Kategorie: Klima und Natur

Wunschliste des BN an den neuen Stadtrat

Am 26.5.20 berichtete das Brucker Tagblatt: »Der Bund Naturschutz hat einige Projekte aufgelistet, bei denen der Stadtrat tätig werden soll. Das Spektrum ist vielfältig und reicht von Blühwiesen über Energiewende bis zum Verkehr … schreibt die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbands im Bund Naturschutz (BN), Holde Tietze-Härtl, in einem Brief an die Stadträte. „Während wir hoffen dürfen, dass die Pandemie irgendwann zu Ende geht und unser Leben unter normalen Bedingungen weitergeht, ist die Biodiversitäts- und Klimakrise viel gefährlicher, weil unumkehrbar.“ Das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zeige, dass die Bürger einen Wandel in Sachen Naturschutz von der Politik einfordern. In sogenannten Wahlprüfsteinen haben die Spitzenkandidaten bereits ihre Position zu Themen formuliert. Nun schlägt der BN Themenfelder vor« und macht zu ihnen konkrete Vorschläge für Blüh- und Grünflächen; Baumschutz; Gewässer; Viehmarktplatz; Energiewende; Verkehr. Sie sind im Pressebericht nachzulesen.

Unsicherheit der Ämter – Konkrete Hilfe der Caritas

Am 22.5.2020 berichtete die Brucker SZ: »In den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises haben sich bislang 88 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten seien aber wieder genesen, niemand schwer erkrankt, teilten die Behörden mit … Asylhelfer mahnen immer wieder, dass alle Bewohner einer Unterkunft auf das Virus getestet werden sollen, sobald ein Infektionsfall auftritt. Das Landratsamt hält davon nichts … Lorenz Weigl, der Leiter des Brucker Gesundheitsamts …: „Das wird kontrovers diskutiert, das gibt es unterschiedliche Meinungen.“ Was die Schlachthöfe in anderen Bundesländern betrifft, in denen alle Mitarbeiter getestet wurden, sobald sich einige infiziert haben, erklärte Weigl: „Das ist eine politische Entscheidung.“ Das Brucker Gesundheitsamt wäge ab und halte sich an die Leitlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin …«
Am 22.5.2020 berichtete die Brucker SZ: »Das Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck hat mit Unterstützung der Aktion Mensch den „Hofcafé Ein-Topf-Express“ ins Leben gerufen … Dabei richtet sich das Angebot neben sozial schlechter gestellten Menschen oder Menschen mit Vorerkrankung auch an Beschäftigte in den systemrelevanten Berufen, insbesondere an das Medizin- und Pflegepersonal … Die warmen Speisen werden innerhalb des Brucker Stadtgebietes von Teilnehmenden des Beschäftigungsprojektes oder Ehrenamtlichen umweltfreundlich mit einem Lastenfahrrad oder Handwagen transportiert. Daneben gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, Mittagsgerichte vor Ort im Hofcafé in der Hauptstraße abzuholen. Für nähere Informationen zum „Hofcafé Ein-Topf-Express“ können sich Interessierte unter Telefon 0814/32 07 81 06 oder per E-Mail an petra.helsper@caritasmuenchen.de an Petra Helsper wenden …«

Die Biodiversitäts- und Klimakrise ist gefährlicher

Schreiben des Vorstandes der BUND Naturschutz Ortsgruppe FFB+Emmering an die Stadträte, Stadtverwaltung und die Presse: Wunschliste des BUND Naturschutz für den neuen Stadtrat in FFB. „Während uns die akute COVID-19-Pandemie fest im Griff hat, möchten wir Sie als Stadträte der neuen Legislaturperiode bitten, die für uns Menschen und die Natur Biodiversitäts- und Klimakrise bei Ihren Entscheidungen im Stadtrat nicht außer Acht zu lassen. Während wir hoffen dürfen, dass die Pandemie irgendwann zu Ende geht und unser Leben unter „normalen“ Bedingungen weiter geht, ist die Biodiversitäts- und Klimakrise viel gefährlicher, weil unumkehrbar. Die jetzige Situation zeigt, dass in einer akuten Situation die Politik handelt, und einschneidende Maßnahmen nicht nur von der Zivilgesellschaft akzeptiert, sondern vom Staat auch erwartet werden. Seit Jahren ist unserer Gesellschaft bewusst, dass das richtige Handeln in der Biodiversitäts- und Klimakrise heute genauso akut ist, auch wenn wir es am eigenen Leib noch nicht spüren. Das überaus erfolgreiche Abschneiden des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger einen Wandel hin zu mehr Natur- und Klimaschutz von der Politik einfordern. Vieles davon kann auch im Kommunalparlament bewegt und in die richtige Richtung entschieden werden. In diesem Sinne hoffen wir als BUND Naturschutz auf Ihren erfolgreichen Einsatz und Ihre richtigen Entscheidungen für mehr Natur- und Klimaschutz in unserer Stadt. Als Anhang möchten wir Ihnen zum Beginn Ihrer Stadtratstätigkeit eine Liste mit auf den Weg geben mit Projekten, die uns als Naturschützer am Herzen liegen. Zahlreiche Punkte wurden ja von Ihren Spitzenkandidaten vor der Wahl in unseren Wahlprüfsteinen schon positiv beschieden. – Mit freundlichen Grüßen, Holde Tietze-Härtl, im Namen des BN-Ortsvorstandes der Ortsgruppe Fürstenfeldbruck und Emmering.“ – Die Liste als PDF.

