Kategorie: Verkehrspolitik

Mehr Bäume – mehr Autos …

Die Brucker SZ berichtete am 27.8.19: » „Baumschutzverordnungen lohnen sich“, sagte Eugenie Scherb, Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz (BN), am Dienstag bei einem Pressetermin in der Kreisstadt. „Gemeinden mit Verordnung haben mehr Bäume, sind grüner und die Bäume sind im Schnitt auch älter.“ Das sei für Klima und Artenvielfalt gut … Der BN fordert Baumschutzverordnungen im Nachgang des Volksbegehrens auch als Zeichen dafür, dass nicht nur Landwirte, sondern auch Städte und Gemeinde etwas gegen Artenschwund und Klimawandel tun müssen. Dennoch wird derzeit in Maisach, vor allem in den kleineren, ländlichen Ortsteilen, darüber gestritten, ob eine solche Verordnung für die gesamte Gemeinde eingeführt werden soll … Der BN rät, Bäume von einem Stammumfang von 60 Zentimetern oder einem Alter von sieben Jahren an zu schützen. Der Geltungsbereich und eventuelle Sanktionen können individuell geregelt werden … «
Das Brucker Tagblatt berichtete darüber am 28.8.19: » Bund Naturschutz will Verordnungen für Baumschutz in allen Kommunen … Die Menschen im Landkreis brauchen mehr Bäume: Das erklärt der Bund Naturschutz (BN) und fordert die Kommunen auf, Baumschutzverordnungen zu erlassen … Fürstenfeldbruck–Verordnungen dieser Art seien das beste Mittel, um Temperaturen zu senken, die Luft zu säubern und die Artenvielfalt zu fördern. „Wir sind überzeugt, dass eine Baumschutzverordnung Mensch und Natur hilft“, sagte die Kreisvorsitzende Eugenie Scherb bei der Vorstellung einer bayernweiten Studie in Fürstenfeldbruc … Lediglich 94 Städte und Gemeinden haben bereits ein entsprechendes Regelwerk. Vertreter der Kommunen mit Verordnung hätten aber fast durch die Bank die Wirksamkeit bestätigt. Das sieht auch Geilhufe so. „Bäume haben eine entscheidende Rolle für das Stadtklima.“ … Wie genau eine ideale Baumschutzverordnung aussieht, will der BN noch erarbeiten … «

Die Brucker SZ 27.berichtete am 26.8.19: Pro Woche 40 Autos mehr … Fast 121 000 Personenwagen tragen inzwischen das FFB-Kennzeichen. Ein Boom, den auch die Klimadebatte nicht zu bremsen vermag … Die Zulassungszahlen steigen trotz der Diskussionen über eine Verkehrswende zur Verhinderung des Klimawandels, trotz der „Fridays for Future“-Demonstrationen und trotz überlasteter Straßen und täglicher Staus im Berufsverkehr konstant an. Laut Statistik der Zulassungsstelle des Landratsamts nimmt die Zahl der hier registrierten Autos von Woche zu Woche um etwa 40 zu … Die schon damals mit dem Boom verbundenen Verkehrsprobleme sollten mit dem Bau von Umgehungsstraßen gelöst werden. Inzwischen ist vielerorts auch der ruhende Verkehr, also mit Autos zugeparkte Straßen, zum Problem geworden …

Streit um geplante Umgehungsstraße in Olching

Das Brucker Tagblatt berichtete am 20.8.19: „Parkende Autos und Schlaglöcher machen die Fürstenfeldbrucker Straße zum Problemfall. Noch ist von der Lösung, der Südwestumfahrung, weit und breit nichts zu sehen … CSU-Vize-Bürgermeisterin Maria Hartl (59). Sie kämpft seit Jahren für eine Umgehung … die Olchinger Südwest-Umfahrung, bekommt immer wieder heftigen Gegenwind. Damals, heute, einfach ständig. Das Gesetzespaket zum Artenschutz motiviert die Gegner des Straßenbauprojekts, jetzt wieder von Neuem anzugreifen. Um die Befürworter war es im Vergleich dazu in letzter Zeit eher leise … Olchings Vize-Bürgermeisterin Maria Hartl (CSU) ist das Gesicht der Verfechter der Umgehung. Schon seit fast 30 Jahren kämpft sie dafür … Sie wolle auch nicht alles zubetonieren, doch dafür gebe es ja Ausgleichsflächen. Außerdem gehen Hartl Menschen gegen den Strich, die laut für den Umweltschutz skandieren, aber sich in ihrem persönlichen Alltag in nichts einschränken wollen …“
Die Olchinger Bürgerinitiative BIOO (Bürgerinitiative Ortsentwicklung Olching e. V.) setzt dagegen: Auf ihr sollten dann laut amtlichem Gutachten täglich 9900 Fahrzeuge verkehren! Davon sind mindestens 4.500 Fahrzeuge zusätzlich angezogener Verkehr, der bisher nicht auf Olchinger Flur vorkommt! Die Trasse verläuft fast durchweg im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet, wo ‚grundsätzlich‘ nicht gebaut werden darf! Die Schäden an Natur, Landschaft und Naherholungsgebiet übersteigen den dürftigen Nutzen bei weitem! Die BIOO e.V. wendet sich deshalb mit Nachdruck gegen den Bau der Südwest-Umfahrung Olching! – Die Seite der BIOO: www.bioo-ev.de und mit vielen Stellungnahmen: www.bioo-ev.de/BIOO/Aktuell.php.
Mehr Straßen oder weniger Autoverkehr? Es gibt wichtige Argumente gegen den grassierenden Flächenfraß: „Flächenfraß überall“: Immer mehr Wälder, Wiesen und Ãcker verschwinden unter Asphalt und Beton. Für Verkehrsflächen, Industrie und Wohnraum. Doch die Ressource Boden ist nicht erneuerbar. – 5-Min.-Bericht auf 3sat/nano: https://www.3sat.de/wissen/nano/videos/190822-lebensraum-102.html. „Luxusgut Lebensraum“: Der anhaltende Bauboom führt zu Flächenverbrauch, dabei ist die Ressource Boden begrenzt. Ausgleichsflächen, um den Verlust von Natur zu kompensieren, sind oft nur ein ökologisches Feigenblatt. – Ausführlicher 43-Min.-Bericht: https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/luxusgut-lebensraum-100.html.
Florian Schwinn fordert in seinem Buch „Rettet den Boden! dringend, eine Humuswende zur Rettung der Böden einzuleiten. Denn wenn die Böden erst einmal abgetötet sind, brauchen wir nicht mehr umzudenken – dann verliert auch die biologische Landwirtschaft der Zukunft den Boden unter den Füßen. Die Böden unter unseren Füßen sind unsere Lebensgrundlage. Wir leben auf und von ihnen. Ein Millimeter fruchtbarer Boden kann dreihundert Jahre zum Aufbau benötigen. Waren die Landwirte vor der Industrialisierung noch darauf angewiesen, Humus aufzubauen, um die Böden lebendig zu erhalten, nutzt die moderne Landwirtschaftsindustrie den Boden nur noch als bloßes Substrat, in das die Überproduktion von Exkrementen der industriellen Fleischfabrikation als Dünger eingebracht wird. Die Gesundheit der Böden und der Menschen, die seine Früchte täglich essen, ist dabei vollkommen aus dem Blick geraten.

