Kategorie: Dokumentiert

Ausstellung der Stadtbibliothek mit Begleitprogramm zur „Treuhand-Abwicklung“

Montag, 17.8., um 18 Uhr, in der Stadtbibliothek Aumühle, Bullachstr. 26, FFB: „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“. Die Ausstellung mit Begleitprogramm ist bis 9. September in der Stadtbibliothek zu sehen. Ausstellungseröffnung: Mo, 17.8., um 18 Uhr. Zur Eröffnung von 18 Uhr an soll Christa Luft, Wirtschaftsministerin in der Übergangsregierung Modrow, per Video zugeschaltet werden. Die Geschichte der Treuhand. Ausstellung beschäftigt sich mit Umgang mit dem DDR-Nachlass. Begleitet wird die Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale: Wie DDR-Betriebe abgewickelt wurden“ von Vorträgen und Lesungen. Im Fokus stehen dabei die Geschichten ostdeutscher Betroffener … Alle Veranstaltungen finden in der Stadtbibliothek in der Aumühle statt.
9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Dieser „Crashkurs“ stürzte Millionen Ostdeutsche in tiefe Existenznöte, auch das soziale Netz – in der DDR eng verwoben mit der Arbeitsstelle – zerriss. – Eintritt frei.
Dienstag, 1.9., um 18:00 Uhr, in der Stadtbibliothek Aumühle, Bullachstr. 26, FFB: Buchvorstellung „Das Treuhand-Trauma: Die Spätfolgen der Übernahme“. Seit Jahren untersucht die Schweizer Soziologin Yana Milev, was beim Untergang der DDR und danach mit den Ostdeutschen passiert ist. In ihrem Buch „Das Treuhand-Trauma“ hat sie die Auswirkungen der Bonner Abwicklungs- und Anschlusspolitik seziert und die mediale Begleitung der Übernahme analysiert. Im Zentrum ihrer Untersuchungen steht die Treuhandanstalt als Vollstreckerin des politischen Willens der Mächtigen der alten Bundesrepublik. Yana Milev, geboren in Leipzig, Kulturphilosophin, Soziologin, Ethnografin, ist Privatdozentin für Kultursoziologie und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Soziologie der Universität St. Gallen. Sie ist Initiatorin und Leiterin des Forschungsprojekts «Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium», das als Edition beim Wissenschaftsverlag Peter Lang seit 2019 publiziert wird. – Eintritt frei. – Kooperationsveranstaltungen mit dem Sozialforum Amper und dem Kurt-Eisner-Verein München.
Infos auf der Webseite der Stadtbibliothek: www.stadtbibliothek-fuerstenfeldbruck.de.

Presseerklärung zum 75. Hiroshima-Gedenktag

Am Donnerstag, den 6. August, beteiligen wir uns mit dem Aufruf „Hiroshima und Nagasaki mahnen – Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt!“ an den weltweiten Protesten gegen atomare Aufrüstung mit Mahnwachen in unserer Kreisstadt Fürstenfeldbruck:
9:30 – 10:30 in der Schöngeisinger Straße (Ecke Viehmarktstraße)
11:00 – 12:00 vor dem Rathaus (Hauptstraße, Ecke Augsburger Straße)
16:00 – 17:00 vor der Sparkasse am Hauptplatz

Hiroshima und Nagasaki mahnen. Vor 75 Jahren, am 6. und 9. August 1945 wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. 65.000 Menschen verdampften und verbrannten auf der Stelle, bis zum Ende des Jahres starben mehr als 200.000. Diese Opfer mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für eine Welt ohne Atomwaffen einzustehen. Nuklearwaffen sind die gefährlichsten Waffen, die je geschaffen wurden. Atomwaffen unterscheiden sich von allen anderen Waffen sowohl durch das Ausmaß der Zerstörung als auch durch die langfristige Wirkung radioaktiver Verseuchung und die dadurch verursachten genetischen Schäden. Jetzt droht ein neues atomares Wettrüsten. Nach der Kündigung des INF-Vertrages durch die US-Regierung, der mehr als 30 Jahre lang die Entwicklung und Stationierung atomarer Mittelstreckenwaffen verboten hatte, und nachdem Moskau ebenfalls aus seinen Vertrags-Verpflichtungen ausgestiegen ist, droht jetzt die Neustationierung dieser für einen nuklearen Erstschlag einsetzbaren Waffen. Die Atommächte sind dabei, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren. Auch die in Deutschland stationierten US-Atombomben sollen durch neue, zielgenaue, flexibel einsetzbare Atomwaffen ersetzt und neue Trägerflugzeuge für den Einsatz dieser Atombomben angeschafft werden. Europa darf nicht zum atomaren Schlachtfeld werden. Der Gefahr eines drohenden Atomkriegs in Europa muss jetzt entschiedener Widerstand entgegen gesetzt werden. Beitritt zum UN-Atomwaffenverbots-Vertrag jetzt! Die Botschaft, die der Atomwaffenverbotsvertrag in die Welt sendet, ist eindeutig: Wir müssen die Atomwaffen abschaffen – bevor die Atomwaffen uns abschaffen. Diese Botschaft richtet sich auch an unsere Bundesregierung, welche sich bis heute weigert, die US-amerikanischen Atomwaffen aus Büchel in der Pfalz abziehen zu lassen und dem Verbotsvertrag beizutreten. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf: – die nukleare Teilhabe Deutschlands zu beenden; – den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und den Abzug der in Büchel stationierten US-Atomwaffen durchzusetzen; – keine neuen Kampfflugzeuge für einen Atomwaffeneinsatz zu beschaffen; – keine Genehmigung zur Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen zu erteilen; – Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten.
Veranstalter: Sozialforum Amper, unterstützt von Mitgliedern des Eine-Welt-Zentrum e.V., GEW Kreisverband FFB, Bündnis FFB ist bunt – nicht braun, Brucker Brücke – das Wir stärken/LIFEstudioFFB, VVN-BdA.

