Kategorie: Dokumentiert

Gedenkfeier

Gedenkfeier zum 74. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima/Nagasaki – Für eine Welt ohne Atomwaffen, Montag, 5.8., 20 Uhr, Hauptplatz vor der Sparkasse, FFB – danach zur Kneipp-Insel. Eröffnung und Grußwort der Kreisstadt durch Christian Götz, 2. Bürgermeister. Danach Demonstrationszug zur Kneipp-Insel. Dort musikalische und Redebeiträge. – Infos: www.sozialforumamper.wordpress.com
Wir empfehlen die Dokumentation „Count-down in ein neues Zeitalter: Hiroshima“. Zu sehen in der ARTE-Mediathek. Die Atombombe, die 1945 auf Hiroshima fiel, tötete mehr als 100.000 Menschen und symbolisierte das Ende des Zweiten Weltkriegs, aber auch den Beginn des Atomzeitalters. Der Dokumentarfilm schildert die Ereignisse vor, während und nach der Detonation und erzählt anhand von Berichten der letzten Überlebenden die Geschichte dieses Wendepunktes mitten im 20. Jahrhundert.

Aktion „Critical Mass“: Sensibilisierung für Radverkehr

Die schlechte Umweltbilanz des deutschen Verkehrssektors: „Es werden immer mehr SUVs auf der Straße, die immer noch mehr Platz und noch mehr Treibstoff brauchen. Dass dabei das Klima und damit unsere Lebensgrundlage auf der Strecke bleibt, darüber machen sich immer noch zu wenig Menschen Gedanken. Einfach mal öfter das Auto stehen lassen und lieber mit dem Rad fahren – das ist gut für die Umwelt und es hält auch noch fit.“ Laut einer Untersuchung des Umweltbundesamtes entfallen circa die Hälfte aller Autofahrten auf Kurzstrecken von unter fünf Kilometern. Das sind Strecken, die die meisten Menschen problemlos mit dem Rad bewältigen können, insofern die Umgebung auch dazu einlädt und man sich sicher fühlt. Die Teilnehmer der Critical Mass in Olching hoffen darauf, dass sich durch ihr Engagement etwas bewegt in Olching und im ganzen Landkreis. Eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema „Radverkehr“ und für die Bedürfnisse von Radfahrern wäre schon ein großer Schritt. Ein weiterer Schritt wäre z. B. die Ausweisung von Fahrrad-Straßen im Olchinger Stadtgebiet oder eine größere Akzeptanz von Radfahrern als ganz normalen Verkehrsteilnehmern. Dabei ist die Politik gefragt, aber auch jeder Einzelne von uns. Im Sinne des Mottos „Radfahrer blockieren nicht den Verkehr, Radfahrer sind Verkehr“ gibt es in Olching seit April jeden ersten Samstag im Monat eine sogenannte Critical Mass. Bei einer Critical Mass treffen sich mehrere Radfahrer scheinbar zufällig, um auf ihre Gleichberechtigung gegenüber dem motorisierten Verkehr aufmerksam zu machen. Diese weltweite Bewegung wurde in den 1990er Jahren in San Francisco „erfunden“ und deutschlandweit beteiligen sich schon über 100 Städte an dieser kreativen Form des Protests. Anders als z. B. bei einer Demonstration gibt es keine Veranstalter oder Organisatoren – man trifft sich einfach, um gemeinsam durch die Stadt zu radeln. Laut §27 der StVO darf ab 16 Radfahrer ein geschlossener Verband gebildet werden. Das Fahren zu zweit nebeneinander und auf der Fahrbahn ist erlaubt. Außerdem wir der Verband wie ein einziges Fahrzeug behandelt und darf somit auch Kreuzungen und Ampeln geschlossen durchfahren. In Deutschland wird zu wenig für die Radinfrastruktur getan, da ist auch Olching keine Ausnahme. Leider wird dem Auto bei der Verkehrsplanung immer noch ein zu großer Stellenwert zugeschrieben. Und dann konkurrieren Fußgänger, Radfahrer und andere Mobilitätsformen gegeneinander um den Platz, der noch übrig bleibt. – Der ganze Aktionstext als PDF. – Infos zur Initiative: www.twitter.com/cmolching.
Die nächste Critical Mass in Olching: Samstag, 3.8. Treffpunkt ist 11 Uhr Am Vogelherd/Fürstenfeld- brucker Straße, Ortseingang Olching. Jeder ist willkommen, egal aus welchem Ort! Gefahren wird in mäßigem Tempo für ca. eine Stunde.

Je größer ein Wagen ist, desto dreckiger darf er sein. SUVs nehmen Platz weg, sind gefährlich und als „Klimakiller“ der Inbegriff von Rücksichtslosigkeit und Umweltsauerei … Beinahe jedes dritte Auto, das in Deutschland verkauft wird, ist ein SUV … 1995 hatten SUVs nur einen Marktanteil von zwei Prozent, bis 2010 wuchs er auf 12 Prozent. Seither vermehren sich die Riesenautos pro Jahr im Schnitt um 13 Prozent. Dabei sind diese Riesenautos dafür verantwortlich, dass der CO2-Ausstoß im Verkehr steigt … Im kommenden Jahr könnte die Nachfrage vierzehn Mal höher sein. Die erwarteten steigenden Bedarfe für Lithium und Kobalt, die in den Batterien verbaut werden, übersteigen die heute abgebauten Mengen um ein Vielfaches. Das würde bedeuten, dass für E-Autos neue Abbaugebiete erschlossen und Minen gebaut werden – was meist mit Landkonflikten und Umweltzerstörung einhergeht. Einfach Benziner und Diesel durch E-Autos zu ersetzen, ist also kein Ausweg aus der imperialen Lebensweise – sondern schreibt sie fort. Insbesondere durch SUVs. – Ein ausführlicher Bericht über „Monster unter Artenschutz“.
Ein neues Buch sorgt für Aufregung:Vollbremsung. Warum das Auto keine Zukunft hat und wir trotzdem weiterkommen“. Der Pkw ist die Geißel der Menschheit. Lasst uns Straßen rückbauen, die Bahn stärken und Autokonzerne zerschlagen! Eine konkrete Utopie. – Der Bericht zum Buch.

Zwei sozial- und friedenspolitische Veranstaltungen

Am Samstag, 27.7., von 17 bis 18 Uhr im Livestream und danach als Videodokument: „Diktatur des Monetariats?“. Ein Gespräch mit dem Germeringer Autor Ulrich Seibert über sein neues Buch: „Die Diktatur des Monetariats. Neoliberalismus: Die Geißel des 21. Jahrhunderts“. – Der Autor und Diplomkaufmann Ulrich Seibert geht in diesem Buch den Fragen nach, woher Neoliberalismus kommt, wer seine Akteure sind, wie dieses System installiert wurde, was die konkreten Auswirkungen sind, die uns alle betreffen und wer davon profitiert und wer nicht. Er versucht nachzuweisen, dass Neoliberalismus die großen Probleme unserer Zeit (z.B. Umweltzerstörung, Klimakrise), wenn nicht sogar verursacht, dann diese zumindest noch verschärft. Außerdem zeigt er auf, welche Möglichkeiten zur Umkehr es geben könnte und stellt Vorschläge für alternative Wirtschaftssysteme auf den Prüfstand.
Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ organisiert in ihrem „LIFEstudioFFB“ eine vierzehntägliche Gesprächsreihe. Im Livestream zu sehen über www.youtube.com/ffbaktivstudio/live. Danach steht die Sendung als Video im Archiv: www.youtube.com/ffbaktivstudio. Alle Infos und Termine sind hier zu finden: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/stadt-im-wandel. Fragen und Anregungen fließen in die Vorbereitung der Gespräche ein. Bitte senden an aktiv((at))ffbaktiv.de“.

