BRUCKER JOURNAL: Infos, Kommentare, Kritik, Vorschläge, Hinweise, Ideen ...

Beteiligen Sie sich mit konstruktiver Kritik, menschengerechten Dialogen und Ihrer Meinung.

LIFEstudioFFB: Corona nervt weiter

Das „LIFEstudioFFB“ überträgt im Rahmen seiner neuen Sendereihe „Was? Warum – Monologe, Dialoge, Trialoge“, im Livestream am Freitag, 27.11., um 18.30 Uhr ein Zwiegespräch unter dem Titel: „Corona nervt – wir tun’s auch! #2“. Plädoyers für eine faire Debattenkultur angesichts der Kommunikations- und Demokratiedefizite in der Politik, in den Medien und unter uns, den Leidtragenden. Die Gesprächspartner sind Birgit Hörger, Allgemein-Ärztin aus Gröbenzell, und Rudolf Ende, ehem. Gemeinderat, BN-Mitglied, Ökogarten-Initiator aus Schöngeising. In der Corona-Frage stehen sich die Lager ebenso feindlich distanziert wie stumm gegenüber. Wir fragen nach den Hintergründen der gesellschaftlichen Spaltung. Helfen die von der Regierung verhängten Maßnahmen und Einschränkungen überhaupt? Sind ihre Wirkungen nicht sogar schädlich — in gesundheitlicher wie in politischer Hinsicht? Und wenn sie eher schaden, warum werden sie dennoch propagiert? Schließlich die alles entscheidende Frage: Wem nützt es? Die aktuelle Sendung ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio Ausführliche Informationen zur Sendereihe: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch.

LIFEstudioFFB: Corona nervt

Das „LIFEstudioFFB“ überträgt im Rahmen seiner neuen Sendereihe „Was? Warum – Monologe, Dialoge, Trialoge“, im Livestream am Freitag, 20.11., um 18.30 Uhr ein Zwiegespräch unter dem Titel: „Corona nervt – wir tun’s auch!“ Dazu heißt es: Für eine faire Debattenkultur angesichts der Kommunikations- und Demokratiedefizite in der Politik, in den Medien und unter uns, den Leidtragenden. Wie geht es unseren Mitmenschen? Erfahrungen, Beobachtungen, Erlebnisse. Die Gesprächspartnerinnen Bettina Kenter-Götte, Autorin und Schauspielerin aus Germering, und Inge Ammon, Friedens-Netzwerkerin aus Fürstenfeldbruck, tauschen ihre Erfahrungen, Beobachtungen und Erlebnisse aus. In dieser Zeit bröckeln Freundschaften, Familien und KollegInnen geraten in Meinungsverschiedenheiten. Es herrscht Verwirrung angesichts schwer durchschaubarer und unübersichtlicher Geschehnisse und Verordnungen. Zu Hause konsumieren und draußen Maske auf und Abstand halten – so heißen die Optionen für die Lebensgestaltung unter Corona-Bedingungen. Die Schließung von Gastronomie-, Kultur- und Freizeitorten hat einerseits Verständnis, andererseits Unverständnis und Proteste ausgelöst. Die Menschen, deren Einkommen durch den Lockdown gefährdet ist, stellen eine Mehrheit in Deutschland dar. Eine Branche, die besonders von diesem Lockdown betroffen ist, sind Künstler und Kulturschaffende. Die meisten von ihnen leben ohnehin prekär, quasi von der Hand in den Mund — auch ohne Lockdown. Doch jetzt, wo die Theater geschlossen, Veranstaltungen verboten, Termine abgesagt sind, jetzt, wo man nicht mal eben einen Nebenjob in der Gastronomie ergattern kann, da sind viele dieser Menschen nicht nur von Armut, sondern vom Ruin bedroht. Depressionen, Gewaltbereitschaft und psychische Störungen nehmen zu. Darüber reden, wie wir den Corona-Alltag erleben, ist das Gebot der Stunde, aber mit wem und wie? Mit anderen streiten, kann gut und schlecht enden. Es geht ums Brücken bauen, Verbundenheit vermitteln und Mut machen, denn ein sicheres soziales Umfeld ist nachweisbar eine starke Heilkraft ohne Nebenwirkungen. Unsere Gesprächspartnerinnen setzen sich dafür ein.
Die aktuelle Sendung ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio. Ausführliche Informationen zur Sendereihe: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch und www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/stadt-im-wandel.

Mit der Erinnerungskultur ernst machen!

Die Brucker SZ berichtete am 11.11.20: „Erinnerung aufpoliert … Der Stolperstein für Johanna Oppenheimer in Schöngeising ist einer von dreien im Landkreis. Es gehört sich, der Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi hat das auf eigene Art getan … Drei dieser Stolpersteine gibt es im Landkreis. In Schöngeising wird der Malerin Johanna Oppenheimer gedacht, die wegen ihrer jüdischen Abstammung 1942 über das Sammellager Milbertshofen nach Theresienstadt deportiert worden ist, wo sie am 23. Dezember verstarb. Der zweite Stolperstein liegt in Grafrath und erinnert an den ukrainischen Zwangsarbeiter Wassyl Zhyhalük. Zwei Jahre lebte er in der Gemeinde, bevor er 1944 verhaftet und ins Konzentrationslager Flossenbürg deportiert wurde, wo er 1945 ermordet worden ist. Und in Gröbenzell erinnert ein Stolperstein an Kurt Schroeter, der mit seiner Familie 1923 dorthin gekommen ist und ein international anerkannter Violinpädagoge wurde. 1936 zog er nach Amsterdam, wo er am 13. August 1943 auf offener Straße festgenommen wurde. In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 1944 wurde er in Auschwitz vergast …“.
Mit BM Michael Schrodi und dem Verleger des Buchs „Tage, die so quälend sind“, Roman Kovar, führten wir 2012 ein Interview, das hier zu sehen ist: https://youtu.be/2wi9TFqdkjY.
Wir sagen und fragen: Ja, „es gehört sich, der Opfer des NS-Regimes zu gedenken“. Gehört es sich auch, Straßen nach ihren Mördern und Verächtern zu benennen?

Gemeinwohl organisieren – aber wie?

