BRUCKER JOURNAL: Infos, Kommentare, Kritik, Vorschläge, Hinweise, Ideen ...

Beteiligen Sie sich mit konstruktiver Kritik, menschengerechten Dialogen und Ihrer Meinung.

Lebensmittel retten kann Diebstahl sein

Das Brucker Tagblatt vom 18.8.20 und vom 19.8.20 meldete: „Lebensmittel aus verschlossenem Container gestohlen – Rückschlag für ‚die Olchis‘: Bundesverfassungsgericht bestätigt Containern-Urteil. Jetzt steht es fest: Caro und Franzi müssen die Sozialstunden ableisten, die ihnen wegen Containerns aufgebrummt wurden. Rechtlich haben sie einen Diebstahl begangen.Zwei junge Olchingerinnen sind vom Amtsgericht Fürstenfeldbruck verurteilt worden, weil sie aus einem verschlossenen Supermarkt-Container weggeworfene Lebensmittel gestohlen haben. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Richterspruch jetzt bestätigt. Der höchstrichterliche Spruch wird mit formalen Gründen erklärt. Im vorliegenden Fall diene die Strafbarkeit des Verhaltens der Beschwerdeführerinnen dem Schutz des Eigentumsgrundrechts als Rechtsgut von Verfassungsrang. Caro und Franzi wollen mit ihren Mitstreitern die Flinte allerdings nicht ins Korn werfen, wie ihr Anwalt Max Malkus erklärt. Abfallvermeidung und der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung diene auch dem Kampf gegen den Klimawandel.“ – Die Presseerklärung von Franzi und Caro: http://olchiscontainern1.blogsport.de
Bericht in der Brucker SZ vom 19.8.20: „Oberste Richter entscheiden, dass Containern Diebstahl ist, auch wenn die Lebensmittel für den Müll bestimmt sind“.

Ausstellung der Stadtbibliothek mit Begleitprogramm zur „Treuhand-Abwicklung“

Montag, 17.8., um 18 Uhr, in der Stadtbibliothek Aumühle, Bullachstr. 26, FFB: „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“. Die Ausstellung mit Begleitprogramm ist bis 9. September in der Stadtbibliothek zu sehen. Ausstellungseröffnung: Mo, 17.8., um 18 Uhr. Zur Eröffnung von 18 Uhr an soll Christa Luft, Wirtschaftsministerin in der Übergangsregierung Modrow, per Video zugeschaltet werden. Die Geschichte der Treuhand. Ausstellung beschäftigt sich mit Umgang mit dem DDR-Nachlass. Begleitet wird die Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale: Wie DDR-Betriebe abgewickelt wurden“ von Vorträgen und Lesungen. Im Fokus stehen dabei die Geschichten ostdeutscher Betroffener … Alle Veranstaltungen finden in der Stadtbibliothek in der Aumühle statt.
9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit «markttauglich» machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Dieser „Crashkurs“ stürzte Millionen Ostdeutsche in tiefe Existenznöte, auch das soziale Netz – in der DDR eng verwoben mit der Arbeitsstelle – zerriss. – Eintritt frei.
Dienstag, 1.9., um 18:00 Uhr, in der Stadtbibliothek Aumühle, Bullachstr. 26, FFB: Buchvorstellung „Das Treuhand-Trauma: Die Spätfolgen der Übernahme“. Seit Jahren untersucht die Schweizer Soziologin Yana Milev, was beim Untergang der DDR und danach mit den Ostdeutschen passiert ist. In ihrem Buch „Das Treuhand-Trauma“ hat sie die Auswirkungen der Bonner Abwicklungs- und Anschlusspolitik seziert und die mediale Begleitung der Übernahme analysiert. Im Zentrum ihrer Untersuchungen steht die Treuhandanstalt als Vollstreckerin des politischen Willens der Mächtigen der alten Bundesrepublik. Yana Milev, geboren in Leipzig, Kulturphilosophin, Soziologin, Ethnografin, ist Privatdozentin für Kultursoziologie und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Soziologie der Universität St. Gallen. Sie ist Initiatorin und Leiterin des Forschungsprojekts «Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium», das als Edition beim Wissenschaftsverlag Peter Lang seit 2019 publiziert wird. – Eintritt frei. – Kooperationsveranstaltungen mit dem Sozialforum Amper und dem Kurt-Eisner-Verein München.
Infos auf der Webseite der Stadtbibliothek: www.stadtbibliothek-fuerstenfeldbruck.de.

Infostand der „Identitären Bewegung“ in Olching

Am Nachmittag des Samstag, 1.8.20, machte eine Gruppe der rechtsradikalen Organisation „Identitäre Bewegung“ in Olching „Auf der Insel“ mit einem Infostand auf sich aufmerksam.
Aus unserem Bericht vom 21. März 2019: „Neue rechtsradikale Aktivitäten“: Aktivitäten der elitären Kadergruppierungen „Identitäre Bewegung“ (IB) und „Der Dritte Weg“: Beide Gruppierungen haben sich gegenseitig nichts zu sagen bzw. sie erwähnen sich gegenseitig nicht. Obwohl sie doch Ziele verfolgen, die mit unterschiedlichen Begriffen versehen, ähnliches meinen. Ob es „der große Austausch“ („Identitäre Bewegung“) oder „Volkstod“ („Dritter Weg“) genannt wird, es geht um eine Bedrohung des vermeintlich eigenen durch „Rassenvermischung“. Auch pflegen sie z. T. gleiche Vorbilder und Kontakte, wie die neofaschistische italienische „Casa Pound“. Ihre regionalen Schwerpunkte sind unterschiedlich, von München einmal abgesehen. „Der Dritte Weg“ konzentriert sich auf den Landkreis München, den südlichen Landkreis Freising, sowie den Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm. Die „Identitären“ auf Fürstenfeldbruck, den südlichen Kreis Augsburg. – Der ganze Hintergrundbericht: https://www.ffbaktiv.de/neue-rechtsradikale-aktivitaeten.
Foto: privat