Am Montag, 5. August, um 20 Uhr, am Hauptplatz vor der Sparkasse, FFB, findet die Gedenkfeier zum „74. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima /Nagasaki – Für eine Welt ohne Atomwaffen“ statt. Eröffnung und Grußwort der Kreisstadt durch Christian Götz, 2. Bürgermeister. Danach Demonstrationszug zur Kneipp-Insel. Dort musikalische und Redebeiträge. – Hiroshima und Nagasaki mahnen: Im August vor 74 Jahren wurden über Hiroshima und Nagasaki zwei Atombomben abgeworfen, die bis heute unendliches Leid über die Menschen in Japan bringen. Darüber hinaus bedroht die unsägliche Anzahl von ca. 13.900 Atomsprengköpfen weltweit die gesamte Menschheit. Wir gedenken auch heuer wieder in Fürstenfeldbruck der Opfer dieser Katastrophe von 1945 und verbinden dies mit der Forderung, das atomare Wettrüsten zu stoppen, alle Atomwaffen abzuschaffen und den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Da wir in der Öffentlichkeit sichtbar sein wollen, haben wir uns entschlossen, heuer wieder am Brucker Hauptplatz zu beginnen. Wir treffen uns dort bei jedem Wetter und bleiben dort, falls das Wetter nicht mitmacht. Bitte Fahnen und Transparente mitbringen! Wenn es nicht regnet, begeben wir uns auf den Demonstrationszug zur Kneipp-Insel, um dort die würdige Gedenkfeier abzuhalten. Bitte macht diese Veranstaltung in euren Kreisen und darüber hinaus bekannt. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer. – Veranstalter: Sozialforum Amper.

Fairer Handel – in Bruck nicht gefragt?

Am 14.5. berichtete die Brucker SZ über „Die Auflösung der Fairtrade-Gruppe“ in Bruck. Darin hieß es: „… verkündet Claudia Calabrò … die SPD-Stadträtin und bisherige Sprecherin der Lenkungsgruppe die Auflösung der Fürstenfeldbrucker Fairtrade-Steuerungsgruppe. Die fünf Ehrenamtlichen schafften die Arbeit nicht mehr, heißt es. Gleichwohl sei es sehr wünschenswert, dass das Engagement in der Stadt fortgeführt werde. … wir haben uns oft ausgebremst gefühlt … Wir hatten die Idee, in der Adventszeit im Rathausfoyer über Fairtrade zu informieren. Oberbürgermeister Erich Raff wollte das aber nicht. Er hat das damit begründet, dass man so eine Möglichkeit dann auch anderen Vereinen geben müsste. Ich frage mich, was auch daran eigentlich so schlimm wäre … Ich habe den Eindruck, dass alles abgeblockt wird und wir allein gelassen werden. Für fairen Handel sollte man sich doch mit Herzblut einsetzen …“. Darüber hinaus schloss inzwischen der Eine-Welt-Laden der Caritas, der allerdings vom FAIR Handelshaus Bayern weitergeführt wird. Es hat den Anschein, dass fairer Handel in Bruck wenig gefragt ist.
Die Sozialinitiative „Brucker Brücke“ greift jetzt in ihrem „LIFEstudioFFB“ das Thema im Rahmen ihres vierzehntäglichen Internet-TV-Programms „FFB im Wandel“ auf: Per Livestream wird eine Gesprächsrunde übertragen, die danach auch als Video zu sehen ist. Der Livestream ist zu sehen auf www.youtube.com/ffbaktivstudio/live. Danach im Video-Archiv: www.youtube.com/ffbaktivstudio. Alle Infos finden sich auf der Webseite „Fürstenfeldbruck im Wandel – Aktiv werden für eine menschengerechte Stadt“: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch/stadt-im-wandel.
Der Ankündigungstext zur Diskussion:
Mittwoch, 17.7., ab 18 Uhr im Livestream: Welche Zukunft haben das Fair Trade Stadt-Sigel und der Eine-Welt-Laden in FFB?
Neben Gröbenzell, Puchheim, Olching und Germering wurde Fürstenfeldbruck als Fair Trade Stadt zertifiziert. Dazu heißt es: „Auch Fürstenfeldbruck ist Fair Trade Stadt. Doch die Auszeichnung ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein lebendiger Prozess, der immer weiter fortgeführt werden soll. So geht es darum, fair gehandelte Produkte in immer mehr Geschäften und öffentlichen Einrichtungen einzuführen. Und immer mehr Menschen für einen gerechteren Welthandel zu begeistern.“ Das Projekt Fair Trade gilt in Bruck neuerdings als gescheitert. Ebenso die Etablierung des Eine-Welt-Ladens der Caritas. Gibt es Chancen zur Erneuerung, welche Maßnahmen sind dafür notwendig?
Über Fair-Trade-Siegel, einen gerechten Welthandel in Zeiten des Klimawandels und über Möglichkeiten der Erneuerung sprechen miteinander:
Claudia Calabro, Brucker Stadträtin und bislang Sprecherin der Steuerungsgruppe „Fair Trade Stadt FFB“. Sie drängt auf eine aktive Förderung der Fair-Trade-Zielsetzungen durch die Stadtverwaltung.
Dr. Walter Ulbrich, Mitarbeiter beim Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck und bei Campo Limpo Solidarität mit Brasilien e.V., Regionalbetreuer beim Oikocredit Förderkreis Bayern. Er fordert eine auf Gerechtigkeit beruhende Entwicklungszusammenarbeit, die vor allem Partnerschaft und Offenheit für das Lernen voneinander braucht.
Peter Wehrle, Mitglied in der Steuerungsgruppe in Olching und engagiert im AK „Fairer Handel und Konsum“ der Agenda 21 Olching.
Alfred Pichler, Kath.-Arbeitnehmerbewegung und im Team von „FFB im Wandel“. Er engagiert sich für sozialökologisches Walten im Alltag, im Handel, in der Produktion und in der lokalen Politik.
Die Gesprächsleitung hat Inge Ammon, im Team der „Brucker Brücke“.

