BRUCKER JOURNAL: Infos, Kommentare, Kritik, Vorschläge, Hinweise, Ideen ...

Beteiligen Sie sich mit konstruktiver Kritik, menschengerechten Dialogen und Ihrer Meinung.

Aktivitäten zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Corona-Krise

Vor dem Virus seien alle gleich – ein Satz, der bei Regierungsvertretern und Experten häufiger fällt. Sich aber kaum halten lässt, denn die Ärmsten sind schwerer von der Krise betroffen als die Reichen.
Ein 5-Minuten-Video klärt auf.

  • Unter dem Stichwort „Corona: Was jetzt wirklich wichtig ist“ zeigt Attac die Konstruktionsfehler unserer profitorientierten globalisierten Wirtschaft auf und sammelt Beiträge dazu, wie wir zu einer solidarischen, sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft kommen und was wir aus der Corona-Krise lernen können.
  • Medico international weitet im Dossier „Solidarität in Zeiten der Pandemie“ den Blick auf die globale Perspektive und mahnt, dass die existierenden Ungerechtigkeiten in der Krise noch weiter verschärft werden.
  • Auch der Corona-News-Ticker von Inkota hebt die Auswirkungen der Pandemie für den Globalen Süden hervor, wo vielerorts die Menschen nicht nur gegen die Ausbreitung des Virus, sondern um ihre eigene Existenz kämpfen.
  • In den Lobby-News rund um Corona stellt LobbyControl ausgewählte Artikel und Kommentare vor, die Fragen von Demokratie und Grundrechten, Lobbyismus und Einflussnahme und sozialen und politischen Ungleichgewichten berühren.
  • Die Klimaschutz-Organisation 350.org ruft mit ihrem Offenen Brief „Grundsätze für eine #JustRecovery von COVID-19“ zu einer globale Strategie als Reaktion auf die Pandemie auf, die eine gerechte Zukunft für alle in den Mittelpunkt stellt.
  • Greenpeace hat eine Petition für einen Neustart mit grünem Konjunkturprogramm gestartet: Wenn wir jetzt in erneuerbare Energien, saubere Mobilität, naturnahe Landwirtschaft und energiesparende Gebäude investieren, können wir eine grüne, gesunde und widerstandsfähige Wirtschaft schaffen, in der die Menschen und unsere Erde an erster Stelle stehen. 
  • Auch den Malwettbewerb von PowerShift wollen wir an dieser Stelle erwähnen – als ganz praktischen Tipp gegen Langeweile beim Zuhause-Bleiben: Alle Kinder sind herzlich dazu eingeladen, kreative Vorschläge für die „Straßen von morgen“ einzusenden: Sind sie grün und voller Radfahrer*innen und Fußgänger*innen? Wie viel Platz sollen große Autos bekommen, und wird es gar ganz neue Transportmittel geben?

Befürchtungen

Eine historisch gut begründete Warnung von Christian Kreiß, Professor für Finanzierung und Wirtschaftspolitik an der Hochschule Aalen, und Mitbewohner im Brucker Landkreis: Er befürchtet, dass durch „teilweise hysterieartige Angst vor Krankheit, Infektion und Tod durch das Corona-Virus … abgelenkt wird, über das Herbeiführen einer möglichst gewaltigen und überfälligen Bereinigungskrise unsere Menschenrechte einzuschränken und die Demokratie auszuhöhlen – zu Gunsten der Macht von Wenigen … Von dem Crash 1907 haben sich die Börsen über zwei Jahrzehnte nicht erholt. Sieben Jahre später kam es zum Ersten Weltkrieg. Übrigens kam es auch nach dem Ende des nächsten großen Börsencrashs von 1929 bis 1932 ziemlich genau sieben Jahre später zum Krieg. Stehen uns möglicherweise ähnliche ökonomische und politische Entwicklungen in den kommenden Jahren bevor? Kommt in den nächsten Monaten ein massiver Wirtschaftsabsturz, gar eine Wirtschaftsdepression mit einem Heer von Arbeitslosen? Und anschließend vielleicht sogar Krieg? Es gibt heute, genau wie 1907/08 und 2007/08 durchaus starke Kräfte, die auf einen Wirtschaftsabschwung oder gar Depression spekulieren, um davon zu profitieren … Wie schafft man es, einen Wirtschaftsabschwung so stark wie möglich zu machen, einen ‚perfekten Sturm‘ wie man an den Börsen sagt, herbeizuführen? Das Ziel ist klar: Je stärker der Abschwung, desto mehr Konkurrenz kann man ausschalten, desto höhere Gewinne gibt es und desto fester hält man hinterher die Zügel in der Hand …“
Der ganze Artikel ist hier nachzulesen: https://www.heise.de/tp/features/Die-Corona-Angst-und-die-kommende-Wirtschaftsdepression-4693816.html
Die schweizer Plattform „Swiss Propaganda Research“ hat gesicherte Fakten zu Covid-19 zusammengestellt: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii. Nachgereichte Updates: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/#latest
Risikogruppe der Raucher: In der Gruppe der Patienten mit einem verschlechterten Krankheitsverlauf war der prozentuale Anteil der Raucher neunmal so groß wie in der Gruppe derjenigen mit mildem Krankheitsverlauf … Circa 12 Millionen Menschen, also 15% der Gesamtbevölkerung, rauchen, dazu kommen noch die meist sehr jungen Liebhaber der Wasserpfeife, die ihre Lungen in einer kurzen Zeit mit weitaus größeren Schadstoffmengen belasten und sie damit anfälliger machen für Krankheitserreger aller Art … die Frage berechtigt, wie lange wir es uns noch leisten können, die Tabak-Suchterkrankung unbehandelt zu lassen beziehungsweise die Behandlung allein in den “Bereich der persönlichen Verantwortung” der Erkrankten zu legen (Urteil des Bundessozialgerichtes vom Juli 2019), was vom Effekt her einer Nicht-Behandlung gleichkommt. – Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=59912
Die erste Juristin im Land zieht wegen der Grundrechtseinschänkungen durch die Corona-Maßnahmen vor das Bundesverfassungsgericht — weitere werden folgen. – Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/eklatant-verfassungswidrig
Die internationale Fridays-For-Future-Bewegung setzt ihre Aktivitäten im Netz fort: Auch am vergangenen Freitag wurde der #ClimateStrike online fortgesetzt und außerdem nutzt man die Zeit der in vielen Ländern geschlossenen Schulen, der Kontaktverbote und Ausgangssperren, um sich und andere in Webinaren weiterzubilden. – Infos: https://fridaysforfuture.de

