn ist um 17 Uhr. Er ist zu sehen über diesen Link: www.youtube.com/ffbaktivstudio/live. Danach steht die Diskussion als Video im Archiv-Studio auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Eine Grundrente für Deutschland oder ein bedingungsloses Grundeinkommen?

Die Unterschiede sind eklatant. In den USA will ein Bürgermeister ein BGE-Modell einführen. In Deutschland will die SPD eine Art Grundrente forcieren. Bundestagsabgeordneter Michael Schrodi, Heidi Schaitl von der Caritas, Simone Burger vom DGB und Sylvia Neumeier vom Paritätischen Wohlfahrtsverband sprachen sich dafür aus. Die Brucker SZ vom 3.6.19 berichtete: „Gerade im Umland von München ist es schwer, mit geringen Altersbezügen über die Runden zu kommen … Der Bezug einer Grundrente ist … nicht ohne Voraussetzungen. Wer eine gute Rente hat, bekommt sie nicht. Ebenso ist vom Bezug einer Grundrente ausgeschlossen, wer beispielsweise nur 450-Euro-Jobs hatte. Mindestens 35 Jahre an Grundrentenzeiten muss jemand nachweisen, will er Grundrente beziehen. Zu diesen Zeiten gehören allerdings nicht nur die Monate und Jahre in einer bezahlten Beschäftigung, sondern eben auch Zeiten für Kindererziehung oder eine Pflege von Angehörigen. Heidi Schaitl, Kreisgeschäftsführerin der Caritas in Dachau, nennt Zahlen aus dem Armutsbericht für den Landkreis Dachau (für Fürstenfeldbruck fehlen derartige Zahlen). Demnach … werde diese Zahl auch künftig anwachsen. Und etwa ein Viertel der Rentner im Landkreis Dachau haben im Alter keine Einnahmen über die gesetzliche Rente hinaus … Auch künftig werden wohl etliche Rentenbezieher ausschließlich auf die Leistungen der Kasse angewiesen sein … Simone Burger, Vorsitzende des DGB-Kreisverbands München, zu dem auch die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck gehören, nennt Zahlen für die Aufstocker, also jene Arbeitnehmer, die so wenig verdienen, dass sie vom Jobcenter zusätzlich finanzielle Leistungen bekommen …“
In den USA wagt ein Bürgermeister die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens mit bemerkenswerten Argumenten: „Das Grundeinkommen ist ein Erbe von M. L. King“ … Die Würde der Arbeit besteht darin, dass die Menschen sich nützlich fühlen, eine Aufgabe haben, einen Beitrag leisten wollen … Der Mensch besitzt diese Würde von sich aus – sie muss nicht davon abhängig gemacht werden, dass man etwas für jemand anderen produziert … Es geht um die Gründe für prekäre wirtschaftliche Verhältnisse. Es ist die Struktur, das System. Und hier ist die Lösung … Die Idee geht auf Martin Luther Kings Traum zurück. Aber am Ende halte ich die Idee des Grundeinkommens für notwendig, nicht für ausreichend. Es ist kein Allheilmittel … das Mindeste, was ein Erfolg in Stockton landesweit bewirken würde, das wäre eine ernsthafte politische Debatte über die Frage, wie wir für jede und jeden ein Mindesteinkommen bereitstellen können. Das Maximum wäre eine wie auch immer geartete Form von garantiertem Einkommen, zum Beispiel mittels einer Datendividende, einer CO₂-Steuer oder einer Änderung im Steuerrecht. Es gibt viele Möglichkeiten für die Finanzierung … Wir müssen die wirklichen Probleme bekämpfen, mit denen Menschen konfrontiert sind, wenn sie ihre Arztrechnung, Miete oder die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen müssen …
Quelle/das ganze Interview. Informationen aus Stockton über das Projekt.