Presseerklärung zum 75. Hiroshima-Gedenktag

Am Donnerstag, den 6. August, beteiligen wir uns mit dem Aufruf „Hiroshima und Nagasaki mahnen – Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt!“ an den weltweiten Protesten gegen atomare Aufrüstung mit Mahnwachen in unserer Kreisstadt Fürstenfeldbruck:
9:30 – 10:30 in der Schöngeisinger Straße (Ecke Viehmarktstraße)
11:00 – 12:00 vor dem Rathaus (Hauptstraße, Ecke Augsburger Straße)
16:00 – 17:00 vor der Sparkasse am Hauptplatz

Hiroshima und Nagasaki mahnen. Vor 75 Jahren, am 6. und 9. August 1945 wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. 65.000 Menschen verdampften und verbrannten auf der Stelle, bis zum Ende des Jahres starben mehr als 200.000. Diese Opfer mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für eine Welt ohne Atomwaffen einzustehen. Nuklearwaffen sind die gefährlichsten Waffen, die je geschaffen wurden. Atomwaffen unterscheiden sich von allen anderen Waffen sowohl durch das Ausmaß der Zerstörung als auch durch die langfristige Wirkung radioaktiver Verseuchung und die dadurch verursachten genetischen Schäden. Jetzt droht ein neues atomares Wettrüsten. Nach der Kündigung des INF-Vertrages durch die US-Regierung, der mehr als 30 Jahre lang die Entwicklung und Stationierung atomarer Mittelstreckenwaffen verboten hatte, und nachdem Moskau ebenfalls aus seinen Vertrags-Verpflichtungen ausgestiegen ist, droht jetzt die Neustationierung dieser für einen nuklearen Erstschlag einsetzbaren Waffen. Die Atommächte sind dabei, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren. Auch die in Deutschland stationierten US-Atombomben sollen durch neue, zielgenaue, flexibel einsetzbare Atomwaffen ersetzt und neue Trägerflugzeuge für den Einsatz dieser Atombomben angeschafft werden. Europa darf nicht zum atomaren Schlachtfeld werden. Der Gefahr eines drohenden Atomkriegs in Europa muss jetzt entschiedener Widerstand entgegen gesetzt werden. Beitritt zum UN-Atomwaffenverbots-Vertrag jetzt! Die Botschaft, die der Atomwaffenverbotsvertrag in die Welt sendet, ist eindeutig: Wir müssen die Atomwaffen abschaffen – bevor die Atomwaffen uns abschaffen. Diese Botschaft richtet sich auch an unsere Bundesregierung, welche sich bis heute weigert, die US-amerikanischen Atomwaffen aus Büchel in der Pfalz abziehen zu lassen und dem Verbotsvertrag beizutreten. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf: – die nukleare Teilhabe Deutschlands zu beenden; – den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und den Abzug der in Büchel stationierten US-Atomwaffen durchzusetzen; – keine neuen Kampfflugzeuge für einen Atomwaffeneinsatz zu beschaffen; – keine Genehmigung zur Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen zu erteilen; – Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten.
Veranstalter: Sozialforum Amper, unterstützt von Mitgliedern des Eine-Welt-Zentrum e.V., GEW Kreisverband FFB, Bündnis FFB ist bunt – nicht braun, Brucker Brücke – das Wir stärken/LIFEstudioFFB, VVN-BdA.

Seelische Gesundheit im Corona-Alltag?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 31. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Seelische Gesundheit im Corona-Alltag“. Lukas Braumiller und Monika Motzko im Gespräch über seelische Gesundheit in Coronazeiten. Der Psychologiestudent Lukas Braumiller vermisst Aufklärung der Bevölkerung über seelische Gesundheit und Depressionen. Er möchte sein Wissen aus dem Studium sowie der Ausbildung zum Life-Coach und zum Kinder- und Jugendcoaching einsetzen und Methoden aufzeigen, um die Coronakrise und andere Lebenskrisen zu meistern. Monika Motzko ist Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie möchte unsere Wahrnehmung für neue Perspektiven öffnen.
Die Anzahl an Menschen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen an Arbeitslosigkeit, depressiven Verstimmungen und häuslicher Gewalt leiden, hat weltweit Höchstwerte erreicht. Fachleute gehen davon aus, dass die Maßnahmen wesentlich mehr Leben fordern werden als das Virus selbst. Laut UNO sind weltweit 1,6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebensgrundlagen bedroht. Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt, geringes Einkommen und Begleiterkrankungen sind gängige Folgeerscheinungen. Depressionen wirken sich oft lebenslang aus. Wir haben eine psychische Gesundheitskrise.
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Es wird „zappenduster“

