Veranstaltungskalender

# Termine im Eine-Welt-Zentrum auf der Homepage des Vereins: www.einewelt-ffb.de
# Termine auf der Homepage der Agenda21 Landkreis: www.agenda21-ffb.de/veranstaltungen
# Schülerinnen und Schüler streiken für mehr Klimaschutz – Teil der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/streiktermine
# Veranstaltungen und Livestream-Aktivitäten der Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“: www.lifestudio.ffbaktiv.de
# im monatlichen Donnerstags-Rythmus stattfindende Open Source- und Linux-Workshops:
Homepage.

Veranstaltungen:

1.11. bis 30.11., München
friedensklima – Münchner Friedenswochen 2019
Programm: https://www.muenchner-friedensbuendnis.de/Friwo/2019
PDF-Flyer: https://www.muenchner-friedensbuendnis.de/aktuelles/A19/Flyer_Friedenswochen_2019.pdf

Fr, 15. 11., 15:30 Uhr, S-Bahnhof FFB
Fahrrad-Demo „Critical Mass“
Aufruf von „Fridays for Future FFB“: ⚠️🚲⚠️🚲⚠️🚲⚠️🚲⚠️🚲⚠️🚲⏰Unsere Freunde von *Critical Mass* rufen zu einer gemeinsamen Radfahrt in *Fürstenfeldbruck* auf und wir möchten sie dabei unterstützen! Also seid dabei, lasst euer Auto 🚗 stehen und kommt mit dem Radl 🚲 vorbei! 🙋🙋‍♂ _Wer?_ *Jeder* kann mitmachen und es ist kostenlos. _Was ist das Critical Mass?_ CM ist eine *weltweite Bewegung* , bei der sich Radfahrer*innen scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen Fahrten durch Innenstädte friedlich und verkehrskonform auf die *Rechte von Radfahrer*innen* aufmerksam zu machen. Sie stehen für *klimaneutralen Individualverkehr.* 💚🌳_Darf man das?_ Rechtlich abgesichtert durch §27 der StVO darf ab 16 Radfahrer*innen im *geschlossenen Verband* auf der Straße gefahren werden. 🤓‼️Radfahrer stören nicht den Verkehr – *Radfahrer sind der Verkehr!* ‼️ ⚠️🚲⚠️🚲⚠️🚲⚠️🚲⚠️🚲⚠️

Sa, 16.11., 19 Uhr – Livestream auf YouTube: www.youtube.com/ffbaktivstudio/live. Danach im Video-Archiv: www.youtube.com/ffbaktivstudio
Im „LIFEstudioFFB“: Fridays for Future: Aussitzen geht gar nicht!
Die Öffentlichkeit soll mehr über die Brucker Gruppe von „Fridays for Future“ erfahren. Zwei Schülerinnen der Brucker Gruppe von „FfF“ berichten von den Plänen der Bewegung, ihrer Stadtgruppen-Gründung und erzählen, was sie persönlich motiviert hat. Sie beleuchten den Stand der Diskussionen über eine eventuelle Erklärung des Klimanotstands seitens der Stadt und die Klimaforderungen an die Stadtverwaltung. Sie erläutern die „ECI – Europäische Bürgerinitiative For Future“ und rufen Schüler und Erwachsene auf, zur kommenden Großdemo am 29.11. in München zu gehen.
Eine aktuelle Erklärung von mehr als 11.000 Wissenschaftlern warnt: “Klimakettenreaktionen könnten erhebliche Störungen der Ökosysteme, der Gesellschaft und der Wirtschaft verursachen und möglicherweise große Teile der Erde unbewohnbar machen.” Naomi Klein sagt in ihrem neuen Buch: „Junge Menschen auf der ganzen Welt sprechen von einer tiefen Sehnsucht nach einer Zukunft, die sie zu haben glaubten, die aber mit jedem Tag mehr dahinschwindet, an dem die Erwachsenen angesichts des Ernstfalls nur tatenlos abwarten.“ Es geht um Fragen wie: Tun wir genug für unsere Kinder? Kann unser WirtschaftssystemFuture for Young and Old“ gewährleisten? Wie kann eine sozial-ökologische Wende aussehen?
Infos von FfF: https://fridaysforfuture.de und zur ECI: https://eci.fridaysforfuture.org/de

Mo, 18.11., 17 Uhr, Odeonsplatz, München
Protestkundgebung: Gegen Bundeswehrgelöbnisse – Lieber ohne Bundeswehr!
Am 12. November direkt vor dem Bundestag finden in Berlin und am 18. November im Münchner Hofgarten Bundeswehrgelöbnisse statt. Dagegen ruft in München ein breites Bündnis zum Protest gegen diese „militaristischen Propaganda-Auftritte der Bundeswehr“ auf. Ausgerechnet um 18 Uhr im München Hofgarten: Dort steht direkt hinter der Staatskanzlei ein Denkmal, das an die gefallenen Münchner Soldaten des Ersten Weltkriegs erinnert. Dieses Denkmal ist für Militaristen, Faschisten und Kameradschaftsverbände als „Ort des politischen Revanchismus“ von großer Bedeutung … Eine Mehrheit der Bevölkerung lehnt die „Verteidigung“ deutscher Interessen im Rahmen von völkerrechtswidrigen Angriffskriegen am Hindukusch oder im Bündnis mit dem autoritären Erdogan-Regime ab.
Aus dem Aufruf: „Wir rufen zum Protest gegen das Bundeswehr-Gelöbnis im Hofgarten auf. Wir lehnen alle Propaganda-Auftritte der Bundeswehr, die staatlich organisierte Verherrlichung des Soldatentums und die Verherrlichung von Militär und Krieg entschieden ab. Das öffentliche Militärspektakel im Hofgarten verdient weder Beifall noch schweigende Zustimmung, sondern den lautstarken Protest der Münchner Bevölkerung:
– keine öffentlichen Militärzeremonien! Kein Werben fürs Töten und Sterben!
– Schluss mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr! Stopp aller Rüstungsexporte!
– Zerschlagung der rechten Netzwerke in der Bundeswehr!
– Sozialleistungen erhöhen, Militärausgaben reduzieren!“
Kurt Tucholsky, 1927: „Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg“

10.-20.11., bundesweit
Ökumenische FriedensDekade
„friedensklima“lautet das Motto, unter dem die 39. FriedensDekade bundesweit in Kirchengemeinden und Friedensinitiativen begangen wird. Mit demMotto „friedensklima“ wollen die Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade zum einen auf die Zusammenhänge des bereits eingetretenen Klimawandels und dessen Konsequenzen für den Frieden aufmerksam machen. In den Arbeitsmaterialien sollen diese Zusammenhänge aufgezeigt, insbesondere aber Chancen und Möglichkeiten sichtbar gemacht werden, wie klimabedingte Konflikte verhindert werden können.
Trägerorganisationen der Ökumenischen FriedensDekade sind die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Bonn und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Frankfurt. Im Planungsteam des Gesprächsforums Ökumenische FriedensDekade wirken Vertreterinnen und Vertreter der EKD und evangelischer Landeskirchen sowie der Katholischen Kirche mit. Weitere Trägerorganisationen sind pax christi, die Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend (aej), PRO ASYL, Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste und der InternationaleVersöhnungsbund/Dt. Zweig.
Alle Infos: www.friedensdekade.de

Mo, 11.11., 19 Uhr, Landratsamt Fürstenfeldbruck, großer Sitzungssaal, Münchner Straße 32, FFB
Plenumsversammlung Ernährungsrat für den Landkreis Fürstenfeldbruck
Im Februar 2018 fand die Gründungsversammlung für den Ernährungsrat für den Landkreis im Landratsamt Fürstenfeldbruck statt. Über 70 Gründungsmitglieder nahmen daran teil. Bisher sind wir der einzige Landkreis, der einen Ernährungsrat gegründet hat und wir waren der 1. Ernährungsrat in Bayern.
Mittlerweile haben die vier Arbeitsgruppen die Projektarbeit aufgenommen. Über die bisherigen Ergebnisse möchten wir in der Plenumsversammlung berichten. Beginnen möchten wir mit einem kleinen Imbiss, den die Gastronomen der regionalen Genusswochen vorbereiten werden. Damit wir besser planen können, bitten wir um eine Rückmeldung bis zum 5. November 2019 unter: info@ernaehrungsrat-ffb.de.
Michaela Bock, i.A. Ernährungsrat für den Landkreis Fürstenfeldbruck, Tel.: 08141/519-336, Infos: ww.ernaehrungsrat-ffb.de
Eintritt frei.