Das „LIFEstudioFFB“ überträgt im Rahmen seiner Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert!“ im Livestream am Donnerstag, 12.10., um 18.30 Uhr, eine „DemokraTisch in Bruck“-Gesprächsrunde. Die aktuelle Sendung ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.
Gemeinwohl-Ökonomie in der Praxis – Wie geht das?„. Zwei regionale Unternehmer berichten, wie sie Gemeinwohlökonomie (GWÖ) umsetzen: Thomas Börkey-Biermann, Geschäftsführer der Ökoring Handels GmbH, Mammendorf, und Sepp Hecker, Biogärtnerei Hecker, Olching. Die Diskussion bereichern Dr. Michael Lorenz, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Germering, und Johanna Mellentin, Kulturwissenschaftlerin, FFB. Als Moderator und Mitdiskutant fungiert Gerald Morgner, IT-Unternehmer und GWÖ-Referent/Berater. – Auf die Fragestellung „Wie zufrieden sind Sie mit unserem heutigen Wirtschaftssystem“ konnte man bereits 2012 und 2013 laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung und der „Zeit“ erfahren, dass sich ca. 80 Prozent der Deutschen eine neue Wirtschaftsordnung wünschen. In Bayerns Verfassung lautet Artikel 151: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl.“ In Artikel 14 des Deutschen Grundgesetzes heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen.“ Die real praktizierte und real existierende Wirtschaftsform widerspricht der Bedeutung der Verfassungstexte. Für Regierungen ist das Wachstum des Angebots von Waren und Dienstleistungen entscheidend und für Unternehmen die Gewinnmaximierung. – Die Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie vertreten ein Wirtschaftssystem, das sich am Wachstum von Menschenwürde, an ökologischer Nachhaltigkeit, Solidarität und Transparenz orientiert. Privates Unternehmertum soll sozial und ökologisch handeln. Die Profitmaximierung darf nicht über allem stehen. Die Spielregeln der Wirtschaft sind so zu transformieren, dass die wirtschaftlichen Akteure belohnt werden, die verantwortungsbewusst im Sinne des Gemeinwohls handeln. Dafür wurde eine Matrix erarbeitet, nach der neben der Finanzbilanz auch nach der GWÖ-Bilanz bilanziert wird. Was steckt hinter der Gemeinwohl-Ökonomie, wie funktioniert sie und was bringt sie wem? Darüber wird diskutiert. Regionale Unternehmer, die bereits nach der Matrix der GWÖ arbeiten, berichten wie es funktioniert.

„Contanern ist kein Verbrechen!“

Im November letzten Jahres haben wir euch vom Einreichen unserer Verfassungsklage berichtet. Wie manche von euch sicher schon wissen, haben wir im August bereits eine Antwort aus Karlsruhe erhalten. Leider hat das Bundesverfassungsgericht die Klage als unbegründet abgelehnt und kam zu dem Schluss: Eigentum dürfe auch an wertlosen Sachen durch Strafe geschützt werden. Wir möchten diese Mail dazu nutzen, den Bedeutungshorizont der Stellungnahme der Richter*innen zu umreißen.
Verfassungsklage gegen die Kriminalisierung von Lebensmittelrettung
Mit der Straftat, die wir begangen haben, haben wir auf ein Verbrechen aufmerksam gemacht – ein Verbrechen an der Menschheit – nichts Geringeres als der Diebstahl der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen. Wir wurden dafür schuldig gesprochen, dass wir Lebensmittel aus der Mülltonne eines Supermarktes genommen haben. Das Containern und damit die Verwertung von Lebensmitteln als Nahrung wird kriminalisiert. Auf der anderen Seite bleibt die systematische Vernichtung von Lebensmitteln gängige Praxis. Dabei ist der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen mit Art. 20a des Grundgesetzes zum Staatsziel ernannt worden. Die Diskrepanz unserer Ziele und der gängigen Praxis andererseits wollten wir mit unserer Verfassungsklage auf juristischer Ebene sichtbar machen. Zudem wollten wir erreichen, dass das Containern nicht mit der Härte des Strafgesetzbuches geahndet wird. Noch im Februar haben wir erfahren, dass unsere Verfassungsklage auf der Entscheidungsliste für das Jahr 2020 steht. Auf dieser Liste stehen 40 ausgewählte Fälle von tausenden Belangen, mit denen sich Bürger*innen jährlich an die Richter*innen in Karlsruhe wenden – ein kleiner Erfolg und ein Zeichen, dass dem Thema Lebensmittelverschwendung, auch aus Sicht des Bundesverfassungsgerichtes aktuelle gesellschaftliche Relevanz beigemessen wird.
Von der Entscheidung überrollt
Mit der Erwartung, dass ein Urteil nun relativ bald in Aussicht steht, starteten wir also in das Jahr. Gerne hätten wir diese Nachricht auch mit euch geteilt. Doch musste mit der Ausbreitung des Coronavirus und dem Lockdown im März anderen Themen Platz eingeräumt werden. All unsere geplanten Pressetermine und Drehtage mussten abgesagt werden. So waren auch unsere gewohnten Kommunikationswege aus den Angeln gehoben. Die bevorstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts geriet aus unserem Blickfeld. Auch wenn wir wussten, dass uns jeden Tag die Entscheidung der Richter*innen ereilen könnte, fühlten wir uns doch überrollt. Ob Mensch überhaupt an irgendeinem Tag bereit für eine Nachricht mit solch einer Durchschlagskraft ist? – wahrscheinlich nicht. Wir sahen uns auf jeden Fall mit der Antwort des Verfassungsgerichts vollkommen überfordert, noch dazu die Enttäuschung, aus diesem langjährigen juristischen Prozess nicht mit einem Freispruch herauszutreten. Ganz verdaut haben wir diesen Moment bis heute nicht. Unsere Klage ist zwar als unbegründet, aber zulässig erklärt worden. Das ist bereits ein kleiner Erfolg, zudem hat sich das Gericht mit wichtigen juristischen Fragen auseinandergesetzt und Stellung genommen. Doch wir bleiben weiterhin verurteilt als Straftäterinnen. Viel entscheidender ist für uns jedoch, die Frage, was dies für unsere Gesellschaft bedeutet. Insbesondere für die Menschen, die weiterhin in Mülltonnen steigen möchten, um Lebensmittel zu retten. Das können wir immer noch nicht ganz abschätzen, noch ein Grund mehr darüber zu reden.
Was das Urteil für uns bedeutet
In der Entscheidung wird der Schutz des Eigentums so weit ausgelegt, dass sogar der Diebstahl von wertlosen Sachen möglich ist. Art. 20a GG wurde keine Bedeutung beigemessen. Demnach muss der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen weiterhin hinter dem Schutz des Eigentums anstehen. Doch entscheidend ist auch, dass das Verfassungsgericht, wie es selbst formuliert, nicht zu prüfen hat, ob der Gesetzgeber die zweckmäßigste, vernünftigste oder gerechteste Lösung gewählt habe und verweist damit auf die Politik! Es ist durchaus möglich, das Containern per Gesetz zu entkriminalisieren, sowie die Verschwendung von Lebensmitteln zu verbieten. So müssen wir zwangsläufig die Frage stellen: Was hindert uns Menschen daran, Wege mit Zukunft zu wählen? Ist es Bequemlichkeit oder unsere gewohnten Muster, die das Bedürfnis nach Sicherheit stillen? Für uns scheint die Hürde das „aber“ zu sein, welches wir jedem Satz mit „Klimaschutz“ folgen lassen, und mit dem wir unsere Gewohnheiten verteidigen. So heißt es: Der Ressourcenschutz sei abzuwägen mit wirtschaftlichen Argumenten. Die Lebensmittelverschwendung sei an ein bedrohliches Ausmaß gelangt, aber unser Konsumverhalten sei schwer zu ändern. Containern sei ein wichtiges Engagement, aber das Eigentum müsse geschützt werden. Damit wollen wir uns nicht in erster Linie zu Feinden des Eigentums erklären, doch wollen wir die vorrangige Bedeutung solch einer „Aber“-Logik in Frage stellen. Gerade in juristischen Belangen wünschen wir uns doch zukunftsweisende Entscheidungen. Bezeichnen wir Art. 20a unseres Grundgesetzes als irrelevant und strukturieren unsere Gesellschaft nicht demnach um, erklären wir unser Staatsziel damit als hinfällig und verspielen unsere Zukunft. Umweltschutz darf kein Hobby sein, für das mensch sich freiwillig entscheidet, wenn wir weiterhin auf diesem Planeten leben möchten.
Wie es jetzt weitergehen muss
Wollen wir wirklich an bekannten Wegen festhalten, obwohl sie ohne Zukunft sind? Wir dürfen nicht den Fehler begehen, den Schutz unserer Lebensgrundlagen aus den Augen zu verlieren, sondern dürfen mutig sein, neue Wege auszuprobieren. Auch wir haben uns auf den Weg gemacht, haben die Kriminalisierung des Containerns und unseren Umgang mit Lebensmitteln in Frage gestellt. Es hat viel Mut gekostet, uns als Straftäterinnen einem öffentlichen Diskurs zu stellen. Mit uns fordern mittlerweile 170.000 Menschen Politiker*innen auf, auch mutig zu sein. Die Politik ist jetzt gefragt, endlich gegen die Lebensmittelverschwendung anzugehen. Wir möchten gemeinsam mit euch den Politiker*innen zwei konkrete Forderungen mit auf den Weg geben: Die Entkriminalisierung des Containerns und ein Wegwerfstopp für Supermärkte. Teilt die Petition weiter in eurem Bekanntenkreis: https://weact.campact.de/petitions/containern-ist-kein-verbrechen-1. Solange genießbare Lebensmittel in der Mülltonne landen, sind wir nicht zufrieden! – Solidarisch, Caro & Franzi