Verarmung führt zu mehr Obdachlosigkeit

Am 27.5.19 berichtete die Brucker SZ: 3,5 Millionen für Obdachlosenunterkunft … 2017 kaufte Bruck dann für fast drei Millionen Euro das ehemalige Hotel Hasenheide … 26 Personen hat Bruck mittlerweile dort untergebracht: zwei Familien, drei Paare sowie neun Einzelpersonen. Die Stadt erhält dafür Mietkosten von monatlich 12 400 Euro – zu zahlen von den Bewohner oder ersatzweise von Landkreis und Bund … Bedenken, es könne ein sozialer Brennpunkt entstehen, lassen sich anhand der Polizeistatistik nicht bestätigen …
Aus dem Bericht der Obdachlosenfürsorge in Freising:
Über zehn Millionen Menschen arm oder akut von Armut bedroht – die jüngsten Zahlen für Deutschland hätten deutlicher nicht ausfallen können. Schlechtverdienende und Arbeitslose kämpfen mit exorbitant teuren Mieten und hohen Lebenshaltungskosten. Oft trennt verarmte Menschen nur ein schmaler Grat vom Sturz in die Obdachlosigkeit. Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit und Alkohol sind die typischen Auslöser. Personen, die in der Stadt Freising aufgrund einer fristlosen Kündigung oder Räumungsklage ihre Wohnung verlieren, können durch das Amt für soziale Angelegenheiten in einer Notunterkunft vorübergehend untergebracht werden.
Aus einem Bericht über New York:
Fast 60.000 Menschen schlafen nach Angaben von Hilfsorganisationen jede Nacht in einer Obdachlosenunterkunft in New York, mehr als ein Drittel von ihnen sind Kinder. Dazu kommen wohl viele Tausend weitere Obdachlose auf den Straßen, deren Zahl sich schwer schätzen lässt. Fast 60 Prozent der Obdachlosen halten sich in Manhattan auf. Knapp 90 Prozent haben afroamerikanische oder lateinamerikanische Wurzeln. Bürgermeister de Blasio ist ratlos. Grund für den starken Anstieg ist Experten zufolge vor allem der extreme Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Dabei war der demokratische Bürgermeister Bill de Blasio vor zwei Jahren mit dem Versprechen angetreten, das Problem zu lösen. „Eine immer weiter zunehmende Obdachlosigkeit ist nicht akzeptabel für die Zukunft von New York“, hatte er gesagt. „Unter unserer Aufsicht wird das nicht passieren.“ Aber außer einigen Hundert zusätzlichen Betten in Notunterkünften kam von de Blasio bislang wenig und schon gar kein Masterplan zur Lösung des Problems … „Das einzige Gegenmittel ist ein Zuhause“, sagt Philip Mangano, ehemaliger Direktor der US-Obdachlosenbehörde USICH. „Wenn Sie Obdachlose fragen, was sie eigentlich wollen, fragen diese nie nach einer Pille, einem Programm oder einem Protokoll. Sie fragen nach einem Platz, einem Platz zum Leben.“
Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ermittelt, dass bei einem Absinken des gegenwärtigen Rentenniveaus von 48 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2045 das „Armutsrisikoquote bei Älteren um bis zu 20 Prozent“ steigt. Das gilt unter der Prämisse, dass die Politik zukünftig keine Gegenmaßnahmen ergreift. „Die Gefahr der Altersarmut droht sich infolge des sinkenden Rentenniveaus zu verschärfen“, erklärt der DIW-Rentenexperte Johannes Geyer, einer der Studienautoren … Sinkt das gegenwärtigen Rentenniveau bis 2045 von 48 auf 43 Prozent, dann steigt die Armutsrisikoquote bei Älteren um bis zu 20 Prozent.
Gerade eben aktualisierte das DIW seine Fortschreibung der Einkommensverteilung. Schlagzeile: „Wiederanstieg der Einkommensungleichheit … Die Ungleichheit der verfügbaren Haushaltseinkommen ist seit der Finanzkrise signifikant gestiegen“. Und dies trotz „deutlich steigender Realeinkommen“ … Auffällig ist schließlich, dass sich die Niedrigeinkommensquote besonders stark in Großstädten erhöhte. Hierzu das DIW: „… deutlich steigendes Armutsrisiko in städtischen Regionen, was vor dem Hintergrund einer rasanten Mietentwicklung als große Herausforderung … anzusehen ist“ – Mehr dazu im aktuellen Artikel des Münchner isw

