Veranstaltungskalender

# Termine im Eine-Welt-Zentrum auf der Homepage des Vereins: www.einewelt-ffb.de
# Termine auf der Homepage der Agenda21 Landkreis: www.agenda21-ffb.de/veranstaltungen
# Schülerinnen und Schüler streiken für mehr Klimaschutz – Teil der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“: http://fff-muc.de – For Future-Bündnis: www.for-future-buendnis.de
# Das Jahresprogramm des BUND NATURSCHUTZ – ORTSGRUPPE FÜRSTENFELDBRUCK + EMMERING findet sich am unteren Ende dieser Seite.
# LIFEstudioFFB der Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“:
  https://lifestudio.ffbaktiv.de

VERANSTALTUNGSKALENDER

Mi, 27.10., 20 Uhr, Gnadenkirche, Martin-Luther-Str. 1, FFB
Brucker Zeitgespräch: Wie viel Verzicht braucht die Nachhaltigkeit?
Referent: Prof. Wolfram Mauser, Fakultät für Geowissenschaften, LMU München. Nachhaltigkeit und Verzicht sind zwei Begriffe, die stets miteinander in Verbindung gebracht werden. Der Vortrag möchte den Ausdruck „Verzicht“ im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsdiskussion schärfen. Anhand von Beispielen wird erklärt, an welchen Stellen verzichten notwendig ist und wo es manchmal auch überflüssig ist.
Veranstalter: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
Eintritt frei.

So, 31.10. – Onlineveranstaltung
»20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan – eine vorläufige Bilanz«
Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW veranstaltet eine Konferenz im Gewerkschaftshaus Frankfurt am Main, die auch online besucht werden kann.Afghanistan zeigt in besonders drastischer Weise, wie weit das militärische Verständnis von »Sicherheitspolitik« von den elementaren menschlichen Sicherheitsbedürfnissen abweicht, wie wenig den globalen Machtstrategen an Ernährungssicherheit, an einer sicheren Umgebung für das Aufwachsen der Kinder, an der Sicherung einer intakten Umwelt gelegen ist. Auf unserer Konferenz werden wir uns mit diesen Opferzahlen beschäftigen, aber auch mit den Motiven der internationalen und afghanischen Akteure sowie mit den Schlussfolgerungen für die deutsche Außen- und »Verteidigungs«-Politik.“ Referent*innen: Mit Matin Baraki (deutsch-afghanischer Politologe), Emran Feroz (afghanisch-österreichischer Journalist und Autor, angefragt), Joachim Guilliard (Publizist und Autor), Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung), Lisa Ling und Cian Westmoreland (US-Veteran*innen, Whistleblower), Prof. Dr. Norman Paech (Völkerrechtler), Karim Popal (Rechtsanwalt und Anwalt der Angehörigen der Kundus-Opfer), Prof. Dr. Werner Ruf (Politologe und Friedensforscher), Prof. Dr. Sabine Schiffer (Medienwissenschaftlerin), Friederike Stahlmann (Sozialwissenschaftlerin) sowie vielen weiteren Referent*innen. Grußworte: Malalai Joya (afghanische Politikerin), Christa Lörcher (Ex-MdB, stimmte als einzige Sozialdemokratin gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan).
Der Zugangs-Link wird noch bekannt gegeben: https://www.kultur-des-friedens.de/afghanistankonferenz