Das Brucker Tagblatt berichtete am 23.7.2020: „Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise reißen ein tiefes Loch in die Stadtkasse … Die Corona-Krise hat drastische Auswirkungen auf die Finanzlage von Germering. Die Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer sinken dramatisch … Vor allem die städtischen Haupteinnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommenssteuer sind demnach in Folge von Corona regelrecht weggebrochen. Bei der Gewerbesteuer verzeichnet die Stadt aktuell ein Minus von rund 23 Prozent … reduziert sich der im Haushalt eingeplante Überschuss von rund 9,9 Millionen auf jetzt nur noch 1,2 Millionen Euro … Gesamtminus der Steuereinnahmen von rund 7,8 Millionen Euro … „Ab 2021 sieht’s zappenduster aus.“
Das Brucker Tagblatt meldete am 22.7.2020: „Corona: Die sozialen Härten abfedern wird teuer … Besonders schwierig sei die Lage für Menschen mit Behinderung auch wegen der Schließung von Einrichtungen … Im Jobcenter, das für Grundsicherung von Arbeitssuchenden zuständig ist, hat sich die Zahl der Anträge auf aufstockende Leistungen zeitweise verdreifacht … Die Anträge auf Wohngeldzuschuss sind schon stark gestiegen, in anderen Bereichen wird ein Anstieg des Förderbedarfs prognostiziert – etwa durch den Wegfall von Minijobs. Große Probleme gibt es auch bei der Beratung von Asylbewerbern …“

Shutdown?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, eine Sendung unter dem Titel „Shutdown? Die andere Meinung„. Video-Chat-Aufzeichnung mit Prof. Dr. Christian Kreiß. Er spricht über Angstpolitik, Beschränkungen der Meinungsfreiheit, falsche Wirtschaftspolitik und den drohenden Wirtschafts- und Finanzcrash. Prof. Christian Kreiß widerspricht den offiziellen Glaubenssätzen. Er sagt: „Durch eine beispiellose Angstkampagne wird derzeit Macht in den Händen einiger Weniger konzentriert und werden Freiheit und Demokratie zu Grabe getragen. – Vor dem kommenden Absturz am Arbeitsmarkt könnten die Menschen zu Recht Angst haben. – Nach Angaben der UNO droht durch die weltweiten Corona-Lockdowns nach westlichem Vorbild fast der Hälfte aller Arbeitskräfte der Erde eine existenzielle Bedrohung der Lebensgrundlage. Laut Wall Street Journal wird sich 2020 die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt von 130 auf 260 Millionen verdoppeln. – Die US-Großbank JPMorgan Chase prognostiziert: Dies ist keine normale Rezession. Der eigentliche Abschwung kommt erst noch.“
Die Sendung ist aktuell zu sehen über https://lifestudio.ffbaktiv.de und danach im Videoarchiv unter https://www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.

Gemeinwohlökonomie für FFB

Ein Aufruf zur Gründung einer GWÖ-Aktionsgruppe für den Landkreis Fürstenfeldbruck von Gerald Morgner. Wer die Gemeinwohl-Initiative mit seiner Teilnahme bereichern möchte, möge sich bitte bei Gerald Morgner anmelden, der bereits Vorträge zur GWÖ hielt:
Inhalt des ersten Termins (ca. 1,5-2,0 Std.), der derzeit vorbereitet wird:

  • Kurzvorstellung eines jeden inkl. Vorkenntnisse zur GWÖ.
  • Gedankenaustausch eines jeden „was versteht jeder für sich unter Gemeinwohl-Ökonomie, und warum erachtet man dieses Thema für wichtig“
  • Ausarbeitung eines thematischen Schwerpunktes zur GWÖ.
    (z.B. Gemeinden, Unternehmen, Vereine, etc..).
  • Weitere Termine

Zur Vorbereitung:

Bitte anmelden. Die entsprechenden Emailadressen stehen im unteren Bild.

Der Aufruf als Video-Teaser.

Wie weiter nach Corona?

In der Sendereihe zur Coronakrise des LIFEstudioFFB „Was macht Corona mit uns?“ folgt am Freitag, 3. Juli, um 18.30 Uhr, ein Livestream-Gespräch unter dem Titel „Zum Wohl aller: Gemeinwohl-orientierte Nach-Corona-Ökonomie“. Dazu heißt es: „Was erleben wir, was wünschen wir uns, was drängt uns zur Aktion und welche Alternativen gibt es? Ernstzunehmende Wissenschaftler und Ökonomen sagen einen großen Wirtschafts-Crash voraus mit enormen sozialen Verwerfungen. Deshalb müsse unser Wirtschaftssystem gründlich umgebaut werden: „Wir wollen nicht zurück zur Normalität, weil die Normalität das Problem war.“ Gerald Morgner, Unternehmer, und Alfred Pichler, Mitglied in der Kath.-Arbeitnehmer-Bewegung, sprechen über die Erfordernisse einer solidarischen Wirtschaftsordnung zum Wohl aller. Wie kann eine enkeltaugliche Ökonomie funktionieren? Gerald Morgner bringt uns die Theorie und Praxis der Gemeinwohlökonomie näher, die eine menschenwürdig organisierte Wirtschaft belohnt und in einigen Ländern gefördert und in vielen Orten bereits praktiziert wird. – Die jeweils aktuellen Sendungen sind zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Sendereihe „Was macht Corona mit uns?“