Schließung der Estinger Bücherei bzw. deren „Umzug“ in eine Bäckerei Rackl

Die Estingerin Jessica Aweis beweist Zivilcourage und wendet sich mit Einwänden und eigenen Ideen gegen die Planungen für eine neue Bücherei an Bürgermeister Magg, Olching, und die Presse.
Sehr geehrter Herr Magg,
ich schreibe Ihnen, um mein tiefes Bedauern über die Schließung der Bücherei Esting mitzuteilen. Insbesondere die Art und Weise wie die Schließung der alten Bücherei durchgeführt wird ist verantwortungslos und eine Verschwendung öffentlicher Mittel. Auch ist bezüglich der Neueröffnung der Bücherei am Estinger Bahnhof viel Kritik einzubringen, da sich weder das Gebäude noch der Standort für eine Bücherei eignen, die bisher hauptsächlich von Kindern und ihren Eltern genutzt wird. Der Standort der alten Bücherei Esting in der Estinger Schule liegt vielleicht nicht ganz so zentral, wie gewünscht. Allerdings hat er viele Vorteile gegenüber dem neuen Standort:
– Er ist ruhig gelegen; gleich neben der Turnhalle des SV Esting und in der Estinger Schule und somit direkt bei den Kindern; er ist nicht von Straßen umgeben; hat Blick ins Grüne, einen kleinen Spielplatz und viele Parkplätze. Es ist also ein perfekter Ort für Kinder und ruhige Vorlesenachmittage. Der Ort ist ruhig, sicher und angenehm.
– Auch für die Bücher und andere Medien ist der alte Standort gut: es ist ein dickes Mauerwerk, mit Zentralheizung und Fenstern, die man öffnen kann. Das Raumklima ist sowohl im Sommer als auch im Winter angenehm und wohltempariert und daher gut für die Bücher.
– Das Personal arbeitet schon seit Jahrzehnten hier, kennt sich immer aus, kennt fast alle Leser beim Namen und ist immer freundlich.
Kurzum: es gab eigentlich wenig zu verbessern an der alten Bücherei Esting. Man hätte nur einfach mehr Werbung für sie machen sollen, da eben nicht gleich jedermann, der in diese Stadt zieht sofort von dem schönen Ort erfährt. Die alte Bücherei Esting muss man kennen, nicht um sie zu finden und zu entdecken, sondern weil es einfach ein toller Ort ist, ganz besonders für Kinder.
Dass man am Bestand vielleicht ein bisschen arbeiten muss, ist normal, wie in jeder Bücherei. Auch einen Umzug in Erwägung zu ziehen, wenn die Bücherei keinen Platz mehr hat, ist durchaus denkbar.
Die Auflösung der alten Bücherei Esting: Zum Bücherflohmarkt in der alten Bücherei Esting muss ich sagen, dass ich doch ziemlich schockiert darüber war, wie hier mit öffentlichen Mitteln umgegangen wird. Die Regale für Erwachsenenliteratur waren einfach für den Flohmarkt freigegeben. Es gab keine Anzeichen dafür, dass eine vernünftige Vorentscheidung darüber getroffen wurde, welche Bücher nicht mehr von den Lesern oder der Stadt Olching benötigt werden oder welche Ausgaben vielleicht zu wertvoll sind, um sie auf diese Weise loszuwerden. Alles stand einfach zum Verkauf offen.
Ein Beispiel: Ich habe Markus Zusak’s „The book thief“ vom Regal genommen. Die Ausgabe wurde 2012 veröffentlicht und von der Bücherei Esting gerade erst im Jahre 2016 für 9,70 Euro angeschafft. Als ich mit dem Buch zum Ausgang ging, sagte man mir, ich könne spenden, was ich wollte. Ich habe fairerweise 5 Euro in die Kollekte gelegt. Ich hätte allerdings auch nur 10 Cent oder gar nichts hineinlegen können. Das geht gar nicht!
Die neue Erlebnisbücherei in Neu-Esting: Die neue Bücherei soll laut der Homepage der Stadt Olching und diverser Zeitungsartikel mit Café Rackl zusammen betrieben werden und das ohne räumliche Trennung zwischen Bücherei und Café.
– Kaffeeflecken und Kuchenkrümel sind sehr schlecht für Bücher
– die Kunden von Café Rackl wollen sich unterhalten und telefonieren: das wird zu laut, besonders da die Bücherei auch Leseförderung und Vorlesenachmittage abhalten soll
– der neue Standort ist von zwei Straßen umgeben mit zwei Bushaltestellen: Lärmbelästigung und zu gefährlich für Kinder
– Das neue Gebäude hat ein Flachdach und eine Glasfassade: es wird viel zu heiß im Sommer und die Klimaanlage ist nicht nur schlecht für Kinderschleimhäute, sondern auch für die Bücher
Bitte lesen Sie sich beigefügtes Dokument über die soziale und gesellschaftliche Situation in der Umgebung der neuen Bücherei durch. Falls ihr Spam-Filter dieses herausfischen sollte, dann sagen Sie mir bitte Bescheid.
Ich bitte Sie daher, die bevorstehende Schließung der Bücherei bzw. deren „Umzug“ nochmals zu überdenken und sowohl dem Personal der Bücherei Esting und dem Personal der Bäckerei Rackl, die wirklich schon seit Jahrzehnten dort arbeiten, mehr Gehör zu schenken. Es wäre schade, wenn sich die schöne Bücherei Esting in eine „Erlebnisbücherei“, um nicht „Alptraumbücherei“ zu sagen, verwandeln würde.
Hochachtungsvoll und mit feundlichen Grüßen, Jessica Aweis