Sa, 4.11., 19:30 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses, München – Online-Veranstaltung
10 Jahre Selbstenttarnung – Bestandsaufnahme, offene Fragen, Hoffnung auf Aufklärung?
Am 04.11.2021 jährt sich zum zehnten Mal die Selbstenttarnung der neonazistischen Terrorgruppe NSU. Von 1999 bis 2011 zog die Terrorgruppe durch die Bundesrepublik und verübte dabei zehn Morde, drei Sprengstoffanschläge und 15 Raubüberfälle. In München wurden Habil Kılıç und Theodoros Boulgarides aus rassistischen Motiven ermordet. Weder die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden, die Untersuchungsausschüsse in den Parlamenten noch der Strafprozess in München gegen die Terrorgruppe konnten die lückenlose Aufklärung bringen, die von den Angehörigen gefordert wurde. Die Landeshauptstadt München versucht Ihrer eigenen Verantwortung gerecht zu werden, indem sie Impulse für eine kritische und konstruktive Debatte setzt und unter anderem die folgenden Fragen aufwirft: Wurden die notwendigen Reformen angestoßen, um in Zukunft ein solches Staatsversagen zu verhindern? Wurde eine wirkmächtige Debatte über institutionellen und gesellschaftlichen Rassismus angestoßen? Was muss weiter passieren auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene? Um diesen und weiteren Fragen nachzugehen, hat die Fachstelle für Demokratie die folgenden Expert*innen eingeladen:
Annette Ramelsberger hat für die SZ den Prozess beobachtet und zahlreiche Artikel veröffentlicht. 2018 erschien ihr Buch „Der NSU-Prozess. Das Protokoll.“ (zusammen mit Tanjev Schultz, Rainer Stadler, Wiebke Ramm).
Caro Keller recherchiert und analysiert für NSU-Watch die extreme Rechte. NSU-Watch hat als zivilgesellschaftliches Projekt den Prozess in München und zahlreiche Untersuchungsausschüsse begleitet und protokolliert.
Seda Başay-Yıldız vertrat beim NSU-Prozess die Familie von Enver Şimşek, der am 11.September 2000 in Nürnberg ermordet wurde. Frau Başay-Yıldız steht seit Jahren selbst im Fokus der extremen Rechten.
Heike Kleffner recherchiert und publiziert seit Jahren zur extremen Rechten – unter anderem in dem 2019 erschienenen Buch „Rückhaltlose Aufklärung? NSU, NSA, BND – Geheimdienste und Untersuchungsausschüsse zwischen Staatsversagen und Staatswohl.“
Moderiert wird der Abend von Hanning Voigts, Journalist der Frankfurter Rundschau.
Den Link zum Streamingangebot finden Sie demnächst unter www.muenchen.de/demokratie.

Sa, 13.11., 15 Uhr (Einlass 14.30 Uhr), Lesecafé Stadtbibliothek, Bullachstr. 26, FFB
Erzählcafé in der Aumühle:
Inge Ammon erinnert sich
1978 ist Inge Ammon politisch aufgewacht – eine Fortbildung für Frauenarbeit in Kirchen weckte ihr Interesse für Südafrika und ihr Engagement gegen Apartheid begann. Fortan setzte sie sich ein gegen Rassismus und Feindbilder, für Menschen, denen Ungerechtigkeit geschieht. Sie wirbt für das genaue Hinschauen und Hinhören und dafür, Brücken zu bauen. Inge Ammon, geb. 1931 in Ostpreußen, musste mit ihrer Familie fliehen. Ihre Erfahrung, alles zu verlieren, verbindet sie mit Geflüchteten. Diese unterstützt sie nach wie vor und aktuell sieht sie eine große Aufgabe, die Spaltung der Gesellschaft durch Corona zu überwinden. Moderation: Karin Wimmer-Billeter.
Kooperation mit Brucker Forum und LiB.
Eintritt: 5 € (erm. Tafelausweis o.ä. 1 €)
Präsenz-Teilnahme: Vorverkauf Stadtbibliothek. Online-Teilnahme: www.brucker-forum.de.
Hygienekonzept: Bitte informieren Sie sich auf unserer Internetseite über die aktuelle Situation, per Email oder telefonisch: 08141-36309-10 – stadtbibliothek@fuerstenfeldbruck.de, www.stadtbibliothek-fuerstenfeldbruck.de.

Di, 16.11., 19 Uhr, Stadtbibliothek in der Aumühle, Bullachstr. 26, FFB
Film und Diskussion: „Der marktgerechte Mensch“
Dokumentarfilm, 99 Min., Regie: Leslie Franke und Herdolor Lorenz. – Europa ist im Umbruch. Der Arbeitsmarkt und mit ihm die Menschen verändern sich rasant. Aktuell arbeitet bereits knapp die Hälfte der Beschäftigten in Unsicherheit. Sie befinden sich in Praktika, wiederholt befristeter Arbeit, in Werkverträgen und Leiharbeit. Sogar die vollkommen ungesicherten Jobs der „Crowdworker“ (Internet-Arbeiter) und der „Gig-Economy“ (Auftragsarbeit per App) breiten sich gerade bei jungen Leuten schnell aus. Diese Jobs funktionieren auf Honorarbasis und unterlaufen den Mindestlohn. Die Filmemacher Leslie Franke und Herdolor Lorenz untersuchen in ihrem Dokumentarfilm wie prekäre Arbeitsverhältnisse den Menschenverändern und soziale Beziehungen beeinflussen. Der Film stellt aber auch Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften, Beschäftigte von Lieferdiensten, die einen Betriebsrat gründen, und die Kraft der Solidarität von jungen Menschen, die für einen Systemwandel eintreten. „Der marktgerechte Mensch“ ist ein Film „von unten“, der das System hinterfragt, Mut machen will, sich einzumischen und sich zusammenzuschließen. Denn ein anderes Leben ist möglich. – Im Anschluss an den Film diskutiert mit uns Frau Christin Schuldt, Gewerkschaftssekretärin der NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) über aktuelle Erfahrungen, Handlungsmöglichkeiten und Perspektiven.
Anmeldung wegen begrenzter Plätze empfehlenswert: Tel. 08141/36309-10 oder stadtbibliothek@fuerstenfeldbruck.de. Eintritt frei.
Hygienekonzept: Bitte informieren Sie sich auf unserer Internetseite über die aktuelle Situation, per Email oder telefonisch: 08141-36309-10 – stadtbibliothek@fuerstenfeldbruck.de, www.stadtbibliothek-fuerstenfeldbruck.de.
Eine Kooperationsveranstaltung von: Stadtbibliothek / Sozialforum Amper / Eine-Welt-Zentrum e.V., Gewerkschaft NGG und GEW Kreisverband FFB-DAH

Di, 23.11., 19.30 Uhr – Online-Vortrag
Prof. Christian Kreiß: Auswirkungen des Corona-Lockdowns auf die Weltwirtschaft
vhs Germering

Mo., 29.11.-Mi., 1.12., 10 Uhr-21 Uhr, VhS, Hermann-Böcker-Saal, Hauptstraße 68, Olching
Wanderausstellung „Kinder im Lager Föhrenwald“
Zwischen 1940 und heute verdichtet sich in Waldram (früher Föhrenwald) die jüngste Zeitgeschichte, des Nationalsozialismus, der Displaced Persons und der Heimatvertriebenen. Anschaulich und multimedial wird die Geschichte erlebbar gemacht. Im Wolfratshauser Forst entstand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das größte und am längsten bestehende Lager für jüdische Displaced Persons in ganz Deutschland. Heimatlos gewordene Juden aus Polen, Litauen, Russland, Rumänien und Ungarn warteten hier auf ihre Ausreise nach Israel oder hofften, in einem anderen Land ein neues Leben beginnen zu können. Sie bezeichneten sich selbst als „She’erit Hapletah“, was so viel bedeutet wie „Rest der Geretteten“. Die Ausstellung zeigt weitgehend unbekannte Fotografien aus Privatbesitz und aus internationalen Archiven. Dabei geben die historischen Bilddokumente einen berührenden Einblick in die Geschichte einer lange vergessenen jüdischen Nachkriegskindheit in Oberbayern.
Freier Eintritt.