Ausbau Gleis 1 Bahnhof FFB

Presseerklärung zum Ausbau Gleis 1 Bahnhof FFB des VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK, vom Fürstenfeldbruck, 13.8.2019.
Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem wir mit unseren Verbesserungsvorschlägen am Bhf. Buchenau wegen der Sturheit der DB-Planer und der Untätigkeit unseres OB Raff auch beim bayerischen Verkehrs-Minister Reichhart keinen Erfolg hatten (siehe Anlage Brucker Tagblatt „Neues Geländer zwingt zu Umwegen“ vom 05.08.2019), gelang es uns, bei der Planung für den Bahnsteig desRegionalverkehrs-Gleises 1 am Bahnhof FFB nachträglich noch eine wesentliche Verbesserung für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zu erreichen: Bereits in der PBA-/UVT-Sitzung im Dezember 2018 wurde auf unsere Initiative vom Stadtrat angeregt, dass der Aufzug von der Fußgängerunterführung zum Regionalverkehrs-Gleis 1 einen ebenerdigen Zwischenhalt auf Busbahnhofs- und Straßenniveau erhält. Der Zwischenhalt ermöglicht vor allem Rollstuhlfahrern, älteren Menschen mit Rollatoren, Familien mit Kinderwagen und Personen mit Rollkoffern einen ebenerdigen barrierefreien Eingang vom Busbahnhof, den Taxis und den P+R-Parkplätzen in den Aufzug, und somit in die Fußgängerunterführung zum S-Bahn-Mittelbahnsteig, und erspart unnötige Umwege über den erhöhten Bahnsteig von Gleis 1 oder die Rampen auf der anderen Straßenseite. Leider wurde dieser Zwischenhalt im Sitzungsprotokoll vom Dezember 2018 nicht erwähnt, und von der DB in der aktuellen Planung nicht berücksichtigt. Auch in der PBA-Sitzung am 17.07.2019 vergaßen die Stadträte, darauf hinzuweisen. Auf unser Drängen, unser Schreiben an die DB, OB und einiger Stadträte, und letztendlich durch den energischen Einsatz unseres Verkehrsreferenten Mirko Pötzsch gegen den Widerstand der Bahn konnte der Zwischenhalt noch nachträglich in die Ausführungsplanung aufgenommen werden. Angeblich hat sich auch unser OB der Sache angenommen, um erneuten Ärger wie am Bhf. Buchenau zu vermeiden. Wir danken allen, die sich für die gute Sache eingesetzt haben, mit freundlichen Grüßen
VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK c/o Thomas Brückner, Münchner Str., 82256 FFB, Tel. 08141/666006, mobil 0160/91966606, Email tobmax@t-online.de

Gedenkfeier

Gedenkfeier zum 74. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima/Nagasaki – Für eine Welt ohne Atomwaffen, Montag, 5.8., 20 Uhr, Hauptplatz vor der Sparkasse, FFB – danach zur Kneipp-Insel. Eröffnung und Grußwort der Kreisstadt durch Christian Götz, 2. Bürgermeister. Danach Demonstrationszug zur Kneipp-Insel. Dort musikalische und Redebeiträge. – Infos: www.sozialforumamper.wordpress.com
Wir empfehlen die Dokumentation „Count-down in ein neues Zeitalter: Hiroshima“. Zu sehen in der ARTE-Mediathek. Die Atombombe, die 1945 auf Hiroshima fiel, tötete mehr als 100.000 Menschen und symbolisierte das Ende des Zweiten Weltkriegs, aber auch den Beginn des Atomzeitalters. Der Dokumentarfilm schildert die Ereignisse vor, während und nach der Detonation und erzählt anhand von Berichten der letzten Überlebenden die Geschichte dieses Wendepunktes mitten im 20. Jahrhundert.