Deutschland bis 2035 klimaneutral machen
Der gemeinnützige Verein „GermanZero“ hat die Initiative ergriffen und ein umfassendes Maßnahmenbündel geschnürt: Wir machen Deutschland innerhalb von zehn Jahren klimaneutral – #schnell, #wirksam und #fair. Für dieses Ziel erarbeiten wir jetzt den Klimaplan und die notwendigen Gesetzesentwürfe. Tausende von Bürgerinnen und Bürgern sollen mit diesem Gesetz unsere Demokratie von unten beleben und das Paket 2022 in den Bundestag einbringen. Gemeinsam setzen wir in Deutschland das um, was die Bundesregierung 2015 beim UN-Klimagipfel in Paris bindend zugesagt hat: Die Erdüberhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Unseren Plan findest du auf: https://germanzero.de/klimaplan. Weitere Infos zu „GermanZero“ findest du auch auf unseren Social Media Kanälen Instagram https://www.instagram.com/_germanzero/, Facebook https://www.facebook.com/GermanZero.NGO/, Twitter https://twitter.com/_GermanZero. – 3-Min.-Erklär-Video: https://youtu.be/q9cn1KBakpw. Heinrich Strößenreuther stellt den Klimaplan von GermanZero vor, der beschreibt, wie die Initiative die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels und die Einhaltung der bindenden Vereinbarungen des Pariser Klimagipfels sicherstellen will. – 18.-Min.-Video: https://youtu.be/uIiYA3_pazc. Neben dem klassischen Element repräsentativer Demokratien setzt „German Zero“ auf direkte Demokratie: Deutschlandweit sollen, mit Unterstützung des Vereins, sogenannte „Klimaentscheide“ auf den Weg gebracht werden, die den Klimaschutz auch in den Städten und Kommunen gesetzlich verankern sollen. Ein ökologisches Mammutprojekt – dessen Beginn von der Stadt Essen eingeleitet wird, wo in den kommenden Wochen ein Bürgerbegehren mithilfe einer von „German Zero“ bereitgestellten Software initiiert werden soll. Dieses Tool berechnet, wie verfügbare Mittel durch zielgerichtete Investitionen effizient genutzt werden können. „German Zero“ bietet also auch hier Hausaufgabenhilfe für die Politik an. – Mehr dazu: https://www.pressenza.com/de/2020/05/german-zero-der-politik-unter-die-arme-greifen und auf https://www.germanzero.de.

Bedenkenswerte Infos

Eine Brucker Fabrik namens Krankenhaus
Die Pandemie stellt die Kreisklinik vor finanzielle Probleme. Um auf den Anstieg von Erkrankten vorbereitet zu sein, werden momentan 94 Betten frei gehalten. Das hat jedoch einen starken Rückgang der Einnahmen für das Krankenhaus zur Folge. Auch die Zurückstellung von aufschiebbaren Operationen bringt der Klinik Verluste. Momentan werden laut Groitl nur zwei der sechs Operationssäle benötigt. Der Klinikleiter hofft auf Hilfe aus der Politik. Vor den Kreisräten betonte er, wie wichtig eine finanzielle Unterstützung durch den Staat in dieser Situation für die Brucker, aber auch viele andere Kliniken sei.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/coronavirus-zwei-beatmete-patienten-1.4860133
Über die Ursachen der Virenkrise
Corona hat dieselbe strukturelle Ursache wie die ökologische und soziale Krise, zu der der Klimawandel, die Naturzerstörung wie die maroden Gesundheitssysteme gehören. Sie ist in der kapitalistischen Produktion und Ausbeutung der Natur zu suchen, in der imperialen Lebensweise der reichen Länder des Nordens, in der neoliberalen Ideologie …
Verantwortlich für den Verlust der Biodiversität ist vor allem die massive Zerstörung der Wälder: Jedes Jahr wird weltweit Wald der Größe Großbritanniens zerstört. Seit Jair Bolsonaro an der Macht ist, wurde in Brasilien so brutal abgeholzt, dass der Amazonas-Regenwald vor dem Kollaps steht …
… beengte Verhältnisse beeinträchtigen die Abwehrkräfte des Immunsystems der Tiere. Ein hoher Durchlauf von Tieren, der Teil jeder industriellen Produktion ist, versorgt die Viren mit ständig neuen Wirtstieren, was die Ansteckungsfähigkeit der Viren fördert …
So wird laut der Weltgesundheitsorganisation WHO das Ebolavirus durch Fangen, Schlachten und Verzehren von infizierten Primaten auf den Menschen übertragen. Weil chinesische, japanische und auch europäische Fangflotten die Küsten Westafrikas leer fischten, waren die Menschen dort vermehrt dazu gezwungen, Wildtiere in den Wäldern zu jagen …
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-kommt-nicht-von-aussen
Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP): „Man kann zwar mit Sicherheit ausschließen, dass das Corona-Virus durch den Funk entstanden ist. Aber es ist erwiesen, dass die Verbreitung von Viren durch Funkstrahlung gefördert wird. Besonders 5G ist ein Brandbeschleuniger der Pandemie.“
Quelle: https://www.pressenza.com/de/2020/03/5g-schwaecht-das-immunsystem-in-zeiten-der-corona-krise
Eine Petition, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, „die deutschen Reedereien zu verpflichten, ihre Kreuzfahrtschiffe für die geflüchteten Menschen auf den griechischen Inseln zur Verfügung zu stellen, um den massenhaften Corona-Ausbruch in den überfüllten Lagern zu verhindern“. Hier kann man die Petition unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/kreuzfahrtschiffe-fur-gefluchtete-der-uberfullten-lager-griechenlands?share=fe9689ba-8185-4e1a-a52e-72ff3bc7e1ab&source=copy_email&utm_source=copy_email