Klimanotstand

Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung des Umweltbeirats der Stadt, gemeinsam mit dem Jugendstadtrat: An die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fürstenfeldbruck. Einladung zur öffentlichen Sitzung des Umweltbeirats und des Stadtjugendrats im große Sitzungssaal des Rathauses am 12. Juli 2019 um 18 Uhr. Agenda: 1. Müssen wir für Fürstenfeldbruck den Klimanotstand ausrufen? 2.1 Klimaschutz in FFB – bisherige Maßnahmen und Ergebnisse 2.2. Was die Stadt verändern soll – Erfahrungen und geplante Maßnahmen aus anderen Kommunen 3. Was können wir konkret in FFB zum Schutz des Klimas tun? Ideensammlung – Beteiligung aller Anwesenden 4. Festlegung weiterer Maßnahmen 5. Verschiedenes. Mit freundlichen Grüßen, G. Tscharke, Vorsitzender des Umweltbeirats.
„Fridays for future München“ stellt 31 Forderungen an den Stadtrat der Landeshauptstadt: Nach den #FfF-Forderungen an die Bundesregierung hat nun auch #FfF München 31 Forderungen präsentiert, die sich v.a. an den Stadtrat der Landeshauptstadt München richten. In Anlehnung an die Forderungen auf Bundesebene, sind diese jedoch weitaus konkreter. Sie erstrecken sich auf Maßnahmen in den Bereichen Mobilität (11), Stadtplanung und Gebäude (9), Energieversorgung (3), Ressourcenverbrauch, Ernährung und Abfall (6) sowie Stadtverwaltung (2). Alle Forderungen können als gute Beispiele für eine kommunale Entwicklung betrachtet werden. Hier geht’s zu den Forderungen (als PDF).
Der TV-Sender „phoenix“ hat zusammen mit dem „Münchner Merkur“ Bürgerinnen und Bürger eingeladen, in der Talksendung „wir müssen reden: der phoenix-Bürgerabend“ klar und deutlich ihre Meinung zu sagen. Thema: „Kein Fleisch, keine Flüge, kein Auto mehr – wie retten wir das Klima?“ Mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutierten: Thorsten Glauber (Freie Wähler), Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz; Harald Lesch, ZDF-Wissenschaftsjournalist und Physik-Professor an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität; Hans Moritz, Redaktionsleiter „Erdinger/Dorfener Anzeiger“; Dr. Hubertus Bardt, der Geschäftsführer und Leiter Wissenschaft, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. Die Moderatoren sind Christina von Ungern-Sternberg und Alfred Schier.
wir müssen reden! „Kein Fleisch, keine Flüge, kein Auto mehr – Wie retten wir das Klima?“ Wiederhol-Termine der interessanten Sendung: 3.7., 00:00 Uhr und 4.7., 14:45 Uhr.
Weltklima auf der Kippe: Eine monströse wissenschaftliche Fehleinschätzung wurde etwa Mitte Juni aus der kanadischen Arktis gemeldet. Das Auftauen des Permafrostbodens in vielen arktischen Regionen Kanadas schreitet viel schneller voran, als ursprünglich von der Klimawissenschaft prognostiziert … Demnach soll das Auftauen des Permafrosts inzwischen so weit vorangeschritten sein, wie es in den aktuellen Szenarien des Weltklimarates (IPCC) für das Jahr 2090 prognostiziert wurde … Wissenschaftler warnen inzwischen offen davor, dass der Menschheit noch fünf Jahre bleiben, um „sich vor dem Klimawandel zu retten“. Der Klimawandel droht somit, außer Kontrolle zu geraten – jetzt und hier, nicht erst in ein paar Dekaden oder Jahren … Weite Teile der Welt drohen aufgrund der zunehmenden Erderwärmung schlicht unbewohnbar zu werden, wie etwa die letzte, buchstäblich mörderische Hitzewelle in Indien veranschaulichte, wo lebensfeindliche Rekordtemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius zu Tausenden von Toten führten. – Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Weltklima-auf-der-Kippe-4456028.html?seite=all
Regenwaldabholzung in Lateinamerika. Im Jahr 2018 sind im westlichen Amazonasgebiet zwei Hektar Wald pro Minute abgeholzt worden. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Monitoring-Projekts der Amazonischen Anden MAAP (Proyecto de Monitoreo de los Andes Amazónicos), das Daten zum Waldverlust analysiert, die von der University of Maryland erhoben und von der Nichtregierungsorganisation Global Forest Watch präsentiert worden sind. Dieses Gebiet umfasst Teile von Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien und Brasilien. Aus dem Bericht geht hervor, dass dort allein im vergangenen Jahr fast eine Million Hektar Wald verloren gegangen sind. Davon entfielen knapp die Hälfte (49 Prozent) auf Brasilien, 20 Prozent auf Peru, 20 Prozent auf Kolumbien, acht Prozent auf Bolivien und drei Prozent auf Ecuador. – Quelle: https://amerika21.de/2019/07/228262/amazonasgebiet-entwaldung

S-Bahn 2. Stammstrecke und Hauptbahnhof: Erst planen – dann bauen!

Infos der Initiative www.s-bahn-ausbau.de: S-Bahn-Ausbau München JETZT! Für besseren öffentlichen Verkehr (ÖV) in München und ganz Bayern. JA zu einer zweiten Stammstrecke Südring. NEIN zum Tieftunnel für 3,8 Mrd. Euro! JA zu ÖV-Projekten in ganz Bayern. Warum ist das wichtig? Die Tieftunnel-Kosten stehen in keinem tragbaren Verhältnis zum Nutzen: – Drei Bahnhöfe (neben den vorhandenen) und drei zusätzliche Züge (33 statt jetzt 30) pro Stunde, für 3,8 Mrd. Euro – wer will das? – Für viele Fahrgäste kommt es zu massiven Verschlechterungen, beim Bau (mindestens 10 Jahre) und nachher (zusätzliches Umsteigen, 15- statt 10-Minuten bzw. 30- statt 20-Minuten-Takt). – Der Tunnel besiegelt das definitive Aus für den jahrzehntelang versprochenen 10-Minuten-Takt. – Die Zentrums-Fixierung des Münchner Schnellbahn-Systems („alles über den Marienplatz“) wird weiter verfestigt. – Bahnhöfe in über 40 m Tiefe (einem 13-stöckigen Hochhaus entsprechend) sind gefährlich, nicht praktikabel und Fahrgast-feindlich. – Lebensgefährlich! Brandschutz- und Rettungskonzept weisen riesige Lücken auf. – Die Finanzierung des Projektes zieht wertvolle Mittel für den öffentlichen Verkehr in der Region und in ganz Bayern ab. – Die bisherigen Gutachten und Nutzen-/Kosten-Untersuchungen sind fragwürdig und einer fairen, unabhängigen Prüfung zu unterziehen. – Der Südring ist die bessere und billigere Lösung für eine 2. Stammstrecke. Er kann JETZT begonnen, in kürzerer Zeit und ohne nennenswertes bauliches Risiko auf bestehendem Bahngelände gebaut werden. Er ermöglicht gleichzeitig den dringenden Ausbau der Außenstrecken. Er eröffnet die für die Stadtentwicklung nötige Ringstruktur und Vernetzung. Er vermeidet die Risiken des Tieftunnels, z.B. beim Brandschutz- und Rettungskonzept. Er allein ermöglicht in absehbarer Zeit den jahrzehntelang versprochenen 10-Minuten-Takt. Er erspart dem Freistaat ein hohes Finanzierungsrisiko und ein Fiasko wie bei Stuttgart 21. Deshalb: JA zum Südring für nur 0,6 Mrd. Euro! Näheres dazu siehe: http://www.tunnelaktion.de/ und http://www.sbahn2030.de/wp-content/uploads/BK-S_Bahn_Muenchen_2030-v1_0.pdf
Petition teilen: https://weact.campact.de/petitions/s-bahn-und-offentlicher-verkehrsmittel-ausbau-in-munchen-und-bayern – An: DB Vorstand, Bayerische Staatsregierung (MP Seehofer, Minister Herrmann), Bundesverkehrsminister Dobrindt, LH München (OB Reiter, Bürgermeister Schmid), alle Fraktionen des Bayerischen Landtags und des Münchner Stadtrats
Infos vom „Münchner Forum“: https://muenchner-forum.de/2019/moratorium-neubau-hbf-und-zweite-stammstrecke