Tafeln und Brucker Netz geöffnet

Update – Die Brucker SZ meldete am 5.4.20: Die aktuelle Lebenssituation in Zeiten der Corona-Pandemie wird für viele Familien zu einer zunehmenden Belastungsprobe. Darauf hat die Ökumenische Erziehungsberatungsstelle von Caritas und Diakonie reagiert und ihr Angebot erweitert. „Angesichts der täglichen Berichterstattung in den Medien mit stetig steigenden Infektionszahlen werden sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern enorme Ängste und Sorgen um ihre Gesundheit und ihre finanzielle Zukunft geschürt“, sagt Thomas Beer, Sozialpädagoge und Fachdienstleiter für Kinder-, Jugend- und Familienhilfen des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck … telefonischen Beratung über das Elterntelefon (Telefon 08141/51 25 26) sowie das Kummertelefon für Kinder und Jugendliche (Telefon 08141/51 25 25) ausgeweitet. Die Telefone sind jetzt werktags von 9 bis 18 Uhr mit speziell dafür ausgebildeten Fachleuten besetzt. Wer eine weiterführende Beratung mit einer eigens für die Familie zuständigen Fachkraft benötigt, kann sich im Sekretariat der Beratungsstelle anmelden unter Telefon 08141/50 59 60, vormittags von 9 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag nachmittags von 13 bis 16 Uhr. Menschen, die lieber per Mail kommunizieren, können sich an die Onlineberatung der Caritas wenden (www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung). Alle Angebote sind kostenlos.
Update Brucker SZ am 2.4.20 – Bericht über die Wiederöffnung der Tafel.
Die Brucker SZ meldete am 1.4.20: Die Tafeln im Landkreis nehmen ihren Betrieb wieder auf … In der Kreisstadt erfolgt die Abgabe donnerstags zwischen 8.45 und zwölf Uhr. Die Tafel für Puchheim/Eichenau öffnet ebenfalls am Donnerstag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr (im Unterschied zum Normalbetrieb dürfen nun beide Gruppen jede Woche kommen). An Dienstagen ist der Tafelladen Olching (10 bis 12 Uhr) und in Maisach (14 bis 16 Uhr) offen. In der Woche nach Ostern werden die Läden in Olching und Maisach am Donnerstag, 16.04., zu den gewohnten Zeiten versorgt … Tafelkunden und andere Personen, die das Haus nicht verlassen können, werden mit den Lebensmitteltüten beliefert. Sie müssen sich bei der Coronahilfe-Hotline der Bürgerstiftung unter Telefon 08141/3156713 oder der Mailadresse coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de melden. Der Kontakt ist auch für Personen, die Ihre Hilfe anbieten möchten, zum Beispiel fürs Einkaufen.
Info im Brucker Tagblatt am 2.4.20: Aktuell muss viel Ware für die Tafeln zugekauft werden. Deshalb ist die Stiftung jetzt mehr denn je auf Geldspenden der Landkreisbürger angewiesen.
Das Brucker Tagblatt meldete am 2.4.20: Das Brucker Netz hat seinen Lieferdienst wieder aktiviert. Eigentlich war das Angebot zu Beginn des Jahres aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden. Aber durch die Corona-Pandemie ist der Bedarf wieder da … Rothenberger ist aber guter Dinge, dass der Lieferdienst sich im zweiten Anlauf etabliert. „Wenn das der Fall ist, werden wir das Angebot auch nach Corona aufrecht erhalten“ …

Bedenkenswerte Infos

Eine Brucker Fabrik namens Krankenhaus
Die Pandemie stellt die Kreisklinik vor finanzielle Probleme. Um auf den Anstieg von Erkrankten vorbereitet zu sein, werden momentan 94 Betten frei gehalten. Das hat jedoch einen starken Rückgang der Einnahmen für das Krankenhaus zur Folge. Auch die Zurückstellung von aufschiebbaren Operationen bringt der Klinik Verluste. Momentan werden laut Groitl nur zwei der sechs Operationssäle benötigt. Der Klinikleiter hofft auf Hilfe aus der Politik. Vor den Kreisräten betonte er, wie wichtig eine finanzielle Unterstützung durch den Staat in dieser Situation für die Brucker, aber auch viele andere Kliniken sei.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/coronavirus-zwei-beatmete-patienten-1.4860133
Über die Ursachen der Virenkrise
Corona hat dieselbe strukturelle Ursache wie die ökologische und soziale Krise, zu der der Klimawandel, die Naturzerstörung wie die maroden Gesundheitssysteme gehören. Sie ist in der kapitalistischen Produktion und Ausbeutung der Natur zu suchen, in der imperialen Lebensweise der reichen Länder des Nordens, in der neoliberalen Ideologie …
Verantwortlich für den Verlust der Biodiversität ist vor allem die massive Zerstörung der Wälder: Jedes Jahr wird weltweit Wald der Größe Großbritanniens zerstört. Seit Jair Bolsonaro an der Macht ist, wurde in Brasilien so brutal abgeholzt, dass der Amazonas-Regenwald vor dem Kollaps steht …
… beengte Verhältnisse beeinträchtigen die Abwehrkräfte des Immunsystems der Tiere. Ein hoher Durchlauf von Tieren, der Teil jeder industriellen Produktion ist, versorgt die Viren mit ständig neuen Wirtstieren, was die Ansteckungsfähigkeit der Viren fördert …
So wird laut der Weltgesundheitsorganisation WHO das Ebolavirus durch Fangen, Schlachten und Verzehren von infizierten Primaten auf den Menschen übertragen. Weil chinesische, japanische und auch europäische Fangflotten die Küsten Westafrikas leer fischten, waren die Menschen dort vermehrt dazu gezwungen, Wildtiere in den Wäldern zu jagen …
Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/das-kommt-nicht-von-aussen
Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP): „Man kann zwar mit Sicherheit ausschließen, dass das Corona-Virus durch den Funk entstanden ist. Aber es ist erwiesen, dass die Verbreitung von Viren durch Funkstrahlung gefördert wird. Besonders 5G ist ein Brandbeschleuniger der Pandemie.“
Quelle: https://www.pressenza.com/de/2020/03/5g-schwaecht-das-immunsystem-in-zeiten-der-corona-krise
Eine Petition, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, „die deutschen Reedereien zu verpflichten, ihre Kreuzfahrtschiffe für die geflüchteten Menschen auf den griechischen Inseln zur Verfügung zu stellen, um den massenhaften Corona-Ausbruch in den überfüllten Lagern zu verhindern“. Hier kann man die Petition unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/kreuzfahrtschiffe-fur-gefluchtete-der-uberfullten-lager-griechenlands?share=fe9689ba-8185-4e1a-a52e-72ff3bc7e1ab&source=copy_email&utm_source=copy_email

Brucker Hilfsangebote und Infoquellen

Offene Geschäfte, Geschäfte mit Online-Handel und Lieferservice in Fürstenfeldbruck zur Deckung des täglichen Bedarfs sind hier zu finden: https://www.fuerstenfeldbruck.de/ffb/web.nsf/id/li_kauf_in_deiner_stadt.html
Info des Landratsamtes u.a. zur Ausbreitung des Coronavirus: https://www.fuerstenfeldbruck.de/ffb/web.nsf/id/li_info_lra_260320.html?OpenDocument&vCMSTemplate=ffb-text
Hilfen für Unternehmen: https://www.fuerstenfeldbruck.de/ffb/web.nsf/id/pa_beratung_foerderung.html
Brucker Nachbarschafthilfe in Zeiten der Pandemie:

Hilfreiche Infos und Initiativen in Zeiten der Corona-Hysterie

Am Samstag, den 28.3., um 19 Uhr soll an Fenstern und Balkonen Krach gemacht werden für ein besser ausgestattetes und bezahltes Gesundheitssystem. Im Aufruf wird mit Recht darauf verwiesen, dass sich die Beschäftigten für kräftiges Beifall-Klatschen nichts kaufen können. Sie brauchen bessere Bezahlungen.
Infos von FRIDAYS FOR FUTURE
Ab jetzt organisieren auf dieser Seite (https://fridaysforfuture.de) für die kommenden Tage und Wochen Livestreams zur Klima-Gesellschafts-Krisen-Bildung! Verfügbar für alle Interessierten, jung und alt, aus jeder Ecke des Landes. Die Webinare werden immer als Live-Stream auf unserem Youtube-Kanal live übertragen.
Fridays For Future Berlin: Wir brauchen jetzt politische Weichenstellungen, um gute Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne für die Beschäftigten zu erreichen. Wir müssen den Beschäftigten und ihren Anliegen jetzt Gehör verschaffen und politisch aktiv werden, damit das Gesundheitswesen und nicht die Lufthansa, VW oder Kohlekonzerne gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Wenn wir eine sozial gerechte und nachhaltige Gesellschaft schaffen wollen, müssen unsere Steuergelder nicht nur jetzt, sondern auch in der Zukunft ins Gesundheitswesen fließen und vor allem auch bei den Beschäftigten ankommen. Lasst uns diesen Freitag unseren #climateonlinestrike in Dankbarkeit und vor allem in Solidarität mit den Beschäftigten im Gesundheitswesen machen!
Corona-Hilfsprojekte vor Ort
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Der COVID-19-Virus hat unsere Gesellschaft auf den Kopf gestellt, aber er hat auch unsere Gemeinschaft mobilisiert. In nur wenigen Tagen ist das ehrenamtliche Aktionsbündnis KrisenKultur.de entstanden. Wir haben in diesen Tagen viel großartige und professionelle Unterstützung erfahren, und wir konnten bereits eine Hotline für Nachbarschaftshilfe, ein Corona-Job-Vermittlungsportal und eine Informationsseite zu Online-Bildungsmöglichkeiten realisieren. Wir können auch bei Ihrem Corona-Hilfsprojekt mit WoManpower, KnowHow und technischen Ressourcen unterstützen! Kontaktieren Sie uns und erzählen Sie uns, wie wir Ihnen helfen können, anderen zu helfen. Gemeinsam schaffen wir das. – Nachbarschaftshilfe finden und anbieten: https://nebenan.de. Es gibt bereits viele in und um FFB.
Initiative Gegen-den-Virus.de
Auf der Seite könnt ihr mit wenigen Klicks eure Hilfe anbieten, indem ihr euch Corona-Aushänge ausdruckt. Auf die Zettel schreibt ihr dann einfach die Dinge, die ihr anderen abnehmen könnt (wie etwa Einkaufen), wie man euch erreichen kann und hängt sie auf. So können wir aktiv Menschen helfen, die stärker vom Virus gefährdet sind!
Die Bürgerstiftung, die die Tafeln betreibt, will auch weiterhin für die Bedürftigen da sein. Deshalb hat sie eine Coronahilfe-Hotline eingerichtet. Bei der Hotline können sich Tafelkunden aus dem Landkreis melden, wenn sie aktuell nicht genug Geld haben, um einkaufen zu gehen. Die Bürgerstiftung unterstützt diese dann finanziell. Telefon (08141)3156713 und per E-Mail an coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de.
Ideen aus New York mit Zukunft
„Das Wetter wird schöner und New Yorker müssen raus um Sport zu machen und für ihre geistige Gesundheit während der Covid-19-Pandemie. Um dies während der Selbstisolation zu ermöglichen, werden wir viele Straßen für den Autoverkehr sperren. Unser Ziel ist es, dass es eine autofreie Straße für jeden New Yorker nicht weiter als vier Blocks von seinem Haus entfernt gibt.“ – Bill de Blasio, Bürgermeister von New York City auf Twitter. – Außerdem werden 435 Ausgabestellen eingerichtet, an denen sich alle Kinder und Jugendliche Frühstück, Mittag und Abendbrot abholen können.
Was Künstler bekommen, wenn sie nach der „schnellen und unbürokratischen“ Unterstützung fragen? 20 Dokumente mit zusammen 60 Seiten. Sie werden erstickt mit Kleingedrucktem.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/corona-grundsicherung-kuenstler-1.4856790
Fragen
Braucht es wirklich Patente an essentiellen Arzneimitteln, die letztlich dafür sorgen, dass viele Menschen nicht versorgt werden können? Liegt nicht in der Sorge füreinander eine Form von Arbeit, die viel höher zu bewerten ist als das Streben nach privatem Profit? Und was spricht eigentlich dagegen, die eigene Lebensweise zu überdenken und dabei von einem die Umwelt schädigenden Konsum vieler unnützer Dinge zu entrümpeln? Bedarf es tatsächlich der Verordnung eines disziplinierenden Notstandes bis hin zur lückenlosen Überwachung von Personen über ihre Smartphones?

Die Angst geht um. Aber sie ist kontraproduktiv

In Bayern gelten folgende Vorschriften: „Menschen dürfen dort bei Androhung von Bußgeldern die eigene Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Dazu gehört der Weg zur Arbeit, nötige Einkäufe oder Arztbesuche. Auch Spaziergänge etwa in der Familie mit Abstand zu anderen bleiben bislang möglich.“ Spaziergänge gehören somit zu den trifftigen Gründen!
Nicht vergessen: Krisenzeiten führen zur Verbreitung sozialdarwinistischer Einstellungen, nicht nur von Solidarität. Was ist, wenn die Krankheit einen Einsamen überfällt? Wenn da keiner ist und niemand und nichts? Nur eine große Leere, in der sich Verzweiflung ausbreitet.
Wir sollten bedenken: Stress, Depression und Angst schwächen das Immunsystem. Gestärkt wird es durch Optimismus, Selbstwert, Selbstwirksamkeit, soziale Bindungen (!) und sogar emotionale Vielfalt. Falschmeldungen und wilde Spekulationen führen zum Streit und gegenseitiger Ausgrenzung, bringen uns gegeneinander auf, anstatt zu solidarischen Helfen zu animieren. Denn nicht nur Wohnungslose, Obdachlose und Pflegebedürftige bleiben weitgehend ungeschützt und leiden.
Zu wenig bekannte Tatsachen:
In Deutschland gibt es nach offiziellen und inoffiziellen Schätzungen mindestens eine halbe Milion Obdachlose und Wohnungslose. Die Dunkelziffer mit prekären Wohnverhältnisse zum Beispiel in der „Stricher“-Szene liegt wohl seriös bei rund zwei Millionen … „Anti-Ziganismus, Homophobie und Antisemitismus gegen (oft jüdische) Osteuropäer sind das größte Problem innerhalb dieses Milieus“ … Lösungen für die Schwächsten der Gesellschaft – andernfalls hätte deren Leiden auch massivste Auswirkungen auf den sozialen Frieden für die ganze Bundesrepublik Deutschland und die EU, was bereits in Spanien oder in Italien zu beobachten ist. In Neapel kam es bereits zu Dutzenden gemeldeten Fällen von Mundraub – was dort aber traditionell von der großen Mehrheit geduldet wird aus der speziellen Widerstands-Geschichte Neapels und der Kultur der konkreten und täglichen Solidarisierung untereinander und mit den unschuldig Schwächsten in ghetti wie dem Spanischen Viertel, welche im Norden Europas oft zu vermissen ist. – Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Corona-Schutzschirm-Die-Gespraeche-laufen-4687724.html
bekannt ist, dass Viren und Bakterien auf Staubpartikeln oder organischen Teilchen aus dem Meeresdunst reisen. Sie können damit sogar bis in die Troposphäre aufsteigen und mit Winden Tausende von Kilometer reisen, bis sie wieder auf die Erde zurückfallen, mitunter auch in Massen … Wie Wissenschaftler vor zwei Jahren gemessen haben, rieseln jeden Tag „Dutzende von Millionen Bakterien und Milliarden Viren auf einen einzigen Quadratmeter“ herab … Ein Wissenschaftlerteam verschiedener italienischer Universitäten will einen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung durch Feinstaub und der Häufung von Coronavirus-Infektionen gefunden haben … Die Feinstaubbelastung ist am höchsten in der Po-Ebene … – Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Feinstaubpartikel-als-Viren-Vehikel-4687454.html
Todesfall-Zählung: Da zudem vornehmlich Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter mit gravierenden Vorerkrankungen in der Intensivstation verstorben sind, kann man schwer sagen, ob sie nun an SARS-Cov2 verstorben sind oder an den Vorerkrankungen.
Wir sehen Tendenzen, die sich zum Teil diametral widersprechen, bestimmte Logiken und Pläne, die aufgrund wissenschaftlich begründeter Hypothesen verfolgt werden, aber nicht unbedingt die gewünschten Konsequenzen haben … Einschränkungen wie die faktische Aufhebung des humanitären Flüchtlingsschutzes und das Festhalten an Abschiebungen fallen in der Corona-Krise nicht vom Himmel – sie sind das Produkt von Politiken der Abschottung, die schon zuvor in den Laboratorien in den EU-Hotspots auf den griechischen Inseln erprobt wurden. Die Schließung von Grenzen für Migrantinnen und ihre Einschließung in Lager wird als seuchenbedingte Mobilitätseinschränkung verkauft, während man zehntausende Staatsbürger aus aller Welt heimholt. Das ist Nationalismus … Die neuen faschistischen Bewegungen, ihr Hass auf die Schwächsten und ihre Bereitschaft zum Kampf aller gegen alle haben sich nicht aufgelöst … Solidarität kann zur nationalen Volksgemeinschaft oder zu transnationaler Solidarität werden … „Es bedurfte eines Virus, um eine verdammte Anklage gegen unsere gesamte Gesellschaftsordnung öffentlich zu machen: Millionen von Menschen in einer reichen Nation sind immer einen Gehaltsscheck entfernt von extremer Not.“ (Owen Jones). Es ist essenziell, dass diese Vorgänge in öffentliche Räume gelangen, und sei es digital … Die Regierungen des Globus nehmen Milliarden in die Hand, um die Krise zu bekämpfen, aber zugleich sind Forderungen nach einer sozial-ökologischen Staatsintervention marginalisiert. Es wird ausdrücklich anerkannt, dass das Gemeinwesen durch bezahlte oder unbezahlte soziale Tätigkeiten (Kinderbetreuung, private Altenpflege) am Leben erhalten wird. Gleichsam gehen die Menschen auf dem Zahnfleisch, weil die Krise es „jetzt erfordert“ … Keine solidarische Nachbarschaftshilfe kann den politischen Raum ersetzen, den es braucht, um das alles auszuhandeln. Soziale Kämpfe sind auf ein kollektives Zusammentreffen und die Adressierung von Öffentlichkeit angewiesen. Lobbying durch Unternehmen und Interessensgruppen findet während der Krisenbewältigung weiterhin statt … – Quelle: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-welt-nach-corona-wird-jetzt-ausgehandelt
Mit einem Offenen Brief wenden sich 684 Kulturschaffende mit der Forderung an die Bundesregierung, Flüchtlinge aus Griechenland nach Deutschland zu holen und die Missstände an der griechisch-türkischen Grenze zu bekämpfen. Zu den Unterzeichnern aus ganz Deutschland gehören Autoren, Theaterschaffende, Künstler, Schauspieler und Verleger … Die Zusage von EU-Mitgliedstaaten, 1.600 Kinder unter 14 Jahren aufzunehmen, sei angesichts der großen Zahl von Hilfesuchenden „lächerlich unzureichend“ … Wir fordern die Bundesregierung auf, in unserem Namen das zu tun, was wir als die Pflicht aller Bürger*innen ansehen: Menschen in Not zu helfen.
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/helft-menschen-in-not