Seelische Gesundheit im Corona-Alltag?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 31. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Seelische Gesundheit im Corona-Alltag“. Lukas Braumiller und Monika Motzko im Gespräch über seelische Gesundheit in Coronazeiten. Der Psychologiestudent Lukas Braumiller vermisst Aufklärung der Bevölkerung über seelische Gesundheit und Depressionen. Er möchte sein Wissen aus dem Studium sowie der Ausbildung zum Life-Coach und zum Kinder- und Jugendcoaching einsetzen und Methoden aufzeigen, um die Coronakrise und andere Lebenskrisen zu meistern. Monika Motzko ist Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie möchte unsere Wahrnehmung für neue Perspektiven öffnen.
Die Anzahl an Menschen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen an Arbeitslosigkeit, depressiven Verstimmungen und häuslicher Gewalt leiden, hat weltweit Höchstwerte erreicht. Fachleute gehen davon aus, dass die Maßnahmen wesentlich mehr Leben fordern werden als das Virus selbst. Laut UNO sind weltweit 1,6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebensgrundlagen bedroht. Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt, geringes Einkommen und Begleiterkrankungen sind gängige Folgeerscheinungen. Depressionen wirken sich oft lebenslang aus. Wir haben eine psychische Gesundheitskrise.
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Shutdown?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Shutdown? Die andere Meinung„. Video-Chat-Aufzeichnung mit Prof. Dr. Christian Kreiß. Er spricht über Angstpolitik, Beschränkungen der Meinungsfreiheit, falsche Wirtschaftspolitik und den drohenden Wirtschafts- und Finanzcrash. Prof. Christian Kreiß widerspricht den offiziellen Glaubenssätzen. Er sagt: „Durch eine beispiellose Angstkampagne wird derzeit Macht in den Händen einiger Weniger konzentriert und werden Freiheit und Demokratie zu Grabe getragen. – Vor dem kommenden Absturz am Arbeitsmarkt könnten die Menschen zu Recht Angst haben. – Nach Angaben der UNO droht durch die weltweiten Corona-Lockdowns nach westlichem Vorbild fast der Hälfte aller Arbeitskräfte der Erde eine existenzielle Bedrohung der Lebensgrundlage. Laut Wall Street Journal wird sich 2020 die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt von 130 auf 260 Millionen verdoppeln. – Die US-Großbank JPMorgan Chase prognostiziert: Dies ist keine normale Rezession. Der eigentliche Abschwung kommt erst noch.“
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Gemeinwohlökonomie für FFB

Ein Aufruf zur Gründung einer GWÖ-Aktionsgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck von Gerald Morgner. Wer die Gemeinwohl-Initiative mit seiner Teilnahme bereichern möchte, möge sich bitte bei Gerald Morgner anmelden, der bereits Vorträge zur GWÖ hielt:
Inhalt des ersten Termins (ca. 1,5-2,0 Std.), der derzeit vorbereitet wird:

  • Kurzvorstellung eines jeden inkl. Vorkenntnisse zur GWÖ.
  • Gedankenaustausch eines jeden „was versteht jeder für sich unter Gemeinwohl-Ökonomie, und warum erachtet man dieses Thema für wichtig“
  • Ausarbeitung eines thematischen Schwerpunktes zur GWÖ.
    (z.B. Gemeinden, Unternehmen, Vereine, etc..).
  • Weitere Termine

Zur Vorbereitung:

Bitte anmelden. Die entsprechenden Emailadressen stehen im unteren Bild.

Der Aufruf als Video-Teaser.

Wie weiter nach Corona?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, ein Livestream-Gespräch unter dem Titel „Zum Wohl aller: Gemeinwohl-orientierte Nach-Corona-Ökonomie“. Dazu heißt es: „Was erleben wir, was wünschen wir uns, was drängt uns zur Aktion und welche Alternativen gibt es? Ernstzunehmende Wissenschaftler und Ökonomen sagen einen großen Wirtschafts-Crash voraus mit enormen sozialen Verwerfungen. Deshalb müsse unser Wirtschaftssystem gründlich umgebaut werden: „Wir wollen nicht zurück zur Normalität, weil die Normalität das Problem war.“ Gerald Morgner, Unternehmer, und Alfred Pichler, Mitglied in der Kath.-Arbeitnehmer-Bewegung, sprechen über die Erfordernisse einer solidarischen Wirtschaftsordnung zum Wohl aller. Wie kann eine enkeltaugliche Ökonomie funktionieren? Gerald Morgner bringt uns die Theorie und Praxis der Gemeinwohlökonomie näher, die eine menschenwürdig organisierte Wirtschaft belohnt und in einigen Ländern gefördert und in vielen Orten bereits praktiziert wird. – Die jeweils aktuellen Sendungen sind zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Sendereihe „Was macht Corona mit uns?“

Das LIFEstudioFFB informiert über seine Sendereihe „Was macht Corona mit uns?: Am Freitag, 19.6., ging unter dem Titel „Solidarisch sein!“ eine auszugsweise Aufzeichnung aus der Livestream-Sendung der „Unteilbar – So geht Solidarität“-Demos online, die in mehreren Städten der Bundesrepublik am 14.6.20 stattfanden. Es werden Stellungnahmen sozialer Gruppen und Initiativen gezeigt. Solidarität zeigt, dass wir nicht wenige sind, sondern viele. Dass wir nicht allein sind, sondern zusammen. Das stimmt auch für die Menschen in unserer Region. Denn unter den Corona-“Schutzmaßnahmen“ leiden viele Menschen, darunter Selbständige, gesundheitlich Geschädigte und sozial Benachteiligte, Minderheiten und Kleinunternehmen. Solche „Kollateralschäden“ führen zu verstärkter Ausgrenzung und Armut. Dagegen engagiert sich das bundesweite Bündnis „unteilbar“. Es setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein: »Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer«.
Am Freitag, 26.6., werden unter dem Titel „Wer hat Angst vor Olchinger Corona-Demonstranten? Die Demo am 21.6.20“ Auszüge der Redebeiträge prominenter und kenntnisreicher Redner gezeigt. Corona-Demos sind umstritten, weil sie teilweise von Demokratiefeinden gekapert werden. Das verhindern die Olchinger Organisatoren konsequent und verwehren sich vehement gegen solche Vorwürfe. Sie demonstrieren sonntäglich für „unsere Grundrechte, für Frieden und Freiheit, für eine demokratische Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft“. Folgende Redner sprachen sich für diese Ziele aus: Prof. Christian Kreiß, Gerald Morgner, Inge Ammon und Daniel Dinkel.
Am Freitag, 3.7., sprechen unter dem Titel „Gemeinwohl! Wie geht eine Volkswirtschaft zum Wohle aller?“ der Unternehmer Gerald Morgner und Alfred Pichler, Mitglied in der Kathol.-Arbeitnehmer-Bewegung, über die Erfordernisse einer menschenwürdigen und solidarischen Wirtschaftsordnung. Die jeweils aktuellen Sendungen sind zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Solidarität in Corona-Zeiten