Videodokumente zu Menschenrechten

Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ organisiert das Internet-TV-Studio „LIFE studio FFB“, aus dem künftig vierzehntäglich gesendet werden soll. Es geht um sozialökologische Informationen und Diskussionen. Entweder als Freitags-Session um 19 Uhr oder als Samstags-Session um 17 Uhr. Das Programm des Studios wird hier veröffentlicht: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch/stadt-im-wandel. Folgende SESSION war am Freitag, 28.6., um 19 bis 20 Uhr, zu sehen: „Im Namen der Menschenwürde: Grundgesetz und Menschenrechte“. Gezeigt werden informative und künstlerische Videos: 1. Keine rechten Menschen, sondern Menschenrechte; 2. Die Geschichte der Menschenrechte; 3. Menschenrechte-Rap; 4. Klimaschutz und Menschenrechte; 5. Der Künstler Dani Karavan gestaltete die Straße der Menschenrechte in Nürnberg; 6. Plakataktion zum 25. Jubiläum der Straße der Menschenrechte in Nürnberg; 7. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte gelesen von Klaus-Peter Wolf.
Die Videoaufzeichnung ist hier zu sehen.

Gespräch zum „Tag der offenen Gesellschaft“

Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ berichtet: Am 15. Juni fand der bundesweite „Tag der offenen Gesellschaft“ statt. „Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Nachbarinnen und Nachbarn, Fremde sowie Freundinnen und Freunde einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu treten – unabhängig von deren Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Es geht darum, Zeichen für die Demokratie, für Offenheit, Gastfreundschaft, Vielfalt und Freiheit zu setzen“. Die Bürgerdialog-Aktion fand tagsüber vor der Sparkasse am Hauptplatz statt. Nachmittags gab es eine Gesprächsrunde „Young and Old for Future“ statt mit den Organisatoren der Bürgerdialog-Aktion. Dabei wurde aufgerufen zur Einrichtung einer Initiativgruppe „Young and Old for Future“ und in diesem Rahmen Bruck zur „Friedensstadt“ zu erklären sowie das Projekt „Bäume für Menschenrechte“ im Landkreis zu realisieren. Ihre Zustimmung hierzu erklärten bereits einige Stadträte, Gewerkschaftsmitglieder, Sprecher aus Christenkreisen und anderen Gruppierungen. Jürgen Schulz vom AK Mahnmal FFB stellte das Projekt am Beispiel Nürnbergs vor und gab Anregungen zu ihrer Umsetzung.
Ein informatives 19-Minuten-Video dieses Gesprächs ist hier zu sehen.

Brucker Netz liefert auch Lebensmittel

Das Brucker Tagblatt vom 19.6.19 berichtete über eine Neuerung des „Brucker Netzes“, dem Brucker Online-Handel für regionale Einzelhändler: „Seit April hat sich die Angebotspalette des Portals vergrößert: Dort gibt es jetzt auch Lebensmittel zu kaufen … Der Fokus liegt … auf regionalen Produkten. Extra designte Logos machen für den Kunden klar ersichtlich, ob die Lebensmittel im Landkreis oder in Bayern gewachsen und produziert sind, und ob es sich um biologisch produzierte Waren handelt oder um Produkte aus konventioneller Landwirtschaft. Das Warenangebot beschränkt sich nicht nur auf landwirtschaftliche Erzeugnisse, sondern umfasst auch Getränke und Backwaren … Nutzen kann den Lieferservice jeder, der im Brucker Landkreis wohnt … Geliefert wird bisher nur freitags … Bisher seien es vor allem junge Familien mit Kindern, die so ihre Lebensmittel ordern …“ – Zum „Brucker Netz“.

Neues von Caro & Franzi, den Lebensmittelretterinnen / Containerinnen

Liebe Unterstützer*innen der Petition „Containern ist kein Verbrechen!“. In der letzten Woche stand das Thema „Entkriminalisierung von Containern“ auf der Tagesordnung der Justizministerkonferenz in Lübeck. Wir, Caro & Franzi, sind angereist, um im Namen aller Unterzeichner*innen die Forderung der „Entkriminalisierung von Containern“ zu bestärken. Im Beitrag des Bayerischen Rundfunks könnt ihr mehr dazu erfahren: https://www.br.de/mediathek/video/petition-fuers-containern-studentinnen-wollen-unterschriften-uebergeben-av:5cf7832662ec95001a8ffc0a
Wir sind sehr enttäuscht, dass für einen solchen Entschluss keine Einigung gefunden werden konnte. Den Vorstoß für den Themenvorschlag machte der Hamburger Justizminister Till Steffen (Bündnis 90/Die Grünen). Um seine Initiative zu unterstützen, haben wir ihn vor Ort getroffen. Um unser Anliegen auch der bisher kritisch eingestellten CDU/CSU vor Augen zu führen, haben wir die bereits gesammelten mehr als 130.000 Unterschriften an die Vorsitzende der Justizministerkonferenz Sabine Sütterlin-Waack (CDU) überreicht. Die Petition steht weiterhin für Unterschriften offen. Wir wollen mit noch mehr Unterschriften in anderer politischer Instanz unsere Forderung durchsetzen. Erzählt also gern weiterhin euren Freund*innen, Bekannten und Familienangehörigen von unserer Petition. Die Justizminister*innen, die sich zum großen Teil aus den Reihen der CDU/CSU zusammensetzen, haben sich unserer Meinung nach nicht volksnah gezeigt. Auch der bayerische Justizminister Georg Eisenreich (CDU) sieht in der Entkriminalisierung des „Containerns“ keine Lösung. In den Medien und sozialen Netzwerken herrscht große Empörung über das enttäuschende Ergebnis der Konferenz. Im gleichen Atemzug der Ablehnung einer Entkriminalisierung wurden andere Maßnahmen angekündigt, welche die Lebensmittelverschwendung eindämmen sollen. Wie diese konkreten Maßnahmen aussehen sollen, steht noch offen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass fast ausschließlich beim Verbraucher angesetzt wird – bei Lebensmittelindustrie und -handel wird bisher auf Freiwilligkeit gehofft. Das ist nicht genug! Wir sind weiterhin der Meinung, dass Containern keine Straftat ist, sondern ganz im Gegenteil auf die massive Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland aufmerksam macht. Zwar kann Containern nicht die endgültige Lösung des tiefgreifenden Problems sein, jedoch sehen wir hierin ein legitimes Mittel der Verwendung von Lebensmittel, solange diese in der Tonne landen. Darüber hinaus wollen wir betonen, dass die Produktion von Lebensmitteln einen irrsinnigen Ressourcenaufwand und eine enorme Belastung für unsere Umwelt bedeutet. Lasst uns gemeinsam den Diskurs in der Gesellschaft weiter antreiben, nicht zuletzt, um den Zeigefinger der Politiker*innen von uns Verbraucher*innen abrücken zu können. Wir wünschen uns eine nachhaltige und faire Umgestaltung des Lebensmittelsystems. Ein Wegwerfstopp für Supermärkte wäre eine wirkungsvolle Maßnahme, um ein Umdenken zu manifestieren, wie es sich bereits in anderen EU–Ländern gezeigt hat. Darüber hinaus müssen jedoch weitere Maßnahmen folgen, wie etwa der Ausbau der zweiten Säule der EU-Agrarsubventionen oder eine Alternative zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Was unseren Gerichtsprozess angeht: Wir befinden uns aktuell in Revision vor dem Oberlandesgericht München und hoffen auf einen Freispruch in zweiter Instanz.
Solidarische Grüße und vielen Dank für eure Unterstützung, Caro & Franzi. Unser Blog: www.olchiscontainern1.blogsport.de. Facebook: „Olchis Containern“