Katastrophenfall für Bayern ausgerufen

Newsblog zum Coronavirus im Landkreis Fürstenfeldbruck der SZ – Die aktuellen Entwicklungen im aktuellen Liveticker: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/coronavirus-landkreis-fuerstenfeldbruck-newsblog-1.4846833. Wir zitieren ein paar wichtige Informationen: Die Tafeln im Landkreis machen zu. Die Germeringer Tafel, die etwa tausend registrierte Menschen mit Lebensmitteln versorgt, hat am Dienstagvormittag das letzte Mal Waren an Bedürftige ausgegeben. Sie schließt jetzt ihre Ausgabestelle im Zentrum für Jung und Alt (Zenja) in der Planegger Straße bis nach den Osterferien. „Voraussichtlich“ heißt es noch einschränkend auf der Mitteilung des Tafel-Teams um Leiter Jürgen Quest, aber sehr wahrscheinlich wird es dabei bleiben, dass die Tafel aufgrund des grassierenden Corona-Virus bis zum 19. April geschlossen bleibt. „Keine Ware von den Supermärkten und keine Helfer mehr“, fasst Querst die aktuelle Lage zusammen. Die Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck argumentiert ähnlich und hat die Tafeln in Eichenau/Puchheim, Olching/Maisach und Fürstenfeldbruck vorerst bis zum 7. April geschlossen. Um die Tafelkunden und andere Bürger und Bürgerinnen, die Hilfe benötigen, zu unterstützen, hat die Bürgerstiftung ab sofort eine Coronahilfe-Hotline unter der Nummer 08141/31 56 713 eingerichtet. Die Hotline ist auch unter der Mailadresse coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de erreichbar. Die Hotline versteht sich als Hilfsangebot für den ganzen Landkreis Fürstenfeldbruck und als Ergänzung zu den gegebenenfalls lokal in den Gemeinden oder Städten bestehenden Unterstützungsangeboten. Bei der Hotline können sich melden: Personen, die das Haus nicht selbst verlassen können und Unterstützung benötigen sowie Personen, die Ihre Hilfe anbieten möchten, zum Beispiel fürs Einkaufen.Auf dem Anrufbeantworter der Hotline können der Name, Wohnort, Telefonnummer und das Anliegen hinterlassen werden. Die Mitarbeiterinnen der Bürgerstiftung und des Beratungsbüros der Ehrenamtsbörse stellen dann den Kontakt her. Tafelkunden, die während der Schließzeit der Tafeln Schwierigkeiten haben, ihre Einkäufe zu finanzieren, können sich ebenfalls an die Hotline wenden. Die Bürgerstiftung wird nach einer Lösung suchen. Aktuelle Infos sind auch auf der Website der Bürgerstiftung unter www.buergerstiftung-lkr-ffb.de und auf der Facebookseite der Stiftung zu finden.
Der Newsblog des Merkur: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/coronavirus-fuerstenfeldbruck-drive-through-teststation-ab-dienstag-in-betrieb-13585044.html. BRD-Newsblog des Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/wissen/merkel-zur-coronavirus-krise-massnahmen-die-es-so-in-unserem-lande-noch-nicht-gegeben-hat/25560996.html
Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge befürchtet, dass die Corona-Epidemie und ihre Folgen Menschen mit niedrigem Einkommen härter trifft als Besserverdienende. Er fordert als Schutz in Pandemiezeiten einen höheren Regelsatz für Hartz-IV- und Sozialhilfebezieher.
Ein wichtiges Interview mit Rob Wallace, Evolutionsbiologe und Phylogeograf für das öffentliche Gesundheitswesen in den USA, über die Gefahren von Covid-19, die Verantwortung der Agrarindustrie und nachhaltige Lösungen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten: https://amerika21.de/analyse/238220/coronavirus-und-agrarindustrie. Die Agrarindustrie versucht, den Lebensmittelmarkt zu beherrschen. Das neoliberale Projekt ist darauf ausgerichtet, Unternehmen aus den entwickelteren Industrieländern dabei zu unterstützen, Land und Ressourcen schwächerer Länder zu stehlen. Als Folge dessen werden viele dieser neuen Krankheitserreger, die zuvor in den über lange Zeiträume entstandenen Waldökosystemen gebunden waren, freigesetzt und bedrohen die ganze Welt … Die nach kapitalistischen Bedürfnissen organisierte Landwirtschaft, die an die Stelle der natürlichen Ökologie tritt, bietet genau die Mittel, durch die ein Krankheitserreger die gefährlichste und ansteckendste Erscheinungsform entwickeln kann. Ein besseres System zur Züchtung tödlicher Krankheiten lässt sich kaum entwickeln … Durch Züchtung genetischer Monokulturen von Nutztieren werden alle eventuell vorhandenen Immunschranken beseitigt, die die Übertragung verlangsamen könnten. Eine große Tierpopulation und -dichte fördert hohe Übertragungsraten … Die Agrarindustrie ist so auf Gewinn ausgerichtet, dass die Entscheidung für ein Virus, das eine Milliarde Menschen töten könnte, das Risiko wert zu sein scheint … Um das Ausbrechen neuer Virusinfektionen einzuschränken, muss die Nahrungsmittelproduktion radikal verändert werden. Die Unabhängigkeit der Landwirte und ein starker öffentlicher Sektor können den umweltbedingten Sperrklinkeneffekt und unkontrollierte Infektionen eindämmen …