LIFEstudioFFB: Worum es uns geht

Das „LIFEstudioFFB“ überträgt im Rahmen seiner Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert!“ im Livestream am Freitag, 16.10., 18.30 Uhr eine „DemokraTisch in Bruck“-Gesprächsrunde: „Worum es uns gehen muss: Ökosoziale Wirtschaft, Klimakrisenbewältigung, Gerechter Welthandel„.
Diskussionsgäste neben Gerald Morgner als Moderator sind Walter Ulbrich, von Campo Limpo/Nord-Süd-Forum, und Alfred Pichler, von der KAB – Kath. Arbeitnehmerbewegung und der Sozialinitiative Brucker Brücke/Open Source-Workshops.
Die globale Wirtschaft steht vor einer umfassenden Finanzkrise. Vom aktuellen Welthandelssystem profitieren vorrangig global agierende Konzerne. Mittels Liberalisierung und Deregulierung soll neoliberale Wirtschaftspolitik in völkerrechtlichen Abkommen unumkehrbar gemacht werden. Handels- und Investitionsabkommen destabilisieren die Finanzmärkte. Dafür stehen u. a. das CETA- und das Mercosur-Abkommen zwischen EU und lateinamerikanischen Staaten. Die Coronaepidemie lähmt die europäische und deutsche Wirtschaft und bedarf staatlicher Stützung. Die damit einhergehende Handels- und Sozialkrise dezimiert den Mittelstand, führt zu vermehrten Insolvenzen und Zunahme von Verarmung. Das betrifft weltweit die Landwirtschaft, die Beschäftigten in der Industrie und im öffentlichen Dienst, die prekär Beschäftigten, die Arbeitslosen und die Rentner. Fairer und gerechter Handel beruht auf Dialog, Transparenz und Respekt. Ein nachhaltiges Wirtschaften und die Miteinbeziehung von Umweltschutz sind die Zielvorstellungen für eine ökosoziale Wirtschaft. Forderungen nach einem gerechten Welthandel, nach einem Lieferkettengesetz und nach mehr demokratischer Mitbestimmung in Konzernen, öffentlichen Unternehmen und Verwaltungen werden drängender. Wie können unser Landkreis, seine Städte und Gemeinden, letztlich wir alle dazu beitragen?