Katastrophenfall für Bayern ausgerufen

Newsblog zum Coronavirus im Landkreis Fürstenfeldbruck der SZ – Die aktuellen Entwicklungen im aktuellen Liveticker: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/coronavirus-landkreis-fuerstenfeldbruck-newsblog-1.4846833. Wir zitieren ein paar wichtige Informationen: Die Tafeln im Landkreis machen zu. Die Germeringer Tafel, die etwa tausend registrierte Menschen mit Lebensmitteln versorgt, hat am Dienstagvormittag das letzte Mal Waren an Bedürftige ausgegeben. Sie schließt jetzt ihre Ausgabestelle im Zentrum für Jung und Alt (Zenja) in der Planegger Straße bis nach den Osterferien. „Voraussichtlich“ heißt es noch einschränkend auf der Mitteilung des Tafel-Teams um Leiter Jürgen Quest, aber sehr wahrscheinlich wird es dabei bleiben, dass die Tafel aufgrund des grassierenden Corona-Virus bis zum 19. April geschlossen bleibt. „Keine Ware von den Supermärkten und keine Helfer mehr“, fasst Querst die aktuelle Lage zusammen. Die Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck argumentiert ähnlich und hat die Tafeln in Eichenau/Puchheim, Olching/Maisach und Fürstenfeldbruck vorerst bis zum 7. April geschlossen. Um die Tafelkunden und andere Bürger und Bürgerinnen, die Hilfe benötigen, zu unterstützen, hat die Bürgerstiftung ab sofort eine Coronahilfe-Hotline unter der Nummer 08141/31 56 713 eingerichtet. Die Hotline ist auch unter der Mailadresse coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de erreichbar. Die Hotline versteht sich als Hilfsangebot für den ganzen Landkreis Fürstenfeldbruck und als Ergänzung zu den gegebenenfalls lokal in den Gemeinden oder Städten bestehenden Unterstützungsangeboten. Bei der Hotline können sich melden: Personen, die das Haus nicht selbst verlassen können und Unterstützung benötigen sowie Personen, die Ihre Hilfe anbieten möchten, zum Beispiel fürs Einkaufen.Auf dem Anrufbeantworter der Hotline können der Name, Wohnort, Telefonnummer und das Anliegen hinterlassen werden. Die Mitarbeiterinnen der Bürgerstiftung und des Beratungsbüros der Ehrenamtsbörse stellen dann den Kontakt her. Tafelkunden, die während der Schließzeit der Tafeln Schwierigkeiten haben, ihre Einkäufe zu finanzieren, können sich ebenfalls an die Hotline wenden. Die Bürgerstiftung wird nach einer Lösung suchen. Aktuelle Infos sind auch auf der Website der Bürgerstiftung unter www.buergerstiftung-lkr-ffb.de und auf der Facebookseite der Stiftung zu finden.
Der Newsblog des Merkur: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/coronavirus-fuerstenfeldbruck-drive-through-teststation-ab-dienstag-in-betrieb-13585044.html. BRD-Newsblog des Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/wissen/merkel-zur-coronavirus-krise-massnahmen-die-es-so-in-unserem-lande-noch-nicht-gegeben-hat/25560996.html
Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge befürchtet, dass die Corona-Epidemie und ihre Folgen Menschen mit niedrigem Einkommen härter trifft als Besserverdienende. Er fordert als Schutz in Pandemiezeiten einen höheren Regelsatz für Hartz-IV- und Sozialhilfebezieher.
Ein wichtiges Interview mit Rob Wallace, Evolutionsbiologe und Phylogeograf für das öffentliche Gesundheitswesen in den USA, über die Gefahren von Covid-19, die Verantwortung der Agrarindustrie und nachhaltige Lösungen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten: https://amerika21.de/analyse/238220/coronavirus-und-agrarindustrie. Die Agrarindustrie versucht, den Lebensmittelmarkt zu beherrschen. Das neoliberale Projekt ist darauf ausgerichtet, Unternehmen aus den entwickelteren Industrieländern dabei zu unterstützen, Land und Ressourcen schwächerer Länder zu stehlen. Als Folge dessen werden viele dieser neuen Krankheitserreger, die zuvor in den über lange Zeiträume entstandenen Waldökosystemen gebunden waren, freigesetzt und bedrohen die ganze Welt … Die nach kapitalistischen Bedürfnissen organisierte Landwirtschaft, die an die Stelle der natürlichen Ökologie tritt, bietet genau die Mittel, durch die ein Krankheitserreger die gefährlichste und ansteckendste Erscheinungsform entwickeln kann. Ein besseres System zur Züchtung tödlicher Krankheiten lässt sich kaum entwickeln … Durch Züchtung genetischer Monokulturen von Nutztieren werden alle eventuell vorhandenen Immunschranken beseitigt, die die Übertragung verlangsamen könnten. Eine große Tierpopulation und -dichte fördert hohe Übertragungsraten … Die Agrarindustrie ist so auf Gewinn ausgerichtet, dass die Entscheidung für ein Virus, das eine Milliarde Menschen töten könnte, das Risiko wert zu sein scheint … Um das Ausbrechen neuer Virusinfektionen einzuschränken, muss die Nahrungsmittelproduktion radikal verändert werden. Die Unabhängigkeit der Landwirte und ein starker öffentlicher Sektor können den umweltbedingten Sperrklinkeneffekt und unkontrollierte Infektionen eindämmen …