Die zweite Folge in der Sendereihe zur Coronakrise „Was macht Corona mit uns?“ ist diesmal ein hochgeladenes Video, kein Livestream. Ab Freitag, 19. Juni, zeigt das LIFEstudioFFB die Videoaufzeichnung „Solidarisch sein!“. Aus der Ankündigung: »Unter den Corona-“Schutzmaßnahmen“ leiden viele Menschen, darunter Selbständige, gesundheitlich Geschädigte und sozial Benachteiligte, Minderheiten und Vereinigungen. Am 14.6.2020 gab es Unteilbar-Demos in mehreren Städten der Bundesrepublik: »So geht solidarisch«. Das »Unteilbar«-Bündnis setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein: »Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer«. Aus der anderthalbstündigen Livestream-Sendung zeigen wir Stellungnahmen sozialer Gruppen und Initiativen. Zum Schluss dokumentieren wir die solidarische Songdarbietung der Liedermacherin Nuria Edwards. Solidarität zeigt, dass wir nicht wenige sind, sondern viele. Dass wir nicht allein sind, sondern zusammen. Das stimmt auch für die Menschen in unserer Region.
Zu sehen im LIFEstudioFFB auf www.lifestudio.ffbaktiv.de und im Video-Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Weitere Livestream-Sendefolgen sind in Vorbereitung. Unter anderen zum Thema Wie geht es Lehrern, Eltern, Kinder? und Psychosoziale Folgen der Corona-Quarantäne-Maßnahmen …

Was macht Corona mit uns?

Die Brucker SZ berichtete am 8. Juni 2020 über die Ausstrahlung der Live-Sendung: „Verwundungen der Seele. Friedensaktivistin Inge Ammon spricht mit Demo-Organisatorin Fee Dürr über Corona und die Auswirkung auf die Menschen.“ – Hier zu lesen: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-olching-verwundungen-der-seele-1.4930682

Das LIFEstudioFFB kündigte eine Sendereihe unter dem Titel „Was macht Corona mit uns?“ an. Es sollen keine Thesen und Meinungen zu den viel diskutierten Schutzmaßnahmen und umstrittenen Thesen diskutiert werden. Statt dessen stehen die Folgen im Vordergrund, die Ängste und Fragen der Menschen. In der Ankündigung heißt es: „Gespräche über die Auswirkungen der Pandemie und der Krisenmaßnahmen. Was erleben wir, was wünschen wir uns, was drängt uns zur Aktion und welche Alternativen gibt es? Ein Zwiegespräch zwischen Jung und Alt über die Auswirkungen der Corona-Pandemie.“ In der ersten Sendung tauschen Inge Ammon, Friedens-Netzwerkerin, und Fee Dürr, Webprogrammiererin, ihre Erfahrungen aus. Frau Dürr organisiert sonntägliche Demos in Olching, um auf die Folgen und Fragen aufmerksam zu machen. Sie wird ihre Hoffnungen darstellen, die sie zur Durchführung dieser Demos motivieren. Inge Ammon berichtet über Erfahrungen aus Flüchtlings- und Bekanntenkreisen. – Der Livestream ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de, danach im Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Online-Demo gegen die Übel in der Welt

Im Zeichen der Corona-Krise startet am 8. Mai um 18 Uhr das LIFEstudioFFB der Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ seine erste Online-Sendung. Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus widmet sie sich verschiedenen Virenschleudern unserer Zeit unter der Überschrift „Nie wieder!“ – Den Viren dieser Zeit widerstehen. Eine Online-Demonstration gegen die Übel in der Welt. Der Schwur der überlebenden KZ-Opfer des deutschen NS-Terror-Regimes hieß „Nie wieder Krieg“. Er gilt noch heute. Wir ergänzen ihn mit dem Appell für die Verhütung drohender Klima- und Wirtschaftskatastrophen sowie des weltweiten Rüstungswahnsinns. Das „braune Virus“, das die Welt ins Unglück des 2. Weltkriegs stürzte, hat überlebt und bedroht unsere Freiheiten. Weitere Viren plagen uns: Das Coronakrisen-Virus, das Klimakrisen-Virus, das Wirtschaftskrisen-Virus, das Aufrüstungs-Virus, das Virus der ungezähmten Kriegsgefahr und das Virus, das unsere Demokratie in arge Bedrängnis bringt. Ihnen setzen wir künstlerischen und geistig-kulturellen Widerstand entgegen. Mit musikalischen und literarischen Beiträgen und Warnungen von regionalen Künstlern, Kulturschaffenden, Sprechern von Initiativen und von Personen des öffentlichen Lebens. Dabei sind Prof. Christian Kreiß, Dr. Sven Deppisch, Willi Dräxler, Margot Simoneit, Herbert Markus, Klaus Zieglmeier. Sowie die Musikanten und Literaten Lisa Rubin, Günter Wagenpfeil, David Jäger, Werner Lutz, Theresa Hannig und Poetry-Slamerinnen des Vereins „Turmgeflüster“. Die Übertragung der Online-Veranstaltung kann hier gesehen werden: www.lifestudio.ffbaktiv.de. Danach ist sie im Video-Archiv zu finden: www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Die Biodiversitäts- und Klimakrise ist gefährlicher

Schreiben des Vorstandes der BUND Naturschutz Ortsgruppe FFB+Emmering an die Stadträte, Stadtverwaltung und die Presse: Wunschliste des BUND Naturschutz für den neuen Stadtrat in FFB. „Während uns die akute COVID-19-Pandemie fest im Griff hat, möchten wir Sie als Stadträte der neuen Legislaturperiode bitten, die für uns Menschen und die Natur Biodiversitäts- und Klimakrise bei Ihren Entscheidungen im Stadtrat nicht außer Acht zu lassen. Während wir hoffen dürfen, dass die Pandemie irgendwann zu Ende geht und unser Leben unter „normalen“ Bedingungen weiter geht, ist die Biodiversitäts- und Klimakrise viel gefährlicher, weil unumkehrbar. Die jetzige Situation zeigt, dass in einer akuten Situation die Politik handelt, und einschneidende Maßnahmen nicht nur von der Zivilgesellschaft akzeptiert, sondern vom Staat auch erwartet werden. Seit Jahren ist unserer Gesellschaft bewusst, dass das richtige Handeln in der Biodiversitäts- und Klimakrise heute genauso akut ist, auch wenn wir es am eigenen Leib noch nicht spüren. Das überaus erfolgreiche Abschneiden des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger einen Wandel hin zu mehr Natur- und Klimaschutz von der Politik einfordern. Vieles davon kann auch im Kommunalparlament bewegt und in die richtige Richtung entschieden werden. In diesem Sinne hoffen wir als BUND Naturschutz auf Ihren erfolgreichen Einsatz und Ihre richtigen Entscheidungen für mehr Natur- und Klimaschutz in unserer Stadt. Als Anhang möchten wir Ihnen zum Beginn Ihrer Stadtratstätigkeit eine Liste mit auf den Weg geben mit Projekten, die uns als Naturschützer am Herzen liegen. Zahlreiche Punkte wurden ja von Ihren Spitzenkandidaten vor der Wahl in unseren Wahlprüfsteinen schon positiv beschieden. – Mit freundlichen Grüßen, Holde Tietze-Härtl, im Namen des BN-Ortsvorstandes der Ortsgruppe Fürstenfeldbruck und Emmering.“ – Die Liste als PDF.

Deutschland bis 2035 klimaneutral machen
Der gemeinnützige Verein „GermanZero“ hat die Initiative ergriffen und ein umfassendes Maßnahmenbündel geschnürt: Wir machen Deutschland innerhalb von zehn Jahren klimaneutral – #schnell, #wirksam und #fair. Für dieses Ziel erarbeiten wir jetzt den Klimaplan und die notwendigen Gesetzesentwürfe. Tausende von Bürgerinnen und Bürgern sollen mit diesem Gesetz unsere Demokratie von unten beleben und das Paket 2022 in den Bundestag einbringen. Gemeinsam setzen wir in Deutschland das um, was die Bundesregierung 2015 beim UN-Klimagipfel in Paris bindend zugesagt hat: Die Erdüberhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Unseren Plan findest du auf: https://germanzero.de/klimaplan. Weitere Infos zu „GermanZero“ findest du auch auf unseren Social Media Kanälen Instagram https://www.instagram.com/_germanzero/, Facebook https://www.facebook.com/GermanZero.NGO/, Twitter https://twitter.com/_GermanZero. – 3-Min.-Erklär-Video: https://youtu.be/q9cn1KBakpw. Heinrich Strößenreuther stellt den Klimaplan von GermanZero vor, der beschreibt, wie die Initiative die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels und die Einhaltung der bindenden Vereinbarungen des Pariser Klimagipfels sicherstellen will. – 18.-Min.-Video: https://youtu.be/uIiYA3_pazc. Neben dem klassischen Element repräsentativer Demokratien setzt „German Zero“ auf direkte Demokratie: Deutschlandweit sollen, mit Unterstützung des Vereins, sogenannte „Klimaentscheide“ auf den Weg gebracht werden, die den Klimaschutz auch in den Städten und Kommunen gesetzlich verankern sollen. Ein ökologisches Mammutprojekt – dessen Beginn von der Stadt Essen eingeleitet wird, wo in den kommenden Wochen ein Bürgerbegehren mithilfe einer von „German Zero“ bereitgestellten Software initiiert werden soll. Dieses Tool berechnet, wie verfügbare Mittel durch zielgerichtete Investitionen effizient genutzt werden können. „German Zero“ bietet also auch hier Hausaufgabenhilfe für die Politik an. – Mehr dazu: https://www.pressenza.com/de/2020/05/german-zero-der-politik-unter-die-arme-greifen und auf https://www.germanzero.de.

29. April bis 8. Mai: Befreiung vom Joch der Nazi-Diktatur

Die Petition „8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!“ (www.change.org/8mai), initiiert durch die VVN-BdA und Esther Bejarano, hat in weniger als 2 Wochen über 50.000 Unterschriften gesammelt. Dieser Forderung haben sich weitere Überlebende angeschlossen. Zu ihnen gehört auch Peggy Parnass. Sie hoffen mit Blick auf die Forderung den 8. Mai zu einem Feiertag zu machen: „Dann akzeptiert vielleicht auch der letzte Deutsche, dass der 8. Mai 1945 nicht der Tag einer Niederlage ist, sondern der Tag eines großen Gewinns.“ Dieser Gewinn soll dieser Tage überall in Deutschland deutlich werden. Auf Grund der augenblicklichen Regelungen bezüglich der Corona Pandemie ruft die VVN-BdA zu einem dezentralen Gedenken auf.
Das Bündnis „Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“ schließt sich zusammen mit dem Fürstenfeldbrucker Maler Guido Zingerl der Idee des Münchner Aktionskünstlers Wolfram Kastner an und fordert die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis auf, ab dem 29. Mai, als amerikanische Truppen 1945 begannen, den Landkreis Fürstenfeldbruck einzunehmen, weiße Fahnen oder weiße Betttücher, evtl. beschriftet mit „75 Jahre Tag der Befreiung – 8. Mai 2020“ gut sichtbar aus ihren Fenstern oder über Zäune auszuhängen.

8. Mai: Erinnerung ans Ende der NS-Herrschaft

Im Zusammenhang mit der Meldung der Brucker SZ vom 15.4.20: „Zweiter Weltkrieg: Weiße Fahnen. Künstler Guido Zingerl fordert Erinnerung an Ende der NS-Herrschaft“ hat das Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun“ eine Erklärung als Aufruf an die Brucker Bevölkerung verfasst:
»Spätestens seit den 70-er-Jahren wurde in der Bundesrepublik auf politischer Ebene darüber debattiert, den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ und nicht als „Tag des Kriegsendes“ oder als „Tag der Kapitulation“ in der Erinnerungskultur zu verankern. Da es heftigen Gegenwind aus konservativen und rechten Kreisen gab, dauerte es noch bis 1985, bis endlich von höchster Stelle in der BRD, nämlich vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, die entscheidenden Worte gesprochen wurden. Was Weizsäcker sagte, war nicht komplett neu. Alles war zuvor bereits gesagt worden. Sein Verdienst war es, auf die richtige Weise zusammenzufassen, versöhnlich nach außen und nach innen und ohne Pathos vorzutragen – und den Augenblick zu nutzen, der sich ihm in seiner Funktion als Bundespräsident bot: „Der 8. Mai (1945)war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ … „wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945 als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft barg“ (Richard von Weizsäcker, Rede zum 8.Mai 1985).
Tag der Befreiung heißt Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft, genauso wie die Befreiung der politisch und rassistisch Verfolgten, der KZ-Häftlinge, der Zwangsarbeiter*innen und Kriegsgefangenen, der Kriegsdienstverweiger*innen und Widerstandskämpfer*innen. Für die nationalsozialistischen Verbrecher, Mitläufer*innen und Sympathisanten war es dagegen Zusammenbruch, Niederlage und Ende ihres mörderischen Unterdrückungs- und Gewaltsystems.
In jüngster Zeit ging die Initiative, den Tag der Befreiung als gesetzlichen Feiertag festzulegen von Esther Bejanaro, einer Holocaustüberlebenden, aus. Auch der DGB fordert dies bereits seit 2018 in einer Erklärung. Ebenso im Bundestag wird darüber diskutiert, in Berlin ist der 8. Mai in diesem Jahr einmalig ein Feiertag. (https://www.stern.de/politik/8–mai-ein-feiertag–untersuetzung-fuer-idee-zum–tag-der-befreiung–9112540.html – Quelle: „Die Zeit“).
Als Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun! schließen wir uns zusammen mit dem Fürstenfeldbrucker Maler Guido Zingerl der Idee des Münchner Aktionskünstlers Wolfram Kastner an: Wir fordern die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis auf, ab dem 29. Mai, als amerikanische Truppen 1945 begannen, den Landkreis Fürstenfeldbruck einzunehmen, weiße Fahnen oder weiße Betttücher, evtl. beschriftet mit „75 Jahre Tag der Befreiung – 8. Mai 2020“ gut sichtbar aus ihren Fenstern oder über Zäune auszuhängen. Gerade in diesem Jahr, wo es nicht möglich ist, gemeinsam Aktionen zu diesem Anlass durchzuführen, würden wir uns freuen, wenn sich sehr viele daran beteiligen und zusammen mit uns ein deutlich sichtbares Zeichen für Frieden, Menschlichkeit und Demokratie setzen. Zu wünschen wäre auch, dass sich wie in München ganze Städte und Gemeinden offiziell dieser Aktion anschließen.
Weitere Ideen z.B. auch zu musikalischen Aktionen sind erwünscht.
Margot Simoneit, für das Bündnis „FFB ist bunt – nicht braun!“ – www.ffbbunt.wordpress.com

Die Coronakrise hat die Armut auf den Spielplan gesetzt

Die Germeringer Schauspielerin und Autorin Bettina Kenter-Götte sagt: Wir brauchen ein #metoo der armutsbetroffenen Freien (Künstler und Kulturschaffende), vor allem der Frauen, damit klar wird, wie viele wie schwer betroffen sind. Denn „das Schweigen ist ein Luxus, den wir uns nicht mehr leisten können“, sagte Roberto Saviano vor zwei Jahren in einem Aufruf an Intellektuelle und Kulturschaffende. Es wurde weiter geschwiegen; nicht nur in Italien. Bettina Kenter-Götte erhebt ihre Stimme gegen die unerträglichen Lobpreisungen des hartzgrausigen Sozialabbaus, dessen Folgen bereits überall erkennbar sind: Spaltung der Gesellschaft, Niedriglöhne, Kinder- und Altersarmut und zunehmende Obdachlosigkeit. Eine Realität, schon lange vor „Corona“. Sie sagt in ihrem aufrüttelnder Artikel: »Und nun Corona. Haben wir uns nicht ausgesucht. Tausende von SchauspielerInnen stehen vor dem Nichts; haben keine Möglichkeit mehr, auch nur einen Cent zu verdienen, denn auch die Nebenjobs fallen weg, Bettenmachen im Hotel, Workshops, Unterrichten, Kellnern. Nun zeigt sich, was so lange so sorgsam versteckt wurde. Dass die meisten kaum für sechs Wochen Rücklagen haben. Dass viele schon jetzt nicht mehr wissen, wie sie die nächste Miete zahlen sollen. „Soforthilfe“, zumindest in Bayern, ja. Aber wie lange reicht die? Und wie lange wird „Corona“ dauern? Und wie viele Theater, Kleintheater, Filmproduktionen und Synchronstudios wird es nach Corona noch geben? Nun ist die kollektive Katastrophe da. Und sie trifft, wie immer und überall, die Frauen am härtesten. Dass sich die Coronakrise jetzt so verheerend auf die (Solo-) Selbstständigen und „Unständigen“ auswirkt, liegt auch an der langjährigen Entsozialisierung der Branche; liegt auch an der Agenda 2010 mit ihrem Herz(los)stück „Hartz IV“. Anspruch auf „Arbeitslosengeld“ konnte kaum jemals jemand von uns erwerben. Doch bis 2004 gab es die „Arbeitslosenhilfe“. Damit konnten wir berufliche und gesundheitliche Krisen einigermaßen überstehen. Mit „Hartz IV“ wurde die Arbeitslosenhilfe abgeschafft. Seitdem bleibt den Vogelfreien nur noch Arbeitslosengeld II, kurz ALG II, besser bekannt als „Hartz IV“. Wer damit in Verbindung gebracht wird, ist z.B. bei Castern unten durch; zumindest war das bis zur Coronakrise so, denn „Hartz IV“ war von Anfang an diskreditiert als Almosen für unwürdige Schwachmaten. Die „Arbeitslosenhilfe“ galt als Lohnersatzleistung. Die Leistung und die Grenzen für Hinzuverdienst und Rücklagen („Schonvermögen“) waren bedeutend höher als bei Hartz IV. Und vor allem: Es wurden Rentenbeiträge gezahlt. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Seit 2011 gelten ALG-II-Bezugszeiten nicht mehr als Rentenanwartschaftszeiten. Das heißt: Wer mehrere Jahre auf Grundsicherung angewiesen ist, wird wohl auch in der Altersarmut landen. Zigtausende von uns werden demnächst einen “Antrag auf Grundsicherung“ stellen müssen. Der Bundesminister für Arbeit und Soziales stellte „vereinfachte Antragsformulare“ für die Zeit der Krise in Aussicht. Doch der Antrag, mit Anlagen, umfasst nach wie vor mehr als 50 Seiten (SZ berichtete).« – Ihr ganzer Artikel ist zu lesen auf www.pressenza.com/de/2020/04/jetzt-steht-armut-auf-dem-spielplan. – Ihr Buch: Bettina Kenter-Götte, Schauspielerin und Autorin des Buchs „Heart´s Fear – Geschichten von Armut und Ausgrenzung“, 184 Seiten, ISBN: 978 – 3 – 88021 – 494-1.

Obere Bild-Quelle: „Münchner Wochenblatt 15/2020“

Ostern 2020: Die Angst vor der Krankheit

Im News-Ticker für den Landkreis Fürstenfeldbruck des Brucker Tagblatts (Merkur) heißt es am 10.4.20 unter anderem: „Es kommen immer weitere Infizierte hinzu. – Mehrere Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. – Das Landratsamt hat am Freitag die für den Landkreis aktuellen Zahlen der Covid-19-Patienten bekannt gegeben: Es gibt 648 Infizierte. Inzwischen sind es 18 Tote. An der Teststation in Germering wurden bis Mittwochabend 65 Bürger auf Corona getestet. 45 Befunde liegen bereits vor, sechs sind positiv. – Um die Versorgung des Personals mit Schutzkleidung sicherzustellen, bittet die Kreisklinik die Bevölkerung, Schutzkittel herzustellen. Diese sollten zu 100 Prozent aus Baumwolle oder flüssigkeitsabweisen-dem Material bestehen, einen Langarm (mit Armbündchen) besitzen sowie als Kochwäsche waschbar sein. Fragen, auch zur Anlieferung der Kittel, beantwortet Karin Hohmann aus dem Klinikum unter Telefon (0 81 41) 99 23 07.“
Kritische Einwände und Anmerkungen zur „Corona-Krise“:
Als „Orientierung” … bleibt der tägliche Strom an Bildern und Zahlenkolonnen: Der Eindruck schwankt dann zwischen dem italienischen Horror-Szenario und einem anscheinend milden deutschen Verlauf. Die Fragen bleiben … Aber die Zeichen verdichten sich, dass hier im Namen der Virus-Bekämpfung etwas aus dem Lot geraten ist … Was steckt also dahinter? Um es für geopolitische Zwecke zu nutzen, muss das Virus nicht erfunden sein. Aber dass die Weltwirtschaft heruntergefahren wird, „nur“ um die Gesundheit der Bürger zu schützen, das können viele Menschen einfach nicht glauben: Weil es allen ihren Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten widerspricht … Mittlerweile sind sogar Elemente, die man vor allem aus der Syrien-Kampagne kennt, in Deutschland angekommen: etwa die Instrumentalisierung von Kindern, um durch Emotionalisierung von Sachfragen abzulenken. So verlas kürzlich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den angeblich von einer Zehnjährigen verfassten Aufruf: „Könnten Sie die Ausgangsbeschränkung verlängern?“ – Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=60119
Jakob Augstein, Herausgeber der Wochenzeitung „der freitag“, kommentiert: Die Angst vor der Krankheit hat die Demokratie aufgegessen. Obwohl wir über die Krankheit nicht sehr viel wissen – oder gerade deswegen. Der Medizinstatistiker Gerd Antes, Professor in Freiburg und weltweit renommierter Experte in seinem Fach, hat dem Spiegel gesagt: „Es gibt zwei enorme Probleme mit den Zahlen: Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich bislang mit dem neuen Coronavirus infiziert haben und wie viele jeden Tag hinzukommen. Außerdem ist unklar, wie viele Menschen ursächlich an einer Infektion sterben.“ Wenn dieser Satz zutrifft, müsste er eigentlich die gesamte Corona-Politik der Regierung hinwegfegen. Stattdessen verklingt er einfach … Und anstatt zu mäßigen, wirken Politik und Medien noch als Brandbeschleuniger. Ja, uns fehlt in jeder Hinsicht die Immunität gegen dieses Virus: gesundheitlich und gesellschaftlich. Diese Krankheit ist ernst. Wir haben sie zur Katastrophe gemacht. – Quelle: https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/rausch-des-notstands
Faktensammlung zu Covid-19: Von Fachleuten kuratierte, vollständig referenzierte Fakten zu Covid-19, die eine realistische Risikobeurteilung ermöglichen sollen (Updates auf der Seite unten): https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii. („Swiss Propaganda Research“ ist ein Forschungs- und Informationsprojekt zu geopolitischer Propaganda.)

Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Corona-Krise

Vor dem Virus seien alle gleich – ein Satz, der bei Regierungsvertretern und Experten häufiger fällt. Sich aber kaum halten lässt, denn die Ärmsten sind schwerer von der Krise betroffen als die Reichen.
Ein 5-Minuten-Video klärt auf.

  • Unter dem Stichwort „Corona: Was jetzt wirklich wichtig ist“ zeigt Attac die Konstruktionsfehler unserer profitorientierten globalisierten Wirtschaft auf und sammelt Beiträge dazu, wie wir zu einer solidarischen, sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft kommen und was wir aus der Corona-Krise lernen können.
  • Medico international weitet im Dossier „Solidarität in Zeiten der Pandemie“ den Blick auf die globale Perspektive und mahnt, dass die existierenden Ungerechtigkeiten in der Krise noch weiter verschärft werden.
  • Auch der Corona-News-Ticker von Inkota hebt die Auswirkungen der Pandemie für den Globalen Süden hervor, wo vielerorts die Menschen nicht nur gegen die Ausbreitung des Virus, sondern um ihre eigene Existenz kämpfen.
  • In den Lobby-News rund um Corona stellt LobbyControl ausgewählte Artikel und Kommentare vor, die Fragen von Demokratie und Grundrechten, Lobbyismus und Einflussnahme und sozialen und politischen Ungleichgewichten berühren.
  • Die Klimaschutz-Organisation 350.org ruft mit ihrem Offenen Brief „Grundsätze für eine #JustRecovery von COVID-19“ zu einer globale Strategie als Reaktion auf die Pandemie auf, die eine gerechte Zukunft für alle in den Mittelpunkt stellt.
  • Greenpeace hat eine Petition für einen Neustart mit grünem Konjunkturprogramm gestartet: Wenn wir jetzt in erneuerbare Energien, saubere Mobilität, naturnahe Landwirtschaft und energiesparende Gebäude investieren, können wir eine grüne, gesunde und widerstandsfähige Wirtschaft schaffen, in der die Menschen und unsere Erde an erster Stelle stehen. 
  • Auch den Malwettbewerb von PowerShift wollen wir an dieser Stelle erwähnen – als ganz praktischen Tipp gegen Langeweile beim Zuhause-Bleiben: Alle Kinder sind herzlich dazu eingeladen, kreative Vorschläge für die „Straßen von morgen“ einzusenden: Sind sie grün und voller Radfahrer*innen und Fußgänger*innen? Wie viel Platz sollen große Autos bekommen, und wird es gar ganz neue Transportmittel geben?

Befürchtungen

Eine historisch gut begründete Warnung von Christian Kreiß, Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen, und Mitbewohner im Brucker Landkreis: Er befürchtet, dass durch „teilweise hysterieartige Angst vor Krankheit, Infektion und Tod durch das Corona-Virus … abgelenkt wird, über das Herbeiführen einer möglichst gewaltigen und überfälligen Bereinigungskrise unsere Menschenrechte einzuschränken und die Demokratie auszuhöhlen – zu Gunsten der Macht von Wenigen … Von dem Crash 1907 haben sich die Börsen über zwei Jahrzehnte nicht erholt. Sieben Jahre später kam es zum Ersten Weltkrieg. Übrigens kam es auch nach dem Ende des nächsten großen Börsencrashs von 1929 bis 1932 ziemlich genau sieben Jahre später zum Krieg. Stehen uns möglicherweise ähnliche ökonomische und politische Entwicklungen in den kommenden Jahren bevor? Kommt in den nächsten Monaten ein massiver Wirtschaftsabsturz, gar eine Wirtschaftsdepression mit einem Heer von Arbeitslosen? Und anschließend vielleicht sogar Krieg? Es gibt heute, genau wie 1907/08 und 2007/08 durchaus starke Kräfte, die auf einen Wirtschaftsabschwung oder gar Depression spekulieren, um davon zu profitieren … Wie schafft man es, einen Wirtschaftsabschwung so stark wie möglich zu machen, einen ‚perfekten Sturm‘ wie man an den Börsen sagt, herbeizuführen? Das Ziel ist klar: Je stärker der Abschwung, desto mehr Konkurrenz kann man ausschalten, desto höhere Gewinne gibt es und desto fester hält man hinterher die Zügel in der Hand …“
Der ganze Artikel ist hier nachzulesen: https://www.heise.de/tp/features/Die-Corona-Angst-und-die-kommende-Wirtschaftsdepression-4693816.html
Die schweizer Plattform „Swiss Propaganda Research“ hat gesicherte Fakten zu Covid-19 zusammengestellt: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii. Nachgereichte Updates: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/#latest
Risikogruppe der Raucher: In der Gruppe der Patienten mit einem verschlechterten Krankheitsverlauf war der prozentuale Anteil der Raucher neunmal so groß wie in der Gruppe derjenigen mit mildem Krankheitsverlauf … Circa 12 Millionen Menschen, also 15% der Gesamtbevölkerung, rauchen, dazu kommen noch die meist sehr jungen Liebhaber der Wasserpfeife, die ihre Lungen in einer kurzen Zeit mit weitaus größeren Schadstoffmengen belasten und sie damit anfälliger machen für Krankheitserreger aller Art … die Frage berechtigt, wie lange wir es uns noch leisten können, die Tabak-Suchterkrankung unbehandelt zu lassen beziehungsweise die Behandlung allein in den “Bereich der persönlichen Verantwortung” der Erkrankten zu legen (Urteil des Bundessozialgerichtes vom Juli 2019), was vom Effekt her einer Nicht-Behandlung gleichkommt. – Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=59912
Die erste Juristin im Land zieht wegen der Grundrechtseinschänkungen durch die Corona-Maßnahmen vor das Bundesverfassungsgericht — weitere werden folgen. – Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/eklatant-verfassungswidrig
Die internationale Fridays-For-Future-Bewegung setzt ihre Aktivitäten im Netz fort: Auch am vergangenen Freitag wurde der #ClimateStrike online fortgesetzt und außerdem nutzt man die Zeit der in vielen Ländern geschlossenen Schulen, der Kontaktverbote und Ausgangssperren, um sich und andere in Webinaren weiterzubilden. – Infos: https://fridaysforfuture.de

Brucker Hilfsangebote und Infoquellen

Offene Geschäfte, Geschäfte mit Online-Handel und Lieferservice in Fürstenfeldbruck zur Deckung des täglichen Bedarfs sind hier zu finden: https://www.fuerstenfeldbruck.de/ffb/web.nsf/id/li_kauf_in_deiner_stadt.html
Info des Landratsamtes u.a. zur Ausbreitung des Coronavirus: https://www.fuerstenfeldbruck.de/ffb/web.nsf/id/li_info_lra_260320.html?OpenDocument&vCMSTemplate=ffb-text
Hilfen für Unternehmen: https://www.fuerstenfeldbruck.de/ffb/web.nsf/id/pa_beratung_foerderung.html
Brucker Nachbarschafthilfe in Zeiten der Pandemie:

Hilfreiche Infos und Initiativen in Zeiten der Corona-Hysterie

Am Samstag, den 28.3., um 19 Uhr soll an Fenstern und Balkonen Krach gemacht werden für ein besser ausgestattetes und bezahltes Gesundheitssystem. Im Aufruf wird mit Recht darauf verwiesen, dass sich die Beschäftigten für kräftiges Beifall-Klatschen nichts kaufen können. Sie brauchen bessere Bezahlungen.
Infos von FRIDAYS FOR FUTURE
Ab jetzt organisieren auf dieser Seite (https://fridaysforfuture.de) für die kommenden Tage und Wochen Livestreams zur Klima-Gesellschafts-Krisen-Bildung! Verfügbar für alle Interessierten, jung und alt, aus jeder Ecke des Landes. Die Webinare werden immer als Live-Stream auf unserem Youtube-Kanal live übertragen.
Fridays For Future Berlin: Wir brauchen jetzt politische Weichenstellungen, um gute Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne für die Beschäftigten zu erreichen. Wir müssen den Beschäftigten und ihren Anliegen jetzt Gehör verschaffen und politisch aktiv werden, damit das Gesundheitswesen und nicht die Lufthansa, VW oder Kohlekonzerne gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Wenn wir eine sozial gerechte und nachhaltige Gesellschaft schaffen wollen, müssen unsere Steuergelder nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft ins Gesundheitswesen fließen und vor allem auch bei den Beschäftigten ankommen. Lasst uns diesen Freitag unseren #climateonlinestrike in Dankbarkeit und vor allem in Solidarität mit den Beschäftigten im Gesundheitswesen machen!
Corona-Hilfsprojekte vor Ort
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Der COVID-19-Virus hat unsere Gesellschaft auf den Kopf gestellt, aber er hat auch unsere Gemeinschaft mobilisiert. In nur wenigen Tagen ist das ehrenamtliche Aktionsbündnis KrisenKultur.de entstanden. Wir haben in diesen Tagen viel großartige und professionelle Unterstützung erfahren, und wir konnten bereits eine Hotline für Nachbarschaftshilfe, ein Corona-Job-Vermittlungsportal und eine Informationsseite zu Online-Bildungsmöglichkeiten realisieren. Wir können auch bei Ihrem Corona-Hilfsprojekt mit WoManpower, KnowHow und technischen Ressourcen unterstützen! Kontaktieren Sie uns und erzählen Sie uns, wie wir Ihnen helfen können, anderen zu helfen. Gemeinsam schaffen wir das. – Nachbarschaftshilfe finden und anbieten: https://nebenan.de. Es gibt bereits viele in und um FFB.
Initiative Gegen-den-Virus.de
Auf der Seite könnt ihr mit wenigen Klicks eure Hilfe anbieten, indem ihr euch Corona-Aushänge ausdruckt. Auf die Zettel schreibt ihr dann einfach die Dinge, die ihr anderen abnehmen könnt (wie etwa Einkaufen), wie man euch erreichen kann und hängt sie auf. So können wir aktiv Menschen helfen, die stärker vom Virus gefährdet sind!
Die Bürgerstiftung, die die Tafeln betreibt, will auch weiterhin für die Bedürftigen da sein. Deshalb hat sie eine Coronahilfe-Hotline eingerichtet. Bei der Hotline können sich Tafelkunden aus dem Landkreis melden, wenn sie aktuell nicht genug Geld haben, um einkaufen zu gehen. Die Bürgerstiftung unterstützt diese dann finanziell. Telefon (08141)3156713 und per E-Mail an coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de.
Ideen aus New York mit Zukunft
„Das Wetter wird schöner und New Yorker müssen raus um Sport zu machen und für ihre geistige Gesundheit während der Covid-19-Pandemie. Um dies während der Selbstisolation zu ermöglichen, werden wir viele Straßen für den Autoverkehr sperren. Unser Ziel ist es, dass es eine autofreie Straße für jeden New Yorker nicht weiter als vier Blocks von seinem Haus entfernt gibt.“ – Bill de Blasio, Bürgermeister von New York City auf Twitter. – Außerdem werden 435 Ausgabestellen eingerichtet, an denen sich alle Kinder und Jugendliche Frühstück, Mittag und Abendbrot abholen können.
Was Künstler bekommen, wenn sie nach der „schnellen und unbürokratischen“ Unterstützung fragen? 20 Dokumente mit zusammen 60 Seiten. Sie werden erstickt mit Kleingedrucktem.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/corona-grundsicherung-kuenstler-1.4856790
Fragen
Braucht es wirklich Patente an essentiellen Arzneimitteln, die letztlich dafür sorgen, dass viele Menschen nicht versorgt werden können? Liegt nicht in der Sorge füreinander eine Form von Arbeit, die viel höher zu bewerten ist als das Streben nach privatem Profit? Und was spricht eigentlich dagegen, die eigene Lebensweise zu überdenken und dabei von einem die Umwelt schädigenden Konsum vieler unnützer Dinge zu entrümpeln? Bedarf es tatsächlich der Verordnung eines disziplinierenden Notstandes bis hin zur lückenlosen Überwachung von Personen über ihre Smartphones?

Coronavirus – uns fremd und feind

Es bleiben fast keine Veranstaltungen übrig in der Brucker „Woche gegen Rassismus“. Informieren Sie sich bitte bei den einzelnen Veranstaltern bzw. über deren Webseiten. Das „LIFEstucioFFB“ zeigt seine geplante Collage wie vorgesehen am Freitag, 20.3., um 19 Uhr, auf www.lifestudio.ffbaktiv.de und im Videoarchiv danach auf www.youtube.com/user/ffbaktivstudio, unter dem Titel „IHR – uns fremd und feind !? Eine Collage über die Gesichter des bösartigen Phänomens Fremdenhass und Rassismus.“ Texte und Bilder über Vorurteile, Feindbilder und Gewaltbereitschaft, Macht, Besitz, Unterwerfung und andere Zivilisationskrankheiten. Gestern, heute und morgen. Die Collage besteht aus vier Teilen: A) Bösartige Phänomene; B) Gesicht zeigen, Stimme erheben; C) Alma Mater Criminalis; D) Es geht anders. Die Collage ist unser Beitrag im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die in FFB unter dem Motto „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ stattfinden sollten. Fast alle Veranstaltungen wurden der Coronavirus-Ereignisse abgesagt. – Der Samstag, 21. März, ist der Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung.
Absagen aufgrund des Corona-Virus gab es bislang für die städtischen Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus und die Theaterveranstaltung für Senioren des Seniorenbeirates in der Neuen Bühne Bruck. Darüber hinaus werden das Brucker Volksfest (24. April bis 3. Mai) sowie der Marktsonntag am 26. April nicht stattfinden. Betroffen von dieser Regelung sind auch die Veranstaltungen des Museums Fürstenfeldbruck und der Stadtbibliothek. Die Stadtbibliothek bleibt für das Ausleihen von Büchern geöffnet. Die Kurse und Vorträge in der Volkshochschule entfallen. Ebenso finden sämtliche Eigenveranstaltungen des Veranstaltungsforums bis einschließlich 19. April 2020 nicht statt. Das Veranstaltungsforum bemüht sich, Ersatztermine zu vereinbaren. Die Karten behalten zunächst ihre Gültigkeit. Allen Gastveranstaltern wird dringend empfohlen, auch ihre Veranstaltung im Haus des Veranstaltungsforums abzusagen … Grundsätzlich wird es von Montag, 16. März, bis Samstag, 19. April, ein Betretungsverbot für Kinder in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogischen Tagesstätten geben … Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind ab Montag, den 16.März bis einschließlich Sonntag, den 19. April also bis zum Ende der Osterferien, alle Schulen geschlossen. ÖPNV und SPNV fahren ab Montag nach Ferienplan. Quelle: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/coronavirus-fuerstenfeldbruck-veranstaltungen-mit-100-personen-werden-untersagt-13585044.html – Diese Seite wird ständig aktualisiert.