Neue Gesprächsreihe „FFB im Wandel“

Die Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ beginnt eine neue Gesprächsreihe. Unter der Überschrift „FFB im Wandel” gibt es 14-täglich als Freitags-Session um 19 Uhr oder als Samstags-Session um 17 Uhr. Natürlich im Livestream. Über die Reihe der Gesprächsrunden „Fürstenfeldbruck im Wandel – Aktiv werden für eine menschengerechte Stadt“ sind alle Infos und Termine hier zu finden: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch/stadt-im-wandel. In der Ankündigung heißt es: „Diese Reihe widmet sich Themen der demokratischen Bürgerbeteiligung, des sozialökologischen Lebens und gemeinwohlorientierten Handelns. Es geht um konkrete und konzentrierte Informationsvermittlung. Jedermensch kann Fragen und Anregungen an uns schicken. Sie fließen in die Vorbereitung der Moderation ein. Bitte senden an aktiv((at))ffbaktiv.de“.
Die Reihe beginnt am kommenden Samstag. Titel: „Young and Old for Future – Tag der offenen Gesellschaft – für eine tolerante und vielfältige Gesellschaft“. An diesem bundesweit stattfindenden Aktionstag geht es ums Zeichensetzen für Demokratie, Offenheit, Gastfreundschaft, Vielfalt und Freiheit. Münchner Aktive der Bürgerdialog-Aktion rufen auf zu einem Tischgespräch von 11 bis 15 Uhr vor der Sparkasse in der Hauptstraße. Ab 17 Uhr gibt es mit den Organisatoren ein „FFB im Wandel“-Gespräch. Außerdem werden eigene Ideen vorgestellt: Die Einrichtung einer Initiativgruppe „Young and Old for Future“ wird angeregt, um Bruck zur „Friedensstadt“ zu machen und das Projekt „Bäume für Menschenrechte“ im Landkreis zu realisieren. Hierzu erklärten bereits Stadträte, Gewerkschaftsmitglieder, Sprecher aus Christenkreisen und andere Gruppierungen ihre Zustimmung. Der Livestream-Beginn ist um 17 Uhr. Er ist zu sehen über diesen Link: www.youtube.com/ffbaktivstudio/live. Danach steht die Diskussion als Video im Archiv-Studio auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Verarmung führt zu mehr Obdachlosigkeit

Am 27.5.19 berichtete die Brucker SZ: 3,5 Millionen für Obdachlosenunterkunft … 2017 kaufte Bruck dann für fast drei Millionen Euro das ehemalige Hotel Hasenheide … 26 Personen hat Bruck mittlerweile dort untergebracht: zwei Familien, drei Paare sowie neun Einzelpersonen. Die Stadt erhält dafür Mietkosten von monatlich 12 400 Euro – zu zahlen von den Bewohner oder ersatzweise von Landkreis und Bund … Bedenken, es könne ein sozialer Brennpunkt entstehen, lassen sich anhand der Polizeistatistik nicht bestätigen …
Aus dem Bericht der Obdachlosenfürsorge in Freising:
Über zehn Millionen Menschen arm oder akut von Armut bedroht – die jüngsten Zahlen für Deutschland hätten deutlicher nicht ausfallen können. Schlechtverdienende und Arbeitslose kämpfen mit exorbitant teuren Mieten und hohen Lebenshaltungskosten. Oft trennt verarmte Menschen nur ein schmaler Grat vom Sturz in die Obdachlosigkeit. Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit und Alkohol sind die typischen Auslöser. Personen, die in der Stadt Freising aufgrund einer fristlosen Kündigung oder Räumungsklage ihre Wohnung verlieren, können durch das Amt für soziale Angelegenheiten in einer Notunterkunft vorübergehend untergebracht werden.
Aus einem Bericht über New York:
Fast 60.000 Menschen schlafen nach Angaben von Hilfsorganisationen jede Nacht in einer Obdachlosenunterkunft in New York, mehr als ein Drittel von ihnen sind Kinder. Dazu kommen wohl viele Tausend weitere Obdachlose auf den Straßen, deren Zahl sich schwer schätzen lässt. Fast 60 Prozent der Obdachlosen halten sich in Manhattan auf. Knapp 90 Prozent haben afroamerikanische oder lateinamerikanische Wurzeln. Bürgermeister de Blasio ist ratlos. Grund für den starken Anstieg ist Experten zufolge vor allem der extreme Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Dabei war der demokratische Bürgermeister Bill de Blasio vor zwei Jahren mit dem Versprechen angetreten, das Problem zu lösen. „Eine immer weiter zunehmende Obdachlosigkeit ist nicht akzeptabel für die Zukunft von New York“, hatte er gesagt. „Unter unserer Aufsicht wird das nicht passieren.“ Aber außer einigen Hundert zusätzlichen Betten in Notunterkünften kam von de Blasio bislang wenig und schon gar kein Masterplan zur Lösung des Problems … „Das einzige Gegenmittel ist ein Zuhause“, sagt Philip Mangano, ehemaliger Direktor der US-Obdachlosenbehörde USICH. „Wenn Sie Obdachlose fragen, was sie eigentlich wollen, fragen diese nie nach einer Pille, einem Programm oder einem Protokoll. Sie fragen nach einem Platz, einem Platz zum Leben.“
Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ermittelt, dass bei einem Absinken des gegenwärtigen Rentenniveaus von 48 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2045 das „Armutsrisikoquote bei Älteren um bis zu 20 Prozent“ steigt. Das gilt unter der Prämisse, dass die Politik zukünftig keine Gegenmaßnahmen ergreift. „Die Gefahr der Altersarmut droht sich infolge des sinkenden Rentenniveaus zu verschärfen“, erklärt der DIW-Rentenexperte Johannes Geyer, einer der Studienautoren … Sinkt das gegenwärtigen Rentenniveau bis 2045 von 48 auf 43 Prozent, dann steigt die Armutsrisikoquote bei Älteren um bis zu 20 Prozent.
Gerade eben aktualisierte das DIW seine Fortschreibung der Einkommensverteilung. Schlagzeile: „Wiederanstieg der Einkommensungleichheit … Die Ungleichheit der verfügbaren Haushaltseinkommen ist seit der Finanzkrise signifikant gestiegen“. Und dies trotz „deutlich steigender Realeinkommen“ … Auffällig ist schließlich, dass sich die Niedrigeinkommensquote besonders stark in Großstädten erhöhte. Hierzu das DIW: „… deutlich steigendes Armutsrisiko in städtischen Regionen, was vor dem Hintergrund einer rasanten Mietentwicklung als große Herausforderung … anzusehen ist“ – Mehr dazu im aktuellen Artikel des Münchner isw