Coronavirus – uns fremd und feind

Es bleiben fast keine Veranstaltungen übrig in der Brucker „Woche gegen Rassismus“. Informieren Sie sich bitte bei den einzelnen Veranstaltern bzw. über deren Webseiten. Das „LIFEstucioFFB“ zeigt seine geplante Collage wie vorgesehen am Freitag, 20.3., um 19 Uhr, auf www.lifestudio.ffbaktiv.de und im Videoarchiv danach auf www.youtube.com/user/ffbaktivstudio, unter dem Titel „IHR – uns fremd und feind !? Eine Collage über die Gesichter des bösartigen Phänomens Fremdenhass und Rassismus.“ Texte und Bilder über Vorurteile, Feindbilder und Gewaltbereitschaft, Macht, Besitz, Unterwerfung und andere Zivilisationskrankheiten. Gestern, heute und morgen. Die Collage besteht aus vier Teilen: A) Bösartige Phänomene; B) Gesicht zeigen, Stimme erheben; C) Alma Mater Criminalis; D) Es geht anders. Die Collage ist unser Beitrag im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die in FFB unter dem Motto „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ stattfinden sollten. Fast alle Veranstaltungen wurden der Coronavirus-Ereignisse abgesagt. – Der Samstag, 21. März, ist der Internationale Tag für die Beseitigung rassistischer Diskriminierung.
Absagen aufgrund des Corona-Virus gab es bislang für die städtischen Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus und die Theaterveranstaltung für Senioren des Seniorenbeirates in der Neuen Bühne Bruck. Darüber hinaus werden das Brucker Volksfest (24. April bis 3. Mai) sowie der Marktsonntag am 26. April nicht stattfinden. Betroffen von dieser Regelung sind auch die Veranstaltungen des Museums Fürstenfeldbruck und der Stadtbibliothek. Die Stadtbibliothek bleibt für das Ausleihen von Büchern geöffnet. Die Kurse und Vorträge in der Volkshochschule entfallen. Ebenso finden sämtliche Eigenveranstaltungen des Veranstaltungsforums bis einschließlich 19. April 2020 nicht statt. Das Veranstaltungsforum bemüht sich, Ersatztermine zu vereinbaren. Die Karten behalten zunächst ihre Gültigkeit. Allen Gastveranstaltern wird dringend empfohlen, auch ihre Veranstaltung im Haus des Veranstaltungsforums abzusagen … Grundsätzlich wird es von Montag, 16. März, bis Samstag, 19. April, ein Betretungsverbot für Kinder in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Heilpädagogischen Tagesstätten geben … Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind ab Montag, den 16.März bis einschließlich Sonntag, den 19. April also bis zum Ende der Osterferien, alle Schulen geschlossen. ÖPNV und SPNV fahren ab Montag nach Ferienplan. Quelle: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/coronavirus-fuerstenfeldbruck-veranstaltungen-mit-100-personen-werden-untersagt-13585044.html – Diese Seite wird ständig aktualisiert.

Aktuelle Meldungen und Hinweise

Fridays for Future FFB: Nachdem die geplante Klima-Demo wegen des Coronavirus abgesagt worden war, haben die Aktivisten von Fridays for Future Oberbürgermeister Erich Raff ihre Forderungen übergeben. – Presse: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/fridays-for-future-aktivisten-uebergeben-in-fuerstenfeldbruck-ihre-forderungen-an-oberbuergermeister-13598456.html
Corona-Meldungen für FFB, kurz zusammen gefasst
: Das Landratsamt bietet von Montag, 16. März, an ein Bürgertelefon zu allgemeinen Fragen zum Coronavirus an. Die Telefonnummer lautet 08141/519 999 und kann von Montag bis Donnerstag von acht bis 18 Uhr, und am Freitag von acht bis 16 Uhr angerufen werden. Nur dieses Wochenende gibt es eine Hotline zu allen nichtmedizinischen Fragen, etwa Schulschließungen: Telefon 08141/519 919, jeweils von acht bis 18 Uhr … Das Landratsamt hat alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen „ab einer Teilnehmerzahl von 100 Personen“ untersagt. Bei Veranstaltungen mit weniger als 100 Menschen könnten die zuständigen Veranstalter selbst entscheiden, ob sie diese absagen oder nicht … Quelle: https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/coronavirus-fuerstenfeldbruck-veranstaltungen-mit-100-personen-werden-untersagt-13585044.html – Diese Seite wird ständig aktualisiert.
Nebenbei bemerkt: England verschiebt die Kommunalwahlen, Bayern nicht.
Wie der Notstand Einzug in die Politik hält. Ein warnender Kommentar: „Es ist jetzt keine Zeit zu klagen. Wir sollten uns unterordnen und den Anordnungen der Behörden folgen.“ So deutlich hat die konservative polnische Zeitung Gazetta Wyborcza ausgedrückt, wie aktuell in Zeiten des Corona-Virus die Bevölkerung zum Untertanen zurückgestuft werden soll, der nicht protestiert und den Institutionen folgt … Wenn die aktuellen Einschränkungen in Tagen oder Wochen zurückgefahren werden, bleibt für die Staatsapparate die Erfahrung, dass es machbar war und so auch wieder machbar ist. Ein großer Teil der Klimaaktivisten, die schließlich seit Monaten stolz immer neue Klimanotstände in verschiedenen Städten vermelden, werden nun die Einschränkungen im Rahmen der Corona-Krise als Modell nehmen …
Es ist diese Politik der Angst, die durch die Schocktherapie der ständigen Absagen befördert wird, die dazu führt, dass kaum Widerstand gegen die autoritäre Durchsetzung von Staatspolitik wahrnehmbar ist … Zudem können wir sicher sein, hier wird im Zuge der Corona-Krise der Notstand ausprobiert, den manche sehnlich herbeisehnen … – Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Wir-muessen-unseren-Alltag-aendern-und-zwar-jetzt-4682096.html?seite=all

Fridays for Future Fürstenfeldbruck: ABSAGE DER KLIMADEMO

Fridays for Future Fürstenfeldbruck: Leider müssen wir die Demo am Freitag aus Sicherheitsgründen absagen. Bereits am vergangenen Dienstag wurden in Bayern fast alle Fridays for Future Demonstrationen aufgrund des Corona-Virus abgesagt. Fridays for Future Fürstenfeldbruck war am Dienstag Abend die letzte Ortsgruppe im Großraum München, die noch eine Demo stehen hatte. In mehreren langen Telefonkonferenzen haben wir zu der sehr dynamischen Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus heute eine Entscheidung treffen müssen.
Bei der Klimapolitk fordern wir, dass sich die Politiker*innen an die Empfehlungen und Forderungen der Expert*innen und Wissenschaftler*innen halten. Mediziner*innen empfehlen nun dringend größere Veranstaltungen zu meiden bzw. diese gänzlich abzusagen. Daher möchten auch wir uns als Ortsgruppe Fürstenfeldbruck verantwortungsbewusst an diesen Ratschlag halten. Schweren Herzens haben wir uns daher dazu entschlossen die Demonstration am Freitag abzusagen bzw. diese zu verschieben. Sobald sich die Situation bessert, werden wir die Demo aber auf jeden Fall nachholen, dann noch viel größer!
Wir haben alle jede Menge Arbeit und Geld rein gesteckt, haben Technik gemietet und uns frei genommen. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir können die Versammlung unter Betrachtung der aktuellen Situation nicht mehr verantworten!
Unsere Forderungen werden wir trotzdem übergeben. Wie und wann werden wir Euch noch mitteilen. Bitte geht am Sonntag wählen, wählt für das Klima! Lasst uns gemeinsam in Fürstenfeldbruck und der Region etwas verändern! Wenn Du noch nicht wählen darfst, sprich mit Deinen Freunden, Deiner Familie und Deinen Verwandten, gemeinsam können wir etwas erreichen! 💚 Danke und What do we want? Climate Justice!📢 – Fridays for Future Fürstenfeldbruck 💚 https://fffutu.re/FFB
Mehr Informationen: Instagram | Facebook | Web | Forderungen