Aktion „Critical Mass“: Sensibilisierung für Radverkehr

Die schlechte Umweltbilanz des deutschen Verkehrssektors: „Es werden immer mehr SUVs auf der Straße, die immer noch mehr Platz und noch mehr Treibstoff brauchen. Dass dabei das Klima und damit unsere Lebensgrundlage auf der Strecke bleibt, darüber machen sich immer noch zu wenig Menschen Gedanken. Einfach mal öfter das Auto stehen lassen und lieber mit dem Rad fahren – das ist gut für die Umwelt und es hält auch noch fit.“ Laut einer Untersuchung des Umweltbundesamtes entfallen circa die Hälfte aller Autofahrten auf Kurzstrecken von unter fünf Kilometern. Das sind Strecken, die die meisten Menschen problemlos mit dem Rad bewältigen können, insofern die Umgebung auch dazu einlädt und man sich sicher fühlt. Die Teilnehmer der Critical Mass in Olching hoffen darauf, dass sich durch ihr Engagement etwas bewegt in Olching und im ganzen Landkreis. Eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema „Radverkehr“ und für die Bedürfnisse von Radfahrern wäre schon ein großer Schritt. Ein weiterer Schritt wäre z. B. die Ausweisung von Fahrrad-Straßen im Olchinger Stadtgebiet oder eine größere Akzeptanz von Radfahrern als ganz normalen Verkehrsteilnehmern. Dabei ist die Politik gefragt, aber auch jeder Einzelne von uns. Im Sinne des Mottos „Radfahrer blockieren nicht den Verkehr, Radfahrer sind Verkehr“ gibt es in Olching seit April jeden ersten Samstag im Monat eine sogenannte Critical Mass. Bei einer Critical Mass treffen sich mehrere Radfahrer scheinbar zufällig, um auf ihre Gleichberechtigung gegenüber dem motorisierten Verkehr aufmerksam zu machen. Diese weltweite Bewegung wurde in den 1990er Jahren in San Francisco „erfunden“ und deutschlandweit beteiligen sich schon über 100 Städte an dieser kreativen Form des Protests. Anders als z. B. bei einer Demonstration gibt es keine Veranstalter oder Organisatoren – man trifft sich einfach, um gemeinsam durch die Stadt zu radeln. Laut §27 der StVO darf ab 16 Radfahrer ein geschlossener Verband gebildet werden. Das Fahren zu zweit nebeneinander und auf der Fahrbahn ist erlaubt. Außerdem wir der Verband wie ein einziges Fahrzeug behandelt und darf somit auch Kreuzungen und Ampeln geschlossen durchfahren. In Deutschland wird zu wenig für die Radinfrastruktur getan, da ist auch Olching keine Ausnahme. Leider wird dem Auto bei der Verkehrsplanung immer noch ein zu großer Stellenwert zugeschrieben. Und dann konkurrieren Fußgänger, Radfahrer und andere Mobilitätsformen gegeneinander um den Platz, der noch übrig bleibt. – Der ganze Aktionstext als PDF. – Infos zur Initiative: www.twitter.com/cmolching.
Die nächste Critical Mass in Olching: Samstag, 3.8. Treffpunkt ist 11 Uhr Am Vogelherd/Fürstenfeld- brucker Straße, Ortseingang Olching. Jeder ist willkommen, egal aus welchem Ort! Gefahren wird in mäßigem Tempo für ca. eine Stunde.

Je größer ein Wagen ist, desto dreckiger darf er sein. SUVs nehmen Platz weg, sind gefährlich und als „Klimakiller“ der Inbegriff von Rücksichtslosigkeit und Umweltsauerei … Beinahe jedes dritte Auto, das in Deutschland verkauft wird, ist ein SUV … 1995 hatten SUVs nur einen Marktanteil von zwei Prozent, bis 2010 wuchs er auf 12 Prozent. Seither vermehren sich die Riesenautos pro Jahr im Schnitt um 13 Prozent. Dabei sind diese Riesenautos dafür verantwortlich, dass der CO2-Ausstoß im Verkehr steigt … Im kommenden Jahr könnte die Nachfrage vierzehn Mal höher sein. Die erwarteten steigenden Bedarfe für Lithium und Kobalt, die in den Batterien verbaut werden, übersteigen die heute abgebauten Mengen um ein Vielfaches. Das würde bedeuten, dass für E-Autos neue Abbaugebiete erschlossen und Minen gebaut werden – was meist mit Landkonflikten und Umweltzerstörung einhergeht. Einfach Benziner und Diesel durch E-Autos zu ersetzen, ist also kein Ausweg aus der imperialen Lebensweise – sondern schreibt sie fort. Insbesondere durch SUVs. – Ein ausführlicher Bericht über „Monster unter Artenschutz“.
Ein neues Buch sorgt für Aufregung:Vollbremsung. Warum das Auto keine Zukunft hat und wir trotzdem weiterkommen“. Der Pkw ist die Geißel der Menschheit. Lasst uns Straßen rückbauen, die Bahn stärken und Autokonzerne zerschlagen! Eine konkrete Utopie. – Der Bericht zum Buch.

S-Bahn 2. Stammstrecke und Hauptbahnhof: Erst planen – dann bauen!