Fridays for Future Fürstenfeldbruck: ABSAGE DER KLIMADEMO

Fridays for Future Fürstenfeldbruck: Leider müssen wir die Demo am Freitag aus Sicherheitsgründen absagen. Bereits am vergangenen Dienstag wurden in Bayern fast alle Fridays for Future Demonstrationen aufgrund des Corona-Virus abgesagt. Fridays for Future Fürstenfeldbruck war am Dienstag Abend die letzte Ortsgruppe im Großraum München, die noch eine Demo stehen hatte. In mehreren langen Telefonkonferenzen haben wir zu der sehr dynamischen Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus heute eine Entscheidung treffen müssen.
Bei der Klimapolitk fordern wir, dass sich die Politiker*innen an die Empfehlungen und Forderungen der Expert*innen und Wissenschaftler*innen halten. Mediziner*innen empfehlen nun dringend größere Veranstaltungen zu meiden bzw. diese gänzlich abzusagen. Daher möchten auch wir uns als Ortsgruppe Fürstenfeldbruck verantwortungsbewusst an diesen Ratschlag halten. Schweren Herzens haben wir uns daher dazu entschlossen die Demonstration am Freitag abzusagen bzw. diese zu verschieben. Sobald sich die Situation bessert, werden wir die Demo aber auf jeden Fall nachholen, dann noch viel größer!
Wir haben alle jede Menge Arbeit und Geld rein gesteckt, haben Technik gemietet und uns frei genommen. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir können die Versammlung unter Betrachtung der aktuellen Situation nicht mehr verantworten!
Unsere Forderungen werden wir trotzdem übergeben. Wie und wann werden wir Euch noch mitteilen. Bitte geht am Sonntag wählen, wählt für das Klima! Lasst uns gemeinsam in Fürstenfeldbruck und der Region etwas verändern! Wenn Du noch nicht wählen darfst, sprich mit Deinen Freunden, Deiner Familie und Deinen Verwandten, gemeinsam können wir etwas erreichen! 💚 Danke und What do we want? Climate Justice!📢 – Fridays for Future Fürstenfeldbruck 💚 https://fffutu.re/FFB
Mehr Informationen: Instagram | Facebook | Web | Forderungen

KLIMA-DEMO IN FFB

KLIMASTREIK IN FFB: Am *13. März* wird die erste Fridays for Future Demo in *Fürstenfeldbruck* stattfinden, ab *16.00 Uhr* mit Kundgebung, Fürstenfelder Straße, beginnend ab Höhe Wittelsbacherplatz bis zum Übergang auf die Oskar-von-Miller-Straße. Nach der Kundgebung wird der Demozug gegen 16:40 von der Fürstenfelder Straße über die Leonhardikirche zum Landratsamt ziehen. Dort werden wir Forderungen an Landrat und Kreistag übergeben. Anschließend ziehen wir in Richtung Innenstadt zum Rathaus, wo wir ebenfalls Forderungen an die Stadt überreichen. Weiter geht es dann auf die Augsburger Straße und schließlich zum Volksfestplatz. Infos: https://fridaysforfuture.de/bayern/ und https://www.facebook.com/fridays4futureffb-370899250230437
Samstag, 14.3., 17.30 Uhr im „LIFEstudioFFB“: KLIMASTREIK IN FFB – Videobericht von der Klima-Demo in Fürstenfeldbruck. Übertragung der Doku auf www.lifestudio.ffbaktiv.de, danach im Videoarchiv auf www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.
Brasilien – Gentechniksoja – Agrargifte – Freihandelsabkommen EU/Mercosur – und wie alles zusammenhängt: Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Antônio Andrioli. Am Dienstag, 10. März 2020, um 19.30 Uhr, in Fürstenfeldbruck, Pfarrsaal St. Bernhard, Rothschwaiger Str. 53 (Eingang Richard-Higgins-Straße). Prof. Dr. Andrioli hat mit einem Stipendium von EED / Brot für die Welt in Osnabrück zum Thema „Biosoja versus Gensoja“ promoviert. 2007 erschien seine Dissertation als Buch. Auch in Fürstenfeldbruck ist er bereits aufgetreten. Bis September 2019 war er Vizepräsident einer Universität im Süden Brasiliens, die sich schwerpunktmäßig mit nachhaltiger Landwirtschaft und Agrarökologie beschäftigte. Kürzlich erhielt er den Bayerischen Naturschutzpreis 2020. Seit dem Wahlsieg Jair Bolsonaros im Januar 2019 hat sich die positive Entwicklung der brasilianischen Landwirtschaft ins Gegenteil verkehrt. Riesige Flächen werden zugunsten großer Rinder- und Sojafarmen abgeholzt. Der EU/Mercosurvertrag würde alles noch verschlimmern. Heute kann man Brasilien als Weltmeister im Pestizideinsatz bezeichnen. Die Nutznießer der aktuellen Entwicklung sind internationale Konzerne. Bayer (Monsanto) verkauft z.B. in Brasilien Agrogifte, die in der EU verboten sind. Prof. Andrioli arbeitet zur Zeit am Rachel Carson Institut der LMU in München. Vortrag in deutscher Sprache. Eine gemeinsame Veranstaltung von: Sozialforum Amper, Eine-Welt-Zentrum FFB e.V., Agenda21 im Landkreis FFB, Nord-Süd-Forum FFB, Campo Limpo (Solidarität mit Brasilien e.V.), Bund Naturschutz (Kreisgruppe FFB), AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.), BDM (Bundesverband deutscher Milchviehhalter e.V.), BBV (Bayerischer BauernVerband). Eintritt frei, Spenden willkommen.