Mi, 13.11., 19:30 Uhr, Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Kleiner Saal, FFB
Friede ist machbar – trotz allem
Der Christenrat Fürstenfeldbruck/Emmering lädt ein zu einem Vortrag des bekannten Münchner Journalisten und Autors Heribert Prantl. Der Vortrag steht unter dem Motto „Friede ist machbar – trotz allem“. Er findet statt am Mittwoch, 13. November 2019 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Kleiner Saal, Fürstenfeld 12, 82256 Fürstenfeldbruck. Der Eintritt ist frei.
Anlass der Veranstaltung ist die Friedensdekade 2019. Seit 1980 treten christliche Gruppen jährlich im November mit Gebeten und Aktionen gemeinsam für den Frieden in der Welt ein. Das diesjährige Motto der Friedensdekade lautet „Friedensklima“ und weist zum einen auf den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gefährdung des Friedens hin, zum andern aber auch auf das von „hate speech“ und „fake news“ vergiftete innergesellschaftliche Klima sowie auf die „Großwetterlage“ dieser Welt mit all ihren Konflikten und Kriegen. Der Christenrat fragt: „Wie können wir diesen übermächtig erscheinenden lebensfeindlichen „Klimaveränderungen“ begegnen, ohne in Resignation zu verfallen oder zynisch zu werden?“
Eintritt frei.

Fr, 15.11., bundesweit
Tag für die Demokratie
Am Tag für die Demokratie findet u. a. eine Großveranstaltung in Berlin statt, auf welcher die Ergebnisse des Bürgerrats, zusammengefasst in einem Bürgergutachten, der Öffentlichkeit und der Politik vorgestellt, diskutiert und übergeben werden.
Mehr Infos: www.buergerrat.de

Mi, 20.11., 19 Uhr, DGB-Haus, Schwanthaler Straße 64, München, Raum: Kurt-Eisner, Haus C
Bettina Kenter: Über Hartz IV, ihr Buch „HEART’S FEAR – GESCHICHTEN VON ARMUT UND AUSGRENZUNG“ und ihre Erfahrungen mit den Jobcentern
Bettina Kenter berichtet u. a.: „Zu meiner Veranstaltung zum Thema Hartz IV in der Citykirche Mönchengladbach hatten der Jobcenterleiter und die Sozialdezernentin kurzfristig abgesagt, u.a. mit der Begründung: „In der Einleitungssequenz zur Diskussion soll Bezug genommen werden auf den ersten Artikel 1 unseres Grundgesetzes“.
Veranstalter: Gewerkschaft ver.di und AK Freie Darstellende Kunst Bayern-München.
Eintritt frei.

Mi, 20.11., 19-21 Uhr, Volkshochschule, Niederbronnerweg 5, FFB
Ganz normale Männer? Wie Gesetzeshüter im „Dritten Reich“ zu Massenmördern wurden
Vortrag von Dr. Sven Deppisch. Die Verbrechen des NS-Regimes machen fassungslos. Wer sich mit ihnen beschäftigt, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Warum: Warum konnten zahlreiche Vertreter der deutschen Besatzungsmacht während des Zweiten Weltkriegs nur solch abscheuliche Gräueltaten verüben? Die Nachkriegsgesellschaft begnügte sich lange mit allzu einfachen Antworten. Teilweise hält sich noch bis heute der Glaube, dass die Täter schlichtweg verkrachte Existenzen gewesen seien oder gar keine andere Wahl gehabt hätten, als die verbrecherischen Befehle ihrer Vorgesetzten zu befolgen. Über viele Jahrzehnte hinweg wurden diese Legenden kaum hinterfragt. Erst in den neunziger Jahren erkannte die Wissenschaft, dass sich auch die Polizei immens am Judenmord beteiligt hatte. Seither befassen sich Forscher verstärkt mit den unmittelbaren Tätern und ihren konkreten Tatmotiven. Wie war es nur möglich, dass ausgerechnet „Freunde und Helfer“ in den von Deutschland besetzten Gebieten tausende wehrlose Männer, Frauen und Kinder erschossen? Wie verlief ihr Weg vom regulären Polizeidienst zum Massenmord? Welche Rolle spielte die NSIdeologie? Waren die Täter reine Befehlsempfänger oder verfolgten sie eigene Motive? Gab es tatsächlich einen Befehlsnotstand oder hatten sie sogar Spaß am Töten? Der Vortrag liefert einen Überblick über die wichtigsten Theorien der Wissenschaft und zeigt, wie sich unser Bild von den Tätern des Holocaust seit Kriegsende veränderte. Außerdem wird deutlich, wie sich die Forschungen zur Polizeigeschichte und zum Holocaust dabei gegenseitig beeinflussten.
Dr. Sven Deppisch, Historiker, Politikwissenschaftler, ist Lehrbeauftragter der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Polizei. Er studierte Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Mit der Studie „Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust“ wurde er dort promoviert.
Veranstalter: VHS FFB.
Kursgebühr: 5,00 €.