Di, 30.11., 20 Uhr, Vortragssaal im Sportzentrum (angefragt), Hungerbachsweg 1, Landsberg
75. Jahrestag der Nürnberger Ärzteprozesse: „Medizin im Nationalsozialismus“
Vortrag der IPPNW. Referent: Dr. Till Bastian, Arzt und Autor, Isny. In zwölf Jahren 1933 bis 1945 war Deutschland ein Experimentalfeld für das, was Menschen anderen Menschen Böses antun können. Dies war auch auf einem Gebiet so, auf dem wir vertrauensvoll mit Nächstenliebe und Hilfsbreitschaft rechnen – in der Medizin. Deutsche Ärzte haben Hunderttausende von hilflosen Opfern misshandelt und ermordert. Dieses Faktum ist dem öffentlichen Bewusstsein seltsam fremd geblieben – gerade in der deutschen Medizin gab es eine „Vergangenheitsbewältigung“ allenfalls spät und ansatzweise. Der 9. Dezember 1946, an dem vor 75 Jahren der Nürnberger Ärzteprozess begonnen hat, spielt in Medizin und Öffentlichkeit kaum eine Rolle. Dem versucht der Vortrag entgegenzuwirken – schlicht und einfach, indem er berichtet, wie es gewesen ist. Und es war schlimm genug,“ so Dr. Till Bastian in seiner Vortragsankündigung.
Veranstalter: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW), Regionalgruppe Landsberg
Anmeldung erforderlich per E-Mail an: bader-rolf@t-online.de

Der „Nürnberger Kodex“ wurde 1947 in Zusammenhang mit den Prozessen gegen NS-Mediziner erarbeitet: ”Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können. Diese letzte Bedingung macht es notwendig, dass der Versuchsperson vor der Einholung ihrer Zustimmung das Wesen, die Länge und der Zweck des Versuches klargemacht werden; sowie die Methode und die Mittel, welche angewendet werden sollen, alle Unannehmlichkeiten und Gefahren, welche mit Fug zu erwarten sind, und die Folgen für ihre Gesundheit oder ihre Person, welche sich aus der Teilnahme ergeben mögen. Die Pflicht und Verantwortlichkeit, den Wert der Zustimmung festzustellen, obliegt jedem, der den Versuch anordnet, leitet oder ihn durchführt. Dies ist eine persönliche Pflicht und Verantwortlichkeit, welche nicht straflos an andere weitergegeben werden kann.“

Fr., 3.12.-So., 20.2.2022, 10 Uhr-19 Uhr, VhS, VhS, Hermann-Böcker-Saal, Hauptstraße 68, Olching
Chanukka – jüdisches Leben im Brucker Land
2021 blickt Deutschland auf 1.700 Jahre jüdische Geschichte und Kultur zurück:
Die erste urkundliche Erwähnung einer jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden geschah 321 durch ein Dekret von Kaiser Konstantin mit Bezug auf die Gemeinde in Köln. Erst die Aufhebung des Matrikelparagraphen 1861 gewährte den Juden die Freizügigkeit der Niederlassung im Königreich, hatte das Edikt von 1813 doch gar fremde Juden ganz und einheimische nur unter bestimmten Voraussetzungen die Niederlassung gewährt. In der Ausstellung wird es darum gehen, Biografien von jüdischen Mitbürger:innen nachzuzeichnen, die in unserer Region gelebt haben. In den Blick soll gerade auch die Assimilation und Integration der einstigen gesellschaftlichen Randgruppe genommen werden. Wie im Titel der Präsentation angedeutet, spielt hierbei insbesondere das Verweben von jüdischen und christlichen Ritualen eine wichtige Rolle. Es soll auch gezeigt werden, welcher Beitrag in den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur erkennbar ist. Inwieweit jüdisches Leben als integraler Bestandteil der lokalen Gesellschaft bewertet werden kann, wird die Ausstellung schließlich beweisen. Der Zeitrahmen der Präsentation sollte nicht mit der Shoa enden, sondern es soll nach jüdischen Biografien nach 1945 in unserer Region gesucht werden. Das Begleitprogramm umfasst Lesungen, Musik und Vorträge.
Kursgebühr 12,00 €.


Veranstaltungen des BUND Naturschutz Ortsgruppe FFB+Emmering – abhängig von der Corona-Lage:

Programm-2021_BN-OG-FFBEmm_NUR-OG