Infos der Initiative www.s-bahn-ausbau.de: S-Bahn-Ausbau München JETZT! Für besseren öffentlichen Verkehr (ÖV) in München und ganz Bayern. JA zu einer zweiten Stammstrecke Südring. NEIN zum Tieftunnel für 3,8 Mrd. Euro! JA zu ÖV-Projekten in ganz Bayern. Warum ist das wichtig? Die Tieftunnel-Kosten stehen in keinem tragbaren Verhältnis zum Nutzen: – Drei Bahnhöfe (neben den vorhandenen) und drei zusätzliche Züge (33 statt jetzt 30) pro Stunde, für 3,8 Mrd. Euro – wer will das? – Für viele Fahrgäste kommt es zu massiven Verschlechterungen, beim Bau (mindestens 10 Jahre) und nachher (zusätzliches Umsteigen, 15- statt 10-Minuten bzw. 30- statt 20-Minuten-Takt). – Der Tunnel besiegelt das definitive Aus für den jahrzehntelang versprochenen 10-Minuten-Takt. – Die Zentrums-Fixierung des Münchner Schnellbahn-Systems („alles über den Marienplatz“) wird weiter verfestigt. – Bahnhöfe in über 40 m Tiefe (einem 13-stöckigen Hochhaus entsprechend) sind gefährlich, nicht praktikabel und Fahrgast-feindlich. – Lebensgefährlich! Brandschutz- und Rettungskonzept weisen riesige Lücken auf. – Die Finanzierung des Projektes zieht wertvolle Mittel für den öffentlichen Verkehr in der Region und in ganz Bayern ab. – Die bisherigen Gutachten und Nutzen-/Kosten-Untersuchungen sind fragwürdig und einer fairen, unabhängigen Prüfung zu unterziehen. – Der Südring ist die bessere und billigere Lösung für eine 2. Stammstrecke. Er kann JETZT begonnen, in kürzerer Zeit und ohne nennenswertes bauliches Risiko auf bestehendem Bahngelände gebaut werden. Er ermöglicht gleichzeitig den dringenden Ausbau der Außenstrecken. Er eröffnet die für die Stadtentwicklung nötige Ringstruktur und Vernetzung. Er vermeidet die Risiken des Tieftunnels, z.B. beim Brandschutz- und Rettungskonzept. Er allein ermöglicht in absehbarer Zeit den jahrzehntelang versprochenen 10-Minuten-Takt. Er erspart dem Freistaat ein hohes Finanzierungsrisiko und ein Fiasko wie bei Stuttgart 21. Deshalb: JA zum Südring für nur 0,6 Mrd. Euro! Näheres dazu siehe: http://www.tunnelaktion.de/ und http://www.sbahn2030.de/wp-content/uploads/BK-S_Bahn_Muenchen_2030-v1_0.pdf
Petition teilen: https://weact.campact.de/petitions/s-bahn-und-offentlicher-verkehrsmittel-ausbau-in-munchen-und-bayern – An: DB Vorstand, Bayerische Staatsregierung (MP Seehofer, Minister Herrmann), Bundesverkehrsminister Dobrindt, LH München (OB Reiter, Bürgermeister Schmid), alle Fraktionen des Bayerischen Landtags und des Münchner Stadtrats
Infos vom „Münchner Forum“: https://muenchner-forum.de/2019/moratorium-neubau-hbf-und-zweite-stammstrecke

Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Buchenau

Aus dem Schreiben des „Verkehrsforums Fürstenfeldbruck“ an Staatsminister Dr. Reichhart zum geplanten Spatenstich für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Buchenau am Samstag, 6.4.2019 am S-Bahnhof Buchenau, Fürstenfeldbruck vom 4.4.19:
Aus Sicht des Aktionsbündnisses hat die Planung der DB noch folgende Mängel:
1. Rampenplanung bedeutet unnötigen Umweg zum Geschwister-Scholl-Platz
Die Rampe vom Nordbahnsteig (Gleis 1) zum Gelände Geschwister-Scholl-Platz liegt fast 40 m vom östlichen Bahnsteigende entfernt. Am Zugende aussteigende Fahrgäste müssen in Richtung des ÖPNV (Busse) am Geschwister-Scholl-Platz unnötige Umwege bis 80 m in Kauf nehmen, und das für einen Höhenunterschied vom Bahnsteig zum Gelände von ca. 20 cm.
2. Unnötiger Umweg Richtung Kurt-Huber-Ring
Zum Durchgang im „blauen Haus“ zum Kurt-Huber-Ring führt vom Nordbahnsteig (Gleis 1) eine Treppe mit 2 Stufen. Für Rollatoren, Rollstühle, Kinderwägen und Fahrräder sind die Stufen unbrauchbar. Auch hier entsteht ein unnötiger Umweg zur nächsten Rampe.
3. Bahnsteig Richtung Geltendorf ohne Überdachung
Wartende Fahrgäste Richtung Geltendorf sind Wind und Regenwetter ausgesetzt, auch vor dem Aufzug. Denn während die Bahnsteige Mitte (Gleis 2) und Süd (Gleis 3) Teilüberdachungen haben, fehlt auf dem Bahnsteig Nord (Gleis 1) die Überdachung. Lediglich der Treppenaufgang aus der neuen Fußgänger-Unterführung ist eingehaust.
Wir machen deshalb folgende Verbesserungsvorschläge:
1. Die Rampe am Nordbahnsteig (Gleis 1) sollte ans östliche Bahnsteig-Ende versetzt werden. Damit wird der kürzeste Weg um das blaue Haus Richtung Busse auf dem Geschwister-Scholl-Platz für alle Fahrgäste ermöglicht.
2. Am Durchgang zum Kurt-Huber-Ring schlagen wir ebenfalls eine Rampe (statt der Stufen) vor, da diese für alle Fahrgäste barrierefrei nutzbar ist. Die Rampenlänge beträgt bei ca. 20 cm Höhenunterschied nur 3,33 m.
3. Als Wetterschutz für die Fahrgäste, für Rampe, Treppenanlage und Aufzug schlagen wir eine Bahnsteig-Überdachung im Mittelbereich des Nordbahnsteigs (Gleis 1) vor, in der gleichen Länge (ca. 50 m) wie auf dem Mittelbahnsteig. Es ist nicht verständlich, warum bei Tausenden von Fahrgästen an diesem Bahnhof der Nordbahnsteig qualitativ schlechter ausgestattet werden soll, als die anderen Bahnsteige.
Aus unserer Sicht sind die Änderungen 1 und 2 an Rampen bzw. Treppe geringfügig, können in die Ausführungsplanung noch reibungslos eingefügt werden und verursachen keine Mehrkosten. Für die Bahnsteigüberdachung am Nordbahnsteig (Änderung 3) fallen Mehrkosten an. Es müssten jetzt die Fundamente berücksichtigt werden. Das Dach spart aber zusätzlich im Winter den personellen Aufwand für die Schneeräumung und gewährleistet eisfreie Rampen.
Mit Schreiben vom 28.03.2019 hat uns die DB Station&Service AG (Regionalbereich Süd) mitgeteilt: „Der Bau einer weiteren Rampe sowie weiterer Bahnsteigdächer am Bahnhof Buchenau können durch den fortgeschrittenen Prozess des barrierefreien Ausbaus zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht mehr berücksichtigt werden.“ Zu einem früheren Zeitpunkt wurde allerdings weder das Aktionsbündnis noch der Stadtrat von der Planung in Kenntnis gesetzt. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Stadt Fürstenfeldbruck der DB bzw. dem Land Bayern bereits erheblich finanziell beim barrierefreien Ausbau des Bahnhofs unter die Arme greift. Im Gegenzug würden wir uns darüber freuen, wenn die Planung nicht nur das Mindestmaß an Barrierefreiheit liefert, sondern auch eine gute Nutzbarkeit im Alltag gewährleistet ist.
VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK. Sprecher: Thomas Brückner, Fürstenfeldbruck