Schließung der Estinger Bücherei bzw. deren „Umzug“ in eine Bäckerei Rackl

Die Estingerin Jessica Aweis beweist Zivilcourage und wendet sich mit Einwänden und eigenen Ideen gegen die Planungen für eine neue Bücherei an Bürgermeister Magg, Olching, und die Presse.
Sehr geehrter Herr Magg,
ich schreibe Ihnen, um mein tiefes Bedauern über die Schließung der Bücherei Esting mitzuteilen. Insbesondere die Art und Weise wie die Schließung der alten Bücherei durchgeführt wird ist verantwortungslos und eine Verschwendung öffentlicher Mittel. Auch ist bezüglich der Neueröffnung der Bücherei am Estinger Bahnhof viel Kritik einzubringen, da sich weder das Gebäude noch der Standort für eine Bücherei eignen, die bisher hauptsächlich von Kindern und ihren Eltern genutzt wird. Der Standort der alten Bücherei Esting in der Estinger Schule liegt vielleicht nicht ganz so zentral, wie gewünscht. Allerdings hat er viele Vorteile gegenüber dem neuen Standort:
– Er ist ruhig gelegen; gleich neben der Turnhalle des SV Esting und in der Estinger Schule und somit direkt bei den Kindern; er ist nicht von Straßen umgeben; hat Blick ins Grüne, einen kleinen Spielplatz und viele Parkplätze. Es ist also ein perfekter Ort für Kinder und ruhige Vorlesenachmittage. Der Ort ist ruhig, sicher und angenehm.
– Auch für die Bücher und andere Medien ist der alte Standort gut: es ist ein dickes Mauerwerk, mit Zentralheizung und Fenstern, die man öffnen kann. Das Raumklima ist sowohl im Sommer als auch im Winter angenehm und wohltempariert und daher gut für die Bücher.
– Das Personal arbeitet schon seit Jahrzehnten hier, kennt sich immer aus, kennt fast alle Leser beim Namen und ist immer freundlich.
Kurzum: es gab eigentlich wenig zu verbessern an der alten Bücherei Esting. Man hätte nur einfach mehr Werbung für sie machen sollen, da eben nicht gleich jedermann, der in diese Stadt zieht sofort von dem schönen Ort erfährt. Die alte Bücherei Esting muss man kennen, nicht um sie zu finden und zu entdecken, sondern weil es einfach ein toller Ort ist, ganz besonders für Kinder.
Dass man am Bestand vielleicht ein bisschen arbeiten muss, ist normal, wie in jeder Bücherei. Auch einen Umzug in Erwägung zu ziehen, wenn die Bücherei keinen Platz mehr hat, ist durchaus denkbar.
Die Auflösung der alten Bücherei Esting: Zum Bücherflohmarkt in der alten Bücherei Esting muss ich sagen, dass ich doch ziemlich schockiert darüber war, wie hier mit öffentlichen Mitteln umgegangen wird. Die Regale für Erwachsenenliteratur waren einfach für den Flohmarkt freigegeben. Es gab keine Anzeichen dafür, dass eine vernünftige Vorentscheidung darüber getroffen wurde, welche Bücher nicht mehr von den Lesern oder der Stadt Olching benötigt werden oder welche Ausgaben vielleicht zu wertvoll sind, um sie auf diese Weise loszuwerden. Alles stand einfach zum Verkauf offen.
Ein Beispiel: Ich habe Markus Zusak’s „The book thief“ vom Regal genommen. Die Ausgabe wurde 2012 veröffentlicht und von der Bücherei Esting gerade erst im Jahre 2016 für 9,70 Euro angeschafft. Als ich mit dem Buch zum Ausgang ging, sagte man mir, ich könne spenden, was ich wollte. Ich habe fairerweise 5 Euro in die Kollekte gelegt. Ich hätte allerdings auch nur 10 Cent oder gar nichts hineinlegen können. Das geht gar nicht!
Die neue Erlebnisbücherei in Neu-Esting: Die neue Bücherei soll laut der Homepage der Stadt Olching und diverser Zeitungsartikel mit Café Rackl zusammen betrieben werden und das ohne räumliche Trennung zwischen Bücherei und Café.
– Kaffeeflecken und Kuchenkrümel sind sehr schlecht für Bücher
– die Kunden von Café Rackl wollen sich unterhalten und telefonieren: das wird zu laut, besonders da die Bücherei auch Leseförderung und Vorlesenachmittage abhalten soll
– der neue Standort ist von zwei Straßen umgeben mit zwei Bushaltestellen: Lärmbelästigung und zu gefährlich für Kinder
– Das neue Gebäude hat ein Flachdach und eine Glasfassade: es wird viel zu heiß im Sommer und die Klimaanlage ist nicht nur schlecht für Kinderschleimhäute, sondern auch für die Bücher
Bitte lesen Sie sich beigefügtes Dokument über die soziale und gesellschaftliche Situation in der Umgebung der neuen Bücherei durch. Falls ihr Spam-Filter dieses herausfischen sollte, dann sagen Sie mir bitte Bescheid.
Ich bitte Sie daher, die bevorstehende Schließung der Bücherei bzw. deren „Umzug“ nochmals zu überdenken und sowohl dem Personal der Bücherei Esting und dem Personal der Bäckerei Rackl, die wirklich schon seit Jahrzehnten dort arbeiten, mehr Gehör zu schenken. Es wäre schade, wenn sich die schöne Bücherei Esting in eine „Erlebnisbücherei“, um nicht „Alptraumbücherei“ zu sagen, verwandeln würde.
Hochachtungsvoll und mit feundlichen Grüßen, Jessica Aweis

Frau Aweis hat sich auf literarische Weise mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt.

Wie sieht die Erinnerungskultur in FFB aus?

Die Veranstaltungsreihe „DemokraTisch in Bruck“ der Sozialinitiative „Brucker Brücke“ informiert:
Am Donnerstag, 23.5., ab 19 Uhr im Livestream war eine Gesprächsrunde live zu verfolgen und ist nun als Videodatei abrufbar: Ein Gespräch über die Praxis der Gedenk- und Erinnerungskultur in FFB: Was lernen wir aus den zwei Weltkriegen und der deutschen Nachkriegsgeschichte? Es ging um folgende Fragen: Welche geschichtlichen Ereignisse prägen unsere persönlichen Erinnerungen bzw. Nachforschungen? Welche Folgen und Spuren haben zwei Weltkriege in FFB hinterlassen? Wie sieht die Brucker Erinnerungskultur aus – wer verantwortet sie, wie soll sie gestaltet sein?
Es diskutieren: Helmut Zierer (Publikation zum 1. Weltkrieg); Sven Deppisch (Publikation zur Polizeigeschichte FFB); Klaus Zieglmeier (Publikation zur Geschichte des „Extremismus“) und Jürgen Schulz (Publikation über Folgen der Judenverfolgung).
Das Video ist in voller Länge (80 Min.) und als kurze Zusammenfassung hier zu finden: www.youtube.com/ffbaktivstudio
Diese Gesprächsrunden finden nicht als öffentliche Veranstaltung mit Publikumsbeteiligung statt. Stattdessen werden sie live übers Internet übertragen.