Frau Aweis hat sich auf literarische Weise mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt.

Wie sieht die Erinnerungskultur in FFB aus?

Die Veranstaltungsreihe „DemokraTisch in Bruck“ der Sozialinitiative „Brucker Brücke“ informiert:
Am Donnerstag, 23.5., ab 19 Uhr im Livestream war eine Gesprächsrunde live zu verfolgen und ist nun als Videodatei abrufbar: Ein Gespräch über die Praxis der Gedenk- und Erinnerungskultur in FFB: Was lernen wir aus den zwei Weltkriegen und der deutschen Nachkriegsgeschichte? Es ging um folgende Fragen: Welche geschichtlichen Ereignisse prägen unsere persönlichen Erinnerungen bzw. Nachforschungen? Welche Folgen und Spuren haben zwei Weltkriege in FFB hinterlassen? Wie sieht die Brucker Erinnerungskultur aus – wer verantwortet sie, wie soll sie gestaltet sein?
Es diskutieren: Helmut Zierer (Publikation zum 1. Weltkrieg); Sven Deppisch (Publikation zur Polizeigeschichte FFB); Klaus Zieglmeier (Publikation zur Geschichte des „Extremismus“) und Jürgen Schulz (Publikation über Folgen der Judenverfolgung).
Das Video ist in voller Länge (80 Min.) und als kurze Zusammenfassung hier zu finden: www.youtube.com/ffbaktivstudio
Diese Gesprächsrunden finden nicht als öffentliche Veranstaltung mit Publikumsbeteiligung statt. Stattdessen werden sie live übers Internet übertragen.