B2 raus aus Bruck – Deichenstegtrasse her oder geht‘s anders?

Am 7. 11.18 berichtete die Brucker SZ: »Bruck will Bundesstraße loswerden … Der Verkehrsausschuss hält mehrheitlich an der Forderung einer formalen Verlegung auf die Autobahn fest. Die westliche Umfahrung des Zentrums über die Äußere Schöngeisinger Straße könnte eine Alternative sein … Die CSU-Fraktion stimmte weitgehend geschlossen gegen die Empfehlungsbeschlüsse für den am 27. November tagenden Stadtrat. Damit blieb sie ihrer seit einigen Jahren eingeschlagenen Linie treu … Franz Höfelsauer (CSU) bleibt zwar dabei: „Da muss halt ein Tunnel her“. Lohde aber rät mittlerweile, sich lieber auf die Reduzierung des hausgemachten Verkehrs (Ziel- und Quellverkehr) zu konzentrieren – beispielsweise durch den Ausbau von öffentlichem Nahverkehr oder einer besseren Fahrradinfrastruktur …«
Kommentar: Will man die Hauptstraße vom Bundesstraßenverkehr entlasten, die altehrwürdige Amperbrücke erhalten, die Atemluft in der Brucker Innenstadt säubern, den Lärmausstoß verringern und diese Straße zum liebenswerten Anziehungspunkt der Altstadt machen, muss die B2 verlegt werden. Eine Extra-Umgehungsstraße zu bauen, verschlingt nicht nur Unsummen, sie verschlingt auch Natur und eine menschen- und tierwürdige Umwelt. Hilfe aus Berlin ist kaum zu erwarten. Eine Verlegung über die Äußere Schöngeisinger Straße bietet sich als vermutlich beste Lösung des Verkehrsschlamassels an. Eigentlich sollte es auf der Hand liegen, diesen an Realitäten orientierten Gedanken konstruktiv zu verfolgen, auf Machbarkeit abzuklopfen und dabei die Meinungen der Anwohner nicht zu vergessen. Doch die konservativen Denker träumen paradoxerweise gerne im Entweder-Oder-Stil von der ganz großen Lösung: die von der Bevölkerung bereits verworfene Deichenstegtrasse. Oder statt dessen von kleinen Schritten, die den Verkehr reduzieren sollen, was man durchaus bezweifeln kann.

MVV: Trassen- und Tarifplanung

Brucker SZ vom 4.10.18: »Der neue Plan sieht vor, dass zwischen Pasing und Eichenau die S-Bahnen auf den beiden Außengleisen fahren und der gesamte Fern-, Regional- und Güterverkehr auf dem dritten mittleren Gleis abgewickelt wird. „Das führt zu Behinderungen im Gegenverkehr und Verspätungen“, warnt Thomas Brückner, der dem Brucker Verkehrsforum und dem BN-Kreisvorstand angehört … Der Bund Naturschutz lehnt einen lediglich dreigleisigen Ausbau der S 4 ab. Den Verlust weiterer ökologisch wertvoller Flächen sei hinnehmbar, sofern dadurch zusätzlicher Straßenbau verhindert werden kann … und fordert vier Gleise bis Bruck.«
Das Brucker Tagblatt berichtete am 5.10.18: »Im Zuge der Gespräche über die MVV-Tarifreform hat Ministerpräsident Söder zugesagt, 35 Millionen Euro pro Jahr in den MVV fließen zu lassen … Jetzt müssten Details nach verhandelt werden. Noch vor Söders Ankündigung, die MVV-Struktur staatlich unterstützen zu wollen, hatte der Landkreis Fürstenfeldbruck der umstrittenen Reform zugestimmt … die Härten der bisher diskutierten MVV-Tarifreform«

