Veranstaltungskalender

# Termine im Eine-Welt-Zentrum auf der Homepage des Vereins: www.einewelt-ffb.de
# Termine auf der Homepage der Agenda21 Landkreis: www.agenda21-ffb.de/veranstaltungen
# Schülerinnen und Schüler streiken für mehr Klimaschutz – Teil der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“: http://fff-muc.de – For Future-Bündnis: www.for-future-buendnis.de
# Das Jahresprogramm des BUND NATURSCHUTZ – ORTSGRUPPE FÜRSTENFELDBRUCK + EMMERING findet sich am unteren Ende dieser Seite.
# LIFEstudioFFB der Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“:
  https://lifestudio.ffbaktiv.de

VERANSTALTUNGSKALENDER

Di, 21.9., weltweit
Internationaler Tag des Friedens
„Internationaler Tag des Friedens“ der Vereinten Nationen seit 1981; UN-Resolution 36/67 zum „International Day of Peace“; >>UN site: http://www.un.org/events/peaceday/

Di, 21.9., 19 Uhr – Onlineveranstaltung
„Zwischen Radikalisierung und Normalisierung: Die AfD und ihre digitalen Helfernetzwerke“
Bildungsveranstaltung gegen Rechts: Referent:innen: Hajo Funke & Birgit Mair. Viele Überlebende des Holocaust mahnen infolge des politischen Rechtsrucks Wachsamkeit an in Bezug auf antidemokratische Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Aus diesem Grunde werden Prof. Dr. Hajo Funke und Birgit Mair am 21. September 2021 im Rahmen einer Online-Veranstaltung analysieren, inwieweit sich die AfD seit ihrer Gründung im Jahr 2013 radikalisiert hat. Hier werden folgende Aspekte vertieft: Angriffe auf die demokratische Zivilgesellschaft, Erinnerungskultur an die NS-Verbrechen, soziale Frage, Migration, Frauen und Klimafrage. Birgit Mair wird zudem einen kurzen Einblick in das digitale Helfernetzwerk geben, das um die Partei oszilliert und rechte Propaganda via Smartphone und Tablet in die Köpfe von Millionen von Nutzern transportiert. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum. Anmeldung per E-Mail an info@isfbb.de.
Veranstalter und Infos: https://www.isfbb.de

Do, 23.9., 19 bis 20:30 Uhr – Online-Veranstaltung
Das Oktoberfestattentat und der Doppelmord von Erlangen – wie Rechtsterrorismus und Antisemitismus seit 1980 verdrängt werden
Lesung mit Ulrich Chauss. 1980. Am 26. September ereignet sich in München das Oktoberfestattentat mit 13 Toten, am 19. Dezember in Erlangen der erste gezielte antisemitische Mordanschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte. An beiden Verbrechen sind Personen aus der rechtsextremen Szene beteiligt. Gundolf Köhler legt die Bombe von München, Uwe Behrendt soll den ehemaligen Nürnberger Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke erschossen haben. Köhler und Behrendt standen in Verbindung mit der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Aber beide Attentäter sollen ihre Taten allein geplant und ausgeführt haben. Das Oktoberfestattentat kann keine Einzeltat gewesen sein, so Chaussy – und der antisemitische Hass, der den Erlanger Mordschützen antrieb, kann sich nicht selbstständig entwickelt haben. Damals wie heute verstellt der Einzeltätermythos den klaren Blick auf rechtsextreme Attentate und antisemitische Morde. Nach fast 40 Jahren wurden die Akten im Juli 2020 endgültig geschlossen. In der Neubewertung des Oktoberfestattentats folgt jetzt auch die Bundesanwaltschaft Chaussys Analyse, dass das Oktoberfestattentat rechter Terror war.
Ulrich Chaussy hat über drei Jahrzehnte über zum Oktoberfestattentat recherchiert und publiziert. Er hat ein zum Teil eklatantes Versagen der Ermittler und der juristischen Aufarbeitung aufgedeckt. Chaussy zeigt die Zusammenhänge auf, die beide Verbrechen verbinden.
Onlineangebot: Erforderlich ist ein Internetzugang, eine Webcam sowie Mikrophon und Ton. Falls das nicht vorhanden ist, ist der Zugang auch über eine Telefonnummer möglich. Bei technischen Fragen wenden Sie sich bitte an webinar@brucker-forum.de. Hinweis: Der Link zum Online-Trainingsraum inkl. Infos zum technischen Ablauf werden per Mail zugesendet.
Preis € 8,00
Veranstalter: Brucker Forum e. V. FFB, Fon: 08141 44994,Homepage

Fr, 24.9., 16 Uhr, B2 – Graf-Rasso-Gymnasium, FFB/Höhe EDEKA
GLOBALER KLIMASTREIK – auch in Fürstenfeldbruck
Direkt vor der Bundestagswahl gehen wir wieder auf die Straße und kämpfen für eine konsequente und sozialgerechte Klimapolitik! – Jetzt erst recht, denn die nächste Bundesregierung entscheidet, ob wir die Pariser Klimaziele noch einhalten können. Wir treffen uns auf der B2 Höhe EDEKA / Graf-Rasso-Gymnasium. Nach der Auftaktkundgebung ziehen wir über das Landratsamt und den Hauptplatz, am Rathaus vorbei zum Volksfestplatz mit anschließender Abschlusskundgebung.

Fr, 24.9. Globaler Klimastreik
14:00 Uhr, Odeonsplatz, München
Mit dem Klimastreik machen wir die Wahlen zur Klimawahl und stellen damit die Weichen für eine lebenswerte und gerechte Zukunft. Am 24. September gehen wir gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straßen und geben unserem Aufruf für effektiven Klimaschutz Gesicht und Stimme. Der Countdown läuft, die Mobilisierung startet jetzt! Streikterimine: https://fridaysforfuture.de/streiktermine/

Fr, 24.9. und Sa, 25.9., Bioland-Gärtnerei Hecker, Estingerstr. 14, Olching
BIO-ERLEBNISTAGE – Bio aus Bayern hautnah erleben
4Termine im Landkreis FFB bei der Bioland-Gärtnerei Hecker, Estingerstr. 14, Olching:

Fr24sep: Gärtnereiführung in der Bioland Gärtnerei Hecker, 11:00 – 23:55 Uhr; Anmeldepflichtig
Fr24sep:
Gärtnereiführung in der Bioland Gärtnerei Hecker, 14:30; Anmeldepflichtig
Fr24sep:
Gärtnereiführung in der Bioland Gärtnerei Hecker, 16:00 – 23:55; Anmeldepflichtig
Sa25sep: Kochkurs ,Back to the Roots; Anmelde- und Beitragspflichtig:
Kochen mit Wurzelgemüse: Sellerie, Rote Bete & Co – was bei den meisten nicht für Begeisterungsstürme sorgt, ernten wir selber vom Feld, bereiten daraus verschiedene leckere Sachen zu und essen sie gemeinsam. Mit Köchin Katrin Hecker, die sich auf saisonale und regionale Küche spezialisiert hat. Der Kurs ist vegetarisch. Dauer ca. 3,5 h. Bitte feste Schuhe, Schürze und Tupperware mitnehmen. Kosten: 49,00 €. E-Mail für Anmeldungen: gaertnerei@hecker-olching.de.
Webseite der Erlebnistage: https://www.bioerlebnistage.dehttps://www.bioerlebnistage.de/programm2021

So, 26. 9., 10 Uhr, am Denkmal des Haupteingangs zur Theresienwiese
Gedenkveranstaltung an das Oktoberfest-Attentat der DBG-Jugend
RednerInnen: Überlebende des Oktoberfest-Attentats, Astrid Possin, Verein der Betroffenen des Breitscheidplatzattentats, OB Dieter Reiter wird ein Grußwort sprechen. Da die Platzanzahl begrenzt ist, bitte rechtzeitig vor Ort sein. Bitte beachten: Mund-Nasenschutz ist verpflichtend. 
Veranstalter: Kreisaktiv der VVN München

Di, 28.9. – Online-Veranstaltung
Vortrag über das Artensterben
Den Artenschwund in der Region wie in der Welt nimmt der Landesbund für Vogelschutz (LBV) zum Anlass für einen Vortragsabend mit dem Artenexperten Michael Schrödll. Aufrufbar mit dem Teilnahmelink auf der Seite des LBV Fürstenfeldbruck (https://fuerstenfeldbruck.lbv.de). Er kann auch per E-Mail an team.fuerstenfeldbruck@lbv.de bestellt werden. Schrödl will laut einer Ankündigung aufzeigen, wie es um die Arten in Bayern und weltweit steht, wann eine Art oder gar ein ganzes Ökosystem als unwiederbringlich verloren gilt und wie das Artensterben als globale Krise aufgehalten werden kann.
Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz LBV

Mi, 29.9., 20 Uhr, Kirchenraum der Gnadenkirche FFB, Am Sulzbogen
Zeitgespräch: Am Anfang war das Volk? – Neue Perspektiven auf die Anfänge Bayerns und der Bayern
Es referiert Dr. Irmtraut Heitmeier, LMU, Institut für Bayerische Geschichte, Lehrbeauftragte. Generationen von Forschern haben sich mit der Frage beschäftigt, wer die frühen Bayern waren und woher sie kamen. Man hat sie als „Findelkinder der Völkerwanderungszeit“ bezeichnet, weil über sie so gar nichts überliefert ist. Vielleicht war aber einfach die Frage falsch gestellt. Standen „die Bayern“ gar nicht am Anfang der Entwicklung, sondern waren sie möglicherweise erst das Ergebnis der politischen Entwicklung des Raumes „Bayern“? Der Vortrag möchte diesen Perspektivwechsel in der Geschichtswissenschaft erläutern und aufzeigen, welche Kräfte und strategischen Ziele für die Entstehung Bayerns im 6. Jahrhundert verantwortlich waren. Das Verständnis dafür, wie sehr wir noch heute in der damals gestalteten Siedlungslandschaft leben, bringt uns das Frühmittelalter sehr nahe.
Veranstalter: Evang.-Luth. Pfarramt Erlöserkirche
Eintritt frei

Sa, 2.10. – bundesweit
Lange Nacht der Demokratie
Viele Kommunen und Städte beteiligen sich mit einem bunten Programm. Im Landkreis unter anderen Gröbenzell, Eichenau und Puchheim. FFB ist diesmal nicht dabei. Das LIFEstudioFFB plant eine Videoproduktion.
Infos: https://www.lndd.de/kommunen und https://www.wertebuendnis-bayern.de/projekte/2-lange-nacht-der-demokratie

2.10., 13 bis 18 Uhr, EineWelt-Haus, Schwanthalerstr. 80, München
Die gespaltene Republik
Vortrag von Prof. Dr. Christoph Butterwegge
Die soziale Teilung der Gesellschaft in Arm und Reich soll unter drei Gesichtspunkten erörtert werden: Die sozioökonomische Ungleichheit, von vielen hauptsächlich in Staaten wie den USA, Brasilien oder Südafrika verortet, ist auch hierzulande stark ausgeprägt. Welche Auswirkungen ergeben sich durch die Corona-Pandemie? Hat sich die Ungleichheit im Corona-Kapitalismus weiter verschärft? Prof. Dr. Christoph Butterwegge hat von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln gelehrt. 2017 kandidierte er für das Amt des Bundespräsidenten.
Vortrag von Leo Mayer: Wie entsteht und entwickelt sich die Reichtums-Pyramide? Wer gilt als reich? Um welchen Reichtum geht es wirklich? Kann Umverteilung das Problem Armut/Reichtum lösen? Leo Mayer ist Informatiker und isw-Autor.
Vortrag von Melanie Stitz: Die sogenannte „systemrelevante“ Arbeit wird zu einem hohen Anteil von Frauen, oftmals geringer bezahlt, unter prekären Bedingungen geleistet. Die vorgetragene „Vier-in-Einem-Perspektive“ nimmt die geschlechtlichen und von Rassismus durchzogenen Arbeitsteilungen in den Blick und bietet Lösungen an. Melanie Stitz ist Büroleiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung in NRW. Sie ist u.a. Mitglied der Feministischen Sektion des InkriT, Redakteurin der feministischen Zeitschrift „Wir Frauen“.
Eintritt: 5 €, Ermäßigt: 3 €.
Veranstalter: isw in Kooperation mit Kurt-Eisner-Verein/Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern

Di., 19.10.-Di., 19.10., 19:00 Uhr, VhS, Hauptstraße 68, Olching
Jüdische Frauen im Landkreis Fürstenfeldbruck
Dozentin: Elisabeth Lang. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – auch bei uns im Landkreis finden sich Spuren. Frau Lang stellt an diesem Abend ausgewählte Biografien jüdischer Frauen vor. Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Jexhof und der VHS Olching statt. Der Jexhof wird seine Winterausstellung dem Thema „Chanukka – Jüdisches Leben im Brucker Land“ widmen.
Kursgebühr 8,00 €.

Wochenende 23./24.10., tagsüber – Online und offline
Konferenz „Militarismus und Frieden in Lateinamerika und der Karibik“
Vorträge, Gruppen- und Paneldiskussionen. Die Konferenz wird organisiert vom International Peace Bureau (IPB), dem „Netzwerk Kuba – Informationsbüro – e.V. Deutschland“, der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft (ÖKG) und der Vereinigung Schweiz-Cuba (VSC). Eine Reihe anderer Organisationen und Institutionen wie die Rosa Luxemburg-Stiftung, Transform Österreich, EcoMujer e.V., die Friedens- und Zukunftswerkstatt, Frankfurt a.M., die Gesellschaft für Frieden und internationale Solidarität (GeFiS), das Netzwerk InterRed Cooperación e.V., das internationale Netzwerk „No to war – no to NATO“, Unidas por la Paz/Defendamos la Paz Internacional und das WeltTrends-Institut für Internationale Politik in Potsdam unterstützen diese Konferenz. Lateinamerika, die Karibik sowie der gesamte Globale Süden leiden unter der Militarisierung. Referent:innen aus Lateinamerika und der Karibik, Österreich und Deutschland werden sich an der Konferenz beteiligen. Ein Netzwerk internationaler Organisationen, Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen will Aufklärungsarbeit über eine Teilregion der Militarisierung in der Welt und deren Friedenspotential leisten und verantwortliche gesellschaftliche und politische Akteure in Deutschland, Europa und Lateinamerika zum Handeln motivieren und zum Nachdenken anregen.
Programm und Infos: https://www.netzwerk-cuba.org/wp-content/uploads/2021/08/LAK-DE-Frieden-programm-Okt-2021-fastfinal-1.pdf
Interview zur bevorstehenden Konferenz: https://www.pressenza.com/de/2021/09/lateinamerika-die-karibik-sowie-der-gesamte-globale-sueden-leiden-unter-der-militarisierung
Zoom-Konferenz,
Live-Stream auf Youtube: (bitte auf zoom https://bit.ly/3z3B8Ne registrieren). Der Link wird kurz vorher auf der Webseite veröffentlicht: https://www.cuba.or.at/2021/08/25/konferenz-militarismus-und-frieden-in-lateinamerika-und-der-karibik

Mi, 27.10., 20 Uhr, Gnadenkirche, Martin-Luther-Str. 1, FFB
Brucker Zeitgespräch: Wie viel Verzicht braucht die Nachhaltigkeit?
Referent: Prof. Wolfram Mauser, Fakultät für Geowissenschaften, LMU München. Nachhaltigkeit und Verzicht sind zwei Begriffe, die stets miteinander in Verbindung gebracht werden. Der Vortrag möchte den Ausdruck „Verzicht“ im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsdiskussion schärfen. Anhand von Beispielen wird erklärt, an welchen Stellen verzichten notwendig ist und wo es manchmal auch überflüssig ist.
Veranstalter: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
Eintritt frei.

Di, 23.11., 19.30 Uhr – Online-Vortrag
Prof. Christian Kreiß: Auswirkungen des Corona-Lockdowns auf die Weltwirtschaft
vhs Germering

Mo., 29.11.-Mi., 1.12., 10 Uhr-21 Uhr, VhS, Hermann-Böcker-Saal, Hauptstraße 68, Olching
Wanderausstellung „Kinder im Lager Föhrenwald“
Zwischen 1940 und heute verdichtet sich in Waldram (früher Föhrenwald) die jüngste Zeitgeschichte, des Nationalsozialismus, der Displaced Persons und der Heimatvertriebenen. Anschaulich und multimedial wird die Geschichte erlebbar gemacht. Im Wolfratshauser Forst entstand kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das größte und am längsten bestehende Lager für jüdische Displaced Persons in ganz Deutschland. Heimatlos gewordene Juden aus Polen, Litauen, Russland, Rumänien und Ungarn warteten hier auf ihre Ausreise nach Israel oder hofften, in einem anderen Land ein neues Leben beginnen zu können. Sie bezeichneten sich selbst als „She’erit Hapletah“, was so viel bedeutet wie „Rest der Geretteten“. Die Ausstellung zeigt weitgehend unbekannte Fotografien aus Privatbesitz und aus internationalen Archiven. Dabei geben die historischen Bilddokumente einen berührenden Einblick in die Geschichte einer lange vergessenen jüdischen Nachkriegskindheit in Oberbayern.
Freier Eintritt.

Di, 30.11., 20 Uhr, Vortragssaal im Sportzentrum (angefragt), Hungerbachsweg 1, Landsberg
75. Jahrestag der Nürnberger Ärzteprozesse: „Medizin im Nationalsozialismus“
Vortrag der IPPNW. Referent: Dr. Till Bastian, Arzt und Autor, Isny. In zwölf Jahren 1933 bis 1945 war Deutschland ein Experimentalfeld für das, was Menschen anderen Menschen Böses antun können. Dies war auch auf einem Gebiet so, auf dem wir vertrauensvoll mit Nächstenliebe und Hilfsbreitschaft rechnen – in der Medizin. Deutsche Ärzte haben Hunderttausende von hilflosen Opfern misshandelt und ermordert. Dieses Faktum ist dem öffentlichen Bewusstsein seltsam fremd geblieben – gerade in der deutschen Medizin gab es eine „Vergangenheitsbewältigung“ allenfalls spät und ansatzweise. Der 9. Dezember 1946, an dem vor 75 Jahren der Nürnberger Ärzteprozess begonnen hat, spielt in Medizin und Öffentlichkeit kaum eine Rolle. Dem versucht der Vortrag entgegenzuwirken – schlicht und einfach, indem er berichtet, wie es gewesen ist. Und es war schlimm genug,“ so Dr. Till Bastian in seiner Vortragsankündigung.
Veranstalter: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW), Regionalgruppe Landsberg
Anmeldung erforderlich per E-Mail an: bader-rolf@t-online.de

Der „Nürnberger Kodex“ wurde 1947 in Zusammenhang mit den Prozessen gegen NS-Mediziner erarbeitet: ”Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, dass die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muss, ihre Einwilligung zu geben; dass sie in der Lage sein muss, unbeeinflusst durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; dass sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muss, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können. Diese letzte Bedingung macht es notwendig, dass der Versuchsperson vor der Einholung ihrer Zustimmung das Wesen, die Länge und der Zweck des Versuches klargemacht werden; sowie die Methode und die Mittel, welche angewendet werden sollen, alle Unannehmlichkeiten und Gefahren, welche mit Fug zu erwarten sind, und die Folgen für ihre Gesundheit oder ihre Person, welche sich aus der Teilnahme ergeben mögen. Die Pflicht und Verantwortlichkeit, den Wert der Zustimmung festzustellen, obliegt jedem, der den Versuch anordnet, leitet oder ihn durchführt. Dies ist eine persönliche Pflicht und Verantwortlichkeit, welche nicht straflos an andere weitergegeben werden kann.“

Fr., 3.12.-So., 20.2.2022, 10 Uhr-19 Uhr, VhS, VhS, Hermann-Böcker-Saal, Hauptstraße 68, Olching
Chanukka – jüdisches Leben im Brucker Land
2021 blickt Deutschland auf 1.700 Jahre jüdische Geschichte und Kultur zurück:
Die erste urkundliche Erwähnung einer jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden geschah 321 durch ein Dekret von Kaiser Konstantin mit Bezug auf die Gemeinde in Köln. Erst die Aufhebung des Matrikelparagraphen 1861 gewährte den Juden die Freizügigkeit der Niederlassung im Königreich, hatte das Edikt von 1813 doch gar fremde Juden ganz und einheimische nur unter bestimmten Voraussetzungen die Niederlassung gewährt. In der Ausstellung wird es darum gehen, Biografien von jüdischen Mitbürger:innen nachzuzeichnen, die in unserer Region gelebt haben. In den Blick soll gerade auch die Assimilation und Integration der einstigen gesellschaftlichen Randgruppe genommen werden. Wie im Titel der Präsentation angedeutet, spielt hierbei insbesondere das Verweben von jüdischen und christlichen Ritualen eine wichtige Rolle. Es soll auch gezeigt werden, welcher Beitrag in den Bereichen Politik, Gesellschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur erkennbar ist. Inwieweit jüdisches Leben als integraler Bestandteil der lokalen Gesellschaft bewertet werden kann, wird die Ausstellung schließlich beweisen. Der Zeitrahmen der Präsentation sollte nicht mit der Shoa enden, sondern es soll nach jüdischen Biografien nach 1945 in unserer Region gesucht werden. Das Begleitprogramm umfasst Lesungen, Musik und Vorträge.
Kursgebühr 12,00 €.


Veranstaltungen des BUND Naturschutz Ortsgruppe FFB+Emmering – abhängig von der Corona-Lage:

Programm-2021_BN-OG-FFBEmm_NUR-OG