Diskussions- und Aktionsvorschläge in Sachen Demokratie

Was wäre, wenn Demokratie für alle gelten würde? In der Theorie herrscht das Volk, politische Teilhabe ist durch Wahlen und Parlamente für jeden möglich. In der Praxis werden diese Ideale oft nicht erreicht. Zeit für eine neue Ära der Demokratie. Ohne Wahlen keine Demokratie, das stimmt zwar, aber genauso stimmt, dass Wahlen alleine längst keine Demokratie bedeuten … weil die internen Mehrheitsfindungsprozesse oft selbst wenig demokratisch sind und die Funktionsweise, die Programmatik und vor allem der Rhythmus der Wahlen dazu geführt haben, dass mutige Veränderungen, große Visionen, übergreifende Pläne und innovative Bündnisse kaum Raum bekommen in der politischen Praxis … Wie aber könnte eine Demokratie aussehen, die wirklich demokratisch ist? Was wäre zum Beispiel, wenn die Parteien ganz anders funktionierten als heute … – Ein Debattenbeitrag: https://www.www-mag.de/debatten/beitrag/was-waere-wenn-demokratie
Volksentscheide auf Bundesebene möglich machen! Stellen sie sich vor… wir können endlich auf Bundesebene zu wichtigen Fragen der Zeit abstimmen und dies parallel zur Bundestagswahl 2021 … wir alle können die Themen auswählen und dann darüber abstimmen, so wie es auch im Grundgesetz gewollt ist. Gemeinsam mit anderen Initiativen wollen wir die erste bundesweite Volksabstimmung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland organisieren. Bürger*innen sollen über gesellschaftlich relevante Themen (z.B. Klimawandel, Freihandelsabkommen, Bienensterben, Plastik, Seenotrettung, Tierwohl, Altenpflege oder Wohnen) abstimmen können. Dafür bekommen die Bürger*innen neben den Wahlunterlagen auch ein Abstimmungsheft von uns zugeschickt. Dieses informiert sie im Detail über die Themen und ermöglicht eine direkte Abstimmung. Wir wollen die bewährte repräsentative Demokratie natürlich erhalten, aber durch Volksabstimmungen ergänzen. Das Instrument hat auf Länderebene bereits viele Nagelproben bestanden und gute Erfolge erzielt, wie beispielsweise das sensationell erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Bayern. Warum also nicht auch bundesweit? Die Kampagne beginnt in 3 Schritten: Wir starten in 2020 mit einer Probeabstimmung, ab Mitte 2020 beginnt die bundesweite Themenfestlegung und in 2021 soll dann die erste bundesweite Volksabstimmung parallel zur Bundestagswahl stattfinden. Zum Warmlaufen für die bundesweit geplante Abstimmung in 2021 gibt es am 23.05.2020 eine Probeabstimmung per Brief. Mehr erfahren – mitmachen bei der Probeabstimmung: www.abstimmung21.de und https://abstimmung21.de/die-kampagne.

KLIMA-DEMO IN FFB

KLIMASTREIK IN FFB: Am *13. März* wird die erste Fridays for Future Demo in *Fürstenfeldbruck* stattfinden, ab *16.00 Uhr* mit Kundgebung, Fürstenfelder Straße, beginnend ab Höhe Wittelsbacherplatz bis zum Übergang auf die Oskar-von-Miller-Straße. Nach der Kundgebung wird der Demozug gegen 16:40 von der Fürstenfelder Straße über die Leonhardikirche zum Landratsamt ziehen. Dort werden wir Forderungen an Landrat und Kreistag übergeben. Anschließend ziehen wir in Richtung Innenstadt zum Rathaus, wo wir ebenfalls Forderungen an die Stadt überreichen. Weiter geht es dann auf die Augsburger Straße und schließlich zum Volksfestplatz. Infos: https://fridaysforfuture.de/bayern/ und https://www.facebook.com/fridays4futureffb-370899250230437
Samstag, 14.3., 17.30 Uhr im „LIFEstudioFFB“: KLIMASTREIK IN FFB – Videobericht von der Klima-Demo in Fürstenfeldbruck. Übertragung der Doku auf www.lifestudio.ffbaktiv.de, danach im Videoarchiv auf www.youtube.com/user/ffbaktivstudio.
Brasilien – Gentechniksoja – Agrargifte – Freihandelsabkommen EU/Mercosur – und wie alles zusammenhängt: Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Antônio Andrioli. Am Dienstag, 10. März 2020, um 19.30 Uhr, in Fürstenfeldbruck, Pfarrsaal St. Bernhard, Rothschwaiger Str. 53 (Eingang Richard-Higgins-Straße). Prof. Dr. Andrioli hat mit einem Stipendium von EED / Brot für die Welt in Osnabrück zum Thema „Biosoja versus Gensoja“ promoviert. 2007 erschien seine Dissertation als Buch. Auch in Fürstenfeldbruck ist er bereits aufgetreten. Bis September 2019 war er Vizepräsident einer Universität im Süden Brasiliens, die sich schwerpunktmäßig mit nachhaltiger Landwirtschaft und Agrarökologie beschäftigte. Kürzlich erhielt er den Bayerischen Naturschutzpreis 2020. Seit dem Wahlsieg Jair Bolsonaros im Januar 2019 hat sich die positive Entwicklung der brasilianischen Landwirtschaft ins Gegenteil verkehrt. Riesige Flächen werden zugunsten großer Rinder- und Sojafarmen abgeholzt. Der EU/Mercosurvertrag würde alles noch verschlimmern. Heute kann man Brasilien als Weltmeister im Pestizideinsatz bezeichnen. Die Nutznießer der aktuellen Entwicklung sind internationale Konzerne. Bayer (Monsanto) verkauft z.B. in Brasilien Agrogifte, die in der EU verboten sind. Prof. Andrioli arbeitet zur Zeit am Rachel Carson Institut der LMU in München. Vortrag in deutscher Sprache. Eine gemeinsame Veranstaltung von: Sozialforum Amper, Eine-Welt-Zentrum FFB e.V., Agenda21 im Landkreis FFB, Nord-Süd-Forum FFB, Campo Limpo (Solidarität mit Brasilien e.V.), Bund Naturschutz (Kreisgruppe FFB), AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.), BDM (Bundesverband deutscher Milchviehhalter e.V.), BBV (Bayerischer BauernVerband). Eintritt frei, Spenden willkommen.

Wählen gehen! Genügt das?