Das LIFEstudioFFB informiert über seine Sendereihe „Was macht Corona mit uns?: Am Freitag, 19.6., ging unter dem Titel „Solidarisch sein!“ eine auszugsweise Aufzeichnung aus der Livestream-Sendung der „Unteilbar – So geht Solidarität“-Demos online, die in mehreren Städten der Bundesrepublik am 14.6.20 stattfanden. Es werden Stellungnahmen sozialer Gruppen und Initiativen gezeigt. Solidarität zeigt, dass wir nicht wenige sind, sondern viele. Dass wir nicht allein sind, sondern zusammen. Das stimmt auch für die Menschen in unserer Region. Denn unter den Corona-“Schutzmaßnahmen“ leiden viele Menschen, darunter Selbständige, gesundheitlich Geschädigte und sozial Benachteiligte, Minderheiten und Kleinunternehmen. Solche „Kollateralschäden“ führen zu verstärkter Ausgrenzung und Armut. Dagegen engagiert sich das bundesweite Bündnis „unteilbar“. Es setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein: »Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer«.
Am Freitag, 26.6., werden unter dem Titel „Wer hat Angst vor Olchinger Corona-Demonstranten? Die Demo am 21.6.20“ Auszüge der Redebeiträge prominenter und kenntnisreicher Redner gezeigt. Corona-Demos sind umstritten, weil sie teilweise von Demokratiefeinden gekapert werden. Das verhindern die Olchinger Organisatoren konsequent und verwehren sich vehement gegen solche Vorwürfe. Sie demonstrieren sonntäglich für „unsere Grundrechte, für Frieden und Freiheit, für eine demokratische Gesellschaft und eine lebenswerte Zukunft“. Folgende Redner sprachen sich für diese Ziele aus: Prof. Christian Kreiß, Gerald Morgner, Inge Ammon und Daniel Dinkel.
Am Freitag, 3.7., sprechen unter dem Titel „Gemeinwohl! Wie geht eine Volkswirtschaft zum Wohle aller?“ der Unternehmer Gerald Morgner und Alfred Pichler, Mitglied in der Kathol.-Arbeitnehmer-Bewegung, über die Erfordernisse einer menschenwürdigen und solidarischen Wirtschaftsordnung. Die jeweils aktuellen Sendungen sind zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Die Aufzeichnungen finden sich im Videoarchiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Solidarität in Corona-Zeiten

Die zweite Folge in der Sendereihe zur Coronakrise „Was macht Corona mit uns?“ ist diesmal ein hochgeladenes Video, kein Livestream. Ab Freitag, 19. Juni, zeigt das LIFEstudioFFB die Videoaufzeichnung „Solidarisch sein!“. Aus der Ankündigung: »Unter den Corona-“Schutzmaßnahmen“ leiden viele Menschen, darunter Selbständige, gesundheitlich Geschädigte und sozial Benachteiligte, Minderheiten und Vereinigungen. Am 14.6.2020 gab es Unteilbar-Demos in mehreren Städten der Bundesrepublik: »So geht solidarisch«. Das »Unteilbar«-Bündnis setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein: »Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer«. Aus der anderthalbstündigen Livestream-Sendung zeigen wir Stellungnahmen sozialer Gruppen und Initiativen. Zum Schluss dokumentieren wir die solidarische Songdarbietung der Liedermacherin Nuria Edwards. Solidarität zeigt, dass wir nicht wenige sind, sondern viele. Dass wir nicht allein sind, sondern zusammen. Das stimmt auch für die Menschen in unserer Region.
Zu sehen im LIFEstudioFFB auf www.lifestudio.ffbaktiv.de und im Video-Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Weitere Livestream-Sendefolgen sind in Vorbereitung. Unter anderen zum Thema Wie geht es Lehrern, Eltern, Kinder? und Psychosoziale Folgen der Corona-Quarantäne-Maßnahmen …

Coronagefahr in Lagerunterkünften

Am 12.6.20 meldete die Brucker SZ: »Wenn sich Asylbewerber aus den Unterkünften des Landkreises mit dem Coronavirus infizieren, werden die übrigen Bewohner, die keine Symptome zeigen, nicht getestet … Insgesamt haben sich in den Unterkünften, die das Landratsamt verwaltet, 63 Personen infiziert, die inzwischen alle wieder als genesen gelten … Inzwischen hat der Bundesgesundheitsminister eine neue Verordnung erlassen … Getestet werden sollen nun alle Kontaktpersonen, nicht nur wie bisher bloß diejenigen, die Symptome zeigen. Außerdem kann man Menschen ohne Symptome testen, etwa um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Auch Flüchtlinge in Unterkünften seien mit der Verordnung gemeint, sagt Roellecke. Unklar sei aber immer noch, ob alle Bewohner getestet werden müssen, wenn sich eine Person infiziert … In den vergangenen Tagen seien unter den Flüchtlingen auch keine neuen Infektionen aufgetreten. Aber das ist eine Momentaufnahme …«
Eine Studie der Uni Bielefeld bestätigt Kritik an Lagerunterkünften für Geflüchtete. In der Studie wurde festgestellt, dass bei einem Ausbruch des Corona Virus in Sammelunterkünften das Ansteckungsrisiko bei 17% liegt. Kollektivquarantäne verschlechtert die Situation zusätzlich. „Die Unterbringung von Geflüchteten sollte grundsätzlich coronaschutzkonform erfolgen, d.h. möglichst dezentral bzw. bei zentralen Einrichtungen möglichst in Einzelunterbringung in kleinen Wohneinheiten, damit bei Auftreten eines Falls eine rasche Ausbreitung vermieden wird und eine adäquate Kontaktnachverfolgung möglich ist.“ (Auszug aus dem Fazit der Forschung). Genauere Informationen finden sich hier und hier.

Was macht Corona mit uns?