Klimawache und Klamotten-Tausch gegen den Klimawandel

Berichte im Brucker Tagblatt dokumentieren das wachsende Interesse der Bürger, selbst für den Klimaschutz aktiv zu werden. So soll in Puchheim jeden letzten Freitag im Monat eine Demonstration fürs Klima in Puchheim stattfinden … soll künftig eine Klimawache auf der Bahnhofs-Nordseite zu entschiedeneren Maßnahmen für den Klimaschutz mahnen. Die jeweils einstündige Versammlung soll zum einen als wiederkehrende Aufforderung an die Politik verstanden werden, konsequenter als bisher zu handeln. Zum anderen wollen die Teilnehmer … Die Organisatoren der großen Kundgebung unter dem Motto „Puchheim for Future“ im September … mit Bürgern ins Gespräch kommen … Bei der stehenden Versammlung (also keinem Demonstrationszug) sind keine Reden geplant. Die Klimawache soll immer zur selben Zeit am selben Ort und bei jedem Wetter stattfinden.
Das Aktionsbündnis „Germering for Future“ hat erstmals eine Kleidertauschparty organisiert … In den Räumen der evangelischen Jesus-Christus-Kirche … Angelehnt ist die Idee an die „Fridays for Future“-Bewegung, die das Aktionsbündnis „Germering for Future“, gebildet von den Kirchen, verschiedenen Vereinen und Parteien auf lokaler Ebene mit eigenen Ideen unterstützt … Wegen des großen Interesses ist eine Wiederholung im Sommer oder Herbst wahrscheinlich.

365-Euro Ticket für alle?

Bericht der Brucker SZ am 26.11.19: „Verkehr in Fürstenfeldbruck: Brucks Plan B … die Aufteilung des reinen Autoverkehrs: Fast zwei Drittel dieser Fahrten beginnen oder enden in Fürstenfeldbruck, jede fünfte Fahrt beginnt und endet in der Stadt – und ebenfalls jede fünfte Fahrt führt als reiner Durchgangsverkehr an der einen Seite hinein und an der anderen wieder hinaus. Im Ergebnis kommt es vor allem im Zentrum mit 19 000 Autos pro Tag oder auf der Fürstenfelder Straße (17 000) immer wieder zu Staus, wie dies auch ein Besucher nüchtern konstatiert … Die meisten der statistisch täglich 3,51 Fahrten werden innerhalb Brucks oder über die Stadtgrenze hinaus weiterhin mit dem Auto zurückgelegt. Mit 46 Prozent als Fahrer oder Mitfahrer liegt die Kreisstadt in etwa auf dem bundesweiten Durchschnittsniveau … Besser werden will Bruck vor allem, wenn es um den Umstieg vom Auto auf Rad oder Bus geht. Oder noch grundsätzlicher: wenn es darum geht, die Belastung der Einwohner durch den Autoverkehr zu reduzieren. Die Kreisstadt will gegensteuern mit einem Verkehrsentwicklungsplan.“
Brucker SZ am 1.12.19: „Kreis will sich für 365-Euro-Ticket einsetzen … Ein 365-Euro-Ticket für alle, die den Nahverkehr im Großraum München nutzen wollen, ist indes noch nicht so weit. Die Bundesregierung hatte im Rahmen ihres Klimapakets beschlossen, zusätzliche zehn Modellprojekte zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu unterstützen, etwa durch die Einführung eines 365-Euro-Tickets. Der Landkreis will sich nun dafür einsetzen, dass das MVV-Gebiet in den Genuss einer solchen Förderung kommt.“
Brucker Tagblatt vom 7.12.19: „Der MVV führt ein 365-Euro Ticket für Schüler und Auszubildende ein … Die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) hat am Freitag einer Einführung eines verbundweiten 365-Euro-Tickets für Schüler und Auszubildende zugestimmt. Das günstige Billett soll ab 1. August eingeführt werden, allerdings müssen noch die Stadt- und Gemeinderäte zustimmen … Rund 360.000 Jugendliche sollen laut MVV in den Genuss des Günstig-Tickets kommen … Studenten profitieren nicht … Münchens OB Dieter Reiter …: Das Ticket gilt immer, egal ob auf dem Weg in die Schule oder abends in den Club, und ist damit ein weiteres gutes Argument dafür, das Auto stehenzulassen und lieber mit Bus, U-Bahn oder Tram zu fahren.“
Öffis gratis nutzen. Die Bundesregierung erwägt, Länder und Kommunen finanziell zu unterstützen – wenn diese einen kostenlosen Nahverkehr einführen.“ Die Alternative in Tallinn, Hauptstadt von Estland, funktioniert nicht nur, sie bringt allen Vorteile: Das 2-Min.-Video auf 3sat/nano.

Future for Young and Old – hier und anderswo!