Am Sonntag, 1.3., um 17.30 Uhr, überträgt das LIFEstudioFFB eine Gesprächsrunde im Rahmen von »Demokratisch in Bruck« unter dem Titel „Wir wollen, sollen und dürfen wählen! Genügt das …? Ein kleiner Nachtisch und ein großer Vorgeschmack“. Die Moderatoren beleuchten ihre Vorstellungsrunden an den Februar-Sonntagen und diskutieren darüber hinaus Fragen der Bürgerbeteiligung und wünschenswerte Verbesserungen unserer Demokratie. Meinungsumfragen beweisen, unsere Mitmenschen wollen mehr Frieden, Demokratie und Menschenwürde. Welche Möglichkeiten gibt es, welche lassen sich in unserer Stadt verwirklichen? Zu den Diskutanten gehören die Moderatoren der Februar-Vorstellungsrunden Karl Busl, Mitglied im Verein „Mehr Demokratie“, Hans-Jürgen Buber, ehem. Altenpfleger und im Vorstand des Vereins „Eine-Welt-Zentrum FFB“. Des weiteren die ListenkandidatInnen von der ÖDP Maria Hammer, von den Grünen Theresa Hannig, von der Partei DiePartei Tim Niklas, von der SPD Ludwig Sinzinger.
Der Link zur Live-Übertragung: www.lifestudio.ffbaktiv.de. Danach steht die Sendung zur Ansicht im Video-Archiv auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Menschenverachtende Positionen entlarven und bekämpfen

Pressemitteilung des „Bündnis FFB ist bunt nicht braun“ und des Kreisverbands Fürstenfeldbruck der GEW vom 21.2.20 zum rechtsterroristischen Anschlag in Hanau: „Der Kreisverband Fürstenfeldbruck der GEW spricht, zusammen mit dem Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun!, den Hinterbliebenen ihr Beileid aus und wird sich weiterhin gegen jede Form von Hass, Hetze, Rassismus und Intoleranz einsetzen. Wir alle sind angesichts des Anschlags in Hanau vom 19. Februar 2020 fassungslos. Den hinterbliebenen Familien und Freunden sprechen wir unser Beileid aus. Die abscheuliche Tat, die Menschen aus dem Leben riss und zahlreiche verletzte, war rechtsradikal motiviert und richtete sich gezielt gegen Mitbürger*innen mit mutmaßlichem Migrationshintergrund. Ebenso fassungslos vernehmen wir Relativierungsversuche rechter Akteur*innen, die die Tat als Aktion eines Verwirrten herunterspielen und dem Täter eine aggressive rechtsnationalistische Gesinnung absprechen. Damit kaschieren sie ihre Mitverantwortung an einem sich aufheizenden aggressiv-menschenfeindlichen politischen Klima, das Taten wie die in Hanau verharmlost und wahrscheinlicher macht. Als GEW werden wir uns weiterhin und energisch für mehr politische Bildung und Demokratieerziehung an unseren Schulen einsetzen. Wir lassen nichts unversucht, menschenverachtende Positionen zu entlarven und zu bekämpfen.“ – Margot Simoneit, GEW KV Fürstenfeldbruck

Nichts gelernt: Die Sprache der geistigen Trittbrettfahrer der AfD

Update Am 22.2.20 berichtete auch das Brucker Tagblatt: Volksverhetzung und Holocaustleugnung: FDP-Poltiker mit Skandal-Post – „Partei entsetzt … Der in der laufenden Legislaturperiode zur FDP gewechselte Bahner habe auf Facebook unter anderem einen Text eines wegen Volksverhetzung und Holocaustleugnung verurteilten Rechtsextremisten geteilt …“
Wir fragen: Hetzer werden anscheinend weiterhin in dieser Partei geduldet?

Am 17.2. berichtete die Brucker SZ: Er spricht im Duktus der Rechten von „Gesinnungsdiktatur“ und „Altparteien-Kartell“, ist aber Beisitzer im Vorstand der Freien Wähler … Vor allem aber verwendet er Begriffe, die man beispielsweise von Björn Höcke kennt, dem Rechtsaußen der AfD aus Thüringen. Adelhoch schreibt: „… Wer immer noch nicht begriffen hat, dass wir uns in einer Gesinnungsdiktatur befinden, der ist blind und taub.“ …
Am 18.2. berichtete die Brucker SZ: Mit den Worten eines Volksverhetzers … FDP-Mitglieder fallen mit Facebook-Posts auf, in denen Merkel mit Hitler gleichgesetzt und Neonazi-Texte zitiert werden … Die FDP-Mitglieder und Stadtratskandidaten Herwig und Monica Bahner posten auf Facebook munter weiter Inhalte, die ihre Nähe zu rechtsextremem Gedankengut zeigen …
Unsere Berichterstattung vom 10.2.20.
Ein ausführlicher „Hintergrund“-Bericht über Rechte Netzwerke in Bundeswehr, Polizei und Geheimdiensten … brandgefährlich … Trotz aller Geheimhaltungsversuche wurden in der Vergangenheit jedoch immer wieder Berichte über rechte Vorfälle in der Truppe bekannt …
https://www.hintergrund.de/politik/inland/schattenarmeen/

Im LIFEstudioFFB: ÖDP und Die Linke stellen ihre Stadtziele vor

Am Sonntag, 23.2., im LIFEstudioFFB, um 17.30 Uhr geht die Sendereihe zur Fürstenfeldbrucker Kommunalwahl 2020 weiter. „Wir präsentieren zur Stadtratswahl 2020 Brucker Parteien und Wählergruppen, die ihre Programmziele für FFB vorstellen. Wir stellen Fragen“. Der Link zur Live-Übertragung: www.lifestudio.ffbaktiv.de. Danach stehen die Sendungen zur Ansicht im Video-Archiv: www.youtube.com/ffbaktivstudio.
„Stadtratswahl: Wer wählt, gewinnt …?“. Es stellen die Sprecher von ÖDP und Die Linke ihre Stadtziele vor. Für die ÖDP-Ökologisch-demokratische Partei: Alexa Zierl, Unternehmerin und erste Brucker Radltaxi-Fahrerin, und Dieter Kreis, ÖDP-Kreisverbandsvorsitzender. Für die Parte Die Linke: Adrian Best, Student der Sozialpädagogik mit Zusatz Management, und Axel Lämmle, Unternehmer und Fahrschullehrer.

Im LIFEstudioFFB: BBV und Grüne stellen ihre Stadtziele vor

Wahlhilfe-Service für die Fürstenfeldbrucker Wählerschaft im LIFEstudioFFB: „Stadtratswahl: Wer wählt, gewinnt …?“. Das „LIFEstudioFFB“ der Sozialinitiative „Brucker Brücke – das Wir stärken“ überträgt seine Vorstellungsrunden mit Brucker Parteien zur Stadtratswahl übers Internet. Am Sonntag, 16.2., um 17.30 Uhr, stellen die Sprecher von BBV und Die Grünen ihre Ziele für FFB vor. Für die BBV-Brucker Bürgervereinigung sprechen Christian Götz, Diplombiologe und 2. Bürgermeister, und Lisa Rubin, Studierende der Kommunikationswissenschaften. Für Bündnis 90/Die Grünen sprechen Christian Stangl, Gymnasiallehrer und Stadtrat, und Johanna Mellentin, Kulturwissenschaftlerin.
Am Sonntag, 23.2., um 17.30 Uhr, sprechen die Vertreter von ÖDP und Die Linke.
Der Link zur Live-Übertragung: www.lifestudio.ffbaktiv.de. Danach stehen die Sendungen zur Ansicht im Video-Archiv: www.youtube.com/ffbaktivstudio.