Die Brucker SZ berichtete am 8. Juni 2020 über die Ausstrahlung der Live-Sendung: „Verwundungen der Seele. Friedensaktivistin Inge Ammon spricht mit Demo-Organisatorin Fee Dürr über Corona und die Auswirkung auf die Menschen.“ – Hier zu lesen: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-olching-verwundungen-der-seele-1.4930682

Das LIFEstudioFFB kündigte eine Sendereihe unter dem Titel „Was macht Corona mit uns?“ an. Es sollen keine Thesen und Meinungen zu den viel diskutierten Schutzmaßnahmen und umstrittenen Thesen diskutiert werden. Statt dessen stehen die Folgen im Vordergrund, die Ängste und Fragen der Menschen. In der Ankündigung heißt es: „Gespräche über die Auswirkungen der Pandemie und der Krisenmaßnahmen. Was erleben wir, was wünschen wir uns, was drängt uns zur Aktion und welche Alternativen gibt es? Ein Zwiegespräch zwischen Jung und Alt über die Auswirkungen der Corona-Pandemie.“ In der ersten Sendung tauschen Inge Ammon, Friedens-Netzwerkerin, und Fee Dürr, Webprogrammiererin, ihre Erfahrungen aus. Frau Dürr organisiert sonntägliche Demos in Olching, um auf die Folgen und Fragen aufmerksam zu machen. Sie wird ihre Hoffnungen darstellen, die sie zur Durchführung dieser Demos motivieren. Inge Ammon berichtet über Erfahrungen aus Flüchtlings- und Bekanntenkreisen. – Der Livestream ist zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de, danach im Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Wunschliste des BN an den neuen Stadtrat

Am 26.5.20 berichtete das Brucker Tagblatt: »Der Bund Naturschutz hat einige Projekte aufgelistet, bei denen der Stadtrat tätig werden soll. Das Spektrum ist vielfältig und reicht von Blühwiesen über Energiewende bis zum Verkehr … schreibt die stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbands im Bund Naturschutz (BN), Holde Tietze-Härtl, in einem Brief an die Stadträte. „Während wir hoffen dürfen, dass die Pandemie irgendwann zu Ende geht und unser Leben unter normalen Bedingungen weitergeht, ist die Biodiversitäts- und Klimakrise viel gefährlicher, weil unumkehrbar.“ Das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zeige, dass die Bürger einen Wandel in Sachen Naturschutz von der Politik einfordern. In sogenannten Wahlprüfsteinen haben die Spitzenkandidaten bereits ihre Position zu Themen formuliert. Nun schlägt der BN Themenfelder vor« und macht zu ihnen konkrete Vorschläge für Blüh- und Grünflächen; Baumschutz; Gewässer; Viehmarktplatz; Energiewende; Verkehr. Sie sind im Pressebericht nachzulesen.

Unsicherheit der Ämter – Konkrete Hilfe der Caritas

Am 22.5.2020 berichtete die Brucker SZ: »In den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises haben sich bislang 88 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten seien aber wieder genesen, niemand schwer erkrankt, teilten die Behörden mit … Asylhelfer mahnen immer wieder, dass alle Bewohner einer Unterkunft auf das Virus getestet werden sollen, sobald ein Infektionsfall auftritt. Das Landratsamt hält davon nichts … Lorenz Weigl, der Leiter des Brucker Gesundheitsamts …: „Das wird kontrovers diskutiert, das gibt es unterschiedliche Meinungen.“ Was die Schlachthöfe in anderen Bundesländern betrifft, in denen alle Mitarbeiter getestet wurden, sobald sich einige infiziert haben, erklärte Weigl: „Das ist eine politische Entscheidung.“ Das Brucker Gesundheitsamt wäge ab und halte sich an die Leitlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin …«
Am 22.5.2020 berichtete die Brucker SZ: »Das Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck hat mit Unterstützung der Aktion Mensch den „Hofcafé Ein-Topf-Express“ ins Leben gerufen … Dabei richtet sich das Angebot neben sozial schlechter gestellten Menschen oder Menschen mit Vorerkrankung auch an Beschäftigte in den systemrelevanten Berufen, insbesondere an das Medizin- und Pflegepersonal … Die warmen Speisen werden innerhalb des Brucker Stadtgebietes von Teilnehmenden des Beschäftigungsprojektes oder Ehrenamtlichen umweltfreundlich mit einem Lastenfahrrad oder Handwagen transportiert. Daneben gibt es auch weiterhin die Möglichkeit, Mittagsgerichte vor Ort im Hofcafé in der Hauptstraße abzuholen. Für nähere Informationen zum „Hofcafé Ein-Topf-Express“ können sich Interessierte unter Telefon 0814/32 07 81 06 oder per E-Mail an petra.helsper@caritasmuenchen.de an Petra Helsper wenden …«

Gerechtfertigte (?) Nötigungen (!)

Neuerdings verlangen Supermärkte, dass ihr Geschäft nur mit einem Einkaufswagen betreten werden darf. Wer schnell nur einen Liter Milch braucht oder eine Kugel Mozzarella, der muss versuchen, sich mit einem Einkaufswagen an vielen anderen Einkaufswägen in schmalen Gängen vorbei zu lavieren oder warten, bis wieder genug Platz ist. Die Frage sei erlaubt: Ist das eine sinnvolle Schutzmaßnahme gegen eine Ansteckungsgefahr oder ein demoralisierender Zwang ohne rationale Erfordernis? Es ist anzunehmen, dass weder der Kunde noch das Geschäft einen echten Nutzen dadurch erfahren. Die statt dessen Widrigkeiten erdulden müssen, die hoffentlich zur Einsicht führen, unsinnige Maßnahmen wie diese schleunigst abzuschaffen.