Soziallotsen der VdK geben Beratung und Hilfestellung

Die VdK in Bruck hat einen Lotsendienst zur Beratung eingerichtet. Das Brucker Tagblatt berichtete am 17.5.: „Wohin bei einer finanziellen Notlage oder wenn eine behindertengerechte Wohnung gebraucht wird? Antworten auf diese Frage gibt der VdK-Lotse. Der Sozialverband hat dafür zwei ehrenamtliche Helfer gefunden … Bei der Beratung ist absolute Diskretion gefragt. Was im Beratungsraum besprochen wird, bleibt auch dort … Das Wissen, wie und wie weit man helfen kann, bekommen die VdK-Lotsen bei einem Seminar vermittelt … Die Klienten kommen aus allen Bevölkerungsschichten. Die Beratung ist nicht auf VdK-Mitglieder beschränkt … mittwochs von 10 bis 12 Uhr in der VdK-Geschäftsstelle, Ludwigstraße 7. Eine telefonische Anmeldung unter (0 81 41) 22 71 00 wird empfohlen.“ – Auf der Webseite des VdK FFB heißt es: „Soziale Beratungen und weitere Hilfestellungen, die nicht das Sozialrecht betreffen, bieten unsere ehrenamtlichen VdK-Lotsen an. Ab Juli 2018 erweitert der VdK in Fürstenfeldbruck sein Angebot deshalb auch für Nichtmitglieder, die Probleme außerhalb des Sozialrechts haben und Hilfe benötigen. Der VdK Lotse zeigt Lösungswege und zuständige Anlaufstellen auf. Da es oft eine Vielzahl von Beratungsstellen in den Gemeinden gibt, übernimmt der VdK-Lotse die Wegweisung zu den richtigen Ansprechpartnern vor Ort. Eine Sozialrechtsberatung hingegen bieten die VdK-Lotsen nicht, sie helfen aber mit praktischen Ratschlägen bei Themen wie z.B. Umzug in eine behindertengerechte Wohnung, finanzieller Notlage und anderen schwierigen Lebenssituationen. Im persönlichen Gespräch versucht der VdK-Lotse Tipps und richtungsweisende Hinweise zu geben.“

Ein Gespräch zur Europawahl

Eine „DemokraTisch in Bruck“-Gesprächsrunde widmete sich am 7.5. dem Thema: Europa: Würde und Demokratie wählen statt Abschottung und Nationalismus. Ein Gespräch über die Parteien zur Europawahl und die Ziele der Parteialternative „Demokratie in Europa / European Spring“
Es ging im Gespräch um die Fragen: • Wofür stehen die etablierten Parteien? • Welche Inhalte und Chancen hat die alternative Partei „Demokratie in Europa“? • Wie beeinflusst unser Wahlverhalten das demokratische Leben in Fürstenfeldbruck? Ausgangspunkte waren die Thesen: • Nationalismus und Rechtsextremismus haben Zulauf, für Umwelt- und Klimaschutz wird zu wenig getan, bei zu vielen Entscheidungen stehen Profitinteressen an erster Stelle und nicht unser Wohlergehen und das unserer Erde. Die Gefahr wächst, dass die EU auseinanderbricht, was zu mehr Ausgrenzung, mehr Nationalismus, mehr Egoismus führt, zu strengeren Grenzkontrollen und hartem Konkurrenzkampf zwischen Staaten. Vielleicht sogar wieder zu Konflikten, die mit Waffen ausgetragen werden. • Am Europawahltag haben wir eine Chance, auf die Richtung der Europapolitik Einfluss zu nehmen. Wir können Abgeordneten ins EU-Parlament wählen, die sich für Vielfalt, Solidarität und soziale Gerechtigkeit, für Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit, für Frauenrechte und bürgernahe Demokratie einsetzen. Mit unserer Stimme können wir für den Wandel in Europa sorgen, den wir sehen wollen.
Die zwei Gesprächspartner waren Rudolf Ende, ehemals Gemeinderat, Mitglied im Bund Naturschutz Schöngeising und Krisztina André, Europa-Kandidatin für „Demokratie in Europa“, München.
Der 50minütige Livestream des Gesprächs kann als Videoaufzeichnung gesehen und gehört werden auf unserem Youtube-Studiokanal: https://www.youtube.com/watch?v=CKi0hGg7Isc
Eine 13-Minuten-Zusammenfassung zu den Themenbereichen „Demokratie/Transparenz“, „Lobbyismus“ und „Klimaschutz/Energiewende“ gibt es im Video hier: https://youtu.be/Xru9O8_id2E
Mehr über die paneuropäische Bewegung „European Spring“ und die Parteialternative „Demokratie in Europa“ erfährt man hier: www.deineuropa.jetzt
„DemokraTisch in Bruck“ ist ein monatliches Format der „Brucker Brücke – das Wir stärken“. Monatlich werden Gesprächsrunden in Zusammenarbeit mit dem Herausgeberkreis des Internetportals „FFB aktiv“ und dem Bündnis „Fürstenfeldbruck im Wandel“ organisiert: www.ffbwandel.wordpress.com/brucker-bruecke/demokratisch.

Neues von Franzi und Caro

Aus der Info: „Wir sind in Revision gegangen. Das heißt: Wir sind mit dem Urteil nicht einverstanden und wollen dieses noch einmal von einer höheren Instanz überprüfen lassen. Zum anderen löst sich das Problem der Lebensmittelverschwendung nicht über Nacht. Der Weg dorthin ist lang, doch die ersten Steine kommen ins Rollen … Wir verfolgen weiterhin den Freispruch in der nächsten Instanz und bemühen uns um eine Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft, damit den Worten auch Handlungen folgen … Wir sind der Meinung, dass Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung gleichzeitig auch wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel darstellen. Diese wollen wir mit Nachdruck verfolgen und dabei vielen Gehör verschaffen.“
Die juristische Einschätzung und die Begründung der Revision unseres Anwaltes Max Malkus lautet: „Mit der eingelegten Revision gegen die Verurteilung im Container- Fall von Caro und Franzi möchten wir das Oberlandesgericht München davon überzeugen, dass auch nach geltendem Recht weggeworfene Lebensmittel keine diebstahlsfähigen Güter im Sinne des Strafgesetzbuches sind. Soweit versuchen wir die herrschende juristische Meinung auf unsere Seite zu ziehen und argumentieren in der Sache mit der Dereliktion, § 959 BGB, also der Aufgabe des Eigentums durch den Eigentümer an den in Rede stehenden Lebensmitteln. Wer Lebensmittel in eine Mülltonne wirft, gibt nach unserer Ansicht sein Eigentum daran auf – und hat, anders als bei Bildern bekannter Künstler („Gerhard Richter Skizzen“)*, auch kein juristisch schützenswertes Interesse daran, dass Dritte von der Aneignung abhalten könnte. Einmal hergestellte Lebensmittel sind für den Verzehr durch den Menschen gemacht, und es ist unlauter genießbare Lebensmittel zu vernichten, wenn Dritte davon noch satt werden können. Mit den Wertungen des Grundgesetzes, dass ausdrücklich in Art. 20 a GG die natürliche Lebensgrundlage des Menschen schützt, und vor dem Hintergrund des europäischen Ziels, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland in den nächsten Jahren zu halbieren, ist die Strafverfolgung noch unverständlicher. Darüber hinaus sieht der überwiegende Teil der Bevölkerung im Containern kein kriminelles Handeln.
Mehr Infos von Caro und Franzi sind hier zu lesen: http://olchiscontainern1.blogsport.de.