MVV-Tarifreform ist umstritten

Brucker SZ-Bericht vom 1.10.18, der ausführlich über die geplanten Änderungen und problematischen Punkte informiert: „Nun dürfen die Landräte nachverhandeln. Grünen-Kreisrat Martin Runge fordert sichtbare Verbesserungen für den Kreis Fürstenfeldbruck“. Hierzu äußerte Landrat Karmasin: „dass die beste Lösung eigentlich die Abrechnung nach einem Entfernungstarif sei, der ‚in mehreren Regionen der Welt problemlos‘ funktioniere: ‚In München aber hat man sich nicht in der Lage gesehen, das technisch zu realisieren.‘ Karmasin gestand auch ein, dass es den acht Landräten bei den drei Jahre währenden Verhandlungen zur MVV-Tarifreform ‚nicht gelungen ist, etwas Besseres als dieses Paket herauszuhandeln‘. Runge formulierte es drastischer: ‚Der Münchner OB hat die Landkreise über den Tisch gezogen.‘ … im Kreis Fürstenfeldbruck, so hat Runge errechnet, seien Tausende von immensen Preissteigerungen von 30, 50 oder sogar 87 Prozent betroffen: Vor allem jene Fahrgäste mit Zeitkarten, die mit dem MVV nicht bis in die Münchner Innenstadt fahren, sondern nur bis Pasing oder Laim oder die dort in Richtung Moosach/Allach weiterfahren wollen. Die Preissteigerungen betreffen Runge zufolge auch die Ausbildungstarife … Zu begrüßen sei auch, dass das Reformpaket Fahrten innerhalb des Landkreises – dabei handelt es sich vor allem um Busfahrten – billiger mache …“