Zwei Anfragen der Schauspielerin und Autorin Bettina Kenter-Götte an das Büro des Brucker Landrats:
Dienstag, 12. Mai 2020.
Sehr geehrter Herr Landrat,
Schluss mit der neuen Maskenpflicht auf grünen Märkten; diese „Pflicht“, vor allem an der frischen Luft, ist nach allen medizinischen Erkenntnissen nutzlos bis schädlich.
Nicht nur der KBV, auch Prof. Püschel und Kollegen berichten von der Sinnlosigkeit bis Schädlichkeit der Masken, sofern sie, wie allerorts üblich, völlig unsachkundig gehandhabt werden. Quellen: Pressekonferenz UKE Hamburg https://www.youtube.com/watch?v=VvH3mG-v0Ms, KBV Pressekonferenz vom 30.4.2020: https://www.youtube.com/watch?v=MoMeMHYzJik, (bei 14:00 „Masken sinnlos“, 27:11 „Angstmache“, 34:20 „Immunitätsnachweis – abenteuerlich“, 36:00 Impfpflicht, 37:00 GG, 42:50 Tracing APP, 47:28 Impfen).
Wie weit soll das noch gehen? In München müssen Frauen unter der „Maske“ gebären. Das ist Folter und Körperverletzung. Quelle: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/haar-ort104496/coronavirus-bayern-muenchen-mundschutz-geburt-trauma-mutter-baby-arzt-ersticken-13757271.html.
Ich bitte um Auskunft, ob dieser „Maskengebärzwang“ auch im Landkreis Fürstenfeldbruck gilt.
Mit bestem Gruß, Bettina Kenter-Götte
Am 18.05.2020, schrieb Zimmermann, Jana:
Sehr geehrte Frau Kenter-Götte,
Herr Landrat Karmasin hat mich gebeten, Ihnen auf Ihre Anfrage vom 12.05.2020 zu antworten.
Ich danke Ihnen für Ihre Nachricht die ich im folgenden beantworten möchte:
Es ist zutreffend, dass die sog. „Maskenpflicht“ (Mund-Nasen-Bedeckung) auch für Verkaufsstellen auf Märkten (z.B. Wochenmarkt) gilt. Allgemeine hygienische Maßnahmen haben zum Ziel, die Wahrscheinlichkeit einer Infektionsübertragung zu verringern. Auch bei maximalem Aufwand gibt es keine vollkommene Sicherheit. Zudem müssen sie mit klaren Regeln vermittelt werden, damit sie für die Betroffenen nachvollziehbar sind und nicht von individuellen Interpretationen abhängen. Zuletzt sollen sie in einer Nutzen-Schaden-Abwägung mehr nützen als schaden.
Unter Betrachtung dieser Parameter bietet die aktuelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit klare Vorgaben. Es gibt viele Hinweise, dass sie in der Pandemiekontrolle wirksam ist, so konnten ja unter dem aktuellen Maßnahmenkatalog die Fallzahlen trotz Lockerungen weiter reduziert werden. Ein differenziertere Anwendung der Maskenpflicht (beim Einkaufen in Geschäften ja, auf grünen Märkten nein) würde nur zur Verwirrung bei den Mitbürgern führen und die Effektivität der Maßnahme gefährden. Da das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf grünen Märkten nicht mit einem relevanten Schaden verbunden ist, überwiegt insgesamt der Nutzen der Vorgaben.
Unter diesen Voraussetzungen die Maskenpflicht im Kreißsaal betrachtet: Um die Übertragung von Infektion zu verhindern, besteht im Klinikum Fürstenfeldbruck eine allgemeine „Maskenpflicht“ für Personal und Patienten. Diese Regelung ist leicht nachvollziehbar, führt somit nicht zu Verunsicherungen in der Anwendung. Die genaue Beobachtung von Infektionen bei Mitarbeitern des Klinikums zeigte, dass diese Maßnahme einen hohen Nutzen hat, ohne dass es schädliche Nebeneffekte gibt. So sollen auch im Kreißsaal die Geburtshelfer, Gebärende und werdende Väter einen Mund-Nasen-Schutz bzw. eine FFP2-Maske tragen. Dies ist insbesondere wichtig zum Mitarbeiterschutz, da es im Geburtsverlauf durch intensive Atmung der Gebärenden zu einer erhöhten Umgebungsbelastung kommen kann (großer Nutzen!). Während der Geburt kann es aber auch immer wieder zu Situationen kommen, in der eine Gebärende den Mund-Nasen-Schutz nicht mehr toleriert. In dieser Situation ist es im Kreißsaal des Klinikums Fürstenfeldbruck üblich, dass die werdende Mutter die Maske abnehmen kann. Trotz aller Vorkehrungen soll jeglicher Schaden bei den Patienten verhindert werden.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die derzeit geltenden Beschränkungen in die Grundrechte der Bürger eingreifen. Die Eingriffe sind aber gerechtfertigt, da oftmals das eine Grundrecht nur bestehen kann, in dem man ein anderes einschränkt. So können Grundrechte insbesondere eingeschränkt werden, um die Allgemeinheit, also „die anderen“ zu schützen. In diesen Fällen hat eine Abwägung zwischen den kollidierenden Grundrechten zu erfolgen. Damit ein Grundrechtseingriff gerechtfertigt ist muss dieser stets verhältnismäßig sein, also erforderlich, angemessen und verhältnismäßig im engen Sinne. Die Pflicht zum Tragen einer Maske (nicht grundsätzlich und allgemein, sondern nur in besonderen Situationen, die sich nicht vermeiden lassen und in denen es zwangsweise zu Kontakt mit anderen Personen kommt, wie z.B. das Einkaufen oder die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs) ist erforderlich, da er in Abwägung mit anderen Maßnahmen ein verhältnismäßig mildes Mittel darstellt. Angemessen ist die Regelung, da wie oben dargestellt der Nutzen (Eindämmung der Infektionsgefahr, dadurch weniger Infizierte, dadurch Schutz der Gesundheit, dadurch kein überlastetes Gesundheitssystem) gegenüber dem damit verursachten Schaden überwiegt.
Genau wie Sie hoffen auch wir auf weiter sinkenden Infektionszahlen und damit einhergehend eine Rückkehr zur Normalität mit so wenig Beschränkungen für alle wie möglich.
Mit freundlichen Grüßen, gez. Jana Zimmermann
Landratsamt Fürstenfeldbruck, Abteilungsleiterin Gesundheits-, Veterinär- und Gewerbewesen (Recht), Abteilungsleiterin Regionalmanagement und Umwelt

S 4: Erneut Streit um die Ausbauplanung

Brucker Tagblatt (14.5.20) und Brucker SZ (15.5.20) berichteten: „Wieder Streit um S 4: Pendler dicht gedrängt“ und „Verkehrspolitik: Erst ein und dann noch ein Gleis“. Der „Bund Naturschutz“ veröffentlichte eine Stellungnahme zum neuesten Stand der Planungen zum drei- bzw. viergleisigen Ausbau. Hier im PDF zu lesen. Darin heißt es: „Um dem 2030 prognostizierten Verkehrsaufkommen gerecht zu werden und eine weiter Verlagerung von Personen und Gütern aus Klimaschutzgründen auf die Schiene zu ermöglichen, ist ein vier-gleisiger Ausbau bis Fürstenfeldbruck notwendig. Zusätzliche Verkehrsaufkommen aus der rasant wachsenden Boom-Region München, aus dem Allgäu und der Schweiz (bereits heute geplanter Stundentakt Zürich-München) können bei einem drei-gleisigen Ausbau nicht mehr aufgenommen werden … „Ist die Strecke erst mal drei-gleisig gebaut, wird in den nächsten 30 Jahren nichts mehr passieren“,befürchtet Thomas Brückner, Verkehrsbeauftragter der BN-Kreisgruppe Fürstenfeldbruck. Ein jetziger drei-gleisiger Ausbau und ein späterer Bau eines vierten Gleises bedeuten zudem, dass die Anwohner und Fahrgäste unter einer doppelten Baustellen-Belastung mit Lärm, Staub, Verspätungen und Zugausfällen leiden müssen. Zudem sind die in Bau befindlichen Stationen z.T. über Jahre der erneuten Bauzeit nicht anfahrbar.

Aktuelles vom Münchner Flüchtlingsrat

Der Infobus für Flüchtlinge plant, die persönliche Beratung am Dienstag, den 19. Mai wieder aufzunehmen. Wir richten uns nach den Richtlinien zur Infektionsprävention: Es wurden Stühle und Tische organisiert, damit wir außerhalb des Infobus mit Sicherheitsabstand beraten können. Jeder von uns wird Masken tragen. Wir müssen alle Geflüchtete bitten, Masken für die Beratung zu tragen. Falls du noch keine Maske hast, ist das kein Problem, wir haben Masken, die wir bereitstellen können. Außerdem wird Desinfektionsmittel regelmäßig benutzt und zur Verfügung gestellt.
Maskenverteilung in Fürstenfeldbruck: Wir haben Spenden gesammelt und Masken organisiert. Unser Ziel ist, in den Unterkünften Masken zu verteilen. Wir beginnen nächste Woche mit der Verteilung in Fürstenfeldbruck, während der Sprechstunde von 14.00-16.00. Kommt gerne einfach vorbei!
Wann sind die Beratungsstunden? Wir beraten zu den bisherigen Zeiten und Orten: Dienstag: 14:00 – 16:00, EAE Fliegerhorst, Fürstenfeldbruck. Du kannst gerne auch unter folgenden Nummern einen Termin ausmachen: 0176/67 60 63 78 oder 0176/ 29 89 89 02. Bitte teilt diese Nachricht gerne mit so vielen wie möglich im Camp. Zum Verteilen findet Ihr hier diese Informationen als pdf auf Deutsch und Englisch.
Petition: Kein Verbot der Betreuung von Flüchtlingen und ihren Kindern in der Corona-Krise. Seit einiger Zeit dürfen weder Ehrenamtliche noch Sozialdienste die Unterkünfte ausreichend betreten bzw. die Menschen betreuen. In der Petition wird gefordert, den Menschen diese dringend benötigten Hilfen zu erlauben. Hier könnt Ihr unterschreiben. – Münchner Flüchtlingsrat e.V.http://muenchner-fluechtlingsrat.de

Erste Brucker Stadtratssitzung: Macht der Mai alles neu?