Freitag, der 29.11., wird ein besonderer Tag: Großdemo am Königsplatz, München, ab 12 Uhr: Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten Klimapäckchen lässt sich die Erderhitzung nicht eindämmen. Deshalb fordern wir gemeinsam mit Fridays for Future einen Neustart für echten und gerechten Klimaschutz und rufen Menschen aller Generationen am 29. November zum Klimastreik in hunderten Orten Deutschlands auf. Machen auch Sie mit: Nehmen Sie sich den Tag frei oder verlängern Sie Ihre Mittagspause und demonstrieren Sie mit uns für den Klimaschutz! Wir teilen die Empörung der Schülerinnen und Schüler von Fridays For Future über das klimapolitische Versagen der Bundesregierung: “Dies auch noch als Erfolg zu verkaufen, ist ein Schlag ins Gesicht aller Demonstrant*innen für wirksamen Klimaschutz. […] Unsere Gesellschaft ist beim Klimaschutz deutlich weiter als ihre Bundesregierung […] Wir streiken, bis Ihr handelt!” – Mehr Infos hier.
Das „LIFEstudioFFB“ veröffentlichte ein 15-Minuten-Video, das die Fürstenfeldbrucker Gruppierung von „Fridays for Future“ zu Wort kommen lässt.
Helfen Sie mit, 365.000 Unterschriften beim Appell an die Bundeskanzlerin und die Mitglieder des Klimakabinetts zu erreichen.

Freitag, der 29.11., um 19 Uhr,
zeigt das „LIFEstudioFFB“ zum Thema „Afrikanische Fluchtursachen. Afrika ist ein Nettogläubiger für den Rest der Welt, auch für Fürstenfeldbruck“ Interviews mit Léonce Ndikumana, Professor für Wirtschaft, Direktor des African Development Policy Program und Mitglied des Ausschusses für Entwicklungspolitik der Vereinten Nationen. Er identifiziert Direktinvestitionen, Schulden und Kapitalflucht als Ursachen der neokolonialistischen Abhängigkeit Afrikas von den Industrienationen. Mehr dazu hier.

Klimaforderungen unterhalb des Tellerrands

Das Brucker Tagblatt berichtete am 11.11.19 über die Vorstellung von Klimaforderungen vom Umweltbeirat und dem Stadtjugendring an die Stadtverwaltung unter der Überschrift: „Eine Steuer auch für Katzen und andere Ideen: So könnte Klimaschutz vor Ort aussehen“. Gefordert werden unter anderem eine „Baumschutzverordnung, eine verbesserte Lade-Infrastruktur für E-Fahrzeuge, ein komplettes Verbot privater Feuerwerke und eine „Hundesteuer auch für Katzen“ … die Sicherung und Neuanlage von Grünflächen im Innen- und Außenbereich, beidseitig markierte Radwege sowie Tempo 30 in der gesamten Innenstadt, die Schaffung von zentralen Großparkplätzen zugunsten vieler einzelner Stellplätze in der Innenstadt und der Kauf von regionalen, Fairtraide-, Bio- und verpackungsreduzierten Waren in Schulen, Kitas und öffentlichen Kantinen. Außerdem soll im Rathaus Papier gespart werden, und zwar durch eine papierlose Verwaltung“ sowie „eine Überarbeitung des Flächennutzungsplanes“.
Den Klimanotstand wolle man nicht ausrufen, weil Bruck keinen habe. Das Pariser Klimaschutzabkommen sei „zwar wichtig, aber doch eher für die große Politik“. Deshalb heißt es: „Wir sollten lieber im Kleinen anfangen und vor der eigenen Tür kehren.“
Fragen über Fragen: Was so schön konkret und angemessen klingt, kommt seltsam halbherzig daher. Glaubt man, der Klimawandel wird um Bruck eine Umleitung nehmen? Noch läuft nichts aus dem Ruder – morgen auch noch? Sind die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht ganz unabhängig vom Klimawandel angesagt? Ist die „Katzensteuer“ als parodistische Einlage gedacht? Erklärt das Statement, weil Bruck derzeit keinen Klimanotstand habe, verstünden die Menschen nicht, würde man ihn ausrufen, uns Bürger dieser Stadt eventuell für gedankenlos und einsichtsunfähig? Wer zieht Vorteile aus der Parole „Im Kleinen anfangen“ ist notwendig, aber die „große Politik“ geht uns nichts an?