Fürstenfeldbruck ist nicht Thüringen, aber …

Zu Anliegen und Problemen wie Rassismus, Abrüstung und Erinnerungskultur gab es in den vergangenen Tagen mehrere Meldungen in der Tagespresse. Die Brucker SZ berichtete am 6.2.20: Umwidmung der Zenettistraße gefordert … Die „Initiative gegen falsche Glorie“ ist nicht einverstanden damit, dass der Stadtrat von Fürstenfeldbruck es bei Straßennamen belässt, die Wehrmachtsoffizieren gewidmet sind, und diese lediglich mit kurzen Zusatztafeln ausgestattet hat. „Wir fordern die Umwidmung der Zenettistraße“, erklärte Jakob Knab, der Sprecher der Initiative aus Kaufbeuren.
Das Brucker Tagblatt berichtete am 6.2.20 über ein herausragendes Ergebnis der letzten Stadtratssitzung am 31.1.20: Stadtrat für atomare Abrüstung … Die Stadt setzt sich für die nukleare Abrüstung ein. Auf Antrag von Vize-Bürgermeister Christian Götz (BBV) schließt Fürstenfeldbruck sich dem Appell der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) an.
Das Brucker Tagblatt berichtete am 7.2.20: Erinnerungen an einen Widerstandskämpfer … „Wehret den Anfängen“, sagte die erste Vorsitzende des Historischen Vereins Fürstenfeldbruck (HVF), Anna Ulrike Bergheim, am Donnerstag bei der Begrüßung von Berthold Goerdeler, dem Enkel des Widerstandskämpfers Carl Friedrich Goerdeler.
Die Brucker SZ berichtete am 6.2.20 über eine Befragung der örtlichen FDP zu den Thüringer Vorgängen: Kreis-FDP schließt Zusammenarbeit mit AfD aus … Führende Parteimitglieder bezeichnen Vorgänge in Thüringen als „nicht schlau“ und begrüßen Neuwahlen … Das Grundproblem sei aber, dass es durch das Wahlverhalten „in der Mitte“ keine Mehrheiten mehr gebe, obwohl es eine funktionierende Demokratie gebe und die wirtschaftliche Lage gut sei … Bahner hingegen vertritt die Auffassung, es sei besser, wenn ein FDP-Politiker mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt werde als ein Linker, nämlich Bodo Ramelow, mit den Stimmen von SPD und Grünen. Die Linke bezeichnet er als „SED-Nachfolgepartei“. Auf Facebook kommentiert er, die Thüringer FDP habe „Eier gehabt“. Bahners Frau Monica, ebenfalls Mitglied der FDP, dankt auf Facebook dafür, dass die FDP „Thüringen den Ökoterrorismus von Rot-Rot-Grün erspart“ habe.
Am 7.2.20 berichtete die Brucker SZ zusätzlich über Äußerungen der Familie Bahner – Herwig Bahner ist Stadtrat der FDP: Klare Sympathien für die AfD … FDP-Mitglied Monica Bahner äußert sich auf Facebook: „… Danke an die FDP in Thüringen, danke dass Ihr Thüringen den Ökoterrorismus von rot- rot- grün erspart habt! …“
Aus der Geschichte lernen: Zur Geschichte der Nachkriegsparteien CDU und FDP gab es im „Dezember 2010 eine Große Anfrage an die Bundesregierung zum Umgang mit der NS-Vergangenheit ab 1949 … (Drucksache 17/4126). Die umfängliche sowie weithin informative Antwort der Bundesregierung erschien im Dezember 2011 (Drucksache 17/8134). Beispielsweise ließ sich daraus ableiten, dass dem Kabinett unter Kanzler Ludwig Erhard ab 1963 neben einem Vizekanzler, der Berufsoffizier der Wehrmacht im Vernichtungskrieg im Osten war, acht Bundesminister aus CDU, CSU und FDP angehörten, die der vom Nürnberger Internationalen Tribunal für verbrecherisch erklärten NSDAP – teilweise seit 1933 – angehört hatten. Es war jene Regierung, die im Herbst 1964 beschloss und danach das Ziel anstrebte, am 9. Mai 1965 für sämtliche NS-und Kriegs-verbrechen Verjährung eintreten zu lassen … Die hauptsächlichen und direkten parteipolitischen Vorgänger der heutigen Regierungsparteien zwischen November 1918 und Juli 1933 waren: Für die Unionsparteien die katholischen Rechtsparteien Zentrum und Bayerische Volkspartei (BVP) sowie der evangelische Christlich-Soziale Volksdienst; für die FDP die Deutsche Demokratische Partei (DDP, später: Deutsche Staatspartei) und die Deutsche Volkspartei (DVP). Nimmt man den nahezu ungehemmten Zustrom von Mitläufern und Tätern der NS-Barbarei nach 1945, die Kontinuitäten der sozialen und politischen Milieus sowie beim Führungspersonal, obendrein den nahtlos, bloß modifiziert, fortgesetzten Antikommunismus, sind Unionsparteien und FDP auch als Nachfolgeparteien von Deutsch-nationaler Volkspartei (DNVP) und NSDAP anzusehen. Die Mitte-Rechts-Regierung in Bonn bestätigte ab September 1949 diese Einschätzung dadurch, dass sie sich weitgehend aus jenen Vorgängerparteien rekrutierte sowie vordringlich und zielstrebig die Interessen der aus dem vorangegangenen Verbrecherstaat belasteten Täter, Gehilfen und Mitläufer wahrgenommen und weit-gehend durchgesetzt hat.“
Zum Ideologem der „Mitte“ kann man in der Wochenzeitung „freitag“ lesen: „Die Ideologie der Mitte war eine Camouflage aus der Adenauerzeit: die Westalliierten brauchten die Bundesrepublik als Bundesgenossin in ihrem Kampf gegen die Sowjetunion, mit der sie einst in der Anti-Hitler-Koalition verbündet waren. Ein Relikt aus dieser Episode vor 1945 war die Unterstellung, man habe mit dem einstigen Antifaschismus gar nicht gebrochen, denn jetzt gehe es gleichermaßen gegen Links und Rechts. Das war die Geburtsstunde sowohl der Extremismus- als auch der Totalitarismusdoktrin. Unter ihrem Schirm gediehen ehemalige Nazis, die nichts dagegen hatten, sich jetzt in freiheitliche Demokraten umtaufen zu lassen.“
Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) hält eine Verharmlosung der AfD für völlig falsch und gefährlich. In Bezug auf die Wahl in #Thueringen fordert er eine klare Abgrenzung, um die Demokratie zu stärken. Kurz-Video auf Twitter.

Web-TV-Sendung zur Stadtratswahl am 16.2.

Unter dem Titel „Stadtratswahl: Wer wählt, gewinnt …? Ein Wahlhilfe-Service für die Fürstenfeldbrucker Wählerschaft“ präsentiert das LIFEstudioFFB zur Stadtratswahl Brucker Parteien und befragt sie zu ihren Zielvorstellungen für unsere Stadt. Brucker Parteien stellen ihre wichtigsten Ziele für unsere Stadt vor. Im Anschluss beantworten sie Fragen der Veranstalter.
Jeweils um 17.30 Uhr beginnen die Livesendungen. Zu sehen auf www.lifestudio.ffbaktiv.de. Danach sind sie als Video im Archiv zu sehen auf www.youtube.com/ffbaktivstudio.
Die Termine der folgenden Sendungen:
Am Sonntag, 16.2., um 17.30 Uhr, stellen die Sprecher von der BBV und den Grünen ihre wichtigsten Ziele für FFB vor: Christian Götz, 2. Bürgermeister, und Lisa Rubin, Studierende der Kommunikationswissenschaften, für die BBV. Christian Stangl, Gymnasiallehrer und Stadtrat, und Johanna Mellentin, Kulturwissenschaftlerin, für Bündnis 90/Die Grünen. Im Anschluss beantworten beide Fragen der Veranstalter.
Am Sonntag, 23.2., stellen die Sprecher von ÖDP und Die Linke ihre Ziele für FFB vor.
Am Sonntag, 1.3., folgt eine Gesprächsrunde im Rahmen von »Demokratisch in Bruck« unter dem Titel „Wir wollen, sollen und dürfen wählen! Genügt das …?“ Die Moderatoren beleuchten ihre Vorstellungsrunden an den Februar-Sonntagen und diskutieren darüber hinaus Fragen der Bürgerbeteiligung und wünschenswerte Verbesserungen unserer Demokratie. Meinungsumfragen beweisen, unsere Mitmenschen wollen mehr Frieden, Demokratie und Menschenwürde. Welche Möglichkeiten gibt es, welche lassen sich in unserer Stadt verwirklichen? Zu den Diskutanten gehört Karl Busl, Mitglied im Verein „Mehr Demokratie“.