Soziallotsen der VdK geben Beratung und Hilfestellung

Die VdK in Bruck hat einen Lotsendienst zur Beratung eingerichtet. Das Brucker Tagblatt berichtete am 17.5.: „Wohin bei einer finanziellen Notlage oder wenn eine behindertengerechte Wohnung gebraucht wird? Antworten auf diese Frage gibt der VdK-Lotse. Der Sozialverband hat dafür zwei ehrenamtliche Helfer gefunden … Bei der Beratung ist absolute Diskretion gefragt. Was im Beratungsraum besprochen wird, bleibt auch dort … Das Wissen, wie und wie weit man helfen kann, bekommen die VdK-Lotsen bei einem Seminar vermittelt … Die Klienten kommen aus allen Bevölkerungsschichten. Die Beratung ist nicht auf VdK-Mitglieder beschränkt … mittwochs von 10 bis 12 Uhr in der VdK-Geschäftsstelle, Ludwigstraße 7. Eine telefonische Anmeldung unter (0 81 41) 22 71 00 wird empfohlen.“ – Auf der Webseite des VdK FFB heißt es: „Soziale Beratungen und weitere Hilfestellungen, die nicht das Sozialrecht betreffen, bieten unsere ehrenamtlichen VdK-Lotsen an. Ab Juli 2018 erweitert der VdK in Fürstenfeldbruck sein Angebot deshalb auch für Nichtmitglieder, die Probleme außerhalb des Sozialrechts haben und Hilfe benötigen. Der VdK Lotse zeigt Lösungswege und zuständige Anlaufstellen auf. Da es oft eine Vielzahl von Beratungsstellen in den Gemeinden gibt, übernimmt der VdK-Lotse die Wegweisung zu den richtigen Ansprechpartnern vor Ort. Eine Sozialrechtsberatung hingegen bieten die VdK-Lotsen nicht, sie helfen aber mit praktischen Ratschlägen bei Themen wie z.B. Umzug in eine behindertengerechte Wohnung, finanzieller Notlage und anderen schwierigen Lebenssituationen. Im persönlichen Gespräch versucht der VdK-Lotse Tipps und richtungsweisende Hinweise zu geben.“

Ein Gespräch zur Europawahl

Eine „DemokraTisch in Bruck“-Gesprächsrunde widmete sich am 7.5. dem Thema: Europa: Würde und Demokratie wählen statt Abschottung und Nationalismus. Ein Gespräch über die Parteien zur Europawahl und die Ziele der Parteialternative „Demokratie in Europa / European Spring“
Es ging im Gespräch um die Fragen: • Wofür stehen die etablierten Parteien? • Welche Inhalte und Chancen hat die alternative Partei „Demokratie in Europa“? • Wie beeinflusst unser Wahlverhalten das demokratische Leben in Fürstenfeldbruck? Ausgangspunkte waren die Thesen: • Nationalismus und Rechtsextremismus haben Zulauf, für Umwelt- und Klimaschutz wird zu wenig getan, bei zu vielen Entscheidungen stehen Profitinteressen an erster Stelle und nicht unser Wohlergehen und das unserer Erde. Die Gefahr wächst, dass die EU auseinanderbricht, was zu mehr Ausgrenzung, mehr Nationalismus, mehr Egoismus führt, zu strengeren Grenzkontrollen und hartem Konkurrenzkampf zwischen Staaten. Vielleicht sogar wieder zu Konflikten, die mit Waffen ausgetragen werden. • Am Europawahltag haben wir eine Chance, auf die Richtung der Europapolitik Einfluss zu nehmen. Wir können Abgeordneten ins EU-Parlament wählen, die sich für Vielfalt, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit, für Frauenrechte und bürgernahe Demokratie einsetzen. Mit unserer Stimme können wir für den Wandel in Europa sorgen, den wir sehen wollen.
Die zwei Gesprächspartner waren Rudolf Ende, ehemals Gemeinderat, Mitglied im Bund Naturschutz Schöngeising und Krisztina André, Europa-Kandidatin für „Demokratie in Europa“, München.
Der 50minütige Livestream des Gesprächs kann als Videoaufzeichnung gesehen und gehört werden auf unserem Youtube-Studiokanal: https://www.youtube.com/watch?v=CKi0hGg7Isc
Eine 13-Minuten-Zusammenfassung zu den Themenbereichen „Demokratie/Transparenz“, „Lobbyismus“ und „Klimaschutz/Energiewende“ gibt es im Video hier: https://youtu.be/Xru9O8_id2E
Mehr über die paneuropäische Bewegung „European Spring“ und die Parteialternative „Demokratie in Europa“ erfährt man hier: www.deineuropa.jetzt
„DemokraTisch in Bruck“ ist ein monatliches Format der „Brucker Brücke – das Wir stärken“. Monatlich werden Gesprächsrunden in Zusammenarbeit mit dem Herausgeberkreis des Internetportals „FFB aktiv“ und dem Bündnis „Fürstenfeldbruck im Wandel“ organisiert: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch.