Kategorie: Energiewende

Klimastreiks und -politik im Landkreis

„Germering/Puchheim: Mehr als 1500 Menschen streiken fürs Klima … Vor allem Schüler fordern die Politik auf, rasch und umfassend zu handeln. Sie verlangen bessere Bus- und Bahnverbindungen, mehr Fahrradständer und eine striktere Einhaltung der Baumschutzverordnung … Am internationalen Klimastreik haben sich am Freitag mehr als 1000 Menschen vor der Stadthalle in Germering beteiligt … In Puchheim … versammelten sich am Mittag mehr als 500 Menschen auf dem Grünen Markt, während Kirchenglocken läuteten. In beiden Städten hatte ein Aktionsbündnis aus Umweltverbänden, Parteien und Kirchen zum Protest aufgerufen …“ – Brucker SZ am 20.9.19: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/germering-puchheim-mehr-als-1500-menschen-streiken-fuers-klima-1.4609191
„Weit über 1000 Demonstranten gehen auf die Straße …“ – Das Brucker Tagblatt am 20.9.19: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/germering-ort28724/klima-streik-mehr-als-1000-demonstranten-in-germering-13022462.html
„Kreisräte wollen keinen Klimanotstand ausrufen … Die Idee der SPD findet im Energie- und Umweltausschuss keine weiteren Fürsprecher. Stattdessen wird ein „Energiewendemobil“ angeschafft …“ – Brucker SZ am 20.9.19: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-kreisraete-wollen-keinen-klimanotstand-ausrufen-1.4609433
„Autos raus, Kunst rein … Am „Park(ing) Day“ werden zwölf Stellplätze an der Hauptstraße zweckentfremdet. Und auch für das Parkdeck an den Schulen auf dem Tulpenfeld findet sich eine fantasievollere Nutzung als im grauen Alltag …“ – Brucker SZ am 20.9.19: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-autos-raus-kunst-rein-1.4609439
Das Brucker Tagblatt am 20.9.19: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/bunte-aktionen-machen-parkenden-autos-in-fuerstenfeldbruck-platz-streitig-13023760.html
»Mobilitätswoche: Hoffnung auf die Verkehrswende. Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl (links) eröffnet im Alten Schulhaus eine Wanderausstellung des Verkehrsclubs Deutschland zu Mobilität und nachhaltigen Fortbewegungsmitteln … „Die Veränderung der Mobilität steht an“ … Allein im Landkreis Fürstenfeldbruck werden jede Woche 40 Autos neu angemeldet.“ 82 Prozent der Hauhalte in Fürstenfeldbruck besitzen ein oder mehrere Autos, wie eine Befragung ergab. Neben Emissionen stelle der hohe Flächenverbrauch durch fahrende und parkende Autos ebenfalls ein Problem dar … Neu ist die App „Schadensmelder-FFB“, bei der man Schäden jeder Art melden könne, auch im Bereich Verkehr …« – Bericht der Brucker SZ am 17.9.19: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/mobilitaetswoche-hoffnung-auf-die-verkehrswende-1.4604753
»Natur- und Klimaschützer bekräftigen ihre Forderung nach der Einführung einer braunen Tonne und dem Bau einer Vergärungsanlage … Mit der Energie, die in organischen Abfällen steckt, könnte man viele Häuser heizen, auch im Landkreis. Darauf hat der Verein „Das bessere Müllkonzept“ am Sonntag bei seiner Landesdelegierten-Versammlung in Gernlinden hingewiesen. Wird der Biomüll einsammelt und vergärt, entsteht dabei Methan, das chemisch identisch mit Erdgas ist. Das Gas kann man speichern und bei Bedarf verbrennen, um damit Turbinen anzutreiben, die Strom erzeugen. Mit dem Strom könnte man Wärmepumpen betreiben … Ziel 21 fordert daher ebenso wie das Bessere Müllkonzept, der Bund Naturschutz und die Kreisräte von UBV und Freien Wählern die Einführung einer Biomülltonne. So könnte die Menge der eingesammelten Bio-Abfälle um das Drei- bis Vierfache gesteigert werden …« – Bericht der Brucker SZ am 17.9.19: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/energie-strom-und-waerme-aus-abfall-1.4604628

Germering streikt am 20.9. für Klimaschutz

Das Brucker Tagblatt meldete am 13.9.19: »Die Stadt wird Teil der „Fridays for future“-Bewegung im Kampf gegen den Klimawandel. Ein Aktionsbündnis mit mittlerweile rund 40 teilnehmenden Gruppen ruft für Freitag, 20. September, zu einer großen Demo vor der Stadthalle auf … alle Kirchen inklusive der türkisch-islamischen Gemeinde, alle Parteien, alle weiterführenden Schulen und weitere Gruppen beteiligt. Unter anderem mit dabei sind auch Bund Naturschutz, Umweltbeirat und Jugendrat, die Fairtrade-Bewegung, der Verein One Earth one Ocean, das Jugendzentrum Cordobar und die AWO … Die Jugendlichen der beiden Gymnasien, der FOS und der Realschule können sich am Aktionstag an der Demo beteiligen, ohne die Schule schwänzen zu müssen … veranstalten die Schulen am 20. September einen Projekttag Umwelt, der um 11.30 Uhr endet – anschließend sollen die Schüler zur Stadthalle pilgern … weil der 20. September ein entscheidender Tag im Kampf gegen den Klimawandel sei: „In Berlin trifft sich das Klimakabinett, um sein Vorgehen zu bestimmen. Und einen Tag später beginnt in New York der UN-Klimagipfel.“ … Das Aktionsbündnis ruft für Freitag, 20. September, zu einem symbolischen Streik auf. Um 11.55 Uhr sollen möglichst viele Germeringer auf den Platz vor der Stadthalle kommen, um so ihre Unterstützung zu bekunden …«

Mehr Bäume – mehr Autos …

Die Brucker SZ berichtete am 27.8.19: » „Baumschutzverordnungen lohnen sich“, sagte Eugenie Scherb, Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz (BN), am Dienstag bei einem Pressetermin in der Kreisstadt. „Gemeinden mit Verordnung haben mehr Bäume, sind grüner und die Bäume sind im Schnitt auch älter.“ Das sei für Klima und Artenvielfalt gut … Der BN fordert Baumschutzverordnungen im Nachgang des Volksbegehrens auch als Zeichen dafür, dass nicht nur Landwirte, sondern auch Städte und Gemeinde etwas gegen Artenschwund und Klimawandel tun müssen. Dennoch wird derzeit in Maisach, vor allem in den kleineren, ländlichen Ortsteilen, darüber gestritten, ob eine solche Verordnung für die gesamte Gemeinde eingeführt werden soll … Der BN rät, Bäume von einem Stammumfang von 60 Zentimetern oder einem Alter von sieben Jahren an zu schützen. Der Geltungsbereich und eventuelle Sanktionen können individuell geregelt werden … «
Das Brucker Tagblatt berichtete darüber am 28.8.19: » Bund Naturschutz will Verordnungen für Baumschutz in allen Kommunen … Die Menschen im Landkreis brauchen mehr Bäume: Das erklärt der Bund Naturschutz (BN) und fordert die Kommunen auf, Baumschutzverordnungen zu erlassen … Fürstenfeldbruck–Verordnungen dieser Art seien das beste Mittel, um Temperaturen zu senken, die Luft zu säubern und die Artenvielfalt zu fördern. „Wir sind überzeugt, dass eine Baumschutzverordnung Mensch und Natur hilft“, sagte die Kreisvorsitzende Eugenie Scherb bei der Vorstellung einer bayernweiten Studie in Fürstenfeldbruc … Lediglich 94 Städte und Gemeinden haben bereits ein entsprechendes Regelwerk. Vertreter der Kommunen mit Verordnung hätten aber fast durch die Bank die Wirksamkeit bestätigt. Das sieht auch Geilhufe so. „Bäume haben eine entscheidende Rolle für das Stadtklima.“ … Wie genau eine ideale Baumschutzverordnung aussieht, will der BN noch erarbeiten … «

Die Brucker SZ 27.berichtete am 26.8.19: Pro Woche 40 Autos mehr … Fast 121 000 Personenwagen tragen inzwischen das FFB-Kennzeichen. Ein Boom, den auch die Klimadebatte nicht zu bremsen vermag … Die Zulassungszahlen steigen trotz der Diskussionen über eine Verkehrswende zur Verhinderung des Klimawandels, trotz der „Fridays for Future“-Demonstrationen und trotz überlasteter Straßen und täglicher Staus im Berufsverkehr konstant an. Laut Statistik der Zulassungsstelle des Landratsamts nimmt die Zahl der hier registrierten Autos von Woche zu Woche um etwa 40 zu … Die schon damals mit dem Boom verbundenen Verkehrsprobleme sollten mit dem Bau von Umgehungsstraßen gelöst werden. Inzwischen ist vielerorts auch der ruhende Verkehr, also mit Autos zugeparkte Straßen, zum Problem geworden …

Legalisierte Guerilla-Photovoltaik

Die Brucker SZ berichtete am 20.8.19 über „Energiegewinnung auf dem Balkon … Balkon-Photovoltaik, Balkon-Kraftwerk oder Mini-Photovoltaik … Nicht nur auf dem Dach, sondern auch auf Balkonen können Solaranlagen installiert werden … Eine neue Norm regelte 2017 den Betrieb der Anlagen, im Mai dieses Jahres trat eine weitere Norm in Kraft. Diese regelt, dass die Nutzer die steckbaren Solargeräte nun selbst beim Netzbetreiber anmelden können. Mit den Anlagen können endlich auch Mieter selber Sonnenstrom erzeugen, mit Solaranlagen auf dem eigenen Balkon … Ein … Problem sei, dass viele Interessenten noch unsicher seien, welche Kosten auf sie zukämen, sagte Martin Handke vom Energiewendeverein für den Landkreis, Ziel 21 … Das Landratsamt klärt darüber auf, wie Mieter Solarstrom für den eigenen Verbrauch erzeugen können.“ – Ein weiterer Vortrag des Landratsamts über Balkonkraftwerke: Dienstag, 17.9., 16 Uhr, Bürgerpavillon, Heimstättenstraße 24, FFB.

Städtische Klimapolitik will Weile haben

Ein empfehlenswertes Gespräch zwischen Greta Thunberg, Schülerin in Schweden, und Alexandria Ocasio-Cortez, demokratische Präsidentschaftskandidatin, USA.

Das Brucker Tagblatt berichtete am 16.7. über eine öffentliche Diskussion am 12.7. im Brucker Rathaus, veranstaltet vom Umweltbeirat der Stadt und dem Stadtjugendrat mit vielen Gästen: „Klima-Notstand geistert durch die Kommunen … Bei einer gemeinsamen Sitzung im Rathaus diskutierten Stadtjugendrat und Umweltbeirat nun mit Experten und Besuchern über den Klimaschutz. Dass die Stadt mehr tun muss und könnte, um ihre selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen, war Konsens bei den Teilnehmern … In einer großen Runde wurden Ideen gesammelt und besprochen, was die Stadtpolitik in Bruck in Angriff nehmen sollte. Bis zum 1. Oktober wollen SJR und UB das Ganze bearbeiten. Dann ist die nächste Sitzung des Umweltausschusses, bei dem die beiden Beiräte einen fertigen Antrag präsentieren wollen. Ob darin ein Klimanotstand gefordert wird, das will man sich bewusst noch offenhalten … Damit das Gewicht hätte, könnte der Stadtrat das beschließen. Das fordert zum Beispiel die Fraktion der Grünen in einem Antrag. Dieser muss innerhalb von drei Monaten im Stadtrat entschieden werden. Stadtjugendrat (SJR) und Umweltbeirat (UB) finden dieses Vorgehen verfrüht …“
Kommentar: Ein Antrag, der als symbolpolitische Maßnahme von etlichen deutschen Städten bereits angenommen wurde, könnte in Bruck verfrüht sein und eventuell von konkreten Maßnahmen ablenken – so sehen es Skeptiker. Und die Grünen kamen angeblich nicht einmal auf die Idee, der Umweltbeirat interessiere sich für Klimaschutz und erarbeiteten deshalb ihren eigenen Antrag an den Stadtrat. Das klingt alles nicht wirklich plausibel, denn andernorts argumentiert man nicht drumherum, sondern schreitet zur Tat. Aber es gab auch Konkretes zu hören, bspw. zur praktischen Stadtpolitik: „Indem man selbst vorbildlich handle, die Rahmen für Dinge wie Verkehr setze oder Öffentlichkeitsarbeit betreibe“. Eine immerwährende Aufgabe einer Stadtverwaltung, denkt man, aber anscheinend muss das in Bruck erst jemand ins Bewusstsein rücken – Beifall gab es dafür aber nicht. Die Beiräte beraten nun bis 1. Oktober, die Fraktionen machen unterdessen weiterhin ihr „eigenes Ding“ – schließlich ist bald Kommunalwahlkampf – und die Stadt und ihre Einwohner warten derweil auf bessere Zeiten.

Im Sinne des Aktivwerdens rufen wir auf, zur Münchner Klimademo zu gehen!
Sonntag, 21.7. 16-18 Uhr, Odeonsplatz, München
MUNICH FOR FUTURE: 16:00 Uhr Odeonsplatz | Begrüßung & Reden; 16:30-17:30 Uhr Demo-Route: Odeonsplatz – Briennerstr. bis Karolinenplatz – Barerstr. – Gabelsbergerstr. – Oskar von Miller Ring – Ludwigstr. – Odeonsplatz. (ca. 1,8 km); 17:30 Uhr Odeonsplatz, Abschlusskundgebung mit Special Guest Konstantin Wecker. – Alle Infos: https://munichforfuture.de
Wir stehen an der Seite von Fridays for Future: Das sind alle, die für unser Klima auf die Straße gehen.
Die Klimastreik-Bewegung ist international, überparteilich, autonom und dezentral organisiert. Mach mit und werde Teil unserer Bewegung! Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation – die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts. Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.
Parents for Future:
Erst vor einigen Monaten hat sich Parents for Future gegründet. In der Zwischenzeit ist daraus eine Bewegung mit über 150 Ortsgruppen in ganz Deutschland und mit vielen Tausend engagierten Erwachsenen geworden. Lasst uns gemeinsam die großen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen angehen, die notwendig sind, um die nahende Klimakatastrophe doch noch abzuwenden! Wir werden auch in Zukunft über aktuelle Entwicklungen informieren und über Aktionen aus unseren Ortsgruppen berichten. – Webseite: www.parentsforfuture.de. Unser Newsletter als Downloadlink: https://parentsforfuture.de/system/files/2019-07/PvF_Newsletter_BW_4.pdf

Dient der Blumenblühflächen-Verkauf dem Artenschutz?

Die Brucker SZ vom 19.3.19 berichtete über die Reaktion der Naturschutzgruppen auf die Aktion der Landwirte, die einen Teil ihrer Ackerflächen in Blühflächen umwandeln wollen: „Blühflächen, so das Fazit des LBV-Vorsitzenden, seien kein Ersatz für die Lebensräume, die durch die intensive Landwirtschaft verschwunden seien, was zum Artensterben geführt habe. Der Verlust von Hecken, Rainen, Weg- und Ackerrändern, die eigene Lebensräume bilden und vor allem Lebensräume untereinander vernetzen, kann laut Schäffer nicht durch die befristete Anlage von Blühstreifen kompensiert werden … Der LBV hat mehrere Kriterien für Blühstreifen aufgestellt, die einen Beitrag zum Artenschutz leisten könnten.“ – Nachzulesen im SZ-Artikel.

Aktionen sind vonnöten, um der Politik Beine zu machen

Demokratie und Klimapolitik gehören zusammen und benötigen unsere aktive Teilnahme. „Mehr Demokratie e.V.“ und das Münchner Umweltinstitut haben zwei Broschüren publiziert und kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zur Weiterverteilung dringend empfohlen!
Ein kostenloses Buch zur Europawahl: „Europa – Die unvollendete Demokratie“. Die EU befindet sich in der tiefsten Krise seit ihrer Gründung. Diesen Diskussionsprozess regt das Buch an. Die Europawahl am 26. Mai ist eine Schicksalswahl. Wir brauchen eine neue, positive Vision für Europa. Denn bisher erinnert das europäische Haus eher an ein uneinnehmbares Verwaltungsgebäude als an ein vielseitiges offenes Bauwerk für die unterschiedlichen Menschen und ihre Bedürfnisse. In diesem Buch der Autorin und Journalistin Ute Scheub setzen wir Stein für Stein die Elemente für ein runderneuertes europäisches Haus, dessen Fundament aus erweiterter Demokratie, Bürgerbeteiligung, Solidarität, Menschenrechten und Klimaschutz besteht. Das Buch ist gut lesbar, nicht kompliziert und immer auf dem Punkt. Hier kann das Buch kostenlos bestellt werden: www.transforming-europe.eu/de/buch-bestellen
Das Buch als PDF runterladen: www.transforming-europe.eu/fileadmin/user_upload/pdf/2019-01-10_Europa-Buch_von_Ute_Scheub.pdf
Ein kostenloses Buch zur Klimawende: „Klimawende von unten“. Mehr Demokratie e.V.: Ganz konkret wird Klimapolitik von den Städten und Gemeinden angeschoben. Überall gibt es engagierte Menschen, die für lokalen Klimaschutz kämpfen. Die direkte Demokratie kann ihnen helfen. Mit ihr können die Bürgerinnen und Bürger verbindliche Beschlüsse fassen. Die Kommunalpolitik muss sie dann umsetzen. Klimawende von unten. Genauso lautet die Überschrift der Broschüre, die Mehr Demokratie gemeinsam mit dem Umweltinstitut München e.V. und BürgerBegehren Klimaschutz ausgearbeitet hat. Eine Broschüre für Aktionsgruppen in ganz Deutschland, für Menschen, die schon aktiv sind oder es werden wollen. Jetzt ist die Broschüre fertig und steht zum Download bereit. Kleine Gruppen engagierter Menschen haben es geschafft, ganze Städte zu verändern. In Berlin haben sie ein Öko-Stadtwerk gegründet und die Vorfahrt für Radfahrer/innen erkämpft. Nun gibt es „Radentscheide“ in ganz Deutschland. In München geht wegen eines Bürgerbegehrens ein Kohlekraftwerk vom Netz. Hamburg hat sich per Volksbegehren das Fernwärmesystem von Vattenfall zurückgeholt. Die Broschüre zeigt solche Beispiele und eine Übersicht, was in welchem Bundesland mit der direkten Demokratie erreicht werden kann. Schließlich noch Anregungen, wie sich Menschen motivieren lassen. Wir können die Welt verändern. Es liegt an den vielen. Die wollen wir erreichen. Allein auf die Politik verlassen? Das reicht schon lange nicht mehr. Auf geht’s, bringen wir die Broschüre unter die Leute! – Umweltinstitut München: Im Handbuch stellen wir Ihnen dafür einfache Anleitungen und Forderungsbaukästen zur Verfügung. Und wenn Sie Unterstützung brauchen, dann kontaktieren Sie mich. Gerne beraten wir Initiativen und helfen bei der Mobilisierung. Hinter uns steht ein breites Netzwerk an Unterstützern, vom Bund für Umwelt und Naturschutz über den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC bis zu Greenpeace. Buchbestellung: http://www.umweltinstitut.org/ueber-uns/infomaterial/energie-und-klima.html. Die Klimabroschüre als PDF herunterladen.

Hauptverhandlung gegen Lebensmittelretterinnen …

… und Einladung zur Kundgebung. (Info der beiden Angeklagten:) Bis jetzt ist keine Terminverschiebung in Aussicht. Wie bereits angekündigt, findet der Prozess am Mittwoch, den 30. Januar um 14.00 Uhr vor dem Amtsgericht Fürstenfeldbruck statt. Zu diesem Anlass treffen wir uns alle um 12.00 Uhr zur Kundgebung auf dem Hauptplatz vor der Stadtsparkasse in Fürstenfeldbruck. Sie wurde von unseren Unterstützern organisiert. Für Mittagessen und heiße Getränke wird der mobile Essensstand sorgen, der direkt „aus der Tonne“ serviert. Live-Musik von Aynie und Redebeiträge sorgen für den nötigen Tiefgang und Unterhaltung. Ab 13.00 Uhr machen wir uns gemeinsam auf den Weg in Richtung Gerichtsgebäude in Form einer Demonstration, denn ab 13.30 Uhr wird es Zeit in den Gerichtssaal zu gehen. Wir wünschen uns eure solidarische Teilnahme an der Gerichtsverhandlung um 14.00 Uhr. Lasst uns für einen Freispruch einstehen! Das Ergebnis der Verhandlung werden wir direkt im Anschluss nach außen tragen und gemeinsam unsere Meinung darüber kund zu tun. Zum Schluss wird der Liedermacher Harry Gump für Stimmung sorgen.
Lasst uns gemeinsam laut werden und für die Entkriminalisierung des Containerns, sowie gegen die massive Lebensmittelverschwendung demonstrieren. Seid kreativ malt gerne Transparente. Wer mag, bringt einen Kochtopf mit für ein lautes Topf-Konzert. Mit dem Kochlöffel in der Hand hauen wir auf den Putz! (Für eventuelle kurzfristige Änderungen schaut nochmal auf unseren Blog: www.olchiscontainern1.blogsport.de oder auf unserer facebook-Seite „Olchis Containern“).
Aus einer persönlichen Sache wurde eine politische Frage. Sind wir bereit für Eigeninitiative? Bis hin zu einer globalen Klimagerechtigkeit ist es noch ein weiter weg! Wir haben uns bereits auf den Weg gemacht. Während die Politik noch schläft, wollen wir bereits aufgestanden sein, Verantwortung übernehmen und unsere Welt selbst mitgestalten!
Voraussichtlich Mitte Februar wird es ein Nachbereitungstreffen geben. Es besteht der Wunsch, ein festes Netzwerk zu schaffen, welches sich über diesen Fall hinaus mit der Lebensmittelrettung beschäftigt, sowie Unterstützung für zukünftige Angeklagte bietet. Genauere Infos hierzu gibt’s am Mittwoch.

„Wir haben es satt“

Ein sehr spontaner, aber lauter Aufruf zur Demo „Wir haben es satt“ in Berlin, am Samstag, den 19. Januar, erreichte uns von den beiden Olchinger Containerinnen/Lebensmittelretterinnen: „Auch wir werden dabei sein und unsere Stimme gegen die Agrarindustrie und für ein gerechteres und nachhaltigeres Lebensmittelsystem erheben. Nehmt eure Kochtöpfe mit! Ab 12 gehts los am Brandenburger Tor. Nach der Demo werden wir bei der Veranstaltung „Soup & Talk“ mit einigen anderen spannenden Initiativen, auch unseren Fall und Aktionen gegen die Lebensmittelverschwendung vorstellen dürfen. – Infos: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/programm/suppntalk/
Die Großdemonstration in Berlin: Mehr als 170 Bäuerinnen und Bauern reisten mit ihren Traktoren an. Gut 35.000 Menschen setzten sich bunt, lustig und laut für eine zukunftsfähige Agrarrefom ein, für die Tiere, für Vielfalt und Bienen, für gutes Wasser und gesundes Essen für alle.

Nach dem Bürgerentscheid zurück in die Steinzeit?

Die Brucker SZ berichtete am 23.7.18: »… der Geschäftsführer der Bohrfirma Exorka, die zu Daldrup gehört, sagte lediglich: „Was die Energiewende betrifft, haben sich die Puchheimer zurück in die Steinzeit versetzt“ … Entscheidend ist immer die Rendite. Die Stadt Fürstenfeldbruck hat ihr Geothermie-Projekt bereits 2009 als unrentabel begraben, bis heute hat sich kein privater Investor gefunden … Germering verfolgt ebenfalls seit mehr als einem Jahrzehnt ein Geothermie-Projekt, hat aber mit Steag Evonik wie Puchheim nur einen potenziellen Partner gefunden … Der Bürgermeister glaubt, dass die Angst vor einem Erdbeben überall ausschlaggebend war. Viele hätten Erfahrungen mit nassen Kellern durch hohes Grundwasser und Regen und wollten das nicht noch mal haben … Tatsächlich verfügen die Stadt und die Firma noch bis Ende Juni 2019 über den Claim. Spätestens dann könnten andere Investoren das Bergrecht beim bayerischen Wirtschaftsministerium beantragen und würden es wohl bekommen.«
Kommentar: Angst ist kein guter Ratgeber. Aber blindes Vertrauen in Technik und Wirtschaftlichkeit sind es auch nicht. Es fehlt an tieferem Wissen, an Transparenz und an einer auf demokratische Weise organisierte Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, die das Gemeinwohl an die erste Stelle setzt statt Privatinteressen. Doch das sind derzeit noch Fremdwörter im politischen Alltag sowie im Bewusstsein der Menschen, die das nicht gewohnt sind und es sich deshalb kaum vorstellen können. Weil: „Die machen ja doch, was sie wollen!“ Rendite first oder Mensch und Natur? Hierüber wäre ein Entscheid zu fällen! Erst dann ist die Steinzeit endgültig vorbei.

Energiewende ist schwer. Obwohl …

Die Brucker SZ kommentierte am 29.5.18: Die Energiewende im Landkreis hinkt dem Zeitplan weit hinterher … Es sind allenfalls kleine Gehschritte, die bislang unternommen wurden. Die Expertise zum Energie- und CO₂-Verbrauch im Landkreis hat es jüngst mit Zahlen untermauert. Der Landkreis bleibt hinter seinen Zielen zurück … Die Abkehr von fossilen Ressourcen und Kernenergie ist eine Jahrhundertaufgabe und ohne historisches Vorbild … Braucht … einen Masterplan – weltweit, landesweit, lokal. Und sie braucht unabhängige wissenschaftliche Begleitung, zu komplex ist das Thema und nicht so einfach … Ein kommunaler Aktionsplan kann der richtige Weg dahin sein.
Ein Kommentar von Franz Alt resümiert andererseits einen Ökostrom-Rekord in Deutschland: Im Jahr 2000 wurden in Deutschland 5 % Ökostrom erzeugt. Im Frühjahr 2018 sind wir bei 42 % – mehr als achtmal so viel … Im Jahr 2000 kostete die Produktion einer Kilowattstunde Solarstrom 70 Cent – heute noch etwa sieben Cent, um den Faktor Weiterlesen