Das Brucker Tagblatt berichtete am 6.5.20: „Der neue Stadtrat hat … seine Arbeit aufgenommen und alle Posten und Referate verteilt. Die beiden neuen Bürgermeister-Vertreter heißen Christian Stangl und Birgitta Klemenz. Die BBV ging als zweitstärkste Fraktion dagegen leer aus.“
Kommentar: Es hat sich einiges verändert. Gewählt wurden 40 Räte, davon sind 13 neu dabei. Auch die Referate wurden neu vergeben. Die BBV bekam nicht den Posten des 2. Bürgermeisters, sondern Die Grünen. Ersichtlich handelte es sich hierbei um einen abgesprochenen Schachzug. Dritte Bürgermeisterin wurde eine CSUlerin, obwohl die BBV einen Anspruch darauf hatte. Der Eindruck täuscht wohl nicht, dass sich die Grünen ebenso wie die CSU von einer engeren Zusammenarbeit etwas versprechen. Was mag es sein? Kann sie helfen, Lösungen für das weltweite und auch regional wichtigste Problem der Klima- und Artenschwundkrise umzusetzen? Dafür müssen aber uneingeschränkt und zügig alle Fraktionen zusammenarbeiten. Grün-schwarz verquickte Interessenpolitik wäre kontraproduktiv. Neu im Stadtrat ist Die Linke vertreten. Ihr Mann übernimmt das Referat „Soziales“. Das ebenfalls wichtige Referat der „Bürgerbeteiligung“ wanderte von der BBV zur ÖDP. Fragwürdig sind einige Änderungen, die der Stadtrat beschloss. Im Pressebericht heißt es: „Die Redezeit pro Person wird künftig auf fünf Minuten begrenzt – verlängern darf sie der OB, wenn es nötig ist. Zudem darf im Stadtrat jeder nur einmal zu einem Punkt sprechen – anders als in den Ausschüssen.“ Holten sich damals die Nazis mit der Diffamierung, das Parlament sei eine „Quasselbude“, Zustimmung und Wählerstimmen, so scheinen unsere heutigen Politiker selber diese Meinung zu vertreten und verpassen sich zusätzlich zum Mund-Nasen-Schutz freiwillig einen Redefreiheit-Maulkob. Wer länger braucht und meint, das Thema nochmals aufgreifen zu müssen, muss sich vom Chef eine Erlaubnis holen. Aber macht das nicht Sinn? Schließlich kann sich jeder Volksvertreter eingehend vorbereiten und seine Meinung in fünf Minuten kundtun. Das kann doch jeder, zumindest lernen – oder? Oft waren Klagen aus den Reihen der Stadträte über Informationsmangel im Vorfeld der Sitzungen zu hören. Diesbezügliche gab es aber keine Regeländerungen. Wir meinen, diese Neuerungen zeigen, wie wichtig ein Ausbau der Bürgerbeteiligung und der direkten Demokratie sind. Denn eine uneingeschränkte Diskussionskultur ist die Voraussetzung und das Herz einer Demokratie. Der neue Referent für diese Belange darf sich nun profilieren. Vorschläge gibt es genug und durchführbare Projekte sind längst in der Diskussion. Z. B. ein Bürgerhaushalt, eine Bürgerbeteiligungssoftware und der Vorschlag, FFB zur Friedensstadt zu machen. Sie wurden vom „LIFEstudioFFB“ bereits in „DemokraTisch“-Gesprächsrunden öffentlich vorgestellt – hier im Video zu sehen: https://youtu.be/c6JPuIbjqhk und https://youtu.be/TdZTKAvp7-U und https://youtu.be/bZB_HK5zWVc.
Corona-Zeiten – Bürgerrechte, Demokratie & Lösungen. In diesem Interview mit Simon Strohmenger, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Mehr Demokratie e.V., besprechen wir die Probleme, mit denen sich die Gesellschaft und insbesondere die Demokratie während der Corona-Zeiten konfrontiert sieht. Zusätzlich untersuchen wir die daraus resultierenden Schwierigkeiten für Initiativen und Bürgerbegehren. Wir diskutieren die Bedeutung der Parlamente während dieser Zeit und ob dem Gesundheitsministerium bei der Entscheidungsfindung eine wichtigere Rolle zuteil werden sollte. Schließlich sprechen wir über die Rolle der Bürger während dieser Krise, wie diese aktiv werden können und welche Entwicklungen sie in Bezug auf ihre Grundrechte besonders kritisch beobachten sollten. – 17-Min.-Video: https://youtu.be/LXlkSD9IVSs

Online-Demo gegen die Übel in der Welt

Im Zeichen der Corona-Krise startet am 8. Mai um 18 Uhr das LIFEstudioFFB der Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ seine erste Online-Sendung. Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus widmet sie sich verschiedenen Virenschleudern unserer Zeit unter der Überschrift „Nie wieder!“ – Den Viren dieser Zeit widerstehen. Eine Online-Demonstration gegen die Übel in der Welt. Der Schwur der überlebenden KZ-Opfer des deutschen NS-Terror-Regimes hieß „Nie wieder Krieg“. Er gilt noch heute. Wir ergänzen ihn mit dem Appell für die Verhütung drohender Klima- und Wirtschaftskatastrophen sowie des weltweiten Rüstungswahnsinns. Das „braune Virus“, das die Welt ins Unglück des 2. Weltkriegs stürzte, hat überlebt und bedroht unsere Freiheiten. Weitere Viren plagen uns: Das Coronakrisen-Virus, das Klimakrisen-Virus, das Wirtschaftskrisen-Virus, das Aufrüstungs-Virus, das Virus der ungezähmten Kriegsgefahr und das Virus, das unsere Demokratie in arge Bedrängnis bringt. Ihnen setzen wir künstlerischen und geistig-kulturellen Widerstand entgegen. Mit musikalischen und literarischen Beiträgen und Warnungen von regionalen Künstlern, Kulturschaffenden, Sprechern von Initiativen und von Personen des öffentlichen Lebens. Dabei sind Prof. Christian Kreiß, Dr. Sven Deppisch, Willi Dräxler, Margot Simoneit, Herbert Markus, Klaus Zieglmeier. Sowie die Musikanten und Literaten Lisa Rubin, Günter Wagenpfeil, David Jäger, Werner Lutz, Theresa Hannig und Poetry-Slamerinnen des Vereins „Turmgeflüster“. Die Übertragung der Online-Veranstaltung kann hier gesehen werden: www.lifestudio.ffbaktiv.de. Danach ist sie im Video-Archiv zu finden: www.youtube.com/ffbaktivstudio.