Do, 28.11., 19 Uhr, Bürgerpavillon, Heimstättenstraße 24, FFB
Mensch vor Profit – es braucht ein Lieferkettengesetz
Dr. Walter Ulbrich (Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck) und Mustafa Öz (Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Landesbezirk Bayern) führen in die Thematik ein.
Die Initiative Lieferkettengesetz listet beispielhaft drei Fälle auf, die die Notwendigkeit einer verbindlichen Regelung drastisch vor Augen führen: In einer KiK-Zulieferfabrik in Pakistan sterben 258 Menschen qualvoll – wegen mangelhaftem Brandschutz. In Brasilien bricht ein Damm bei einer Eisenerz-Mine, 270 Menschen kommen ums Leben und Flüsse und Trinkwasser sind verseucht – obwohl der TÜV Süd Brasilien wenige Monate vorher die Sicherheit des Damms zertifiziert hatte. Vor einer Platin-Mine in Südafrika werden 34 streikende Arbeiter erschossen – und BASF macht mit dem Betreiber der Mine weiterhin gute Geschäfte.
Weitere Informationen sind u.a. hier erhältlich: https://lieferkettengesetz.de. Petition unterzeichnen! Sie ist über diesen Link zu erreichen.
Veranstalter: Eine Welt Zentrum FFB e. V., Nord-Süd-Forum FFB, Bund Naturschutz Kreisgruppe FFB und Gewerkschaft NGG.
Eintritt frei.

Fr, 29.11., 12 Uhr, Königsplatz, München
Internationaler Klimaaktionstag: NeustartKlima – laut, wütend und unbequem – Klimagerechtigkeit jetzt
Fridays for Future: Die Bundesregierung hat dem 1,5°-Ziel eine Absage erteilt. Das akzeptieren wir nicht! Am Freitag vor dem Beginn der Klimakonferenz in Chile, ziehen wir die Grenze. Dieses Jahr hat gezeigt, dass es scheinbar nicht ausreicht, Politiker*innen auf die Klimakrise und ihre Verantwortung aufmerksam zu machen. Es reicht weder aus, wenn unzählige junge Menschen jeden Freitag an Klimastreiks teilnehmen, noch, wenn ihnen an einem Vormittag 1,4 Millionen im ganzen Land folgen. Unsere Gesellschaft ist längst weiter als unsere Regierung. Am 29. November gehen wir deshalb einen Schritt weiter. Ja, wir werden wieder die Straßen fluten – aber nein, wir werden nicht nur streiken. Wir gehen in Klassenzimmer und Parteibüros, in Einkaufszentren und auf öffentlichen Plätzen, zu Infrastrukturprojekten und auf Straßenkreuzungen, vor Kraftwerke und in die Fußgängerzonen. Am 29. November werden wir überall laut, wütend und unbequem sein – wir stehen zu unserer Forderung: Klimagerechtigkeit jetzt! – Infos: https://fridaysforfuture.de/neustartklima

So, 1.12., 9:30-16:30 Uhr, Pfarrheim St. Bernhard, St.-Bernhard-Str. 2, FFB
Der andere Brucker Adventsmarkt
Eine-Welt-Laden FFB St. Bernhard und gemeinnützige Landkreis-Organisationen engagieren sich fürs >global denken – lokal handeln<. An den Tischen gibt es ein großes Angebot an Waren aus der Einen Welt, sowie Selbstgemachtes und Bücher aus 2. Hand. Es wird ein abwechslungsreiches Programm geboten mit
afrikanischem Mittagessen, Kaffee und Kuchen, musikalischen Schmankerln. Um 17 Uhr Adventsingen. Der Erlös von „Der andere Brucker Adventsmarkt“ geht an verschiedene Projekte der Mosambikhilfe. Auf dem Anderen Brucker Adventsmarkt 2019 engagieren sich folgende gemeinnützige Organisationen: AI Amnesty International FFB, Aktiv für Afrika, Eine-Welt-Laden ST. Bernhard, Hand in Hand (Förderverein der Caritas), Helferkreis Asyl, Caritas Buchladen, ISB e.V., Help Liberia KPONMA e. V., Mosambik-Hilfe, Sozialforum Amper (mit Pax Christi, Bündnis FFB ist bunt nicht braun, Griechenlandhilfe, Jüdisch-Palästinensiche Dialoggruppe), Apoyo para Guatemala, Ankommen + Verstehen.
Veranstalter: Eine-Welt-Laden St. Bernhard

Mi, 4.12., 19:30 Uhr, Lichtspielhaus Fürstenfeldbruck, Maisacherstr. 7, FFB
„An den Rändern des Horizonts“.
Multimedia Präsentation von Markus Mauthe im Auftrag von Greenpeace.
Veranstalter IG Lichtspielhaus im Rahmen des Agenda21/Slow Food Kinos.
Tel: 08141/3666018
Eintritt.