Umgestaltung Augsburger Straße

Gestaltungsvorschlag des Verkehrsforums FFB an die Stadt für die Augsburger Straße vom 16.7.18:
An die Stadt Fürstenfeldbruck, Hr. OB Erich Raff, Hauptstraße 31, 82256 Fürstenfeldbruck
Fürstenfeldbruck, 16.07.2018 / Offener Brief. Vorschlag Umgestaltung Augsburger Straße FFB
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Umgestaltung der Augsburger Straße steht in den nächsten Jahren an. Wir als Verkehrsforum Fürstenfeldbruck haben uns zusammen mit interessierten Stadträten, dem Verkehrsreferenten und dem ADFC Gedanken über die Art und Weise dieser Umgestaltung gemacht.
1. Umfang des Umbaues:
Wir gehen davon aus, dass die Umbaustrecke die gesamte Straßenlänge betreffen muss, also von der Malchinger Str. / Am Ährenfeld im Norden bis zur Dachauer Straße / Hauptstraße im Süden. Alles andere wäre Flickwerk!
2. Ziele des Umbaues:
Seit 25 Jahren hat die Radverkehrssicherheit auf der Augsburger Straße oberste Priorität bei ADFC und Verkehrsforum FFB. Immer wieder ereigneten sich Radverkehrsunfälle auf diesem Streckenabschnitt. Ein tödlicher Schülerunfall 1991 war Auslöser für die Gründung des Verkehrsforums. Leider wurde der verkehrssichere Ausbau durch die Politik seit Jahrzehnten verschleppt. Noch immer gibt es in der nördlichen Hälfte nur einen gefährlichen, einseitigen gegenläufigen Radweg, in der südlichen Hälfte Richtung Innenstadt gar keine Radverkehrsanlagen.
Insofern hat die Verkehrssicherheit der Radler, aber auch der Fußgänger (Schulweg!) oberste Priorität. Diesem Ziel hat sich der ruhende und fließende Verkehr unterzuordnen.
An zweiter Stelle steht auch eine städtebauliche Aufwertung des Straßenzuges, gerade im Teilbereich Richtung Innenstadt, wo heute eine hässliche baumlose vierspurige Asphaltwüste vorherrscht. Ein bisher wenig ansehnliches Entree unserer Stadt!
An dritter Stelle stehen Überlegungen, die Straße und Kreuzungsbereiche leistungsfähiger für den motorisierten Verkehr zu machen, diesen zu verflüssigen, was auch der Pünktlichkeit des ÖPNV zugute kommt.
3. Maßnahmen: 3.1. Verkehrssicherheit von Radlern und Fußgängern:
Grundsätzlich hat die Umgestaltung die Mängel der schlechten bzw. ganz fehlenden Radverkehrsanlagen zu beseitigen.
In Anbetracht der Ängste vieler Bürger/innen auf der Fahrbahn zu fahren, empfehlen wir (wo möglich) beidseitige bauliche Radwege mit mind. 2,0 m Breite, jedoch so angeordnet, dass der Radler sich immer im Blickfeld des motorisierten Verkehrs bewegt. Ferner müssen die Radwege für zunehmend schneller werdende Radler bis 25 km/h ausgelegt sein.
Die Radwege sind über Kreuzungen und Einmündungen, vor Park- und Bushaltebuchten zu markieren und rot einzufärben. Radwege dürfen an Zebrastreifen und Mittelinseln nicht eingeengt werden (siehe Fahrbahnaufweitung am Zebrastreifen Ecke Ganghofer Straße). An Kreuzungen sind Aufstellflächen in ausreichender Größe zu markieren, gerade auch für linksabbiegende Radfahrer. Für das Linksabbiegen der Radler von der Augsburger in die Dachauer Straße ist bei der Lösung mit Lichtsignalen eine eigene Radspur mit Aufstellfläche zu realisieren. Bei Kreisellösungen erfolgt jeweils die vorgeschriebene Einschleifung des Radverkehrs auf die Fahrbahn und Mischverkehr im Kreisel.
Wo möglich sind Fußwege zu verbreitern, verkehrsberuhigte Räume zu schaffen und sichere Überquerungshilfen als Mittelinseln bzw. Zebrastreifen zu realisieren. Diese kommen auch dem querenden Radverkehr zu gute. Kreisel sind grundsätzlich allseits mit Zebrastreifen auszuführen. Den Verkehrsfluss behindernde Lichtsignalanlagen (LSA) sollen nur in besonderen Fällen (Schulweg, Blinde, Behinderte) oder als Bedarfsampel installiert werden. Die Marthabräu-Kreuzung soll fußgängerfreundlich umgestaltet werden, ohne die gefährlichen, weil viel zu engen Inseln, die die Fahrbahnüberquerungszeiten für Fußgänger heute unzumutbar machen.
3.2. Städtebauliche Verschönerung des Straßenzuges:
Eine optische Aufwertung soll vor allem der südliche Teil der Augsburger Straße ab Maisacher / Philipp-Weiß-Str. stadteinwärts erfahren, mit seinen zahlreichen Einzelhandelsläden. Durch die Reduzierung der Fahrbahn von vier auf zwei Fahrspuren kann Platz für Radwege und breitere Gehwege mit Alleebäumen gewonnen werden, was auch der Luftreinhaltung, dem Kleinklima und der Aufenthaltsqualität (Bummeln, Shoppen) zugute kommt. Die Anlieferung findet auf der breiten Fahrbahn statt.
Mehrfach angedacht wurde in der Vergangenheit schon die Verkehrsberuhigung der inneren Maisacher Straße. Deren Rückbau schafft Raum für eine Fußgängerzone im dortigen Geschäftsbereich, für Fahrradabstellplätze, aber auch Platz für Bushaltebuchten.
3.3. Verkehrsverflüssigung:
Durch den Wegfall von Lichtsignalanlagen (LSA) und den teilweisen Ersatz durch Kreisel versprechen wir uns auch bei hohen Verkehrsbelastungen ein gleichmäßigeres flüssigeres Fahrverhalten des motorisierten Verkehrs, anstatt des Stopp-and-Go-Verkehrs bei LSA. Die Verflüssigung wird umso besser, je mehr Kreisel hintereinander in Reihe geschaltet sind. Sollte man sich hier für die zwei Kreisel im Innenstadtbereich entscheiden, wäre auch ein Kreisel in der Hauptstraße Ecke Schöngeisinger Straße denkbar. Dann gäbe es auf der B2 vom Landratsamt bis zur Marthabräustraße keine LSA mehr (abgesehen von einer evt. reinen Fußgängerampel am Rathaus). Zu bedenken ist jedoch, dass der Platz für große, für LKW und Busse geeignete Kreisel sehr knapp ist. Die geplanten Kreisel haben in der Innenstadt ca. 26 m Durchmesser, in Neulindach 30 m.
Vorteile für den Verkehrsfluss bietet auch die Ertüchtigung der Marthabräu-Kreuzung. Durch die von uns vorgesehenen separaten Linksabbiegespuren bzw. die Beibehaltung der Spuraufweitung auf der Augsburger Straße stadteinwärts (wie heute mind. 4,75 m) behindern Linksabbieger nicht den abfließenden Geradeaus- und Rechtsabbiegeverkehr. Die neue Linksabbiegespur von der Kapellenstraße ist vor allem wichtig, falls die innere Maisacher Straße verkehrsberuhigt werden sollte. Die Linksabbiegespur von der Augsburger in die Marthabräustraße ist schon heute nötig, würde aber zusätzliche Bedeutung erlangen, wenn die westliche Innenstadt (Schöngeisinger, Pucher Straße) verkehrsberuhigt würde (verkehrsberuhigter Geschäftsbereich oder Shared Space).
Auch die Einmündung der St 2054 in Neulindach in die Augsburger Straße mit der Folgekreuzung Malchinger Str. / Am Ährenfeld wurde in unserem Vorschlag optimiert. Durch Spuraufweitungen ergeben sich Linksabbiegemöglichkeiten in die Malchinger Straße bzw. zum Ährenfeld, ohne dass der fließende Verkehr behindert wird. Durch einen Kreisel an der Einmündung der St 2054 in die Augsburger Straße kann auch hier der Verkehr verflüssigt werden, und die auch im Unterhalt teure LSA eingespart werden.
Wir bitten Sie unsere Vorschläge wohlwollend zu prüfen und diese in Ihre Planung einfließen zu lassen, und freuen uns auf eine rege Diskussion unserer Vorschläge.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas Brückner, Alexa Zierl, Martin Haisch / VERKEHRSFORUM FFB; Adi Stumper / ADFC Ortssprecher FFB