Über den Frust der Landwirte und ihrer Kundschaft

Dem Bericht der Brucker SZ vom 5.11.19 ist zu entnehmen: Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, die erneute Verschärfung der Düngeverordnung, das Mercosur-Abkommen der Europäischen Union mit Südamerika, die fallenden Preise beim Getreide – Kreisobmann Georg Huber sieht den Bauernstand weiter in Bedrängnis … immer höre er, dass man die bäuerliche Landwirtschaft erhalten müsse. „Seither hat die Hälfte der Betriebe aufgegeben. Das ist doch gar nicht, was die Gesellschaft will.“ … Leopold Herz, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler aus dem Allgäu … gab … zu, die Politik habe es „verpasst nicht zuzulassen, dass vier Lebensmittelkonzerne den Markt beherrschen“. Dieses Oligopol werde man aber auch nicht zurückdrehen können … Bei den Verbrauchern brauche es ein „gewaltiges Umdenken“, diese sollten nicht „das Billigste aus aller Herren Länder“ kaufen …
Dem Bericht im Brucker Tagblatt am 6.11.19 war zu entnehmen, dass BBV-Bauernkreis-Obmann Georg Huber aus Puchheim über das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ äußerte: „Ich bin sehr verärgert, weil es eine echte Hetze gegen die Bauern war …“ … Auch die Verbraucher kritisierte er, weil die es nicht interessiere, wo ihre Produkte herkommen. „Hauptsache es ist billig.“ So sei es dazu gekommen, dass der Weizenpreis trotz zweier schlechter Erntejahre zuletzt sogar gesunken sei. „Weil einfach billiger Weizen aus dem Ausland importiert wird“ …
Kommentar: In vielem haben die Bauernkritiker recht, denn die Politik verhindert das „Bauernlegen“ nicht, das in der heutigen Zeit eine Folge der globalen Konzernpolitik ist. In manchem aber fragt man sich, wo der Verstand der Kritiker bleibt. So geht bspw. die Kritik am „Verbraucher“ an der Realität vorbei, was der nachfolgende Satz im Pressebericht beweist, in dem Huber die sinkenden Weizenpreise verantwortlich macht. Was hindert ihn daran zu erkennen, dass kein Verbraucher in der Lage ist, die Preise zu machen. Es ist kein Geheimnis, dass sie im Endeffekt von den Konzernen gemacht werden. Was hindert ihn daran zu wissen, dass es betuchte, weniger betuchte und sogar arme Menschen im Land gibt. Gerade letztere sind auf billige Lebensmittel und Sonderangebote angewiesen, um über den Monat zu kommen. Viele müssen die „Tafeln“ in Anspruch nehmen, um kostenlos versorgt zu werden. Bauern geht es schlecht, wissen aber nichts darüber, wie es ihren Kunden geht, die ebenso von den Konzernen über den Tisch gezogen werden? Einander die Schuld zuschieben hilft denen, ihr Machtsüppchen zu beider Schaden weiter ausüben zu können. Da hilft nur, gemeinsam gegen die wahren Schuldigen vorzugehen. Will das der BBV? Mit Forderungen wie „eine Leinenpflicht für Hunde in der Zeit, in der Hasen und bodenbrütende Vögel ihre Jungen bekommen“ und dem Warten auf Signale aus der Politik ist es leider nicht getan. Auch bei den Bauern braucht es ein „gewaltiges Umdenken“. Eine solche Alternative bietet sich derzeit an: Die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten!“, die am 25. November auf www.savebeesandfarmers.eu mit der Unterschriftensammlung beginnt. Alle Infos auf https://beesfarmers.armada.digital/de. Hierbei kann der BBV beweisen, ob er es ernst meint mit seiner Kritik.
Der BUND veröffentlichte einen offenen Brief an den Präsidenten Heigl des Bayer. Bauernverbandes und den Bezirkspräsidenten: „Pressefreiheit schützen statt kritische JournalistInnen verunglimpfen – Bienen und Bauern durch bessere Agrarpolitik retten, statt gegen Naturschutz und Verbraucherschaft zu polemisieren“.

Brucks langer Weg zur Sonnenenergie

Die Brucker SZ berichtete am 29.10.19: »Einer Stadtwerkeexpertise zufolge werfen Fotovoltaikanlagen auf lange Sicht fast immer Gewinn ab. In jedem Fall sparen sie Emissionen. Nun sollen möglichst viele städtische Gebäude schrittweise nachgerüstet werden … Die Stadtwerke wollen gerade das Feld der Photovoltaik (PV) viel stärker beackern – in Form des Neubaus von Anlagen auf Freiflächen …, aber auch mit Programmen wie „FFB Stromdach“, die sich an private Immobilienbesitzer richten … Alexa Zierl (Die Partei/Bruck mit Zukunft), die regelmäßig die Installation von PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden fordert und vor zwei Jahren beantragt hatte, dies nach Prüfung „grundsätzlich“ zu tun … regte … an, flüssige Mittel der Stadt, die in absehbarer Zeit nicht für andere Investitionen abfließen, in solche auch finanziell lukrative Anlagen zu stecken. Andreas Lohde (CSU) plädierte dafür, auch im Industriegebiet bei Unternehmern für die Installation von PV-Anlagen zu werben. „Eine gute Sache“ sei das, lobte Planungsreferent Christian Stangl (Grüne). Im Sinne der Energiewende solle man das nun schnell anpacken. Aufs Tempo drücken will auch Philipp Heimerl (SPD) … Wegweisend ist der Beschluss, „bei Neubau und Sanierung städtischer Gebäude grundsätzlich“ PV-Anlagen zu installieren und solarthermische Anlagen zu prüfen.«

Vorbildlich und fordernd

Sozialinitiative „Brucker Brücke“. Live-Debatte über Gedenk-Kultur: Wie soll Gedenk-Kultur in Fürstenfeldbruck aussehen? Mit dieser Frage hat sich die Sozialinitiative „Brucker Brücke“ beschäftigt. Die Debatte, an der auch Vertreter der Stadt teilnahmen, wurde live im Internet gezeigt. – Bericht im Brucker Tagblatt vom 18.10.19.
Forderungskatalog an OB übergeben. Klimaschutz fängt vor Ort an: Rund vier Wochen nach der großen Klimaschutz-Kundgebung vor der Stadthalle haben die Organisatoren von Germering for future einen Forderungskatalog an OB Andreas Haas übergeben. Der Rathauschef versprach eine sorgfältige Prüfung: „Wir nehmen das ernst.“ – Bericht im Brucker Tagblatt vom 18.10.19.
Vorbilder vor Ort: „Wie können wir so leben, dass wir auch in den kommenden Jahren noch die wunderschöne Natur in und um Grafrath genießen können? Wie können wir unseren Kindern eine Welt übergeben, in der es klares Trinkwasser und saubere Luft gibt? Was kann jeder Einzelne tun, um mit dem Klimawandel umzugehen?“ Diese Fragen und viele andere zum Erhalt der Lebensgrundlagen für die Menschheit stellt die in Grafrath im vergangenen Jahr gegründete Gruppe „Klimaaktiv vor Ort“ grundsätzlich und ganz besonders in der Foto-Ausstellung „Nach uns die Zukunft – Nachhaltiges Leben bei uns dahoam“. Alice Vogel und Claudia Wolff-Lieser haben viel Zeit aufgewendet, um mit Bürgern aus Grafrath und Kottgeisering ins Gespräch gekommen und die Ergebnisse in kleine Dokumente zu fassen, die zeigen, dass viele Menschen quasi intuitiv bereits umwelt- und klimabewusst handeln, ohne groß darüber zu reden oder es an die große Glocke zu hängen. So sind mehr als ein Dutzend Lebensbilder entstanden, die sich bestimmten Themen zuordnen lassen. Die Ausstellung im Kulturraum in der Brucker Straße 3 in Grafrath ist an den Samstagen, 19./26., und an den Sonntagen, 20./27. Oktober, von 14 bis 18 Uhr geöffnet. – Bericht in der Brucker SZ vom 17.10.19.

Notstand im Kreistag und auf der Straße

Die Brucker SZ berichtete am 18.10.19 über die kontroverse Behandlung des Klimawandels. Im Kreistag: »Der SPD-Antrag auf Ausrufung des Klimanotstands wird nach kontroverser Debatte abgelehnt … die CSU schaltete in einen Angriffsmodus, der an die Debatten der Siebziger- und Achtzigerjahre erinnerte. Namentlich CSU-Kreisrat Hubert Ficker echauffierte sich und sprach von einem „schrillen Begriff“, der dazu angetan sei, den Ruf nach diktatorischen Maßnahmen zu befördern. Auch Landrat Thomas Karmasin kritisierte die Antragsteller. Der Begriff bedeute verwaltungstechnisch gar nichts, sagte er. Überdies sei er kontraproduktiv, denn die Bevölkerung denke beim Wort Notstand an eine Situation, die von den Behörden bewältigt werden müsse … Antragsteller Peter Falk (SPD) hielt den Kritikern entgegen, dass der Landkreis die für 2030 selbst gesetzten Klimaziele „krass verfehlen“ werde. Mit dem Begriff des Notstands solle darauf hingewiesen werden, dass die Kreispolitik mehr Einsatz dabei zeigen müsse, den Ausstoß von Klimagasen zu senken … der Landkreis strebt die Gründung einer Energieagentur an. Eine solche Agentur soll vor allem Beratungen durch festangestellte Fachleute anbieten …«
Auf der Straße: »Ethikschüler machen die Folgen der Erderwärmung deutlich … Sie wollten über den Klimawandel reden, sagen die Grundschüler zu den Passanten. Der Meeresspiegel steigt, das Grundwasser versalzt und viele Inseln gehen unter – geradeheraus und präzise erklären sie den Passanten das Problem. Und geben auf ihren Flyern Lösungsansätze: weniger Autofahrten, Plastik vermeiden und Energie sparen … Schulleiterin Ilona Seyfried lobt das Engagement von Lehrern und Kindern. Dadurch werden auch die Eltern beeinflusst, ihr Verhalten zu ändern, sagt sie. „Auch wenn wir hier in Fürstenfeldbruck nicht direkt betroffen sind, weil wir keine Insel haben, ist es wichtig etwas zu unternehmen.“ …«
Anstelle eines Kommentars: Der Publizist Dirk C. Fleck über „Die rücksichtslose Ausbeutung der Erde – bis zum bitteren Ende“. Auszüge aus einem Artikel in DIE WOCHE vom 24. Februar 1994: „Jeden Tag verschwinden 140 Tier- und Pflanzenarten von der Erde, stündlich werden 685 Hektar Böden versiegelt. Im gleichen Zeitraum krepieren 1.800 Kinder an Unterernährung, während alle sechzig Minuten 120 Millionen Dollar für militärische Zwecke verschleudert werden. Jeden Tag sterben 25.000 Menschen an Wasserknappheit, produzieren wir zehn Tonnen Atommüll, fallen 250.000 Tonnen Schwefelsäure als saurer Regen herab. Eine ungeheure Vernichtungsarbeit. Sie wird nicht kleiner, wenn man bedenkt, dass die Erdbevölkerung pro Woche um zwei Millionen Menschen wächst. Netto, also Geburten minus Sterbefälle. Demnächst haben wir ein weltumspannendes Elend von unvorstellbaren Ausmaßen zu konfrontieren. In fünfzig Jahren wird die ultraviolette Strahlung derart intensiv sein, dass kaum noch Pflanzen wachsen. Das betrifft auch die Grundnahrungsmittel wie Gerste und Reis. Biologisch gesprochen sind wir dabei, aus der Zeit der Bäume in die Zeit des Gestrüpps zu wechseln.“
Der Schweizer Historiker Carl J. Burckhard (1891 bis 1974) brachte es auf den Punkt, als er schrieb: „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann: wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang.“