Mo, 27.1.2020, 19-21 Uhr, Volkshochschule, Niederbronnerweg 5, FFB
Täter auf der Schulbank. Die dunkle Vergangenheit der Polizeischule Fürstenfeldbruck
Vortrag von Dr. Sven Deppisch. Ohne die Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen. Während des „Dritten Reichs“ befand sich ihre bedeutendste Schule in Fürstenfeldbruck bei München. Hunderte von Männern aus ganz Deutschland besuchten dort spezielle Kurse, in denen die Ordnungspolizei sie zu ihren Offizieren ausbildete. Neben hartem Drill und Paragraphen standen „Bandenkampf“ und Antisemitismus auf dem Lehrplan. Ausgestattet mit diesem Wissen zogen zahlreiche Oberbeamte nach Ende ihrer Kurse in den „auswärtigen Einsatz“, aus dem erschreckend viele von ihnen als Massenmörder und Kriegsverbrecher zurückkehrten. Nach Kriegsende führten sie ihre Karrieren einfach fort, ohne jemals angemessen bestraft worden zu sein. Dr. Sven Deppisch beleuchtet die Geschichte der Polizeischule Fürstenfeldbruck. Er zeigt, wie die Nationalsozialisten ihre führenden „Gesetzeshüter“ für den Holocaust trainierten. In seinem Vortrag analysiert er das Ausbildungssystem der NS-Diktatur und veranschaulicht, welche Fächer und Inhalte es in den besonderen Lehrgängen gab. Darüber hinaus deckt er auf, wie das Leben an der herausragenden Lehranstalt aussah und an welchen Massenverbrechen sich ihr Personal beteiligte. Dabei bringt er ans Licht, dass in der deutschen Ordnungsmacht von der Weimarer Demokratie bis weit in die Bundesrepublik hinein die gleichen Denkweisen, Einsatzmuster und Feindbilder existierten, auf denen ihr schrecklicher Beitrag am Judenmord basierte.
Dr. Sven Deppisch, Historiker, Politikwissenschaftler, ist Lehrbeauftragter der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Polizei. Er studierte Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Mit der Studie „Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust“ wurde er dort promoviert.
Veranstalter: VHS FFB.
Kursgebühr: 5,00 €.

Freitag, 17.1.20, 19 Uhr – „LIFEstudioFFB“ im Livestream auf www.lifestudio.ffbaktiv.de, danach im Videoarchiv: ww.youtube.com/ffbaktivstudio
Hartz IV als Armutsfalle?
Bettina Kenter, Autorin des Buchs „Hearts fear“, lädt ein zum Gespräch auf Augenhöhe.
Nach dem BGH-Urteil am 5.11. zur Hartz-IV-Sanktionspolitik diskutieren über ihre Erfahrungen mit betroffenen Menschen: Bettina Kenter, Autorin des Buchs „Heart´s Fear – Geschichten von Armut und Ausgrenzung“, Fredy Engelhardt von der Initiative zur Selbsthilfe für Betroffene mit geringem Einkommen isb und Mike Gallen von der Arbeitslosenseelsorge und dem Improtheater für Erwerbssuchende bei der Erzdiözese München.
Hartz IV ist in Verruf geraten, die zunehmende Altersarmut zu befördern. Die Armut schreitet fort im Land. Auch im Brucker Raum. Die Schere zwischen armen und reichen Familien in Deutschland ist in den vergangenen Jahren weiter auseinander gegangen – und Leidtragende sind vor allem die Kinder. Arme Familien haben inzwischen preisbereinigt noch weniger Geld für ihre Kinder zur Verfügung als vor zehn Jahren, während sich reiche Familien immer mehr für ihren Nachwuchs leisten können. Dies geht aus einer Studie hervor, die der Paritätische Gesamtverband vorgelegt hat.
1846 verzeichnete der »Brockhaus« erstmals den »neuerfundenen Begriff« des »Pauperismus« als Ausdruck dafür, dass »eine zahlreiche Volksclasse sich durch die angestrengteste Arbeit höchstens das nothdürftigste Auskommen verdienen kann«, bzw. »auch dessen nicht sicher ist«.