Verkehrsforum FFB: Mangelhafte und fehlende Markierungsarbeiten der Stadt

Pressemeldung des Verkehrsforum FFB, dem sich der ADFC anschließt: Vor Jahren wurde von der Stadt FFB unter OB Pleil für den städtischen Bauhof eine Markierungsmaschine angeschafft, mit dem Versprechen, die notwendigen Markierungen in der Stadt für Fußgänger- und Radverkehrsanlagen zügig und schnell durch eigenes Personal ausführen zu können. Ausschreibungen von Leistungen, Angebotseinholungen und Warten auf externe Firmen sollten damit der Vergangenheit angehören. Mit Bedauern müssen wir nun feststellen, dass jedes Jahr erhebliche Mängel an den Markierungen zu beobachten sind. Durch Baustellen werden zudem Markierungen beseitigt und nicht wieder aufgebracht. Nach Aussage der Stadt fühlt sich diese auch nicht zuständig für die Wiederherstellung nach den Bauarbeiten. Zudem verschwinden durch schlechten Farbauftrag Markierungen innerhalb von Monaten wieder. Von uns angeregte dauerhafte erhabene Dichtschichtaufträge oder oberflächenbündige Belagseinfräsungen bleiben leider die Ausnahme.
Jedes Jahr haben wir die Stadtverwaltung auf die Missstände hingewiesen und zum umgehenden Handeln aufgefordert. Schließlich handelt es sich hier um Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. Wir haben mehrmals (in Gesprächen mit der Stadtverwaltung und im Runden Tisch Radverkehr) einen Automatismus angeregt, durch den alle Markierungen ohne separate Aufforderung jedes Jahr zum Beginn der Radlsaison aufgefrischt bzw. erneuert werden. Dieses Jahr haben wir seit Ostern sommerliches Wetter. Doch passiert ist nichts. Nahezu alle Markierungen (siehe Aufstellung unten und Foto-Anlagen) sind in einem desolaten Zustand oder gar nicht mehr sichtbar. Auf Rückfrage beim Ordnungsamt der Stadt wird uns mitgeteilt, dass der städtische Bauhof für die Ausführung zuständig ist, und man darauf keinen Einfluss hätte. Auf unser massives Drängen in Bezug auf die Waldfriedhofstraße wurde letzte Woche wenigstens ein kleines Teilstück vor dem Waldfriedhof erneuert, der (nach unserer beiliegenden Foto-Dokumentation) seit mehr als 6 Jahren nicht mehr erneuert wurde!
Mangelhafte bis nicht sichtbare Markierungen: 1. Hauptstraße; 2. Holzhofstraße; 3. Maisacher Straße; 4. Wilhelm-Busch-Straße; 5. Kurt-Schumacher-Straße; 6. Waldfriedhofstraße; 7. Rothschwaiger Straße; 8. Richard-Higgins-Straße; 9. Ettenhofer Straße; 10. Am Sulzbogen; 11. Balduin-Helm-Straße; 12. Am Fuchsbogen; 13. Kurt-Huber-Ring.
Bei der Neumarkierung des Schutzstreifens in der Waldfriedhof wurde nicht mal die Standardbreite von 1,50 m (laut ERA), sondern wieder die Minimalbreite von 1,25 m markiert, obwohl es sich dort, bei ca. 9 m breiter Fahrbahn wirklich um keine Engstelle handelt. Waren die stundenlangen Diskussionen im Stadtrat und der Stadtverwaltung um breitere Schutzstreifen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit vergebens? Was am Sulzbogen mit 1,75 m Breite erreicht wurde, ist doch als Standard auch auf andere Straßen übertragbar! Wir fordern deshalb die Stadt auf, den Schutzstreifen umgehend auf mind. 1,75 m zu verbreitern.
Im RTR (Runder Tisch Radverkehr) am 28.11.2016 (!) wurde vom Verkehrsforum FFB eine weitere Aufstellung von möglichen Schutzstreifen in der Stadt übergeben (siehe Anlage). Eine Überprüfung der Liste wurde uns damals zugesagt. Bis heute gibt es jedoch dazu keine Antwort.
Wenn schon nichts voran geht, und keine neuen Radwege, Radfahr- oder Schutzstreifen entstehen, erwarten wir als Minimum von der Stadt, dass der Bestand regelmäßig gepflegt und erneuert wird.
29.6.18 – Mit freundlichen Grüßen, Thomas Brückner, Alexa Zierl, Martin Haisch / VERKEHRSFORUM FFB, Adi Stumper / Ortssprecher ADFC FFB

Graz und Augsburg installieren kostenlosen ÖPNV im Stadtbereich – In Bruck denkbar?

Bereits im Jahr 2019 wird die Verkehrssparte der Stadtwerke Augsburg im Kern der Innenstadt den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) tariffrei gestalten … Der kostenlose ÖPNV wird für alle Personen gelten. Das gesamte Projekt wird „City Zone“ genannt … Die gesamte Umsetzung des Masterplans sei als Grundvoraussetzung für spätere Förderungen aus Bundesmitteln zu sehen … Mit zirka 500.000 Euro Mindererlöse rechnen die Stadtwerke aufgrund der damit verbundenen Einbußen bei den Ticketverkäufen … Die Stadt Graz, wo der aus Österreich stammende Stadtwerkechef studiert hat, hat dieses Gratis-Angebot bereits seit Jahren eingeführt und fahre damit gut, so Casazza … das Kurzstreckenticket für Fahrten, die durch diese Zone führen, könnte um eine beziehungsweise zwei Haltestellen verlängert werden … – Quelle: www.daz-augsburg.de/stadtwerke-bald-kostenloser-oepnv-in-augsburgs-innenstadt – Wer von auswärts mit dem Auto kommen wolle, könne am Rand der Zone ins Parkhaus fahren und dann in der Innenstadt umweltfreundlich unterwegs sein … Hauptziel ist es, die Luft in der Innenstadt sauberer zu bekommen … – Quelle: www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Wie-der-Gratis-Nahverkehr-in-der-Innenstadt-aussehen-soll-id51148741.html