„Refugee“-Aktionstag in Fürstenfeldbruck abgesagt

ABSAGE: Refugee Aktionstag in FFB wird verschoben. Aufgrund der steigenden Fallzahlen in Fürstenfeldbruck haben wir uns dazu entschieden den Aktionstag in FFB, am 10.10.2020, abzusagen. Wir wollen das Risiko der Geflüchteten, die in den ANKER-Zentren ohnehin schon unter schweren Bedingungen leben müssen, nicht zusätzlich erhöhen. Außerdem wollen wir auch bei der Bevölkerung in FFB nicht den Anschein erwecken, als würden wir die aktuelle Situation in FFB nicht ernst nehmen. Der AKtionstag soll dazu dienen, auf die Situation der Geflüchteten aufmerksam zu machen und sie mit der Bevölkerung in FFb zusammenzubringen. In der aktuellen Situation scheint uns das nicht möglich. Wir hoffen dennoch den Aktionstag in den nächsten Wochen nachholen zu können.
Quelle: Bayerischer Flüchtlingsrat

Ein großes Bündnis aus Geflüchteten aus dem Ankerzentren und zivilgesellschaftlichen Organisationen macht am Freitag, 13.10. zwischen 13 und 15 Uhr vor dem Brucker Rathaus mit einem Aktionstag in Fürstenfeldbruck auf die Lebenssituation in den Ankerzentren aufmerksam: Geflüchtete aus dem ANKER Zentrum in FFB, der Bayerische und Münchner Flüchtlingsrat, Seebrücke München, Solicity München, Karawane München und das Bündnis #ausgehetzt. – Das Ankerzentren in Fürstenfeldbruck ist ein Musterbeispiel der Ausgrenzung und des Unsichtbarmachens geflüchteter Menschen in Bayern. Mitten im Nirgendwo werden Menschen isoliert und mit ihren Problemen alleine gelassen. Die Probleme sind dabei zahlreich: lange und zermürbende Asylverfahren, problematische Unterbringung in Großlagern, Arbeitsverbote, keine Deutschkurse und schlechte gesundheitliche Versorgung sind nur ein paar, der vielen täglichen Missstände.
Auf die Lebensbedingungen in dem ANKER-Zentrum wird aufmerksam gemacht und die Abschaffung dieser Zentren gefordert, um die Isolation der Geflüchteten im ANKER-Zentrum zu durchbrechen. Geboten werden eine Performance, Musik und Kinderbespaßung. – Das LIFEstudioFFB wird, wenn das Wetter und alle weiteren Umstände günstig sind, das Geschehen aufnehmen und als Video ins Netz stellen. Die Doku wird ab Sonntag, 11.10. zu sehen sein auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Kurze Zustandsbeschreibung in Stichworten von Willi Dräxler, Integrationsreferent der Stadt FFB: Der Fliegerhorst ist offiziell eine AnKER-Dependance, mit den entsprechenden Bedingungen. Was es dort nicht gibt sind die zentrierten Behörden wie BAMF, zentrale Ausländerbehörde, Antragsstelle des Gerichts etc. (nachzulesen bei https://www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/224354/168692/leistung/leistung_57497/index.html). Die Belegung ist derzeit deutlich reduziert von 1.000 Plätzen auf ca. 450 belegte. Die Verweildauer ist zumindest für Familien auf 6 Monate beschränkt. Was sicherlich ein Dilemma ist, betrifft die Perspektivlosigkeit für Geflüchtete mit geringer Bleibeperspektive und Dublin-Fälle. Gut ist, dass die Kinder, außer den Berufsschulpflichtigen, extern zur Schule gehen (nicht wie im AnKER in Manching). Das Freizeit- und Beschäftigungsangebot wird m. W. gut angenommen. Inakzeptabel ist, dass wohl immer noch rund 30 Personen als Fehlbeleger (= Anerkannte) dort verweilen. Zu bedenken ist, dass viele Geflüchtete lieber im Fliegerhorst verbleiben, als ins schöne Berchtesgaden oder nach Garmisch in eine normale Unterkunft verlegt zu werden. Die medizinische Versorgung im AnKER-Zentrum FFB ist derzeit akzeptabel.

„Stadt und Land in Bürgerhand“ – ein zukunftsweisendes Ziel?

Livestreamsendung im „LIFEstudioFFB“ im Rahmen der neuen Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert! Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun“. Eine Video-Chat-Aufzeichnung mit Bruno Marcon, der als erster für die Wählervereinigung „Augsburg in Bürgerhand“ in den Augsburger Stadtrat gewählt wurde, berichtet über ihre Motive, Ziele und Aktivitäten. Zu ihnen zählen u. a. die Einrichtung von Bürgerräten, Bürgergenossenschaften, einer nachhaltigen Daseinsvorsorge und eines Bürgerhaushalts. Welche Chancen sehen die Initiatoren, welche Wege und Methoden wählen sie aus, um diese Ziele zu erreichen? Das Fragegespräch fand als Video-Chat anlässlich der für 2020 verschobenen bundesweiten „Langen Nacht der Demokratie“ statt. Die Übertragung ist am Freitag, 2. Oktober, 18.30 Uhr. Die aktuelle Sendung ist jeweils zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio. Ausführliche Informationen zur Sendereihe: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch.

Wenn der Blockwart den Untertanengeist lobt

„Risiko, Gefahr, Sicherheit, Infektionsschutz“ sind die beliebtesten Wörter der Coronaregeln-Befürworter. In Olching sollen die Zügel gegen unbotmäßige Bürger stärker angezogen werden, der „besorgte Nachbar“ soll die Polizei verstärken und ein Sicherheitsdienst sich selbst mit Bußgeldern finanzieren helfen. Die Brucker SZ meldete am 20.9.20: „Sicherheitsdienst soll am Markt kontrollieren … Der Olchinger Hauptausschuss stimmt für eine Änderung der Satzung. Demnach sollen Vergehen gegen Coronaregeln stärker bestraft werden … die Änderung der Marktsatzung auf Antrag der CSU … verlangt, ähnlich wie am Olchinger See und am Grünanger im Schwaigfeld, dass angesichts der Coronagefahr auch an Markttagen am Nöscherplatz Identitätsfeststellungen durch den dort tätigen Sicherheitsdienst erfolgen und bei vorsätzlichen Vergehen – zum Beispiel der Verweigerung, eine Maske zu tragen – Bußgelder bis zu 2500 Euro verhängt werden sollen. Eine Mehrheit von acht zu drei Stimmen … stimmte dann auch für die Änderung … Ingrid Jaschke von den Grünen zieht einen Blockwart-Vergleich … Tomas Bauer bekräftigte für die CSU … die Notwendigkeit von „Identitätsfeststellungen auch am Marktplatz“ … „Das Risiko von Corona gibt es bis zum Winter.“ Dass Bürger andere anzeigen, würde es geben. „Die beste Baupolizei ist der besorgte Nachbar“… Bisher gibt die Stadt auf Nachfrage von Jaschke 40.000 Euro für den Sicherheitsdienst am Olchinger See aus.
Meldungen der anderen Art: „EILMELDUNG: Deutschland meldet Null neue Todesfälle bundesweit. Trotzdem fahren Politik und Medien die Panik-Propaganda hoch.“ – https://corona-transition.org/eilmeldung-deutschland-meldet-null-neue-todesfalle-bundesweit
Neue Erkenntnisse vermittelt ein Artikel auf der News-Plattform Telepolis: Angesichts der bisherigen Studienlage zur Wirksamkeit von Masken auf die Eindämmung von Viren und aufbauend auf einer kritischen Bewertung der inzwischen existierenden Studien zum neuen Coronavirus schließt Prof. Ines Kappstein, Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie, Infektionsepidemiologie, Hygiene und Umweltmedizin, in einem kürzlich erschienenen Artikel in der Fachzeitschrift Krankenhaushygiene up to date, der auch von der Ärztekammer als Ärztliche Fortbildung zertifiziert wurde: „Der Gebrauch von Masken im öffentlichen Raum ist schon allein aufgrund des Fehlens von wissenschaftlichen Daten fragwürdig …“https://www.heise.de/tp/features/Coronavirus-Das-Aufrechterhalten-der-Massnahmen-trotz-einer-dramatisch-gesunkenen-Sterberate-4906401.html?seite=all
Aber: Nach den Corona-Ausbrüchen beim ausbeuterischen Schlachtkonzern Tönnies … boxte Klöckner, angetrieben wohl von Lobbyisten, jetzt eine „Reform“ durch wonach Verbraucherschutzbehörden Lebensmittelunternehmen, also auch Schlachtbetriebe künftig deutlich weniger kontrollieren müssen. – https://www.foodwatch.org/de/aktuelle-nachrichten/2020/bundesrat-verabschiedet-kloeckner-reform-weniger-lebensmittelkontrollen-in-risiko-betrieben
Beinahe überall auf diesem Planeten findet die gleiche aberwitzige Art von „Infektionsschutz“ statt. Von Chile über Nigeria bis Myanmar: Seuchenschutz 2020 sieht fast überall gleich aus … Internationaler Währungsfonds und Weltbank spielen die Schlüsselrolle bei einer globalen Erpressung. Ihr simpler Kern: „Spielt gefälligst mit bei unserer Plandemie — oder wir drehen euch den Geldhahn zu.“ – https://hinter-den-schlagzeilen.de/der-gekaufte-planet
Stimmt das heute nicht mehr? „Der, des Verwaltung unauffällig ist, des Volk ist froh. Der, des Verwaltung aufdringlich ist, des Volk ist gebrochen“. So steht es in einem Flugblatt der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“.
Ursprünglich stammt der Spruch von dem chinesischen Weisen Laotse.

„KeinGradWeiter!“ – Klimastreik in FFB

Videodokumentation von der Demo am Freitag, den 25.9.20, mit den Redebeiträgen sowie mit Stellungnahmen von Demoteilnehmern. Die Video-Doku ist im Videoarchiv anzusehen:
https://www.youtube.com/watch?v=ciWS67EKfA8

„Fridays for Future FFB“ rief zur Kundgebung am 25.9.20 in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck. Für starke EU-Klimaziele, einen Kohleausstieg bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende und den Erhalt unseres Rothschwaiger Waldes.
Die Sendung ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de
Die Aufzeichnung findet sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio
Ausführliche Informationen zur Sendereihe: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch

Bausteine der Klimapolitik

Das „LIFEstudioFFB“ kündigt im Rahmen von „DemokraTisch in Bruck“ die 2. Folge in der neuen Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert!“ an: „Bausteine der Klimapolitik in FFB: Energie undMobilität – Erreichen wir die Klimaziele?„. Als Gäste in der Sendung sind eingeladen: Alexa Zierl (Stadträtin FFB und Referentin für Klimaschutz, „Fahrradtaxi“-Unternehmerin); Dipl.-Inf. Stefan Plate (Berater für nachhaltige Mobilität, Verkehrswende und Klimaschutz); Gabriel Sailer (Verkehrs- und Mobilitätsentwickler, ehem. Bürgermeisterkanditat Olching); Dr. Ingrid Jaschke (Kreis-/Stadträtin u. 3. Bgm. Olching, im Bund Naturschutz OG Olching). Moderator der Sendereihe und Mitdiskutant ist Gerald Morgner, IT-Unternehmer, Unternehmensberater sowie GWÖ-Referent/Berater.
In der Ankündigung heißt es: Bereits seit Jahrzehnten engagieren sich tausende Bürgerinnen und Bürger, hunderte Verbände und Vereine gegen die Zerstörung unserer Erde und damit unserer Lebensgrundlagen. Für unsere gemeinsame Zukunft braucht es eine Energiewende in all ihren Facetten. Das Ziel der Energiewende in Deutschland ist es, bis zum Jahr 2050 seine Energie hauptsächlich aus regenerativen Quellen wie Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie oder nachwachsenden Rohstoffen zu beziehen. Reichen unsere Aktivitäten aus, um diese Ziele zu erreichen oder müssen wir die Energiewende schneller vorantreiben? Auch Fürstenfeldbruck muss klimaneutral werden. Wie sieht es im Kreis FFB mit der Klima-, Energie-, Verkehrs- und Fahrradpolitik aus – geht es voran, was bremst, was geht nicht? – Gesprächsreihe „DemokraTisch in Bruck“. Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun. Young and Old for Future. Veranstalter: Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“.
Die aktuelle Sendung ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnung findet sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio

Hilfe für Moria-Geflüchtete?

Die Brucker SZ berichtete am 14.9.20: Die Kreisstadt soll die Aufnahme von obdachlos gewordenen Flüchtlingen auf Lesbos prüfen … In einem Eilantrag an Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) spricht sich die BBV-Fraktion im Stadtrat dafür aus, schnell die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager Moria zu prüfen … Auch wenn es eigentlich eine gesamteuropäische Aufgabe sei, hier eine Lösung zu finden, so sei es doch aktuell geboten, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten … Zudem soll sich die Stadt Fürstenfeldbruck dem Städtebündnis „Sichere Häfen“ anschließen … Im Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ haben sich etwa 120 deutsche Städte zusammengeschlossen, die sich bereit erklären, auf kommunaler Ebene geflüchteten Menschen zu helfen …
Ein Appell europäischer Intellektueller und Wissenschaftler*innen für die sofortige Evakuierung des Lagers auf Lesbos: „Unser aller Würde steht auf dem Spiel … Diese untragbare Situation, eine Schande für Europa, darf keinen weiteren Tag mehr andauern … Die sofortige Evakuierung Morias und die Umsiedlung der Bewohner*innen in aufnahmebereite europäische Städte, ist mehr als dringlich. Dasselbe gilt für alle anderen Lager auf den griechischen Inseln und auf dem Kontinent – auch angesichts der Absicht der griechischen Regierung, nicht nur die Hotspot-Lager, sondern alle anderen Aufnahmestrukturen in geschlossene Camps umzuwandeln. Diese Gefängnislager sollen doppelt umzäunt und mit Sicherheitstechnologien wie elektronischen Toren ausgestattet werden … Wir dürfen Zehntausende Menschen, deren einziges „Verbrechen“ darin besteht, internationalen Schutz zu suchen, nicht dieser vermeintlichen Ordnungs-Politik überlassen, welche die Sicherheit der Menschen und ihr Leben einer extremen Gefahr aussetzt … Gegen die Politik der Ausgrenzung und Kriminalisierung von Geflüchteten ist es mehr als dringlich, eine allen gemeinsame Welt aufzubauen. Andernfalls riskiert jede*r von uns, einmal auf der falschen Seite der Grenze zu stehen … – Der ganze Appell.

Übertriebene Sorgfaltspflicht?

Das Brucker Tagblatt berichtete am 9.9.20: „Corona im Gymnasium: Über 100 Schüler müssen daheim bleiben … Bereits am ersten Schultag musste das Gymnasium Olching einen Coronafall verzeichnen … Im Gymnasium Olching ist eine Schülerin positiv auf das Corona-Virus getestet worden … Die gesamte Q11 ist noch vom Präsenzunterricht ausgeschlossen. Die infizierte Schülerin hatte keinerlei Symptome … Die Notfallpläne konnten schnell aktiviert werden … Für alle anderen Schüler und Lehrer besteht laut Gesundheitsamt allerdings keine Gefahr. Die ultima ratio, die Schule komplett zu schließen, sei somit nicht notwendig. Als engste Kontaktpersonen hat das Gesundheitsamt zwei Freundinnen und die Familie der Schülerin ermittelt. Diese müssen sich testen lassen und ab sofort für 14 Tage in Quarantäne …“
Man kann die ganze Corona-Problematik auch anders sehen: „Covid-19 – ein europaweiter Zahlenvergleich zeigt, wie unbegründet und manipulativ der derzeitige Alarmismus ist“. Ein Artikel, der den Zahlenspielen nachgeht: https://www.nachdenkseiten.de/?p=64554

Diskussion über mehr Demokratie vor Ort

Aus technischen Gründen entfiel die Live-Übertragung der Gesprächsrunde. Ihre Aufzeichnung wurde im Videorachiv des LIFEstudioFFB veröffentlicht. Die Aufzeichnung (73 Min.) ist hier zu sehen: https://youtu.be/LeDx76udiYA. Eine Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge (36 Min.) hier: https://youtu.be/Ausiz400nN8.

Erste Livestreamsendung im „LIFEstudioFFB“ im Rahmen der neuen Sendereihe „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert! Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun“. Der Livestream beginnt am 11.9.2020 um 18.30 Uhr. Unter der Überschrift „Democracy for future“ – Bausteine für mehr Bürgerdemokratie: Bürgerräte, Bürgerhaushalt, Beteiligungssoftware Consul diskutieren Karl Busl (Mitglied bei Mehr Demokratie eV München), Dieter Kreis (Stadtrat in FFB und Referent für Bürgerbeteiligung) und Willi Dräxler (Stadtrat in FFB und Referent für Integration). „DemokraTisch in Bruck“-Moderator der Sendereihe und Mitdiskutant ist Gerald Morgner, IT-Unternehmer, Unternehmensberater sowie GWÖ-Referent und -Berater.
Von Mehr Demokratie e. V. wurde 2019 ein Bürgerrat zum Thema mehr Demokratie einberufen. Aus dieser Arbeit resultierte ein Bürgergutachten zum Thema mehr Demokratie. Es wurde von 160 gelosten Menschen auf Grundlage von Vorträgen und Diskussionen mit Experten erarbeitet. Daraus resultierte ein Dokument mit 22 konkreten Vorschlägen zur Stärkung der Demokratie, welches an die Politik übergeben wurde. Unsere repräsentative Demokratie soll durch eine Kombination von Bürgerbeteiligung und Volksentscheiden auf Bundesebene ergänzt werden. Auch auf regionaler und lokaler Ebene können wir damit unsere Demokratie so weiterentwickeln, dass der dramatisch hohe Anteil der Unzufriedenen sinkt. Die Gesellschaft kann die großen Herausforderungen unserer Zeit wie begrenzte Ressourcen, wachsende Komplexität und Digitalisierung aller Lebensbereiche meistern. Aber der Impuls dazu kann nicht allein von Seiten der Politik kommen. Sie braucht den Rat der Bürgerinnen und Bürger.

Gemeinwesen-Hilfe

Die Brucker SZ berichtete am 2.9.20: „Brucker, die Bruckern helfen … Martin Tielke (vom Bürgerpavillion in Fürstenfeldbruck) hat ein Projekt für ehrenamtliche Helfer ins Leben gerufen … Im Rahmen der Gemeinwesen-Arbeit gibt es keine Bezahlung … das hier sind ganz normal ehrenamtliche Tätigkeiten. Brucker Bürger für Brucker Bürger … Ehrenamtliche Helfer wenden sich an Martin Tielke, Telefon: 08141-224775, E-Mail: martin.tielke@fuerstenfeldbruck.de“.
Die Brucker SZ berichtete am 7.9.20: „Olching: Härte gegen Masken-Verweigerer … CSU fordert Strafen und einen Sicherheitsdienst am Nöscherplatz … So sollen Stadt und Polizei am Markt Betretungsverbote und Platzverweise erteilen können … meint die CSU auch einen von ihr beauftragten privaten Sicherheitsdienst, der bei Verstößen „auch Identitätskontrollen durchführt“. Die CSU will auch, dass dieser Sicherheitsdienst „notfalls Personen festhalten kann“ … Als Geldbuße für eine Ordnungswidrigkeit, also einen Verstoß gegen die Corona-Hygieneregeln, hält die Olchinger CSU bis zu 2500 Euro für gerechtfertigt …“
Frage: Versuchen die Bürger und die für sie zuständigen Stellen im unteren Verwaltungsbereich Selbsthilfe zu fördern, so versuchen politische Gremien und einige unserer gewählten „Volksvertreter“ mit Härte gegen eigenwilliges Verhalten vorzugehen. Soll das unser demokratisches Miteinander stärken oder der Untertanengeist wieder erweckt werden?

Gemeinwohlorientiert!

Das „LIFEstudioFFB“ kündigt im Rahmen von „DemokraTisch in Bruck“ eine neue Sendereihe an: „Wirtschaft und Gesellschaft neu denken – Gemeinwohlorientiert! Morgen ist, was wir heute tun und was wir nicht tun“. Moderator der Sendereihe und Mitdiskutant ist Gerald Morgner, IT-Unternehmer, Unternehmensberater sowie GWÖ-Referent und-Berater. Als Gesprächsteilnehmer laden wir fachlich versierte MitbürgerInnen und StadträtInnen ein. Die sendereihe wird vorgestellt: „Vor der Corona-Pandemie kannten wir u. a. die Klimakrise, die Energiekrise, die Flüchtlingskrise und die Finanzkrise. Jetzt kommen noch die Gesundheitskrise und massive soziale Krisen hinzu. Nicht erst durch die Corona-Krise wird deutlich, dass die Gesellschaften ökologisch, ökonomisch, sozial, ethisch und politisch an einem Wendepunkt angekommen sind. Das heutige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem System, aufgebaut auf Konkurrenz, Profitgier und Rücksichtlosigkeit, zeigt sich anhand der vielen Krisen: ist als weder gegenwartstauglich noch zukunftsfähig. Die Freiheit ist gefährdet, die Politik agiert willkürlich, die Demokratie wird ausgehöhlt, es droht der ökologische Kollaps. Obwohl wir in einer Welt des Überflusses leben, werden in unfassbarem Ausmaß Talente, Güter und Ressourcen verschwendet, werden viele Mitmenschen gezwungen, am unteren Rand der Gesellschaft zu leben. Nun stehen wir vor einer Entscheidung, was für eine menschengerechte Gesellschaft gut ist und was nicht. Soll unser Planet auch morgen noch lebenswert bleiben, gilt es heute demokratisch zu entscheiden, was für ein „gutes Leben“ tatsächlich benötigt wird. Die Qualitätsmerkmale einer zukünftigen Neuordnung heißen Demokratie und Mitentscheidung, Solidarität und Gerechtigkeit, Inklusion, Nachhaltigkeit, Friedfertigkeit und eine konsequente Gemeinwohlorientierung. Eine Umgestaltung der Gesellschaftsstrukturen beginnt bei uns selbst, in unseren Nachbarschaften, Kommunen, Bezirken und Ländern. Nur eine demokratisch organisierte gemeinwohlorientierte Wirtschaft erlaubt uns ein menschengerechtes Leben. Jeder Einzelne ist deshalb gefordert, Verantwortung zu übernehmen, um diese Entwicklungen nicht nur zu stoppen, sondern neue Wege zu beschreiten. Wir brauchen ein anderes Modell, das aus der zivilisatorischen Sackgasse führt.“
Über die erste sendung heißt es: Wir beginnen mit der ersten Livestream-Sendung am Freitag, den 11. September, um 18.30 Uhr: „Democracy for Future: Bürgerdemokratie von unten, Bürgerräte, Bürgerhaushalt, Open Software für Bürgerbeteiligung …“. Als Gäste in der Sendung sind eingeladen: Karl Busl, Mitglied bei Mehr Demokratie eV München, Dieter Kreis, Stadtrat FFB und Referent für Bürgerbeteiligung, und Willi Dräxler, Stadtrat FFB und Referent für Integration.
Der Livestream ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de, danach im Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Geringe Kaufkraft verstärkt Armut

Aus dem Brucker Tagblatt vom 26.8.20: „Seit sieben Jahren gibt es im Landkreis die Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit – und der Bedarf steigt … Der Landkreis hat jetzt die entsprechende Kooperationsvereinbarung mit der Caritas verlängert und die Zahlungen von 180 000 Euro im Jahr auf 230 000 Euro erhöht. Die Idee hinter der Stelle besteht weniger darin, Obdachlosen zu helfen, sondern vielmehr darin, drohende Obdachlosigkeit schon im Vorfeld zu verhindern. Die Fachstelle der Caritas, in Zusammenarbeit mit der AWO, hat zuletzt 296 Haushalte beraten, wie aus dem Jahresbericht 2019 hervorgeht. Die meisten von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen lebten in Bruck (96), gefolgt von Puchheim (61), Germering (46) und Olching (29) …“
Hartz IV: Trotz Corona-Krise 42.000 Sanktionen gegen Familien. Sogar 850 Vollsanktionen, obwohl ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes Totalsanktionen untersagt. Im Jahre 2019 wurden rund 2,9 Millionen Bedarfsgemeinschaften in Deutschland gezählt. In jeder 3. Bedarfsgemeinschaft leben Kinder unter 18 Jahren … Hartz-IV-Bezieher dürfen auch bei einem wiederholten Fehlverhalten bis zu einer gesetzlichen Neuregelung nicht mehr vom Jobcenter mit einer Arbeitslosengeld-II-Kürzung von mehr als 30 Prozent bestraft werden. Die bisherigen starren Vorschriften, welche zwingend für drei Monate stufenweise Sanktionen von bis zu 100 Prozent vorsahen, sind unverhältnismäßig und verletzen das vom Staat zu gewährende menschenwürdige Existenzminimum, urteilte eigentlich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (Az.: 1 BvL 7/16). – Quelle: https://www.gegen-hartz.de/news/hartz-iv-trotz-corona-krise-42-000-sanktionen-gegen-familien
Am 24.8.20 berichtete die Brucker SZ: „Eine Studie belegt, dass die Renten im Landkreis geringere Kaufkraft haben als an anderen Orten … Untersucht wurden 401 Landkreise in ganz Deutschland … Die Landeshauptstadt und der Landkreis München belegen die ersten beiden Plätze, Fürstenfeldbruck folgt auf Rang neun. Die Konsequenzen der unterschiedlichen Kaufkraft werden im Landkreis an verschiedenen Stellen sichtbar: Bei den Tafeln, wo mehr als die Hälfte der Kunden im Rentenalter ist – und weiblich; beim VdK, wo die Mitarbeiter immer wieder erleben, dass alte Menschen weit wegziehen müssen, weil die Miete für sie hier zu teuer ist; bei der Schuldnerberatung … Demnach sind im gesamten Landkreis 1,7 Prozent der Senioren arm … der bayerische Durchschnitt liegt mit 2,7 Prozent deutlich darüber. Wobei man annehmen darf, dass die Dunkelziffer höher ist. Nach einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft beantragen nur rund 38 Prozent der betroffenen Senioren Grundsicherung … 1319 Personen haben vor zwei Jahren die Grundsicherung im Alter bezogen … Die geringe Kaufkraft der Renten im Großraum München, oder anders ausgedrückt: die hohen Lebenshaltungskosten, bewirken, dass sich manche Rentner das Leben hier nicht mehr leisten können …“

Kontrolle und Bußgelder

Das Brucker Tagblatt vom 19.8.20 berichtete: „Steigende Sorglosigkeit“: Landratsamt kündigt verstärkte Corona-Kontrollen an und droht mit Bußgeldern … Die Kreisbehörde stellt eine „etwas größere Sorglosigkeit bei der Einhaltung der Corona-Regeln“ fest. Daher kontrolliere die Polizei auch im Landkreis Fürstenfeldbruck derzeit wieder verstärkt die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Das Landratsamt verhängt bei Verstößen Bußgelder von, je nach Schwere des Verstoßes, bis zu 5000 Euro. Im Landratsamt sind seit März circa 900 Verstöße zur Anzeige gebracht worden …
Über „Kollateralschäden“ genannte Folgen und Nebenerscheinungen der sogenannten „Corona-Schutzmaßnahmen“ informiert die Webseite „Kollateral News“. Beispielsweise veröffentlichte sie einen Bericht über grenzwertige Erfahrungen, die Betreuungskräfte in Pflegeheimen machen.
Eine Gegenmeinung des Publizisten Jens Berger (Nachdenkseiten): Covid-19 – erfreulich undramatische Daten rechtfertigen keine dramatischen Eingriffe … Womit lassen sich eigentlich die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern begründen? Im März hieß es, man müsse das Gesundheitssystem vor dem drohenden Kollaps zu bewahren. Im April rückte der R-Wert als vermeintlich belastbarer Indikator in den politischen Fokus und im Mai verabschiedeten Bund und Länder einen „Notfallmechanismus“, der strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus von der Infektionslage auf Kreisebene abhängig machen sollte. Heute, im August, sind die Krankenhäuser so leer wie selten zuvor, von einer exponentiellen Ausbreitung der Infektionen kann keine Rede sein und kein einziger Landkreis reißt die vereinbarte Obergrenze. Die wichtigen Zahlen und Indikatoren unterscheiden sich diametral von der Situation Ende März. Dennoch malen Teile der Politik das Schreckensszenario eines zweiten Lockdowns an die Wand.

Knockdown der Selberdenker

Das LIFEstudioFFB-Team informiert: Wegen versprochener Gedankenlosigkeit wurde die Sendung zum 21.9. angekündigt, lief aber bereits am 21.8. Die Gedankenquarantäre des LIFEstudioFFB-Teams endet mit Ferienschluss!
Am Freitag, 21.9., um 18.30 Uhr, zeigt das LIFEstudioFFB ein kleines satirisches Sommertheater (Extra-Super-Ausnahme-Sendung) am stillen „GedankenTisch in Bruck“. Dazu heißt es: Kein Schelm, wer Böses dabei denkt. Hier wird zuende gedacht! Der Titel der Sendung: Endlich: Schocktherapie für Selberdenker – Das ganze Elend kommt nur daher, dass jeder denkt, was er will.“ Wir trotzen der Bedrohung der Welt durch das Pandemie-Virus BRAIN-DRAIN 1A. Diese schreckliche Geisteskrankheit verursacht ein Virus, das durch enthemmtes Selberdenken ausgelöst wird. Egomanische Selberdenker sind weltweit zur hochinfektiösen Gefahr geworden. Wir steigen aus, fordern den totalen Gedanken-Lockdown und fordern alle anständigen, gutwilligen und folgsamen Mitmenschen auf, die staatliche Anti-Denkpandemie-Politik bedingungslos zu unterstützen!
Darüber hinaus wird ein Shop-Angebot präsentiert. „Bestellen Sie unsere Flyer, T-Shirts und Denkzettel mit den besten und kernigsten Slogans“:
Rote Karte für Selberdenker
Nichtdenken macht frei
Gedankenlosigkeit ist Gedankenfreiheit
Grübelt ihr noch oder seid ihr schon folgsam?
DANKE unseren Vordenkern, Wegbereitern, Ideengebern, Influencern
Selig sind die Gedankenlosen
Gedanken gehören auf den Misthaufen der Geschichte
Vorbild sein: Vordenkern folgen
Wachsam sein: Selberdenker melden
Dichter und Denker sind Richter und Henker
Denken + Sex = Glückssache
PSST! Feind denkt mit
Man denkt sich ja auch sonst nichts!
Die aktuelle Sendung ist jeweils zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de
Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio

Lebensmittel retten kann Diebstahl sein

Das Brucker Tagblatt vom 18.8.20 und vom 19.8.20 meldete: „Lebensmittel aus verschlossenem Container gestohlen – Rückschlag für ‚die Olchis‘: Bundesverfassungsgericht bestätigt Containern-Urteil. Jetzt steht es fest: Caro und Franzi müssen die Sozialstunden ableisten, die ihnen wegen Containerns aufgebrummt wurden. Rechtlich haben sie einen Diebstahl begangen.Zwei junge Olchingerinnen sind vom Amtsgericht Fürstenfeldbruck verurteilt worden, weil sie aus einem verschlossenen Supermarkt-Container weggeworfene Lebensmittel gestohlen haben. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Richterspruch jetzt bestätigt. Der höchstrichterliche Spruch wird mit formalen Gründen erklärt. Im vorliegenden Fall diene die Strafbarkeit des Verhaltens der Beschwerdeführerinnen dem Schutz des Eigentumsgrundrechts als Rechtsgut von Verfassungsrang. Caro und Franzi wollen mit ihren Mitstreitern die Flinte allerdings nicht ins Korn werfen, wie ihr Anwalt Max Malkus erklärt. Abfallvermeidung und der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung diene auch dem Kampf gegen den Klimawandel.“ – Die Presseerklärung von Franzi und Caro: http://olchiscontainern1.blogsport.de
Bericht in der Brucker SZ vom 19.8.20: „Oberste Richter entscheiden, dass Containern Diebstahl ist, auch wenn die Lebensmittel für den Müll bestimmt sind“.