Neues vom Lichtspielhaus FFB

Anfang Mai beginnen sie, Mitte Juni sollen sie fertig sein: Die Denkmal-konformen Restaurierungsarbeiten an der Außenfassade des Lichtspielhauses. Die Simulation ist vielversprechend (Sienna-hellbraun mit dunkel abgesetzten Fenstern), auch die Leuchtschrift wird dann in altem Glanz erstrahlen. Wir sind gespannt wie der berühmte „Flitzebogen“. Der Kinobetrieb wird übrigens uneingeschränkt weiter gehen. Damit wird die Restaurierung rechtzeitig zur Brucker Kulturnacht fertig werden (29. Juni), an der das Lichtspielhaus erstmalig teilnimmt. Der Shuttle Bus wird auf unseren Wunsch hin direkt vor dem Kino halten. Gezeigt werden Kurzfilme von Studenten der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF), die auch persönlich anwesend sein werden … Auch das leibliche Wohl soll nicht zu kurz kommen mit Häppchen ganz im Sinne und nach Maßgabe von Slow Food bzw. dem Ernährungsrat Fürstenfeldbruck. – Lichtspielhaus Fürstenfeldbruck, Maisacher Straße 7, Fürstenfeldbruck, 08141 3666018, www.kino-ffb.de

Die Polizeischule Fürstenfeldbruck im Nationalsozialismus

Die Ausstellung „Ausbildung – Enthemmung – Verbrechen – Die Polizeischule Fürstenfeldbruck im Nationalsozialismus“ ist zu sehen vom 4. April – 7. Juli, im Kunsthaus Fürstenfeldbruck/Museum Fürstenfeldbruck, Fürstenfeld 6b, FFB (Klosterareal). Die Zeiten: Dienstag bis Samstag 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 bis 17 Uhr. Seit 1924 beherbergte das Kloster Fürstenfeld eine Gendarmerie- und Polizeischule, die ab 1932 den gesamten Nachwuchs der Gendarmerie und der Landespolizei ausbildete. 1937 ging die Schule in die Befehlsgewalt des Reichsführers der SS und Polizei, Heinrich Himmler, über. Viele der Schüler und Lehrer bekannten sich früh zum Nationalsozialismus. – Infos des Brucker Museums.
Bericht des Brucker Tagblatts vom 4.4.19: „Ohne die Mitwirkung der Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen. – Nach dem Krieg konnten viele Täter ihre Karrieren unbehelligt fortführen. Schon 1946 wurde die Polizeischule wieder als solche in Betrieb genommen. Alte Lehrer kehrten zurück, Unterrichtsinhalte und Lehrmaterialien blieben die gleichen. Erst die 1970er Jahre brachten eine umfassende Reform.“ – Bericht in der Brucker SZ vom 5.4.19: „Bezug zum Heute. Ausstellung zur Polizeischule eröffnet“.
Ergänzend kann dieses Buch über kaum beachtete Vorgänge nach dem Ende des Krieges dienen: „Die Kriegsverbrecherlobby – Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter“ von Felix Bohr, erschienen im Suhrkapm-Verlag: „Felix Bohr zeichnet das westdeutsche Engagement für die im Ausland inhaftierten NS-Täter nach. Er zeigt, wie sich aus Netzwerken von Kirchenverbänden, Veteranenvereinigungen und Diplomaten eine einflussreiche Interessenvertretung formierte, die rechtliche und materielle Hilfe leistete. Während Opfer des NS-Regimes um gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung kämpften, organisierte die Lobby Unterstützung für die Kriegsverbrecher auf höchster politischer Ebene. Auf der Grundlage bislang mitunter nicht zugänglicher Quellen wirft Bohr einen umfassenden Blick auf ein bisher kaum bekanntes Kapitel bundesdeutscher Vergangenheitspolitik.“

Demokratie, Toleranz, Menschenwürde statt Rassismus, Feindschaft, Krieg

Zwischen 11.3. und 24.3. finden die Fürstenfeldbrucker Wochen für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.
In der Statdt Fürstenfeldbruck bieten unterschiedlichen Vereinen, Initia­ti­ven und Tär­ger ein bun­tes und ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm an. Das Programm als PDF. Infos der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus.

Im Monat März entstand ein Personenporträt-Video mit Helmut Zierer über seine Motive zur Buchveröffentlichung „Ein ‚Bauernopfer‘ für den Größenwahn des Kaisers“ und seine Arbeit daran. Der gelernte Schriftsetzer Helmut Zierer, ehemals Fürstenfeldbrucker Stadtrat, inzwischen Rentner, schrieb ein Buch über den Ersten Weltkrieg, der seinen Großvater Johann Spies psychisch zerstörte und sein Leben mit 38 Jahren beendete. Der Enkel fand sein Grab auf dem Soldatenfriedhof in Langemark, Belgien. Seinen Großvater hat Helmut Zierer nie kennengelernt. Und doch war der Mann, der im Ersten Weltkrieg getötet wurde, immer im Leben seines Enkels präsent. Vorerst negativ, denn Johann Spies reagierte 1917 bei seinem Heimaturlaub äußert abweisend auf die Nachricht von der Geburt seines fünften Kindes, eines Mädchens, das später seine Mutter wurde. Sie vermittelte zunächst den Eindruck, das Schicksal seiner Familie sei dem Mann gleichgültig gewesen. Vor ein paar Jahren entdeckte Helmut Zierer neben einem verblichenen Trauerbildchen eine vergilbte Feldpostkarte, die eine fürsorgliche und liebevolle Seite des Großvaters zeigt und korrigierte seine Meinung. Helmut Zierer begann, sich mit den Ursachen und Auswirkungen dieses schrecklichen Krieges zu beschäftigen. Er recherchierte über Jahre hinweg die Hintergründe und Ursachen für die schrecklichen Ereignisse der damaligen Zeit. So entstand neben der Familiengeschichte ein historisches Mosaik des Ersten Weltkriegs. Sein Fazit sollte uns heute Lebenden zur Mahnung dienen. Helmut Zierer arbeitet im „Arbeitskreis Mahnmal“ der Stadt Fürstenfeldbruck mit, der sich an jedem 27.1. der Erinnerung an den Todesmarsch der Häftlinge aus den KZ-Außenlagern Landsberg/Kaufering im April 1945 widmet, der durch den Landkreis Fürstenfeldbruck nach Dachau führte. Er unterstützt das „Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun“. – Das Buch ist erhältlich in Buchhandlungen oder bei H. Zierer unter 08141-16573.